Die Literaturjäger von Paris

Helmut Pöll

Moderator
Teammitglied
9. Dezember 2013
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München
Wie finden eigentlich ausländische Bücher ihren Weg zu den deutschen Lesern? Klar, sie werden übersetzt. Aber wer trifft die Auswahl?

Für Frankreich, das in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse ist, erledigen das hauptsächlich die Literaturscout in Paris. Sie durchforsten im Auftrag deutscher Verlage die Flut der Neuerscheinungen. Welche Geschichte könnte groß herauskommen? Was könnte den Geschmack der deutschen Leser treffen?

Die Jagd beginnt jedes Jahr im August. Auf einen Schlag erscheinen dann am Ende der Sommerferien bis zu 600 Romane. "La rentrée littéraire" nennen die Franzosen diese Zeit, die literarische Saison. Dann kämpfen die französischen Verlage bis in den November hinein um die wichtigen Literaturpreise.

Und die Scouts wollen schneller sein, wollen sich die ausländischen Rechte eines aussichtsreichen Titels sichern, bevor er einen Preis gewonnen hat und die Rechte in die Versteigerung und womöglich in ungeahnte Höhen gehen. Ganz besonders im Fokus stehen dabei die Debüt-Romane und die zukünftigen Sterne am Literaturhimmel.

Der Deutschlandfunk hat jetzt mit einigen der Pariser Literaturscouts gesprochen, unter anderem mit Hella Faust, die unter anderem #Michel Houellebecq für den deutschen Markt entdeckt hat.

http://www.deutschlandfunk.de/reihe...r-in-paris.700.de.html?dram:article_id=392559