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  1. Serapion

    Serapion Platin Mitglied

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    @Helmut Pöll, dann könnte das die Lösung sein. Ich habe vor vielen Jahren den Briefwechsel Zweig - Roth gelesen und daher war mir viel bekannt.
     
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  2. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Das klingt auch interessant.
     
  3. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Betty und Veneering, wer hätte das gedacht. Und doch bleibt sie Edward immer treu. Weil sie ein Versprechen gegeben hat? Weil Veneering schon vergeben war und eine Trennung zu der Zeit in diesen Kreisen unschicklich gewesen wäre? Wir werden sehen.
    Man merkt, dass Jana Gardam viel erlebt hat. Sie schreibt gelassen und aus einer gewissen altersweisen Distanz. Es gibt keine großen Aufreger, die Geschichte plätschert ruhig dahin und bleibt dennoch spannend. Großartig.
     
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  4. Serapion

    Serapion Platin Mitglied

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  5. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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  6. Helmut Pöll

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    Edward und Betty machen nach ihrer Hochzeit eine Weltreise. Die Fahrt führt sich u.a. nach Bhuton im Himalaya und nach Dakkha in Bangladesh. Gardam beschreibt die Berglandschaft in knappen, klaren Worten sehr schön und auch ein wenig bissig.
    Es gab kaum Touristen in Bhutan. Ich glaube sie waren alle tot.

    Dabei bezog sie sich auf das klein geschnippelte Essen, dessen Reste am nächsten tag wieder untergemengt wurden, was eben manchmal zu Erkrankungen führen konnte. Ich schätze mal das alles muss Mitte der 1950er Jahre geschehen sein. Ein Wagen der indischen Botschaft, en Ambassador, fuhr sie in den Norden. Die wurden laut wikipedia nur bis 1958 gebaut. Es muss also vorher gewesen sein.
     
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  7. Helmut Pöll

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    Veneering, der berufliche Rivale Edwards, und Betty haben kurz vor deren Hochzeit eine Nacht miteinander verbracht. Im Verlauf der Geschichte scheint das in Vergessenheit geraten zu sein, aber dann wird durch ein Zufallstreffen klar, dass diese schicksalshafte Begegnung mehr ausgelöst hat.

    Der verheiratete Veneering erklärt ihr, dass er nicht dauerhaft in Hongkong bleiben könne, wenn Betty auch bleibe. Zu klein sei der Kreis der Briten der gehobenen Gesellschaft, so dass man sich immer wieder über den Weg laufen würde. Das sei für ihn unerträglich, weshalb er um seine Versetzung nach Singapur ersuchen werde.
     
  8. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Es gibt eine Person, die sich im Lauf dieser Geschichte ziemich stark wandelt. Es ist Ross, Edwards ältester und wohl einziger Freund. Sie kennen sich aus Kriegstagen auf einem Schiff, als die beiden Jungen aus England evakuiert werden. Edward schenkt damals Ross seine wertvolle Uhr, was diesem das Überleben in den Kriegswirren sichert. Daraus erwächst eine unzerbrechliche Freundschaft. Ross hatte ja sogar Betty bedroht Edward zu verletzen und zu verlassen.
    Jetzt aber, als Betty so krank ist, kommt er und entschuldigt sich. Er habe nicht gesehen, dass es sich um eine Vernunftehe handelt. So hart er auch auftritt, diese tiefe Freundschaft zu Edward, die er unter alen Umständen verteidigt, hat ihn mir auch ein Stück weit sympathisch gemacht.
     
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  9. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    In Feuernacht von Yrsa Sigurdardóttir geht es um Jakob, einen Jungen mit Down-Syndrom, der in einer Einrichtung für straffällige Behinderte lebt, nachdem er sein vorheriges Wohnheim in Brand gesteckt hat, wodurch fünf Menschen auf grausame Weise ums Leben gekommen sind.
    Aber an dieser Darstellung gibt es Zweifel. Sollte womöglich ein anderer Tatverlauf vertuscht werden? Ausgerechnet ein verurteilter Kinderschänder bringt den Fall wieder ins Rollen, indem er mit dem Geld aus einer Erbschaft die Anwältin Dora mit neuen Ermittlungen beauftragt. Spannung pur.
     
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  10. Helmut Pöll

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    Jetzt scheint es beinahe ausgemachte Sache zu sein, dass der behinderte Jakob nicht der Brandstifter ist, sondern dass eine andere Person oder ein Defekt die Katastrophe ausgelöst hat. Und vor allem wollen einige Leute das alles vertuschen.

    Yrsa Sigurdardóttir schildert mit beinahe unerträglicher Detailtreue und schonungslos die Gebrechen der Heimbewohner, das Leiden der Familien. Dieses unbedingte Hinschauen-Wollen durchzieht das ganze Buch und macht auch seinen Reiz aus.
     
  11. Helmut Pöll

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    Jemand, der mit einem der Opfer des abgebrannten pflegeheims befreundet war, wird ermordet. Da scheint tatsächlich jemand etwas vertuschen zu wollen und kein Interesse zu haben, dass die tatsächliche Ursache der Katastrophe ans Licht kommt.
    Je mehr ich lese desto mehr tut mir Jakob leid, der wohl zu Unrecht verurteilte Junge mit Down Syndrom. Da er ziemlich kräftig ist hat er auch schon einige Leute bei Ausrastern verletzt. Aber irgendwie ist das auch verständlich, wenn man sich nicht artikulieren kann und ohnmächtig miterleben muss, wie man aufgrund seiner Behinderung zum willkommenen Sündenbock gemacht wird.
     
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  12. Helmut Pöll

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    Der Fall hat nun doch eine völlig überraschende Wendung genommen. Es stellt sich heraus, dass eine lange zurück liegende Fahrerflucht unter Alkoholeinfluss in direktem Zusammenhang mit dem aktuellen Fall stand.
    Irgendwie enden die Fälle von Yrsa Sigurdardóttir immer so, dass doch eine Beklommenheit und Düsternis zurück bleibt. Auch hier ist es wieder so. Mir fiel heute ein Zitat von Aldous Huxley ein, das diese Stimmung in diesen isländischen Thrillern gut beschreibt.
    Vielleicht ist diese Welt die Hölle eines anderen Planeten.
     
  13. Helmut Pöll

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    Meerfahrt mit Don Quijote von Thomas Mann

    Ich habe das Buch vor vielen Jahren schon einmal gelesen. Im ersten Moment könnte man denken, dass die Beschreibung einer Schiffsreise von Boulogne nach New York recht langweilig sein könnte. Aber das ist sie nicht.

    Sie starten am 19. Mai 1934. Thomas Mann schildert den Trubel im Hafen und wie er und seine Frau Katja in der Bar einen Wermut nehmen, während sie auf die Abfahrt des Schiffes warten. Die Volendam ist ein Motorschiff der Holland-Amerika Linie. Es gehört schon damals nicht zu den schnellsten Schiffen und wird für die Überfahrt 10 Tage benötigen. Aus heutiger Sicht, wo alles immer schneller gehen muss, unvorstellbar. Es ist auch die erste Frage, die Thomas Mann aufwirft: warum sollen vier Tage (oder noch weniger) besser sein als 10 Tage Überfahrt? Es ist das Geruhsame des Meeres, seiner Weite, das er für sich als Qualität entdeckt hat und ihm weit wichtiger ist als ein paar gesparte Tage der Überfahrt.

    Diese bedächtige Beschreibung von Alltäglichkeiten, dieses geduldige Warten strahlt etwas sehr Beruhigendes aus.
     
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  14. Helmut Pöll

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    Dieses Video habe ich entdeckt. In diesem "Hotel Bedford" in New York sind die Manns abgestiegen, im Zimmer 1701. Die Manns zahlten 5 Dollar für die Nacht. zum Vergleich zahlt man heute 240 Dollar ;)
     
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  15. Helmut Pöll

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    27. Mai 1934 - die amerikanische Küste rückt näher, Thomas Mann schmökert im Liegestuhl an Bord der Volendam und lässt sich über das Schreiben aus. Seltsam, das ausgerechnet in diesem Buch zu lesen.
    Ich halte es für die Regel, daß die großen Werke das Ergebnis becheidener Absichten waren. Der Ehrgeiz darf nicht am Anfang stehen..

    Das hätte ich von jemandem, der schon zu Lebzeiten so auf seine Wirkung auf die Nachwelt geachtet hat, nicht vermutet.
     
  16. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Eierlikörtage ist so ein Buch, das mich allein schon mit dem Titel in seinen Bann gezogen hat, auch wenn ich dann doch wochenlang brauchte, bis ich mich dafür entscheiden habe.

    Bei Eierlikörtage tauchen bei mir sofort die Bilder trister Altenheimtage auf, kombiniert mit absurden Begebenheiten des Heimlebens, an die ich mich noch aus Zivildienstzeiten erinnere.

    Und genauso ist das Buch dann auch. Hendrik Groen ist ein 83jähriger Nihilist. Oder soll man sagen "freundlicher Anarchist"? Mit der Gelassenheit greiser Leute, die wissen, dass ihre verbleibende Zeit sehr begrenzt ist, scheren sie sich auch immer weniger um Hausordnungen, Regeln oder generell um angepasstes Benehmen. Groen vergiftet die Aquariumfische, indem er eine Packung Kekse ins Wasser wirft, an denen sich die Fische überfressen. Das macht er - ja warum eigentlich? Um die verbiesterte Heimleitung zu ärgern? Weil er kann? Weil er Zeit seines Lebens selbst immer zu angepasst war? Oder aus Protest über die Endlichkeit des Lebens, an dem er doch so hängt?

    Ganz groß: Groens Freund Evert. Dessen Mischung aus hilfloser Gebrechlichkeit und greiser Kaltschnäuzigkeit hat schon was slapstickhaftes.

    Die Sprache ist einfach. In diesem Buch findet man keine schönen Sätze, die man zweimal liest. Aber das schadet auch nichts angesichts der authentischen Erzählung.
     
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  17. Helmut Pöll

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  18. Helmut Pöll

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    Ich bin mittlerweise zweispältig, was dieses Buch angeht. Einerseits scildert Hendrik sehr eindringlich das Leben im Heim und die unnötigen Schikanen. Die alten Leute tun mir wirklich leid. Hendriks eigenes Schicksal ist anrührend.
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    Hendriks Tochter ist ertrunken, worauf seine Frau den Verstand verlor und in ein Heim eingeweisen werden musste. Alle paar Monate besucht er sie, aber sie erkennt ihn nicht. Das ist sehr traurig.

    Andererseits komme ich mit diesem Tagebuchstil nicht zurecht. Im Grunde lassen sich die einzelnen Tage auch beinahe beliebig durcheinander würfeln. Hat man 20 Tage gelesen bringen die anderen im Grunde nichts Neues mehr, nur Varianten der anderen Tage. Ich denke, dass ich mir den zweiten Teil sparen werde.
     
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  19. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Evert, Hednrik bestem Freund gehts nicht gut. Nach und nach werden ihm die Zehen abgenommen. Ist wohl Diabetes oder Durchblutungsstörung. Hendrik wird wohl dann auf das Hündchen aufpassen müssen.

    Schön finde ich, dass sich die Senioren zusammentun, einen ebenfalls pensionierten Anwalt beauftragen, der die Heimleitung zwingen soll die Statuten offenzulegen. Eigentlich ein Unding, dass das nicht für alle einsehbar ist.
     
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  20. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Autor

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    Literaturagent Peter Katz hat das Manuskript, das Richard Flynn ihm geschickt hat und das plötzlich abbricht, gelesen. Flynn hatte noch geschrieben, dass Professor Wieder, für den er im jahre 1987 gearbeitet hat, kurz vor Weihnachten dieses Jahres ermordet wurde.

    Durch Zufall stellt sich heraus, dass Flynns damalige Freundin Laura ihn belogen hat, belogen über Besuche bei Familie und Bekannten. Aber warum? Sind diese Lügen Teil eines Experiments, das Prof. Wieder mit ihm durchgeführt hat. Sehr spannend!
     
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