Abschnitt 2

Klara Bellis

Autor
23. März 2014
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Einschlafstörung


Im Gespräch


Weihnachten geht in die Verlängerung


Zwischendurch ein bisschen Werbung


Goldmarie


Ein Eis bitte
 

Barbara

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19. Juni 2014
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Dresden
Hallo, Bellis,

zu "Einschlafstörung" möchte ich sagen, dass die Ich-Form der Geschichte wohl besser getan hätte. Man merkt, wenn man Deine Erzählungen verfolgt, sowieso, dass sie irgendwie im "Hause Bellis" verankert sind (schon wegen dem Kater, den ich sehr mag, auch, weil er meinen Nachtschlaf nicht stört!!!).

"Weihnachten geht in die Verlängerung". Da kann ich gerade nicht lachen. Mein Vater (93) ist jetzt total dement geworden und denkt immer, es ist Weihnachten. Nun soll ich mir immer was Schönes kaufen zu Weihnachten. Und wenn draußen 30 ° Wärme sind, denkt er auch, es ist Weihnachten. Da kommen mir eher die Tränen.

Die anderen Geschichten, wie immer, aus dem Leben gegriffen und sehr humorvoll verarbeitet. Gefällt mir!;)
 

Klara Bellis

Autor
23. März 2014
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@Barbara: Kennst du die Erzählung "Nicht nur zur Weihnachtszeit" von Heinrich Böll? Das, was du von deinem Vater erzählst, hat mich ein bisschen daran erinnert. Wobei so etwas im richtigen Leben alles andere als lustig, sondern sehr traurig und beängstigend ist.

Also den Kater würde ich glatt mal drei, vier Wochen verborgen. Dann könnte er was Neues erleben und ich könnte mal ein paar Nächte durchschlafen. (Naja, nicht wirklich. Vermutlich würde ich ihn nach spätestens einer Woche vermissen und das Experiment abbrechen. ;))

Im Nachhinein bereue ich es natürlich, dass ich diese "Johanna"-Geschichte nicht in der Ich-Form geschrieben habe. Zumal ich sie ja ursprünglich sogar in dieser Form schon im Rechner hatte. Aber dann kam das Hin- und Her-Überlegen und ich habe sie lieber "entschärft". Das war definitiv keine gute Idee.

PS: Leider habe ich im Moment keinen Computer und somit auch keinen regelmäßigen Internetzugang. Deshalb kann ich nicht sofort auf Kommentare in der Leserunde reagieren. Ich hoffe, dass sich das Problem in den nächsten Tagen lösen lässt. :confused:
 
M

Marlies Lüer

Gast
Jetzt kommt mein Senf dazu ;-)
Ja, über "Johanna" müssen wir nix mehr sagen. Aber das Thema an sich ist gut. Da stecken Fakten drin. (Schlafmangel, Süßhunger)

"Im Gespräch" - was für eine wahnwitzige Situation! Hier habe ich, die (Gott sei Dank) nur ein altes Handy hat, was gelernt: Lautlos ist nicht gleich lautlos.

"Weihnachten ..." - ist schon interessant, wie sehr "die Gesellschaft" auf Weiße Weihnachten abonniert ist. Jeder hat doch Schneeflocken und glimmende Holzscheite etc. vor seinem inneren Auge, wenn er an Weihnachten denkt. Dabei hat das Winterfeeling mit dem Fest an sich überhaupt nichts zu tun. Was die Dauerberieselung angeht: Verstecke nächstes Mal einfach die CDs mit der Weihnachtsmusik. *g* Schieb es dem Osterhasen in die Schuhe.

"Ein Eis bitte" - echt traurig, die Situation. Macht mich sprachlos.

Zu "Werbung/Goldmarie" kann ich leider nichts sagen, weil mir die Texte fehlen.
 

Klara Bellis

Autor
23. März 2014
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@Marlies Lüer: Der "Johanna"-Text ist absolut völlig frei erfunden und hat so überhaupt gar nichts mit der Autorin zu tun, die in Wirklichkeit ausschließlich Salat ohne Dressing isst, sich – seit Jahren – niemals von Katzen und Kleinkindern mehrmals in der Nacht aus dem Bett scheuchen lässt und die auch sonst in einer sehr leisen und ruhigen Umgebung lebt, in der niemals auch nur eine einzige viel zu laute Note nach vier Uhr – mitten in der Nacht – durch die Wohnung dröhnt. ;)

Bei "Ein Eis bitte" hatte ich das Gefühl, wie in einer Art außerkörperlicher Erfahrung (ich übertreibe jetzt ein bisschen dolle) neben der Menschenschlange an dem kleinen Kiosk zu stehen und die Situation wie von Weitem zu analysieren. Mir war einfach nicht klar, warum der Mutter nicht klar war, dass so ein kleines Kind nicht ohne Probleme solche Entscheidungen treffen kann. Andererseits ist es gar nicht weiter schlimm, wenn das Kind an diesem Tag kein Eis bekommen hat, denn da ist eh viel zu viel Fett und Zucker drin.:confused:

Ich fürchte, an den Weihnachts-CDs werde ich auch in diesem Jahr nicht dran vorbeikommen. Aber da die Winter jetzt anscheinend wieder milder ausfallen, wird es wohl nicht bis in den März hinein gehen, sondern maximal bis Mitte Januar, denke ich.

Das wieder Texte gefehlt haben, wurmt mich sehr. Apropos "Wurm"! Vielleicht war es ein elektronischer Bücherwurm, der die Texte gefressen hat?:(
 

Paula Roose

Mitglied
17. April 2014
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Die Einschlafstörungen fand ich sehr unterhaltsam, wenn es einen nicht selber trifft. Herrlich auf die Spitze getrieben und gut, dass die Dame am Ende noch zu sich selbst gefunden hat. Viele schöne Pointen.
"Weihnachten..." ist die Geschichte, die mir in diesem Buch am wenigsten gefällt. Vielleicht auch, weil Weihnachten für mich nach dem Fest, egal wie das Wetter ist, vorbei ist und ich mich auf Ostern freue, was ich schon immer sehr viel schöner fand. Zum Anderen, weil ich die Szene mit dem Kleinkind, die ja leider viel Wahrheit in sich trägt, auch als Satire einfach nicht zum Lachen finde.
Das Gespräch fand ich herrlich. Du hast eine schöne Art, die Dinge auf die Spitze zu treiben und so wunde Punkte humorvoll darzustellen. Einfach herrlich!
 

Klara Bellis

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@Paula Roose:
Ich bin froh, dass bei dir die "Einschlafstörung" funktioniert hat. Ich ärgere mich nämlich immer noch ein bisschen darüber, dass ich sie nicht in der Ich-Form geschrieben habe.

So schön der viele Schnee auch war, zu diesem Zeitpunkt konnte ich ihn nicht mehr sehen und die Vögel taten mir wahnsinnig leid. Der letzte Winter war plötzlich nicht mehr so schneereich. Vielleicht ist es mit den ewig langen Schneewintern auch erst mal wieder vorbei.

Beim Vorstellungsgespräch hatte ich einfach keine andere Chance, als es mit Humor zu nehmen. Wenn ich meine diversen Erfahrungen auf diesem Gebiet zu nah an mich heranlassen würde, müsste ich ganz andere Konsequenzen ziehen und die wären dann alles andere als lustig. Also habe ich es lieber auf diese Weise aufgearbeitet und konnte es, zusammen mit allen anderen Gesprächen, die ich in den vergangenen Jahren hatte – oder besser: nicht hatte – gleich noch in meinen aktuellen Text einfließen lassen, an dem ich gerade arbeite.
 

Paula Roose

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Naja, ich habe die ich-Form nicht vermisst. Der Text ist so nah geschrieben, dass es auch so wirklich witzig war. Man fragt sich natürlich, warum sie sich das gefallen lässt, aber gerade, weil es so aberwitzig ist, ist es dann auch wieder glaubwürdig.
Ich hatte mal ein Vorstellungsgespräch und bin zum falschen Betrieb gefahren - aua - hat mit der Stelle auch nicht geklappt. War nicht schlimm, wäre da nicht glücklich geworden. Manchmal zeigt es sich schon in diesen Anlaufschwierigkeiten, dass es nicht passt. Gut, wenn man es so humorvoll aufbereiten kann, wie in dieser Geschichte.
 

Klara Bellis

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23. März 2014
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@Paula Roose: In den falschen Betrieb zum Vorstellungsgespräch? Das klingt zum Brüllen komisch! Zumindest wenn man zehn Jahre später anderen davon erzählt. :D In dem Moment, wo so etwas passiert, ist es vermutlich eher ein Schock. :eek:
Bei einem meiner schon lange zurückliegenden Gespräche klingelte ich Punkt 13 Uhr an der Bürotür, denn um 13 Uhr hatte ich den Termin. Die Chefin persönlich öffnete auf mein Klingeln, musterte mich von oben bis unten und sagte mit verkniffenem Gesichtsausdruck: „Sie kommen aber reichlich spät!“:p
 

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