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Rezension Halbling unter Huren und Halunken - Alexander Bally

Dieses Thema im Forum "Fantasy & Phantastik" wurde erstellt von Sakuko, 14. April 2017.

  1. Sakuko

    Sakuko Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2016
    Beiträge:
    852
    Zustimmungen:
    430


    Lupina aka Lu ist eine junge Halblingsfrau in einer menschlich dominierten Stadt. Sie bekommt den Auftrag die Verschwinden einiger Leichen eines Bestatters diskret zu untersuchen. Aber außer einer bitteren Ex-Schwiegermutter hat sie so gar keine Anhaltspunkte.

    Das Buch fängt wirklich sehr langsam an. Lu hat eigentlich keine Ahnung, wer verantwortlich sein könnte und in bester Privatdetektiv-Manier klappert sie also erstmal alle Möglichkeiten ab. Sie geht dabei anfangs wirklich gründlich vor und hat nette Ideen um an Informationen zu kommen. Leider passiert das erste Drittel des Buches einfach kaum etwas. So wird uns zwar detailliert der Aufbau des Krankenhauses erklärt, aber mit dem Fall hat das letztendlich gar nichts zu tun.
    Das Tempo legt später etwas zu, und das Ende fand ich relativ plötzlich, gemessen am Tempo des restlichen Buches.

    Lu ist relativ sympathisch, eigenständig und clever aber ich fand sie im Laufe des Buches doch recht flach. Wir lernen sie in den ersten paar Kapiteln kennen und dann kommt da auch nichts dazu. Sie ist halt keine vielschichtige Persönlichkeit. Ich fand das gleiche gilt für alle Charaktere, die uns begegnen, mit Ausnahme des Täters vielleicht.

    Das Buch spielt in seiner eigenen Fantasywelt. Diese ist relativ typisch für den 'mittelalterliche Fantasy' Typus, und zeigt darin keine besonderen, herausstehenden Merkmale, ist allerdings gut ausgearbeitet und mit Details geschmückt. Besonders über die Götter wird gerne und häufig berichtet.

    Ich fand es schade das Lupinas clevere Ideen und Pläne, die sie am Anfang für relativ unwichtige Ermittlungen schmiedet, im Verlaufe des Buches nicht mehr angewendet werden. Um so weiter das Buch voran schreitet, so hatte ich das Gefühl, um so leichtsinniger wird sie und um so einfacher und direkter wird ihre Vorgehensweise. Ich hatte es lieber gesehen, wenn sie am Ende bei der Ermittlung des tatsächlichen Täters und bei dessen Überführung so clever und überlegt gehandelt hätte wie sie es zu beginn tut.

    Letztendlich fühlte sich der Plot auch für mich recht konstruiert an. Nicht der Plan des Täters, der hat für mich durchaus Sinn gemacht, aber die Art, wie Lu darauf stolperte, fand ich unrealistisch und erzwungen. Was wirklich schade ist, denn bei einem Krimi möchte ich eigentlich schon das Gefühl bekommen, das der Detektiv schlauer ist als der Täter.

    Letztendlich hat das Buch eine gewisse Kurzweiligkeit und spielt in einer netten Fantasywelt, aber mir waren da zu viele Elemente unrealistisch und gezwungen und das Tempo hätte für mich auch konsistenter sein können.
     
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