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  1. Renie

    Renie Moderator
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    Hier ist euer Fazit gefragt.
     
  2. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

    Registriert seit:
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    Ich musst etwas früher und schneller lesen, da es morgen in Urlaub geht und deshalb bin ich auch schon durch und die Rezension ist fertig und eingestellt. Ich habe mit 5 Sternen gewertet aus den folgenden Überlegungen heraus:

    Die Kälte und überdrüssige Langeweile, die der Roman von Anfang bis Ende ausstrahlt, lässt die Figuren in ihm – und insbesondere Naomie – für den Leser sehr unsympathisch wirken. Es ist ohne Frage kein Wohlfühlroman. Aber diese Stimmung des Überdrusses hat Osborne unwiderstehlich sprachlich auf den Punkt gebracht und durch eine ganze, vielfältige Handlung, die von Dinnerparties bis Verfolgungsfahrten alles umfasst, konsequent durchgehalten. Das ist literarisch herausragend und muss von mir mit 5 Sternen bewertet werden

    Und doch: Ich frage mich auch am Ende noch: Warum nur sollten mich diese leeren Charaktere, diese Oberflächlichkeit und dieser Überdruss interessieren?
     
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  3. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Genau so habe ich den ersten Roman auch empfunden!
    Sprachlich toll, wie Osborne die Wüste, die Menschen beschreibt . Diese kleinen Dramen im Leben völlig dekadenter Leute... Ja, das mag große Literatur sein.

    Dennoch brauche ich diese nominell hoffentlich raren Menschen a' la Geißen und Konsorten nicht im Buch, nicht in meiner Freizeit.

    Ich habe mich hindurch gequält. Die großartige Schreibe konnte mir den Inhalt nicht ersetzen .

    Ich wünsche dir einen schönen Urlaub mit vielen tollen Erlebnissen:reader6
     
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  4. MRO1975

    MRO1975 Bekanntes Mitglied

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    Gelesen habe ich das Buch gern. Die Atmosphäre ist dicht, die Bilder lebendig und die Handlung spannend. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, dass in dem Buch nicht etwas „mehr“ steckte.

    Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir eine Lösung des Mordfalles präsentiert bekommen. Der Roman ist schließlich kein Krimi, das war klar. Aber irgendeine Wendung oder eine Konsequenz hätten dem Buch gut getan. So bleibt nur der schale Geschmack zurück, dass die Reichen ihr Leben leben, sich um nichts scheren und für nichts zur Verantwortung gezogen werden. Das mag so sein, muss ich mir in meiner Freizeit aber nicht auch noch aufs Brot schmieren lassen - ich arbeite hart für den Lebensunterhalt meiner Familie. Immer nur Missstände anprangern finde ich unbefriedigend.
     
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  5. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Und genau aus diesem Grund würde ich dem Roman niemals 5 Sterne geben. Die Sprache ist eine Sache, aber der Inhalt ist eine weitere und dieser Roman hat mich in keinster Weise berührt...
     
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  6. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Wir haben hier einen Roman mit einer gesellschaftskritischen Betrachtung des Lebens der Reichen und Schönen auf der griechischen Insel Hydra, der sich im weiteren Verlauf zu einer rasanten Kriminalgeschichte entwickelt, über einen recht großen Sog verfügt, mich mit seinem Hauptcharakter extrem berührt und verstört hat. Für mich hätten die Charakterzeichnungen noch etwas ausgebaut werden können, aber in der hier vom Autor gewählten bruchstückhaften Art der Beschreibung der Charaktere wird ein unglaubliches Tempo erzeugt und in dem Sprachklang wird deutlich, dass der Autor sein Werk sehr gut versteht. Mir hats gefallen! :cool:
     
    #6 renee, 30. März 2019
    Zuletzt bearbeitet: 30. März 2019
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  7. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

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    Sprachlich war der Roman herausragend. Hinzu kommt eine Stimmung, die sehr speziell ist: gleißendes Sonnenlicht, unbarmherzige Hitze, Urlaub kann anstrengend sein ;)
    Bis auf den Detektiv konnte keiner der Protas bei mir punkten. Natürlich nicht. Wer hat schon Sympathien für gelangweilte Reiche, deren gierigen und berechnenden Hausangestellten sowie einem skrupellosen Flüchtling, der über Leichen geht? Keiner!
    Bleibt noch die Frage, warum Osborne solch eine sinnlose Geschichte erzählt? Für mich tritt er damit den Beweis seiner These "Welch schöne Tiere wir sind" an.
    Es gibt keine höheren Motive für die Handlungsweisen der Charakteren. Sie handeln zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse, ohne über Konsequenzen für sich oder andere nachzudenken. Bei Tieren sind es Instinkte, die sie dazu bringen, zu jagen, zu fressen, sich zu vermehren und zu flüchten. Und das alles nur, um zu überleben.
    Osbornes Reichen droht der Tod durch Langeweile, wogegen sie durch durch diverse Beschäftigungen im Urlaub ankämpfen. "Gefressen" wird bei ihm auch. Ich habe auf alle Fälle Appetit bekommen. Wenn ich die Massen in mich hineinstopfen würde, wie die Reichen auf Hydra, würde ich auseinander gehen wie ein Hefekloß. Vermehrt hat man sich auch. Wir haben es ja mit 2 Generationen Reicher zutun. Und die Kinder lernen von ihren Eltern. Der Fluchtaspekt wird schließlich von Naomi bedient, die versucht, nach ihrer Beteiligung am Mord ihrer Eltern ungeschoren davon zu kommen.
    Es gibt mit Sicherheit noch mehr Parallelen zur Tierwelt. "Gier" fällt mir noch ein.
    Insofern hat Osborne dieses Thema hervorragend umgesetzt. Ein Roman, der es in sich hat. Bei mir werden es auch 5 Sterne.
     
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