Creatures of Light and Darkness von Robert Zelazny

Sakuko

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Das Buch wurde mir empfohlen, weil ich mythologische Themen mag. Ich hatte noch nie von dem Autor gehört, aber anscheinend ist er hoch dekoriert.

Er hat definitiv einen interessanten Stil, erinnert mich sehr an alte, mythologische Geschichten, oft durchzogen mit poetischer Sprache und Symbolismus, geheimnisvoll gehalten und mit wenig klare verständlichen Aussagen. Ich finde es sehr faszinieren, aber easy Reading ist das nicht. Man muss aufpassen, sich Namen merken, zwischen den Zeilen lesen. Ich glaube 500 Seiten lang könnte ich das nicht, aber das Buch ist nur moderate 200, das schaffe ich noch.

Es beginnt mit einem Prolog, einem Fest in den Hallen von Anubis, einer Tausendjahrfeier in der Anubis seinem namenlosen Diener einen Namen verleiht. Nicht den Namen, den er mal hatte, ein anderer. Es wird das grobe Setting erklärt: Die Middle Worlds werden von Anubis auf der einen und Osiris auf der anderen Seite eingeklammert, die ein ewiges Tauziehen von Licht und Dunkel, Leben und Tod veranstalten. Wakim, der Diener wird dann auf eine Mission geschickt einen der 300 Unsterblichen in den Middle Worlds zu finden und zu töten, den Prince Who Was A Thousand.

Danach kommt ein Jahrmarkt auf einer Welt wo keiner stirbt, es gibt eine Selbstmord-Show, weil die Menschen vergessen haben wie Tod aussieht, was Beerdigungen sind. 2 Unsterbliche treffen sich dort, da die Bevölkerung einen kritischen Punkt erreicht hat und sie ein Event erwartet das sie "Rip Tide" nennen.
 

Souly

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23. Januar 2023
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Ich hatte noch nie von dem Autor gehört, aber anscheinend ist er hoch dekoriert.
Roger Zelazny ist wirklich mehr bekannt für seine Science Fiction Werke.
Er war einer der beliebtesten Schriftsteller in der Post-Campbell-Ära und war sehr talentiert im Aufbau seiner Charaktere.
Er hat mit Robert Sheckley lustige Fantasy-Romane geschrieben, die ich sehr mochte.

Wenn du Interesse hast, kann ich später mehr dazu schreiben.
 
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Sakuko

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Roger Zelazny ist wirklich mehr bekannt für seine Science Fiction Werke.
Er war einer der beliebtesten Schriftsteller in der Post-Campbell-Ära und war sehr talentiert im Aufbau seiner Charaktere.
Das hier ist auch Sci-Fi, aber es ist so ein bisschen an der Grenze, wo es auch leicht Fantasy sein könnte, wo die Abgrenzung ob Wissenschaft oder Magie nicht immer so ganz klar ist. Zumindest bisher.
Er hat mit Robert Sheckley lustige Fantasy-Romane geschrieben, die ich sehr mochte.

Wenn du Interesse hast, kann ich später mehr dazu schreiben.
Ich mag auch humorige Fantasy, also gerne.
 

Die Häsin

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Ich habe jetzt mal im Kellerregal gestöbert und dies gefunden, kennt es vielleicht jemand?


Laut Klappentext ist die Hauptfigur W.B. Singer "der letzte Navajo-Indianer", der seltsame Aliens für einen interstellaren Zoo jagt. Das Buch ist durchsetzt mit kleinen Zeichnungen und gedichtähnlichen Abschnitten. Ich werde es mir mal auf den Stapel legen. o_O
 

Souly

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Ich habe jetzt mal im Kellerregal gestöbert und dies gefunden, kennt es vielleicht jemand?
Gerade das ist eins seiner schlechteren Bücher, weil er gefühlt so viel von "Die Aschenbrücke" und "Tore in der Wüste" recycled hat.
Kurzer Nachtrag:
Das Buch hat so viele Sprünge und Flashbacks...
Ein bewährtes Mittel von Zelazny, das in diesem Roman weitgehend fehlt, ist die Art von lyrischen Ausbrüchen, die selbst in seinen einfachsten Abenteuererzählungen häufig vorkommen. Stattdessen widmet er einen großen Teil des Romans der Poesie.
Singer ist nicht der am besten entwickelte oder am lebhaftesten realisierte Protagonist von Zelazny, aber er ist der am besten durchdachte.
 
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alasca

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Ist Zelazny so ähnlich wie Stephen R. Donaldson? Der wurde mir mal wärmstens empfohlen, vor allem "Die Chroniken von Thomas Covenant", aber die entpuppten sich als total ausufernd und schwafelig. Haben aber sonderbarerweise eine Fan-Gemeinde.
 
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Gerade das ist eins seiner schlechteren Bücher, weil er gefühlt so viel von "Die Aschenbrücke" und "Tore in der Wüste" recycled hat.
Kurzer Nachtrag:
Das Buch hat so viele Sprünge und Flashbacks...
Ein bewährtes Mittel von Zelazny, das in diesem Roman weitgehend fehlt, ist die Art von lyrischen Ausbrüchen, die selbst in seinen einfachsten Abenteuererzählungen häufig vorkommen. Stattdessen widmet er einen großen Teil des Romans der Poesie.
Singer ist nicht der am besten entwickelte oder am lebhaftesten realisierte Protagonist von Zelazny, aber er ist der am besten durchdachte.
Es kann sein, dass ich noch mehr Bücher von ihm habe. Im Kellerregal steht eine große Sammlung TB-Fantasy, die mein Hasengatte in den Siebzigern bis Achtzigern gesammelt hat*. Einen Teil davon hat weder er noch ich gelesen. Normal lese ich dieses Genre nicht mehr, oder jedenfalls nur sehr selten. Aber manchmal habe ich doch Lust, mich mal wieder damit zu befassen. Mal schauen.

(*Zum Beispiel, habe ich vorhin gesehen, eine ganze Reihe TB von Ursula K. KeGuin, die zur Zeit ja wieder gefeiert wird. )
 

Die Häsin

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Ist Zelazny so ähnlich wie Stephen R. Donaldson? Der wurde mir mal wärmstens empfohlen, vor allem "Die Chroniken von Thomas Covenant", aber die entpuppten sich als total ausufernd und schwafelig. Haben aber sonderbarerweise eine Fan-Gemeinde.
Ich glaube, das habe ich auch mal angelesen. Ist dieser Covenant nicht ein Leprakranker, der auf magische Weise gesund wird?
Ich sehe gerade, dieses Epos wird mit dem Herrn der Ringe verglichen ...
 

Souly

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Ist Zelazny so ähnlich wie Stephen R. Donaldson? Der wurde mir mal wärmstens empfohlen, vor allem "Die Chroniken von Thomas Covenant", aber die entpuppten sich als total ausufernd und schwafelig. Haben aber sonderbarerweise eine Fan-Gemeinde.
Autoren zu vergleichen ist immer schwierig, insbesonders wenn sie große Fußstapfen in der SF-Literatur hinterlassen haben. Zelazny hatte einen rasanten Aufstieg und war zu seiner goldenen Zeit unvergleichlich, aber seine Bücher waren nie so erfolgreich wie seine Kurzgeschichten, die viele Preise eingeheimst haben.

Seinen größten literarischen Erfolg hatte er mit Herr des Lichts und den Amber-Chroniken, aber - Fun Fact - Ursula K. LeGuin hat die Amberchroniken gelesen und beschwerte sich, dass er Fantasy nicht ernst nehme. :rofl

Zelazny wollte eigentlich ein Poet werden, hatte Hart Crane als Vorbild und vieles von Crane's "logischen Metaphern" hielt Einzug in sein Schaffen. Alle hielten das für ein Potential, was er bitte ausschöpfen sollte, aber Zelazny stand vor den hohen Erwartungen der anderen und wollte nicht.

Würde ich also Zelazny vergleichen, müsste ich erstmal einen Autoren nennen, der genauso in das mythologische abdriftet und die Unsterblichkeit thematisiert und das in ein großes System oder Zusammenhang bringt.

Dazu fällt mir spontan C.S. Lewis ein, die Narnia- oder die Perelandra-Serie. Aber C.S. Lewis ist halt auch wohl DER bedeutendste christliche Autor des 20. Jahrhunderts. Also auch hier: Diese beide zu vergleichen ist wie die Eier von Schildkröten und Hühnern zu vergleichen. Ist vielleicht ungefähr dasselbe, aber was rauskommt sind zwei verschiedene Tiere.

Wie eingangs schon gesagt, Autoren vergleichen: schwierig.
Eher vergleiche ich Bücher, als dass ich überlege, wie ich Zelazny verständlich erklären kann. :rofl:rofl
 
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alasca

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Seinen größten literarischen Erfolg hatte er mit Herr des Lichts und den Amber-Chroniken, aber - Fun Fact - Ursula K. LeGuin hat die Amberchroniken gelesen und beschwerte sich, dass er Fantasy nicht ernst nehme. :rofl
Ah, sie hat ihn gelesen, das KÖNNTE in meinem Universum als Empfehlung durchgehen;-)
Zelazny wollte eigentlich ein Poet werden, hatte Hart Crane als Vorbild und vieles von Crane's "logischen Metaphern" hielt Einzug in sein Schaffen. Alle hielten das für ein Potential, was er bitte ausschöpfen sollte, aber Zelazny stand vor den hohen Erwartungen der anderen und wollte nicht.
Klingt gut - mir geht es immer um die Sprache. Für mich gibt es keine Genretabus, ich mag auch Sci-Fi und Fantasy, sofern die Sprache okay ist. Okay im Sinne von nicht phrasenhaft, nicht kitschig etc.
Eher vergleiche ich Bücher ...
Mach doch! Gerne. (Sche-herz!)
 
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Die Häsin

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Bei Wiki steht:

Donaldsons 1977 erschienenes Erstlingswerk Lord Fouls Fluch (Lord Foul's Bane) wurde zum Überraschungsbestseller (nachdem es siebenundvierzigmal abgelehnt worden war, weil der Protagonist zu negativ sei). Es bildete den Auftakt zu den „Chroniken von Thomas Covenant dem Zweifler“. Inspiriert wurde Donaldson zu der Figur seines leprakranken Antihelden durch die Arbeit seines Vaters, der als Arzt in Indien auf die Arbeit mit Leprotikern spezialisiert war und der sich vor allem auch mit den psychischen Konsequenzen dieser Erkrankung auseinandersetzte.
„Die Chroniken“ wurden von einigen Kritikern mit Tolkiens Der Herr der Ringe verglichen. Ähnlich wie in Tolkiens Werk ist eine normale, eher schwache Person damit konfrontiert, durch den Besitz eines magischen Rings über große Macht zu verfügen. Donaldson erweitert allerdings das Thema um Aspekte moderner Psychologie und zeichnet Charaktere, die wesentlich ambivalenter wirken als die Tolkiens.


Ich kann wirklich aus meiner Sicht nichts weiter dazu sagen. "Lord Fouls Fluch" und vermutlich weitere Bände der Reihe schwirren im Kellerregal umher, ungelesen. Dieses Regal ist ein Stachel in meinem Fleisch. Da stehen zum Beispiel auch vier Bände von Gene Wolfe, die ich wirklich als phantastische Lektüre in Erinnerung habe (gelesen in den frühen Achtzigern). Ich würde die gern wiederlesen, fürchte mich aber, enttäuscht zu werden. Damals habe ich ganz anders gelesen als heute.
 

alasca

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Donaldsons 1977 erschienenes Erstlingswerk Lord Fouls Fluch (Lord Foul's Bane) wurde zum Überraschungsbestseller (nachdem es siebenundvierzigmal abgelehnt worden war, weil der Protagonist zu negativ sei). Es bildete den Auftakt zu den „Chroniken von Thomas Covenant dem Zweifler“. Inspiriert wurde Donaldson zu der Figur seines leprakranken Antihelden durch die Arbeit seines Vaters, der als Arzt in Indien auf die Arbeit mit Leprotikern spezialisiert war und der sich vor allem auch mit den psychischen Konsequenzen dieser Erkrankung auseinandersetzte.
„Die Chroniken“ wurden von einigen Kritikern mit Tolkiens Der Herr der Ringe verglichen. Ähnlich wie in Tolkiens Werk ist eine normale, eher schwache Person damit konfrontiert, durch den Besitz eines magischen Rings über große Macht zu verfügen. Donaldson erweitert allerdings das Thema um Aspekte moderner Psychologie und zeichnet Charaktere, die wesentlich ambivalenter wirken als die Tolkiens.
Wow. Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, ich habe den ersten Band noch ertragen, aber dann in der Mitte des zweiten abgebrochen. Ganz grauenvoller Stil, unglaublich redundant, langweilig ... hatte aber, weil die Empfehlung des Kollegen gar so enthusiastisch war, schon alle Bände gekauft *seufz*.

Dieser Rezensent auf Amazon spricht mir aus der Seele: https://www.amazon.de/gp/customer-r...f=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=345353204X

Dabei hatte mir sein Roman (auch Fantasy) "Einer reitet durch" im Vorfeld sehr gefallen!
Ich kann wirklich aus meiner Sicht nichts weiter dazu sagen. "Lord Fouls Fluch" und vermutlich weitere Bände der Reihe schwirren im Kellerregal umher, ungelesen. Dieses Regal ist ein Stachel in meinem Fleisch. Da stehen zum Beispiel auch vier Bände von Gene Wolfe, die ich wirklich als phantastische Lektüre in Erinnerung habe (gelesen in den frühen Achtzigern). Ich würde die gern wiederlesen, fürchte mich aber, enttäuscht zu werden. Damals habe ich ganz anders gelesen als heute.
Geht mir auch so. Da habe ich schlechte Sprache oder flache Psychologie gar nicht unbedingt bemerkt. Ich bin immer ganz erleichtert, wenn ein Re-Read funktioniert!
 
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Circlestones Books Blog

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28. Oktober 2018
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Wienerin auf Rügen
www.circlestonesbooks.blog
TB von Ursula K. KeGuin
Von ihr habe ich, aber auch erst seit 2022, einige Bücher auf dem SUB, denn ich wurde neugierig, obwohl SF nicht mein Genre ist - auch das zweireihig ausschließlich mit Perry Rhodan-Romanen, Hardcover, gefüllte Bücherregal steht dort, wo es hingehört: im Arbeitszimmer von Herrn Monz :cool: :rofl - dies aber auch deshalb, weil leider in meinem Zimmer mit einer Dachschräge kein Platz mehr für noch mehr Bücherregale ist und die bestehenden habe großteils ich mit meinen Büchern gefüllt - ist also kein Statement gegen SF ;)