6. Leseabschnitt: Buch III, Kapitel III und IV (Seite 389 bis Ende)

Christian1977

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8. Oktober 2021
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Der letzte Abschnitt war für mich noch einmal wie ein Spiegelbild des gesamten Romans. Gelungene, kreative Ideen wechseln sich ab mit zu lang geratenen Szenen, bevor Miqui Otero mich dann doch wieder berühren konnte.

Zwangsläufig ist die Entwicklung der Figuren in diesem Abschnitt nicht mehr so groß. Der zeitliche Rahmen ist viel knapper als in den vorherigen Büchern.

Die Szenen zwischen Rico und Simón sind für mich über die gesamte (gewaltige) Dauer des Romans die stärksten. Deshalb überrascht es wohl kaum, dass ich das Finale tatsächlich richtig stark fand. Es ist so offen wie hoffnungsvoll. Egal, wie sich Rico entscheiden wird, Simón wird sein Leben weiterleben, wie es ihm bisher auch schon immer gelang.

Auf S.404 habe ich noch einen Satz gefunden, der Rico sehr gut charakterisieren. Der ihn vielleicht sogar ausmacht: "Alles verändert sich, Krokettchen. Nur ich fühle mich wie damals als Kind." Und das wird er wohl auch immer bleiben.

Stark auch die "ausgedachte" Szene mit Candela. Berührend, kreativ und gelungen.

Den Beginn des Abschnitts fand ich hingegen viel zu lang mit dem Dialog zwischen Simón und Estela. So wie dem gesamten Roman eine Straffung gut getan hätte. Auch hierzu ein Zitat auf S. 400: "Ja, jeder redet, redet zu viel, viel zu viel, und jeder meint, er hat recht. " Das ging mir auf die Nerven.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Ich denke, Otero hat seinen Roman gut über die Ziellinie gebracht. Dabei ist er seinem bisherigen Stil treu geblieben, der in meinen Augen manch überflüssige Szene, manch spunghaften Wechsel bereit hält. Alles ist Geschmackssache.

Die "Haupthandlung", die Beziehung zwischen Simon und Rico, hat mich stark gefesselt. Simon musste sich vom Helden seiner Kindheit emanzipieren, was nicht leicht war, weil seine Rolle viel bedeutender war als die eines normalen Bruders. Er war eine Prägungsinstanz, weil die Eltern anderweitig beschäftigt waren.

In der Danksagung ("Ich erhebe mein Glas auf...") wird deutlich, dass sich Otero bemüht hat, viele kleine Begebenheiten in seinen Roman aufzunehmen. Viele davon lesen sich allein betrachtet nett, mir fehlte desöfteren aber der Bezug zum Ganzen. Man musste höllisch aufpassen, den Faden nicht zu verlieren.

In diesem Abschnitt bekommen wir vieles vom Innenleben Ricos mit, der sich noch immer als das ewige Kind betrachtet. Er hat Schlimmes erleben müssen, war allerdings nicht unschuldig daran: Die Geister, die er rief... Betty und das Kind sollten ihn nun zur Raison bringen. Würde er wieder abhauen, ließe er Simon und Estela mit dem Laden allein, würde seine Zusage erneut brechen. Andererseits ist von ihm nicht allzu viel tätige Hilfe zu erwarten - da mache ich mir nichts vor. Ein Mensch ändert sich mit Mitte 40 nicht mehr großartig.
Eine Flucht auf Schwiegervaters Nacken wäre der bequemere Weg.
Was Rico nun macht, bleibt offen - auf gelungene Weise.

Gut gefallen haben mir die sozialkritischen Themen, die selten ausgeweitet werden, aber dennoch im Raum stehen. Auf Seite 395 wird ein Weltkrieg oder eine Pandemie angesprochen als Zukunftsszenario: wie erschreckend, diese Weitsicht!

Ich kann Simons Angst, Rico erneut zu verlieren, sehr gut nachvollziehen. Das fühlt sich wahrscheinlich an wie ein Pulverfass. Simon brauchte eine eigene Liebe, ein eigenes Leben. Ob Estela diese Liebe ist? Ihre Beziehung wird doch eher als lebenslange Freundschaft definiert, wie ich es verstehe.

Diese Mailschreiberei kommt mir oft wie ein Fremdkörper vor, auch wenn die Emotionen sehr gut dargelegt werden. Ich bin aber auch keine Freundin von Briefromanen.

Alles in allem schlage ich das Buch zufrieden zu.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Gelungene, kreative Ideen wechseln sich ab mit zu lang geratenen Szenen,
Zustimmung.

Deshalb überrascht es wohl kaum, dass ich das Finale tatsächlich richtig stark fand. Es ist so offen wie hoffnungsvoll.
Wirklich gut und stimmig gemacht, dieses Ende!

Stark auch die "ausgedachte" Szene mit Candela. Berührend, kreativ und gelungen.
Stark schon, für sich betrachtet. Allerdings habe ich nach dem Sinn für die Haupthandlung gesucht. Das "Was wäre wenn..." war mir etwas ermüdend. Mir hätte es dann besser gefallen, sie wäre tatsächlich mal aufgetaucht.

So wie dem gesamten Roman eine Straffung gut getan hätte
Ja, das denke ich auch. Man braucht schon guten Willen. Der Satzbau ist anspruchsvoll, so eben Drüberlesen geht nicht. Das enttäuschende Votum andernorts wundert mich zunächst mal nicht. Allerdings hat es das Buch absolut nicht verdient, wenn man genauer hinschaut. Insofern bin ich gespannt auf unsere Runde hier;)
 

Christian1977

Bekanntes Mitglied
8. Oktober 2021
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Das enttäuschende Votum andernorts wundert mich zunächst mal nicht.
Auf den ersten Blick nicht, das stimmt. Aber darunter sind auch Stimmen, die regelmäßig an den Literatursalons teilnehmen und hier auch kaum ein gutes Haar an dem Buch lassen. Vielleicht hat sich die Runde aber auch gegenseitig etwas hochgeschaukelt, wer weiß.

Auf die Meinungen hier bin ich auch sehr gespannt.
 

RuLeka

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30. Januar 2018
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So wie dem gesamten Roman eine Straffung gut getan hätte. Auch hierzu ein Zitat auf S. 400: "Ja, jeder redet, redet zu viel, viel zu viel, und jeder meint, er hat recht. " Das ging mir auf die Nerven.
Unbedingt kürzen. 200 Seiten hä gereicht. Ich habe nichts gegen dicke Bücher. Aber dann muss der Autor genug zu sagen haben. Kein unnötiges Geschwätz.
Gut gefallen haben mir die sozialkritischen Themen, die selten ausgeweitet werden, aber dennoch im Raum stehen
Hier gerade das Zitat von Estela „ Die Krise,…, habe wie ein Kontrastmittel gewirkt: Sie habe sichtbar gemacht, wo im Körper, also im System, sich die bösartigen Stellen befinden…..“

Wenn dieser Roman der „ große Roman einer Generation“ ist, wie es auf der Umschlagseite heißt, sehe ich schwarz für Spanien. Denn das bedeutet, dass die Jungen keine Chance haben, die Gesellschaft zu gestalten, weil sie verloren als große Kinder durch ihr Leben taumeln.Mag sein, dass das die spanischen Leser angesprochen hat. Vielleicht mag man dort auch das verspielte, alle Fäden aufgreifende Erzählen ?
Betty und das Kind sollten ihn nun zur Raison bringen.
Das funktioniert in den wenigsten Fällen. Zwei unreife Menschen scheitern in der Regel an dieser Aufgabe.
Stark schon, für sich betrachtet. Allerdings habe ich nach dem Sinn für die Haupthandlung gesucht. Das "Was wäre wenn..." war mir etwas ermüdend. Mir hätte es dann besser gefallen, sie wäre tatsächlich mal aufgetaucht.
Mir auch. So fand ich die Szene verzichtbar.
 

Wandablue

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18. September 2019
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Brandenburg
Es ist bedauerlich, dass sich Simon nie so richtig von seinem Cousin lösen konnte. Er musste doch erkannt haben, dass er ein Träumer ist, jemand, der sich verstrickt hat, aber diese Stricke auch nie durchschnitt.
Simon ist immer noch jung genug, um durchzustarten, aber ich fürchte ... da wird wieder nix draus. Die ganze Hoffnung auf die nachrückende Generation zu setzen (der neue Simon) finde ich billig.
Sind Romane über beziehungsunfähige Mannsleute gerade in?
Seufz. Ich wollte diesen Roman mögen ... aber immer, wenn die ernsten Passagen mich zu fesseln begannen, ja, die Gesellschaftskritik, dann hauten die Rückbezüge auf die Romane wieder dazwischen.
 

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Das Ende ist harmonisch in die Handlung eingebettet, auch wenn einiges offen bleibt, aber so ist das Leben, damit kann ich gut umgehen. Das Rico gedealt hat, deshalb richtig Ärger hatte, war nicht neu, dennoch war es wichtig, dass der Autor es am Ende doch bestätigt hat, sonst wäre es doch nur Spekulation geblieben.
Simons Entwicklung hat mir am besten gefallen, er lässt sich nicht unterkriegen, sieht in allem am Ende das Beste und schaut nach vorne. Ohne Simon wäre mir der Rest zu holperig und anstrengend gewesen, doch sein Lebensweg lag mir doch am Herzen, ich wollte wissen wie er den Verlust des Cousins verkraftet, ob er irgendwann selbst erkennt, dass vieles an den vermeintlichen Heldentaten Ricos seiner kindlichen Naivität geschuldet war.
Fest steht, wenn es darauf ankommt, hält die Familie Rico zusammen, und nimmt auch die Freunde unter ihren Schirm, denke da an Beth, der man ja wirklich übel mitgespielt hat. Auch wenn Papa finanziell einen Neustart möglich macht, die Narben und das abgekühlte Verhältnis zu den Eltern wird wahrscheinlich bleiben.
 

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Denn das bedeutet, dass die Jungen keine Chance haben, die Gesellschaft zu gestalten, weil sie verloren als große Kinder durch ihr Leben taumeln.
Siehst du diese Entwicklung denn bei allen?
Ich habe ähnliche Gedanken zu Rico, ja. Simon ist zwar auch manchmal ein Träumer, doch er hat dennoch eine gesunde Portion Realismus. Estella hat viel Potential, sich durchgekämpft mit ihrem Laden, und durch die Krise, unverschuldet Pech gehabt. Beim neuen Projekt gibt es Hoffnung, es zu versuchen ist wichtig, auch wenn es wieder nichts wird. Außerdem ist sie dieses Mal nicht allein
Beth hat ihr Leben am Abgrund übertrieben, der Rest mit dem Video ist tragisch, aber sie sehe ich auch eher als Einzelfall.
Ich glaube der Autor hat uns bewusst diesen chaotischen Haufen präsentiert, um aufzuzeigen, dass man durch den Zusammenhalt am Ende doch weiterkommt
 

otegami

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17. Dezember 2021
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Ich denke, Otero hat seinen Roman gut über die Ziellinie gebracht. Dabei ist er seinem bisherigen Stil treu geblieben, der in meinen Augen manch überflüssige Szene, manch spunghaften Wechsel bereit hält. Alles ist Geschmackssache.
:thumbsup Ich habe ihn genossen!
In diesem Abschnitt bekommen wir vieles vom Innenleben Ricos mit, der sich noch immer als das ewige Kind betrachtet. Er hat Schlimmes erleben müssen, war allerdings nicht unschuldig daran: Die Geister, die er rief... Betty und das Kind sollten ihn nun zur Raison bringen. Würde er wieder abhauen, ließe er Simon und Estela mit dem Laden allein, würde seine Zusage erneut brechen. Andererseits ist von ihm nicht allzu viel tätige Hilfe zu erwarten - da mache ich mir nichts vor. Ein Mensch ändert sich mit Mitte 40 nicht mehr großartig.
Eine Flucht auf Schwiegervaters Nacken wäre der bequemere Weg.
Was Rico nun macht, bleibt offen - auf gelungene Weise.
Rico wird immer eine tickende Zeitbombe bleiben! Verlassen würde ich mich nie auf ihn! ;)
Man braucht schon guten Willen. Der Satzbau ist anspruchsvoll, so eben Drüberlesen geht nicht.
Oh ja!!!! Man sollte sich voll drauf einlassen! ;)
Beth hat ihr Leben am Abgrund übertrieben, der Rest mit dem Video ist tragisch, aber sie sehe ich auch eher als Einzelfall.
So richtig schön beschrieben, was aus so einem Video werden kann. (Gibt es jedoch in der heutigen Zeit immer wieder! Und ich warne auch dementsprechend unsere Enkeltöchter! ;)) Auch wenn sie schon eine g'standene Frau war, hat sie diese Folgen nicht vorausgesehen! :rolleyes:
Fest steht, wenn es darauf ankommt, hält die Familie Rico zusammen, und nimmt auch die Freunde unter ihren Schirm, denke da an Beth,
Das fand ich auch sehr gelungen!
Ich glaube der Autor hat uns bewusst diesen chaotischen Haufen präsentiert, um aufzuzeigen, dass man durch den Zusammenhalt am Ende doch weiterkommt
Stimmt! Diese Erkenntnis sollte doch jedem weiterhelfen! :thumbsup

Toll und sehr ausdrucksstark fand ich auf S 403: "Kinder sind dazu da, dass man für sie sorgt, aber auch, dass man fürsorglich wird. Es geht nicht nur um das, was du ihm beibringst, sondern auch um das, was das Kind dir beibringt." :joy

Schmunzeln musste ich über (S. 428): "Eltern sind wie Fußballspieler. Sie kommen uns älter vor, selbst wenn wir sie an Jahren längst übertreffen........." :thumbsup :cool:
 

Sassenach123

Bekanntes Mitglied
27. Dezember 2015
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Toll und sehr ausdrucksstark fand ich auf S 403: "Kinder sind dazu da, dass man für sie sorgt, aber auch, dass man fürsorglich wird. Es geht nicht nur um das, was du ihm beibringst, sondern auch um das, was das Kind dir beibringt." :joy

Schmunzeln musste ich über (S. 428): "Eltern sind wie Fußballspieler. Sie kommen uns älter vor, selbst wenn wir sie an Jahren längst übertreffen........." :thumbsup :cool:
Die beiden fand ich auch toll. Insgesamt lassen sich im Roman einige schöne und lustige Zitate finden
 

parden

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13. April 2014
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Niederrhein
www.litterae-artesque.blogspot.de
Otero lässt wirklich keine Möglichkeit des weitschweifigen Ausholens aus - da musste echt noch die Szene mit dem was-wäre-wenn-Gespräch mit Candela sein?!

Stark auch die "ausgedachte" Szene mit Candela. Berührend, kreativ und gelungen.
Ähm - das ist ehrlich gesagt eine Frage des persönlichen Empfindens. Für mich war es leider nervig und überflüssig.

Man braucht schon guten Willen. Der Satzbau ist anspruchsvoll, so eben Drüberlesen geht nicht.
Nein, das geht wirklich nicht. Und wenn der gute Wille zunehmend fehlt, weil das Genervtsein zunimmt, dann trägt der teilweise arg komplexe Satzbau zusätzlich zum Genervtsein bei.

Unbedingt kürzen. 200 Seiten hä gereicht. Ich habe nichts gegen dicke Bücher. Aber dann muss der Autor genug zu sagen haben. Kein unnötiges Geschwätz.
Ja!!! Absolut einverstanden.

Der Roman plätscherte für mich uninteressant vor sich hin bis zum Ende (tatsächlich fand ich allein die heimlichen Mails von Rico an Simón ein wenig berührend) - und da am Ende durchzuckte mich der Gedanke, dass der Autor doch wohl nicht mit der Idee spielt, eine Fortsetzung zu schreiben?! Er soll machen, was er will, ohne mich. Für mein Empfinden darf das offene Ende gerne so stehen bleiben.

Ich bin wirklich froh, dass ich den Roman jetzt endgültig zuschlagen kann!
 

Lesehorizont

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29. März 2022
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Mainz
Hier überwogen wohl die negativen Stimmen. Ich hingegen habe den Roman gerne gelesen. Er zählt zwar nicht zu meinen Jahreshighlights, aber gerade im Vergleich zu Mc Ewan sehe ich hier weinger Anlass, Längen zu bemängeln. Bei Mc Ewan habe ich mich teilweise sehr viel mehr quälen unf diziplinieren müssen, um bei der Stange zu bleiben.
Im Buch gibt es immer wieder sehr kluge und weise formulierte Sätze auch im letzten Abschnitt, auch mag ich natürlich besonders ide implizite Gesellschaftskritik.
Simon und Rico haben ein besonderes Verhältnis, was am Ende nochmal bestärkt wird. Manchmal bleibt unklar, was bestimmte Menschen zusammenschweißt.
Alles in allem bin ich froh, dass meine Befürchtung nach einer sehr durchwachsenen (da schlecht organisierten und kastrophal moderierten Lesung) sich nicht bestätigt haben. :)
 

luisa_loves-literature

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9. Januar 2022
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Der Roman plätscherte für mich uninteressant vor sich hin bis zum Ende (tatsächlich fand ich allein die heimlichen Mails von Rico an Simón ein wenig berührend) - und da am Ende durchzuckte mich der Gedanke, dass der Autor doch wohl nicht mit der Idee spielt, eine Fortsetzung zu schreiben?! Er soll machen, was er will, ohne mich. Für mein Empfinden darf das offene Ende gerne so stehen bleiben.
Das kann man nicht besser zusammenfassen - entspricht genau meinem Eindruck. Ich habe den letzten Abschnitt als ein quälend langes, plätscherndes und leider schwafeliges Dahintreiben wahrgenommen und leider als Zeitverschwendung. Ich bin nur dankbar, es doch noch geschafft zu haben.

Ich habe einfach ein Problem damit, wenn ein Roman kein Ende finden kann und unnötig ausgedehnt wird - und genau das war hier der Fall. Dazu passiert mr in diesem doch sehr umfangreichen Werk zu wenig, die sicherlich poetisch veranschlagte Sprache nutzt sich über den langen Zeitraum ab und erschafft auch einige Bilder und hübsche Sätze, die einfach zu banal oder missglückt sind.

Und nun nach dem letzten Abschnitt frage ich mich wirklich, was der Roman eigentlich wollte. Vor lauter Wortkunst und ewigem Gerede ist mir der rote Faden verloren gegangen, dass Rico Drogen gedealt hat, war doch schon nach dem ersten Abschnitt klar - dafür brauchte es nicht diese Odyssee. Ich frage mich schon, ob ich eventuell zu hart zur "leisen Last der Dinge" war...
 

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