Die Korrekturen von Jonathan Franzen

lesenbildet

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3. April 2022
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Ich lese gerade die Korrekturen von Jonathan Franzen.
Im Mittelpunkt des Romans steht Familie Lampert aus dem mittleren Westen der USA. Die 3 Kinder von Enid und Alfred sind mittlerweile erwachsen und alle ausgezogen, doch Enid möchte gerne nochmal alle zusammen haben für ein letztes Weihnachten.
Bisher eigentlich eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack, eine im Kern traurige Familiengeschichte, in der alle mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben. Trotzdem habe ich bisher noch nicht richtig in die Geschichte hineingefunden.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Buchinformationen und Rezensionen zu Die Korrekturen von Jonathan Franzen
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Ich habe den Roman auch gelesen @lesenbildet . Er liest sich flüssig und will mir sehr amerikanisch scheinen mit den vielen vielen Problemen, die in der Familie auftauchen.
Seine hohe Popularität und Preiswürdigkeit kann ich nicht recht nachvollziehen...
 

lesenbildet

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3. April 2022
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@Literaturhexle geht mir genauso. Er lässt sich gut lesen, ich komme gut durch die Seiten aber ich habe mir, denke ich, einfach mehr erwartet, da er auch vielseits gelobt wurde und den Autor international bekannt gemacht hat
 
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Literaturhexle

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2. April 2017
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Haha! Dann haben wir dieselbe Erfahrung gemacht! Aber wir können zukünftig mitreden, wenn von den hoch gelobten "Korrekturen" die Rede sein wird;!
Lesen bildet eben! (Feiner Nickname)
 

münchnerkindl

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23. Februar 2022
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München
Auch ich habe den Roman im Februar im Urlaub gelesen. War keine leichte Urlaubslektüre und ich war tatsächlich mehrmals versucht das Buch wegzulegen. Ich fand es sehr anstrengend, verwirrend und intensiv, aber dann doch so gut geschrieben, dass ich dran geblieben bin. Manchmal dachte ich, muss ich mich jetzt mit diesen Problemen auseinandersetzen. Möchte ich nicht lieber etwas schönes lesen. Na ja ich hab das Buch gelesen und irgendwie hat es einen Eindruck hinterlassen, hat es mich beschäftigt und das kann ich nicht von jedem Buch sagen, das ich bisher gelesen habe.
 

Matttyo

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1. Juli 2022
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Tokyo
Den "Korrekturen"-Backstein habe ich mal von Freunden zum Geburtstag bekommen, konnte mich aber jahrelang nicht dazu durchringen das Teil zu lesen. Irgendwann habe ich es dann (glaube ich jedenfalls) weiterverschenkt. Als mich das schlechte Gewissen und die Angst, irgendwann mal auf den Inhalt angesprochen zu werden, packte, habe ich mir das Hörbuch zugelegt. Teils beim Laufen, teils beim Autofahren habe ich mich regelrecht hindurchgequält. Die Geschichte fand ich dramatisch, das Buch sprachlich-handwerklich eins a. Warum es mir trotzdem nicht die Schuhe ausgezogen hat, kann ich nicht sagen. Vielleicht wären mir persönlich mehr Handlung und weniger Introspektion und Detailverliebtheit lieber gewesen?!
 

Literaturhexle

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Die Geschichte fand ich dramatisch, das Buch sprachlich-handwerklich eins a.
Dem würde ich mich anschließen.
Ich habe den Eindruck, dass wirklich alles, was eine Familie betreffen kann, in diesen Roman hinein sollte. Amerikanisch-Dramatisch eben. Von A wie Alzheimer angefangen über die komplette Bandbreite an Schicksalschlägen und Lebensverdruss. Trotz des zweifellos gekonnten Stils verliert das an Glaubwürdigkeit. Spätestens beim Sprung ins Meer war ich raus :rolleyes:
 
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