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Erster Teil

Dieses Thema im Forum "Leserunde Buddenbrooks" wurde erstellt von Literaturhexle, 30. September 2019.

  1. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Hier diskutieren wir den ersten Teil.
     
  2. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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  3. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Ja! Ich konnte ihn öffnen und werde ihn ausdrucken.
    Gestern habe ich den Stammbaum im Buch vermisst, weil ich ihn bei den Effingers so genossen habe... Gut mitgedacht und vielen Dank :)
     
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  4. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

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    Super! Vielen, vielen Dank. Ich hatte schon überlegt, einen im Internet zu suchen, denn Stammbäume/Personenangaben finde ich immer sehr praktisch, vor allem wenn's mit dem Lesen etwas länger dauert.

    Und ihn zu öffnen, war auch kein Problem.
     
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  5. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Da ich die nächsten Tage in Urlaub fahre, ein paar Sätze zum ersten Teil. Der Anfang dient dazu, die drei Generationen der Familie vorzustellen und bereits auf die Vermögensverhältnisse hinzuweisen.
    Im Herbst 1835 setzt die Handlung ein, kurz nachdem das Familienoberhaupt Johann Buddenbrook senior (70 Jahre alt) ein repräsentatives Anwesen in der Lübecker Mengstraße erworben hat und die Ideale seines Standes verkörpert. Er denkt an das Ökonomische, ist sich des Erfolges gewiss und strahlt Vitalität aus.
    Der erste Konflikt bahnt sich an: Jean Buddenbrook, Sohn aus 2.Ehe von Johann Buddenbrook konfrontiert den Vater mit einem Brief seines Stiefbruders Gotthold, der aus erster Ehe stammt und finanzielle Ansprüche geltend machen will.
    Während Jean aufgrund seiner christlichen Gesinnung überlegt, auf die Forderungen einzugehen, lehnt Johann Buddenbrook senior diese ab, da Gotthold eine nicht standesgemäße Frau geheiratet habe.
    Hinzu kommt, dass Johanns erste Frau Josephine bei der Geburt Gottholds gestorben ist. Da er diese sehr geliebt hat, sieht er in Gotthold den Zerstörer seines Glücks, die zweite Ehe ist er aus Vernunft eingegangen.
     
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  6. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Aktives Mitglied

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    Viel Spaß im Urlaub!
     
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  7. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Dann fange ich mal an. Ich habe den Roman auch auf dem Reader und hatte heute Nacht mal begonnen....
    Sprachlich ist das ja mal wieder etwas ganz Feines :rolleyes:

    Der erste Teil spielt ja nur an einem einzigen Tag 1835 und in der Tat bekommt man eine ganze Menge Personal geboten. Hoffentlich muss man diese ganze illustre Oberschicht-Gesellschaft nicht abspeichern. Abgehoben finde ich diesen Hang französische Fragmente in die Unterhaltungen einzustreuen, man fand das wohl chic. Vielleicht noch ein Relikt der Liebe zu Napoleon.

    Ein gewisses Mitgefühl habe ich für die kleine mittellose Cousine Thilda, die im Hause miterzogen wird, der man aber auch verdeutlicht, dass durchaus Standesunterschiede zwischen ihr und El anderen Kindern existieren. Außerdem isst Thilda "mit dem instinktmäßig ausbeutendem Appetit der armen Verwandten am reichen Freitische..." Armes Kind!

    Eine Parallele zu den Effingers ist mir schon aufgefallen @kingofmusic : auch die Buddenbrooks haben ihr herrschaftliches Haus einem "Pleitegeier" abgekauft. Dietmar Ratenkamp ist "verarmt, heruntergekommen und hat sich davon gemacht." Man war in diesen Zeiten sehr ungnädig mit Geschäftsleuten, deren Misserfolg in der Pleite mündete.

    Für zentral halte ich zudem den sich anbahnenden Konflikt mit Gotthold, der weiter oben ja schon skizziert wurde. Jean hat ja zunächst christliche und familiäre Skrupel: "...Eine Familie muss einig sein, muss zusammenhalten, Vater, sonst klopft das Übel an die Tür..." Ist das vielleicht schon ein Omen für den Roman, der den "Verfall einer Familie" im Untertitel trägt?

    Bis jetzt stelle ich fest, dass sich dieses Buch im Vergleich zum Zauberberg leichter lesen lässt.
     
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  8. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Moderator

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    Scheint so. ich meine mich zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu haben, dass seit Ludwig XIV und Versailles Frankreich Vorbild für den Adel Europas war und in den Salons eben Französisch gesprochen hatte. Das findet sich auch in den Romanen Tolstois, die ja oft in adeligen Kreisen spielen. Und das gehobene Bürgertum machte das wohl nach. Wer sich nicht auf Französisch unterhalten konnte, der gehörte in diesen Zeiten in gewissen Kreisen einfach nicht dazu.
     
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