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Rezension Ink and Bone - Rachel Caine

Dieses Thema im Forum "Fantasy & Phantastik" wurde erstellt von Sakuko, 20. August 2016.

  1. Sakuko

    Sakuko Aktives Mitglied

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    27. Juni 2016
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    852
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    Buchinformationen und Rezensionen zu Ink and Bone (Novels of the Great Library) von Rachel Caine
    Info

    (Bisher nur auf englisch erschienen)

    "Imagine a world in which anyone, anywhere, could create and distribute their own words, however ignorant or flawed!"

    Das Buch spielt in der nahen Zukunft, in einer alternativen Welt, in der die Bibliothek von Alexandria nie abgebrannt ist und sich statt dessen zu einer Weltmacht entwickelt hat, die die Macht des Vatikans noch weit in den Schatten stellt. Eine Welt in der niemand außer die Bibliothek Bücher besitzen darf, die Menschen bekommen nur Zugriff auf jene Werke, die die Bibliothek absegnet, und dann auch nur auf eBook-artige Kopien.

    Jess ist der Sohn eines Buchschmugglers, der sich mit Beschaffung und Verkauf echter Bücher einen gewissen Reichtum erworben hat. Doch Jess hat wenig Interesse an dem Geschäft seines Vaters, liest er doch die Bücher lieber, als sie zu verkaufen. Deswegen schickt sein Vater ihn zur Aufnahmeprüfung der großen Bibliothek. Jess soll dort angestellt werden, damit er seiner Familie als Spion von drinnen dienen kann.

    "..but Da's wrong about one thing: you don't just have ink in your blood. It's in your bones. Your skeleton's black with it. You go there, to them, and we'll lose you for ever."

    Ich muss sagen, ich fand das Buch großartig. Es zeichnet eine intrikate, komplexe Welt, die sich einem erst langsam, Schritt für Schritt in seiner Andersartigkeit erschließt. Exposition gibt es nicht, man muss selbst herausfinden, wie alles funktioniert. Das klappt in diesem Buch aber sehr gut und man mag anfangs zwar etwas verwirrt sein, aber es macht auch neugierig.
    Die Welt wirkt, obwohl eigentlich die Zukunft ist (2025), eher Richtung Fantasy-Renaissance mit Steampunk Einflüssen.

    "... and for the first time since being inducted into the Library's programme, he began to realise how much he had to learn about how different the world was from the theory of it."

    Wer vermutet, in dem Buch geht es nur um den Erwerb von Wissen, staubige Bücher und die Führung von Bibliotheken, der wird schnell enttäuscht werden. Das Buch wird erstaunlich düster. Die Bibliothek hat viele Feinde, vor denen die Bücher beschützt werden wollen, und nicht nur Wissenschaftler und Gelehrte arbeiten dort, die Bibliothek hat auch ein eigenes Heer und Alchemisten, die viele, fast magische Technologien ermöglichen.
    Freundschaft und Liebe, Macht und Korruption, Intrigen und Krieg, Tod und Verrat sind alles Themen die vorkommen. Das ist kein ruhiges, langsames Buch, es gibt Aktion und viele Geheimnisse die es aufzudecken gilt. Das Buch kann mit einigen unerwarteten Überraschungen aufwarten.

    Hinzu kommt, das die Charaktere wirklich gut dargestellt werden. Neben Jess lernen wir noch seine Mitschüler, seinen Lehrer und den Hauptmann kennen. Eine sehr diverse Gruppe mit einigen wirklich sympathischen und liebenswerten Charakteren, sowie echter Charakterentwicklungen. Es gibt auch mehrere Beziehungen, die alle sehr realistisch und wirklich unsentimental dargestellt werden.

    Mich hat das Buch sehr oft an The Lies of Locke Lamora erinnert, nur das mir der Einstieg in Ink & Bone viel besser geglückt ist und ich die Charaktere im großen Ganzen glaubhafter fand.
    Ich kann das Buch einfach nur empfehlen. Ich habe selten über eine so gut durchdachte, fesselnde Welt mit so interessanten, liebenswerten Charakteren gelesen.
     
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