1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Information ausblenden

Du bist neu hier?

Unter dem folgenden Link findest Du Hilfe für den Einstieg
Das bietet whatchareadin für Leser 

Genre Genre-Leserunde Gegenwartsliteratur vom 25.01. - 24.02.2019

Dieses Thema im Forum "Kleine Leserunden" wurde erstellt von Literaturhexle, 23. Januar 2019.

  1. Buchplauderer

    Buchplauderer Diamant Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2015
    Beiträge:
    1.181
    Zustimmungen:
    1.496
     
  2. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    Ich bin gespannt, was du berichten wirst. Denn momentan kann ich mir nicht vorstellen, wie die Autorin die Idee umgesetzt hat. Ein Roman ist es scheinbar nicht. Oder etwa doch? Egal. Ich übe mich in Geduld und warte, was du schreibst.:rolleyes::)
     
  3. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786


    Dann will ich mal loslegen, was nicht einfach wird. Der Einstieg in diesen Roman war brutal schwierig. Wieder bestätigt sich mein Eindruck, dass Booker Preisträger selten geschmeidig zu lesen sind.
    Der Prolog hat mich an meine Grenzen gebracht. Man erfährt, dass der Ich-Erzähler Angeklagter in einem Gerichtsprozess ist. Nicht irgendein Gericht, sondern der Oberste Gerichtshof der USA. Weswegen er angeklagt ist, lässt sich zunächst nicht sagen, so verzweifelt ich auch versucht habe, zwischen den Zeilen zu lesen. Er ist ein Schwarzer, bezeichnet sich selbst als Neger, Nigger etc. Die Sprache ist generell gewöhnungsbedürftig. Er redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Da vermischen sich "Straßen-Slang" (er lebt in einem der übelsten Viertel von Los Angeles) mit Tiefsinn und Sarkasmus. Hinzu kommt, dass er zugedröhnt ist, da er sich im Gericht, völlig unbehelligt einen Joint reinzieht. Merkwürdig, denn das scheint keinen zu stören.
    Ich musste mich also durch ca. 30 Seiten Prolog kämpfen, um am Ende endlich zu erfahren, warum er vor Gericht steht: Sklavenhaltung.
    Mittlerweile habe ich 100 Seiten gelesen und jetzt liebe ich dieses Buch. Der Prolog greift dem Ende des Buches vorweg. Die eigentliche Geschichte ist eine Rückblende auf den Lebensweg des Ich-Erzählers, seine Kindheit, die mit einem Pseudo-Wissenschaftler als Vater nicht ganz einfach war. Seinem Sklaven, einem alten Nachbarn, der als Kind die Rolle des schwarzen Jungen in die "Kleine Strolche" gespielt hat. Der alte "Kleine Strolch" kommt mit der Welt, wie sie heute ist (ich schätze wir sind in den 70ern/80ern nicht zurecht und drängt sich dem Ich-Erzähler, seinem Nachbarn, als Sklave auf. Wenn das nicht schräg ist, dann weiß ich nicht.;)
    Der Sprachstil ist mittlerweile erträglicher, zumindest kann man einen grünen Faden in der Erzählweise erkennen. Irgendwann musste die Marihuana-Wirkung ja nachlassen ;)
     
    • Hilfreicher Buchtipp Hilfreicher Buchtipp x 2
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  4. kingofmusic

    kingofmusic Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2018
    Beiträge:
    394
    Zustimmungen:
    336
    Muhahahahaha - großartig ausgedrückt, liebe @Renie :D:D:D
    Klingt nach schräger, aber doch guter Literatur!
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  5. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    Oha, ich bin gerade erst auf diesen Faden gestoßen. Danke fürs Taggen @Literaturhexle

    Ich habe letzte Woche Ein wenig Leben gelesen.

    Dieses Buch muss ich erst einmal verkraften. Mich hat es wirklich psychisch und physisch an meine Grenzen gebracht.

    Aktuell habe ich vor Die Farben des Feuers zu lesen

    Flugfedern würde mich ansprechen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich noch eine Leserunde unterbringe.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 3
    • List
  6. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    Das Buch hat gerade mal schlapp 160 Seiten. Das ist einmal tief einatmen ;)
     
  7. kingofmusic

    kingofmusic Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2018
    Beiträge:
    394
    Zustimmungen:
    336
    Mein E-Book hat sogar nur 99 Seiten :)
     
  8. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    Haha, ich wusste dass mich das Zitat noch einmal einholen wird. :)
     
  9. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  10. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
  11. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
  12. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Den neuen Boyle habe ich heute auch als Hörbuch bei Audible entdeckt. Ich kam aber zu dem Entschluss, dass es nicht mein Thema ist (*Juchu*)....
    Da ist man ja auch mal froh bei der großen Auswahl ;)
    Bin aber auf dein Urteil gespannt @ulrikerabe . So eine Meinung muss ja nicht in Stein gemeißelt sein :)
     
  13. Buchplauderer

    Buchplauderer Diamant Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2015
    Beiträge:
    1.181
    Zustimmungen:
    1.496


    Herzblut – Eine Liebeserklärung an den kleinen Laden

    Wie der Untertitel es aussagt, geht es um kleine Läden, die von ihren Besitzern mit Herzblut geführt werden. Die Autorin, die selbst am Bodensee lebt und dort selbst kleine Läden führt, macht mit den Lesern einen Bummel durch diese kleinen Läden.

    Das 144 Seiten starke Büchlein ist eine Hommage an die kleinen Läden, die mit Herzblut geführt werden. Und die leider immer mehr vom amazon-Riesen verdrängt werden.

    Eva- Maria Altemöller stellt in ihrem Büchlein verschiedene Läden in Lindau vor und gibt Informationen über deren Besitzer. Das Büchlein liest sich leicht und ist also durchaus eine Lektüre für zwischendurch. Es ist unterhaltsam, regt zum Nachdenken an und wird hoffentlich dafür sorgen, dass man den kleinen Läden, die es zum Glück auch außerhalb von Lindau noch gibt, wieder mehr Aufmerksamkeit schenken wird.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • Hilfreicher Buchtipp Hilfreicher Buchtipp x 1
    • List
  14. KrimiElse

    KrimiElse Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2019
    Beiträge:
    592
    Zustimmungen:
    483
    Ich habe eben mal geschaut...noch ist Zeit für die Genre-LR.
    (Ich hatte das Thema wieder verloren, so ganz perfekt finde ich mich hier noch nicht zurecht)
    Ich lese seit dem Wochenende

    Das Buch bewegt mich sehr, es ist ein sehr gelungener Roman/Krimi Noir mit einer sehr melancholisch geprägten Atmosphäre, in der ab und zu Wahnsinn, Kampfeswille, Angst und Wut aufblitzen. Mir gefallen besonders die sehr gelungenen Charaktere, deren Züge absolut lebensecht wirken, ungeschönt und oftmals verloren.
    Ich mag normalerweise Bücher, die aus der Sicht von Kindern erzählt sind, überhaupt nicht. Aber hier ist das so gut gemacht, dass man das Alter des Erzählers oft vergisst, er ist abgeklärt, alleingelassen und verloren wie so viele andere der Geschichte aus einer französischen Betonwüsten-Vorstand...
    Es steckt sehr viel Spannung in der Geschichte, denn man versucht nachzuvollziehen, was zu dem ganzen Schlamassel führte, in dem sich Mattia, der 11-jährige Protagonist befindet, woher seine Angst und Hoffnungslosigkeit rührt. Wieso er nicht bei seiner Familie leben kann, weshalb sein Vater tot und seine Mutter verschwunden ist, seine Schwester die Weltmeisterin der Flucht ist und sein Bruder sich nicht für ihn interessiert. Wieso ein 24-jähriger das Sorgerecht für ihn hat, der selbst mindestens genauso viele Probleme zu haben scheint wie Mattia. Und wieso er der Freundin seines Vormunds, einer Frau, die mit einem Bein in der Psychiatrie steht, mehr vertraut als allen anderenfalls Erwachsenen.
    Es steckt eigentlich auch eine Kriminalgeschichte in der Handlung, aber eben keine mit Mörder / Ermittler und chronologisch erzählten Ereignissen, sondern man muss sich beim Lesen aus den Erinnerungen der Charaktere und den Erlebnisfetzen von Mattia alles selbst erarbeiten...

    Ich habe das Buch bisher zu etwa 2/3 gelesen und bin sehr begeistert.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 2
    • List
  15. kingofmusic

    kingofmusic Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2018
    Beiträge:
    394
    Zustimmungen:
    336
    Klingt durchaus interessant :)
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  16. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Da sprichst du mir aus der Seele!!! Gehr mir ganz genauso.

    Du hast mich schon im Lesemontag sehr neugierig gemacht auf das Buch. Ich kenne den Verlag gar nicht... Polaro_O
    Hätte ich absolut nichts Gutes hinter vermutet...
    Du zwingst mich, meine Vorurteile zu überdenken :D
     
  17. KrimiElse

    KrimiElse Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2019
    Beiträge:
    592
    Zustimmungen:
    483
    Oh ja, unbedingt.
    Ende Januar 2019 hat Polar zum Beispiel ein Buch von Attica Locke herausgebracht, Ihre Romane in den USA mit Literatupreisen ausgezeichnet, und einer stand z.B. schon auf der Shortlist für Woman‘s Prize for Fiction.

    Es zählt vieles zur Kriminalliteratur, was der Verlag veröffentlicht, aber es sind meist keine Krimis oder Thriller im herkömmlichen Sinn, sondern politische oder gesellschaftskritische Romane. Eingefleischte Krimileser vermissen hier die nägelkauende Spannung oder das Rätseln gemeinsam mit dem Ermittler.

    Ich glaube, Lonos-Polar gehört auch irgendwie zum Verlag. Lonos veröffentlicht zum Beispiel viel Arabische Literatur, und Lonos-Polar habe ich jetzt erst entdeckt, durch einen gesellschaftskritischen Kriminalroman aus Ägypten.
    Es gibt ein paar kleine Verlage, die richtige Perlen veröffentlichen. Ich kam vor einiger Zeit durch Ilja Trojanow und seine LitpromListe dazu, dort genauer zu schauen.
    https://www.litprom.de/
    Willkommen / LitProm
    litprom.de
     
    #37 KrimiElse, 6. Februar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2019
    • Gefällt mir Gefällt mir x 3
    • List
  18. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    Bei LitProm stöbere ich auch immer gern und habe schon einige tolle Bücher entdeckt.:)
     
  19. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Ich danke euch für den Hinweis und den Link @KrimiElse @Renie.
    Weder von Polar noch Litprom habe ich je etwas gehört. Da werde ich eure Tipps diesbezüglich jetzt mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen :)
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 2
    • List
  20. kingofmusic

    kingofmusic Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2018
    Beiträge:
    394
    Zustimmungen:
    336
    Dem kann ich mich nur anschließen! :)
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
Die Seite wird geladen...
Die Seite wird geladen...