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Fünftes Kapitel

Dieses Thema im Forum "Leserunde zu "1933 war ein schlimmes Jahr"" wurde erstellt von supportadmin, 19. Januar 2017.

  1. supportadmin

    supportadmin Administrator

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  2. parden

    parden Forumlegende

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    " Vielleicht lag es an der blutigen Nase, dass wir in diesem Augenblick für einmal nicht Vater und Sohn, sondern Freunde waren. So konnte ich ihm von meinen Hoffnungen und Nöten erzählen, vom Stumpfsinn unserer Armut und von meinem Traum, von zu Hause wegzugehen und mein Glück als Profi-Baseballer zu versuchen."

    Was für ein Ende. Erst hat Dominik den Mischer geklaut, dann wieder zurück gebracht, nur um später zu erfahren, dass sein Vater das Ding für die Hälfte des benötigten Geldes verkauft hat. Mit dem Ausgang hat Dominik sicher nicht gerechnet, auch nicht damit, dass er nun alleine sein Glück als Profil versuchen muss. Der Versuch, seinen Traum zu leben, hat letztlich einen hohen Preis und beschert Dominik ein hartes Erwachen.

    Trotz allem fand ich es letztlich berührend, dass der Vater sozusagen sein letztes Hemd gab, damit Dominik sein Glück versuchen kann. Solche offenen Enden gefallen mir oft nicht, doch hier erscheint es mir passend.
     
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  3. parden

    parden Forumlegende

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    Das Nachwort von Alex Capus fand ich auch sehr interessant und aufschlussreich. Dass ein Protagonist einiges vom Autor innehat, ist ja immer wieder mal zu vermuten. Aber diese Anzahl an Übereinstimmungen lässt ja nur den Schluss zu, dass in einer autobiographischen Darstellung lediglich der Name geändert wurde. Den zerrissenen Charakter nimmt man John Fante jedenfalls ab.
     
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  4. Renie

    Renie Moderator
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    Interessant finde ich auch, dass Dom von seinem Vater zu seinem Glück "gezwungen" wird. Nachdem sein Vater den Mischer verkauft hat, kann Dom ja gar nicht anders als sein Glück beim Baseball zu versuchen. Das hätte ich dem Vater nicht zugetraut. Wahrscheinlich hat er sich an seine eigenen Träume erinnert, und wie es sich anfühlt, wenn man sich diese nicht erfüllen kann. So will er zumindest seinem Sohn die Möglichkeit bieten.
     
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  5. Renie

    Renie Moderator
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    So ging es mir auch. Das Nachwort war sehr informativ. Zusammen mit dem Roman bin ich auf den Fante-Geschmack gekommen. Wenn ich lese, dass er 8 Romane veröffentlicht hat, frage ich mich, warum ich vorher noch nie etwas von ihm gehört habe. Das wird sich jetzt ändern.
     
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  6. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    @parden und @Renie: Ihr habt schon alles Wichtige gesagt. In dem Fall finde ich das offene Ende ebenfalls gelungen, obwohl, wie ihr schreibt, ist Dom im Prinzip gezwungen, sein Glück zu versuchen. Wovon soll die Familie denn leben, ohne den Betonmischer. Sehr berührend fand ich die Szene, in der sein toter Großvater dafür sorgt, dass er umgekehrt und wütend hat mich die Reaktion von Kens Vater gemacht, der in seinen Vorurteilen gefangen ist.
    Der Vater, so negativ er am Anfang gezeichnet ist, so positiv ist sein Verhalten am Ende. Das ist wirklich rührend, anscheinend hat Dominic etwas in ihm geweckt - vielleicht seine Träume, die er nicht ausgelebt hat? Dass er seinen Sohn in der Art und Weise unterstützt, hätte ich nicht für möglich gehalten...
    Trotzdem geht er davon aus, dass seine Eltern nicht zusammen bleiben, will er nicht seiner Mutter das Haus finanzieren und seinem Vater eine Wohnung?
    Toller Roman, das Nachwort fand ich ebenfalls sehr hilfreich!
     
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  7. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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  8. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Ich hatte mir das Nachwort gleich zu Anfang angesehen und fand diese Zusammenhänge sehr interessant. Capus hat das sehr gut beschrieben.
     
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  9. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Mir gefiel, dass Vater und Sohn plötzlich wieder eine Gemeinsamkeit hatte. Ja ich glaube auch - wie Querleserin - dass der Vater seine eigenen Wünsche und Träume wiedererkannt hat. Eine große Geste, den Betonmischer, sein einziges Besitztum, zu verkaufen.
    Dass Kens Vater so negativ reagiert, hätte ich nicht erwartet, er spielte ja bisher auch keine Rolle. Aber es passt zum reichsten Bürger Ropers, dass er auf Dom herabsieht und ihm die Freundschaft zwischen seinem Sohn und ihm nicht passt.

    Es endet ein bisschen wehmütig, Dom muss jetzt in die Welt und sein Glück machen, er darf und will seinen Vater nicht enttäuschen.

    Aber er hat DEN ARM ! und er wird seinen Weg machen. Da das Ende offen ist, darf ich mir das optimistisch ausmalen.:)
     
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  10. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Das ist allerdings eine sehr überraschende Wendung. Ich hätte das dem Vater auch nicht zugetraut, @Renie . was ich sehr schade fand ist die wendung mit Ken. Da müht sich Dominic, gibt alles, um die Reise anzutreten, und dann ist er doch alleine, weil der andere nicht mit kann/darf? Interessant wäre zu erfahren wie der Vater von Ken Wind von der sache bekommen hat.
     
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  11. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Genau so sehe ich das auch, ich will mir ein positives Ende ausmalen und er hat offensichtlich auch das Zeug dazu! An der Stelle auch noch einmal ein Dankeschön an @Renie, die den Roman aufgespürt hat! Danach hätte ich sonst nicht gegriffen!
     
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  12. Momo

    Momo Platin Mitglied

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    Mir hat der Schluss auch sehr gut gefallen. Verblüfft war ich über die Reaktion des Vaters, der Dom doch noch loslassen konnte .und ihn auf seinen Weg schicken konnte. Ob Dom seinen Weg als Baseballspieler macht, darüber habe ich mich noch nicht wirklich entscheiden können. Ehrgeiz besitzt er ja, Begabung auch, aber manchmal reicht das nicht aus. Aber es wäre ihm ja zu wünschen.
     
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  13. Momo

    Momo Platin Mitglied

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    Ja, das mit Ken fand ich auch total schade. Allerdings fand ich es widerlich, dass er Dom immer mit Spaghetti angesprochen hat. Das fand ich diskriminierend. Wie der Vater das rausgefunden hat? Ich meine gelesen zu haben, dass Kens Vater seinen Wagen gebraucht und dadurch vermisst hat. Und stellte Ken zur Rede.
     
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  14. Momo

    Momo Platin Mitglied

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    Ja, diese Angst, den Vater nicht zu enttäuschen, hatte ich auch gespürt.
     
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  15. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Beim Wagen war der Vater auch ganz schön sauer, aber vielleicht hat ja auch Dorothy eine Bemerkung fallen gelassen, das könnte ich mir auch ganz gut vorstellen. Ein bisschen wichtigmachen passt schon zu ihrem Verhalten.
     
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  16. Atalante

    Atalante Diamant Mitglied

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    Ich kann die Reaktion von Kens Vater gut verstehen. Was würdet ihr zu eurem Sohn sagen, der ein Jahr vor dem Schulabschluss zu einem Abenteuer aufbrechen will?

    Ein sehr spannendes Kapitel, die Entführung des Mischers, Kens Versuch Dom davon abzubringen. Immerhin ringt er ihm noch das Versprechen ab, den Mischer, komme, was wolle, dem Vater zurück zu zahlen. Kenn hat mehr Moral, ist realistischer, vielleicht hat er selbst seinem Vater von dem Plan erzählt oder ist gar selbst davon abgekommen? Ken ließ sich von Grandma von dem Diebstahl abbringen.

    Dom, bzw, Der Arm, sein besseres Ich, kehren erst bei Großvaters Grab um. Das könnte kitschig sein, ist es aber nicht. Man nimmt es Dom ab und liest atemlos weiter. Freut sich dann über das, wenn auch blutige, Zusammenfinden von Vater und Sohn. Und hat am Schluß genauso viel Angst wie Dom. Was wohl werden wird? Dom wäre lieber in Roper geblieben, aber nun hat er keine Wahl mehr.
     
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  17. Atalante

    Atalante Diamant Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2014
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    Interessant finde ich, daß Fante den Roman mit 54 geschrieben hat. Das merkt man hier und da auch.
     
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  18. anne_weiss

    anne_weiss Mitglied

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    Ist euch auch aufgefallen, dass er ihn zum ersten Mal mit "Superman" angesprochen hat, als Dom Kenny erzählt, dass er den Mischer zurückgebracht hat?
     
  19. anne_weiss

    anne_weiss Mitglied

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    Wenn man aus der Perspektive des Vaters (und ihrer eigenen) denkt: Dom hat sich ihrer bemächtigt, er hat sie auf den Boden gezwungen und betatscht. So ziemlich jeder Vater wäre da wütend. Und es ist ja auch eine der Überlegungen von Dom, ob sie ihrem Vater davon erzählt hat...
     
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  20. anne_weiss

    anne_weiss Mitglied

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    Ich fand das Ende großartig! Fante hat hier noch mal alles aufgeboten: Den rebellischen Jungen, das Familienerbe (i.e. Grab des Großvaters), die Abneigung gegen das, was der Vater tut - genauso wie dessen Großtat, als er den Mischer für seinen Sohn verkauft - wohl in der Überlegung, die alle Eltern umtreibt, dass aus ihm mal was Besseres werden soll. Das Ende fand ich herzzerreißend, beinahe tragisch. Er hat seinen Vater überzeugt, dieser hat aus Liebe zu ihm sein wichtigstes Werkzeug geopfert. Und nun würde er es rückgängig machen wollen, kann es aber nicht - der Weg zurück ist ihm versperrt. Ich war total betroffen am Ende, in dieser Ausweglosigkeit der eigenen Wunscherfüllung steckt so vieles. Der Verrat an der Herkunft und die Liebe der Familie. der Drang, etwas aus sich zu machen, und die Vernunft, zu warten. Selbstvertrauen und Selbstzweifel in einem. In eins gefasst: Zukunft und Vergangenheit. Wow, ich bin beeindruckt. Das Nachwort von Capus fand ich ebenfalls sehr gut, hier scheint dann wieder dessen eigener Stil durch. Und er wählt die richtigen Fakten aus, die das Bild noch komplettieren. Bravo!
     
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