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Fräulein Nettes kurzer Sommer von Karen Duve (Hörbuch)

Dieses Thema im Forum "Was liest Du gerade?" wurde erstellt von Literaturhexle, 7. Januar 2019.

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  1. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    2. April 2017
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    Dieser Roman steht in allen Buchläden und wurde im letzten Literarischen Quartett des ZDF von allen vier Teilnehmern sehr gelobt. Das war Grund für mich (gemeinsam mit @Querleserin), diese Hörversion in Angriff zu nehmen.

    Sie handelt von der 23-jährigen Annette von Droste-Hülshoff. Sie hatte schon früh Freude am Verse Schreiben. Leider wurde das bei den Frauen ihrer Zeit (Spätromantik, etwa 1820) nicht sehr gerne gesehen, laut Gesellschaftscomment sollten sie sich mit leisen, hohen Stimmchen in Gesprächen zurückhalten, handarbeiten, singen und musizieren. Annette hielt von alldem nichts, sie war lieber im Freien unterwegs, sammelte Mineralien und machte sich die Kleider schmutzig. Im Kontakt mit anderen war sie eher direkt und selbstbewusst. Im Bekannten- und Verwandtenkreis galt sie schon bald als Enfant Terrible...
    Das Buch wurde von der Autorin selbst eingelesen, was ich persönlich für nicht gut erachte, weil der unterschwellige Humor und Esprit in den Dialogen nicht zum Tragen kommt. Frau Duve liest sehr gleichförmig.

    Familie Droste scheint gern unterwegs zu sein. Nach 4 Stunden Hörzeit ist man in Kassel zu Gast, kommt unter anderem mit den Brüdern Grimm zusammen. Da ich aus der Nähe von Kassel stamme, hat dieser Abschnitt einen besonderen Reiz: der Herkules, das Museum Fridericianum, die Karlsaue, das Wilhelmshöher Schloss,... Alles gute alte Bekannte ;)

    Der Roman scheint das Zeitkolorit sehr gut einzufangen. Es ist die Zeit der Standesunterschiede, der Studentenvereinigungen. Heinrich Straube, ein mittelloser junger Dichter und Herausgeber der Literaturzeitschrift "Wünschelrute", die Brüder von Haxthausen und August von Arnswaldt studieren in Göttingen. In ihren Gesprächen tauchen Brentano (dem man keine Schriften leihen darf, weil man sie nie wiedersieht;)) und Heine auf. Man liebt nur Goethe ODER Schiller...
    Ich lausche gespannt, was noch folgt.
     
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  2. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Der Witz geht tatsächlich durch das Vorlesen verloren, das ist sehr schade, da der Roman tatsächlich einen guten Einblick in die Epoche der Romantik bietet. Der Zeitkolorit wird tatsächlich gut eingefangen, das ist sehr interessant. Auch ich lausche gespannt weiter!
     
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