6. Der Anhang und seine Bedeutung für den Roman

Literaturhexle

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2. April 2017
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Hier diskutieren wir den Anhang:

Thomas F. Schneider: Am Rappannahock nichts Neues
Rüdiger Barth: Stephen Crane - Ein Portrait
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Der Aufsatz von T. Schneider hebt die Bedeutung dieses Romans hervor und interpretiert dessen Grundaussagen. Wir dürfen stolz sein, dass wir das alles auch erkannt haben;)

Spannend die Biografie Cranes - insbesondere in Bezug auf unseren jüngst gelesenen Roman Mr. Crane. Nun ergeben die Fragmente, die er Elli im Fieberwahn erzählte, einen Sinn.

Er ist ein eigentümlicher Mensch gewesen, lebte gerne in Extremen. Der Tod war schon früh an seiner Seite, hatte er stets eine labile Gesundheit. Vor diesem Hintergrund wird das Liebesabenteuer mit Elli allerdings tatsächlich unwahrscheinlich - war er in Badenweiler nur noch als Wrack angekommen. Aber man würde es ihm gönnen und zu seinem Charakter passte es auch.

Auch dieses Buch klappe ich mit großer Zufriedenheit zu:)
 

Emswashed

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9. Mai 2020
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Da ist er! Der Kontext! Habe Mr. Crane ja nicht gelesen, aber Herr Barth hat mir zu meiner persönlichen Morgendämmerung nach dem nächtlichen Albtraum verholfen.
Ironie ist wohl die Schlagzeile, die mir im Text gefehlt hat und mein eigenes Vergessen, dass nicht jeder die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, zumal diese Weisheit nur aus Aufzeichnungen und nicht aus eigenem Erleben resultierte.
Ohne diesen Anhang wäre das Buch bei mir gnadenlos durchgefallen, so aber muss ich nochmal den Rotstift am eigenen Geschreibsel anlegen.

Aber ein Punkt auf meiner Liste bleibt: Wäre Crane nicht so früh verstorben, wäre er vielleicht nicht in diesen verklärten Schriftstellerolymp aufgestiegen, oder?

Ist die rote Tapferkeistmedaille überhaupt das richtige Buch um Anhänger zu finden? Manoman, harte Nuss.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Aber ein Punkt auf meiner Liste bleibt: Wäre Crane nicht so früh verstorben, wäre er vielleicht nicht in diesen verklärten Schriftstellerolymp aufgestiegen, oder?
Oder aber auch gerade. Für die Zeit war die Perspektive völlig neu und was wir heute als schwülstig begreifen, war wahrscheinlich noch der Romantik geschuldet - also nicht so fremd in des Lesers Ohr...
Ich lese ja gerne so alte Texte und habe die Formulierungen überwiegend genossen.

Hätte Crane länger gelebt, hätte er vielleicht weitere Werke von bleibendem Wert hinterlassen. Wir werden es nie erfahren.
 

Yolande

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13. Februar 2020
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Das war endlich mal wieder ein Anhang, der sich zu lesen lohnte. Cranes Biografie war sehr aufschlussreich und hilft mir ebenfalls, das Buch besser einzuordnen. Vieles war mir auch aus Mr. Crane (interessanter Fakt, dass seine Mutter seinen Vater so angesprochen hat) bekannt. Wahrscheinlich hätte der Arme gar nicht so früh sterben müssen, schade :(. Ich möchte unbedingt mal eine seiner Kurzgeschichten lesen, auch die Gedichte fand ich sehr ansprechend.
 

Anjuta

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8. Januar 2016
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Essen
Mich hat der Anhang mit seinen biografischen Details zu Crane sehr interessiert und ich habe ihn deshalb mit Freude gelesen. Ich erkenne nicht unbedingt in der Biografie eines Autoren die Gründe für sein Schreiben, aber das war einfach spannend, was wir hier erfahren konnten. Proportional ist das Verhältnis Roman/Nachwort vielleicht nicht ganz stimmig, aber es rundet das Buch doch sehr ab.
 

Barbara62

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19. März 2020
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mit-büchern-um-die-welt.de
Ich habe festgestellt, dass wir durch „ Mr. Crane“ tatsächlich alles Wichtige über den Autor erfahren haben.
Das hat mich erstaunt, denn ich hatte während der Lektüre von "Mr. Crane" immer den Eindruck, ein Porträt von Elisabeth zu lesen. Tatsächlich war aber alles Wissenswerte über Stephen Crane drin, einfach sehr gut verpackt! Bildung en passant, sozusagen...

Möglich wärs. Ems. Möglich wärs. Vor allem, da zu seiner Zeit wirkliche Größen unterwegs waren. (Glaub ich).
...die ihn ja wohl sehr geschätzt haben...
 

Barbara62

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19. März 2020
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mit-büchern-um-die-welt.de
Selten habe ich ein Nachwort so gebraucht, wie bei diesem Roman. Ein großes Lob an den Verlag für diese wertvolle Einordnung.

Ich habe den Roman nicht mit Genuss gelesen, aber doch mit Gewinn. Und ich habe das Gefühl, dass ich eine Bildungslücke geschlossen habe und nun mit dem Namen Stephen Crane wirklich viel anfangen kann. Ohne die LR und das Nachwort hätte mir definitiv etwas gefehlt. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich durchgehalten hätte ohne euch.