Boris Vian

Helmut Pöll

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9. Dezember 2013
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München
Boris Vian hatte viele Berufe. Er war Schriftsteller, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler, Übersetzer und leitete bis zu seinem Tod als Künstlerischer Direktor die Jazzplattenabteilung bei Philips.

Vian wurde am 10. März 1920 in Ville-d’Avray geboren, einem Villenvorort von Paris. Die Eltern waren wohlhabende Unternehmer, verloren aber im Lauf der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er einen großen Teil ihres Besitzes. Nach Gymnasium und Abitur begann Vian 1939 ein Ingenieurstudium und arbeitete nach seinem Diplom für die französische Normungsorganisation.

Er kündigte 1947 und kehrte der Bürokratie den Rücken. Im selben Jahr wurde er durch seinen Roman „Ich werde auf Euer Gräber spucken“ schlagartig berühmt. Vian hatte das Werk zunächst unter dem Pseudonym Vernon Sullivan veröffentlicht. Die Veröffentlichung brachte ihm eine Anklage und Verurteilung wegen „Unmoral“ ein.

Sein heute bekanntestes Werk, der surreale Roman „Der Schaum der Tage“ erschien ebenfalls in dieser Zeit. Zunächst erfolglos avancierte „Der Schaum der Tage“ erst Jahrzente später zum Kultbuch.
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Ebenfalls ein Skandalerfolg sollte sein Chanson „Der Deserteur“ werden, in dem er angesichts INdochina- und Alegrienkrieg öffentlich zur Fahnenflucht aufrief.

Glück in der Liebe hatte er zunächst nicht. Seine erste Ehe wurde geschieden, nachdem seine Frau die Geliebte des späteren Literatur-Nobelpreisträgers Jean Paul Sartre geworden war.

Nach einem Kuraufenthalt und mehreren Zusammenbrüchen stirbt Boris Vian 1959.
 
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