5: Hoffnung - Zauber der Urzeit

Chiawen

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12. April 2014
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Lüdenscheid
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Eschagunde hat zwar einen Plan, der gefällt ir auch richtig gut, aber erklären tut sie nicht, warum sie 14 Jahre weg war. Das finde ich schade. So ist sie einfach da um zu helfen. So Pling und alles wird gut. Mir ist dies zu willkürlich.

Die Bedrohung der Hexe und ihre Geschichte finde ich richtig interessant. So erfährt man noch ein paar Hintergründe. Auch Eschagundes Weg durch den Berg hat mir gut gefallen. Sie hätte nur gleich wieder raus gehen sollen, so ist sie leider gefangen worden.
 
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Elke

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9. September 2014
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Zuerst etwas zu dem Beitrag von Chiawen........
Eschagunde erklärt nicht so direkt, warum sie so lange weg war. Allerdings spricht sie von "wichtigen Geschäften", und dass der Drache leider nicht das schlimmste Problem ist............
Natürlich möchte Eschagunde den Bären helfen, aber "So Pling, und alles wird gut", das lese ich so nicht. Da wird u.a. von Hoffnung gesprochen........

Nun aber mein Beitrag zu "Hoffnung".............
Eschagunde ist endlich da, und alle hoffen, dass sie bei der Befreiung von Rosa und ihren Kindern helfen kann. Allerdings kann sie das nicht, sondern sie kann nur versuchen die Kinder zu beschützen. Dafür muss sie aber einen gefährlichen Weg gehen, denn sie möchte den Kindern Schutzzauber bringen. Und Rosa.........ihr kann und braucht sie nicht helfen, denn die hat in den letzten Jahren bewiesen, wie viel Kraft in ihr selber steckt. Alleine die Tatsache, dass sie ihre Kinder mit der Erlaubnis von Tumaros in die Schule bringen durfte.............Rosa hat ihr Schicksal selbst gewendet.........

Drachen kann man nicht ändern, aber die "verwundeten" Bären kann man mit dem Schutzzauber stärken. Er wirkt sehr unterschiedlich, aber er hilft zu überleben.........

Also keiner kann die Höhle unbemerkt betreten, denn das würde Tumaros sofort riechen, hören und spüren. Er könnte die Angst fühlen und jeden Herzschlag hören............und sich nichts von seinem Besitz nehmen lassen. Er würde alle töten und das Dorf in Schutt und Asche legen.

Also muss man die Zeit überbrücken, bis sich andere Wege finden. Die Bärenkinder haben Drachenblut und vielleicht steckt in ihnen auch eine Zauberkraft. Wenn sie größer sind, hat man deshalb eventuell ganz neue Möglichkeiten. Und gerade Bernhard, der hat doch besonders viel von Tumaros...................
Im Moment gibt es keine Möglichkeit Rosa zu befreien, aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben.

Super schön finde ich es, was Paula hier noch einmal über die Liebe zwischen Jakob und Emilia schreibt. Bei Jakob hat der Drache ziemlich tiefe seelische Wunden hinterlassen. Diese können nicht so schnell heilen..........aber sie sind nicht unheilbar.
Emilia ist verletzt und vor allem verzweifelt. Jakob lässt sich nicht von ihr helfen, obwohl ihre Liebe doch so groß ist.
Nein, Liebe kann auch Eschagunde nicht zaubern........."Liebe kann man nur leben"...........Vor allem darf man jedoch die Hoffnung nicht verlieren.
 

Paula Roose

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17. April 2014
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Ja, gut wird erstmal gar nichts. Der Schutzzauber, den Eschagunde zu den Bärenkindern bringt, symbolisiert die Abwehrmechanismen. auf die die Seele in solchen Fällen zurückgreifen muss, um überleben zu können und das Unerträgliche ertragbar zu machen.
 

Elke

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9. September 2014
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Liebe Paula,

ich finde es immer wieder schön, wenn ich deine Beiträge lese. Man sieht so ganz deutlich den Zusammenhang des Romans (eingeflochen die häusliche Gewalt/Trauma usw.) mit der Wirklichkeit.

Und nun zu "Zauber der Urzeit"...............
Eschagunde macht sich mit dem "verpackten Schutzzauber" auf den Weg zu Rosa und ihren Kindern............
Es gibt einen Zaubergang in den Drachenberg, welcher mal als Fluchtweg gedient hatte. Diesen benutzen vor Urzeiten die Schwestern von Eschagunde, aber sie hatten ihn durch Zauber wieder verschlossen. Das war allerdings bevor sich ein Drache in den Berg eingenistet hatte, denn damals lebten dort noch viel üblere Kreaturen.........auf der Westseite mußte er sein, aber wo genau...................

Paula beschreibt diesen gefährlichen Weg den Eschagunde geht super schön. Sie erzählt viele liebevolle Einzelheiten, aber es wird auch von Minute zu Minute immer spannender. Natürlich könnte Eschagunde ihren Zauberstab benutzen und damit einen neuen Weg graben..............und sie denkt darüber auch nach. Allerdings würde so Tumaros auf sie aufmerksam werden und damit wäre ihr Plan gescheitert. Sie sucht und sucht..............lehnt sich an die Bergwand............Wärme durchdringt ihren Körper.............der Stein verändert sich und fängt an zu bröseln. Ganz langsam, bis ein kleiner Gang zu sehen ist..............
Aber wie weit geht dieser Gang..........haben Eschagundes Schwestern ihr Handwerk wirklich verstanden.............
Eschagunde kriecht in den Gang, es ist dunkel, sehr eng und sie spürt eine Gefahr. Angst steigt in ihr auf.......sie berührt ihren Zauberstab und stimmt leise einen feinen Gesang an. Das Lied der Sterne.........und sie ist nicht mehr alleine. Sie kriecht weiter...........plötzlich verliert sie das Gleichgewicht und fällt in die Tiefe.........Sie setzt sich auf und eisige Kälte durchdringt ihren Körper. Allerdings ist es nicht das Böse der Drachenhöhle, sondern das Böse der Urzeit. Schnell kriecht sie weiter, denn sonst ist sie verloren.............Eine Stimme in ihrem Herzen flüstert: "Singe das Sternenlied".........und es gibt ihr wieder neue Kraft. Aber was war das überhaupt...........hat sie es jetzt eventuell aufgeschreckt............Sie muss eine Pause machen und fällt in ihre Trance................

Eschagunde wird von einem Windzug wach und zündet eine Kerze an. Der Luftzug ist durch eine Wand gekommen und sie tastet sie ab. Sie spürt einen Zauber, aber den kennt sie nicht. Es ist ein freundlicher Zauber.......und plötzlich löst sich der Fels auf..........und da, am Ende des alten Stollen sieht sie die Drachenhöhle.................
Eschagunde sieht die kleine Wohnung, die Rosa für sich und ihre Kinder eingerichtet hat. Und auch die fünf Bären...................schnell holt sie ihren Beutel hervor und gibt jedem Kind den "verpackten Schutzzauber", aber was macht Bernhard...............er gibt ihn seiner Mutter, denn sie braucht ihn doch..............aber Rosa steigen die Tränen in die Augen.
Ihre Kinder sind ihr doch das Wichtigste im Leben..........ihr Leben ist doch nur "zweitrangig".......würde nicht jede Mutter so denken.........
Und Tumaros...........Seine Wut ist so groß, dass er sogar in diesem Moment seine Familie töten würde............

Und dann steigt die Spannung auf ihren Höhepunkt, denn Tumaros hat Eschagunde bemerkt. Er tobt und spuckt Feuer........und man kann sagen, er setzt im wahrsten Sinne des Wortes "die Hütte" in Flammen. Die selbstgemachten Möbel von Rosa brennen, diese Hitze und es gibt keinen Fluchtweg mehr. Der Lichtvorhang, den Eschagunde vorhin zufällig mit ihren Händen geöffnet hat, ist wieder verschlossen.
Alle sind in großer Gefahr, bis Eschagunde zu Tumaros geht. Ein heftiger Kampf beginnt..........wie lange, das weiß keiner............Eschagunde verliert und Tumaros sperrt sie in ein Verlies. Danach legt er sich schlafen, denn er ist zufrieden.
Diese plötzliche Stille ist für Rosa und die Kinder unerträglich............Möchten sie überhaupt noch leben..........der Schutzzauber zeigt Wirkung...........Rosa gibt die Hoffnung auf, aber Bernhard der ist unheimlich stark.........Wenn er erst einmal groß ist, dann findet er einen Weg in die "Freiheit".........
Wie stolz kann Rosa auf ihren kleinen Drachenbären Bernhard sein. Ein Bär mit Drachenblut und das Herz an der "richtigen Stelle".........
 
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Elke

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9. September 2014
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Zu "Steinwurf".......
Fünf Jahre ist es nur her, dass Eschagunde mit Tumaros gekämpft hat............und keiner weiß, was aus ihr geworden ist.........

Da Rosa nicht mehr richtig laufen kann, geht nun Ella für sie in den Wald und sammelt Früchte und Pilze. Aber auch sie wird von Tumaros bestraft, wenn sie nicht schnell genug zurück ist. Die Brandwunden auf ihrem Fell vermehren sich, doch sie verliert nie ein Wort darüber. Rosa bricht es das Herz.........und sie kann die Verletzungen nur kühlen.

Ich habe von Bernhard so den Eindruck, als würde er viel über Tumaros nachdenken und ihn gerne mal provozieren. Er wirft mit einem Stein nach dem Drachen..........die Luft knistert, Bernhard hat zwar Angst, aber er hält dem Drachenblick stand. Und Tumaros geht zurück an seinen Platz..........macht er Unterschiede zwischen seinen Kindern.........oder hat er "Respekt" vor seinem kleinen Sohn.........

Die Bärenkinder sprechen untereinander von Schuld............vor allem gibt Emil Bernhard die Schuld dafür, dass Tumaros seine Mutter und seine Schwester misshandelt. Wenn sich alle richtig verhalten, dann würde keinem etwas passieren........aber kann man sich immer "richtig Verhalten" und es kommt ja darauf an, wie Tumaros die Dinge sieht.
Aber wäre es überhaupt richtig................Kein Vater hat das Recht seine Frau und seine Kinder zu misshandeln. Sie dürfen nicht wie Gefangene behandelt werden und sie sind vor allem nicht sein Besitz.
Dieser Gewalt muss man versuchen zu entkommen, denn sonst verliert man seine eigene Persönlichkeit. Man ordnet sich total unter und darf keine eigene Meinung mehr haben. Was ist das für ein Leben.............Wo bleibt da z.B. die "fröhliche Kindheit".............
Bernhard ist noch klein, aber er will sich das nicht länger gefallen lassen. "Hut ab" vor diesem kleinen Drachenbär!

In diesem Kapitel wir auch noch einmal ganz deutlich, was Drachentau tatsächlich ist. Die Tropfen bilden sich auf Tumaros Körper. Sie können Wunden heilen und wenn man sie trinkt, bekommt man eine "innere Kraft".
Bernhard fängt den Tau heimlich auf und trinkt ihn, ohne zu überlegen, denn sein Durst ist einfach zu groß. Die Wasserrationen reichen nicht..........Bei dem Versuch den nächsten Tropfen aufzufangen wird Tumaros wach.............Bernhard zieht sich zurück und denkt, dass er versagt hat. Ohne ihn wären alle besser dran. Er weiß ja, wie schlecht es Rosa und Ella geht und Tränen laufen aus seinen Augen. Er krallt seine Finger so fest in die Unterschenkel bis sie bluten.
Ist das eine weitere Folge der häuslichen Gewalt, wenn er sich selbst verletzt.........
Er setzt sich an die Wand und merkt gar nicht, wie sie heiß wird. Die Wand glüht und plötzlich ist ein Loch da........ein Ausgang............so war Eschagunde also in die Höhle gekommen.............und dann beginnt das Loch sich wieder zu verschließen. Bernhard muss handeln und schlüpft schnell durch das Loch. Er kriecht in einen dunklen Tunnel und spürt heftige Kälte. Was ist das nur.......aber für ihn gibt es nichts schlimmeres als einen Drachen. Sein eigener starker Wille treibt ihn schnell voran und er ist am Ausgang. Er kann den donnernden Flügelschlag von Tumaros hören, denn dieser sucht ihn natürlich. Erst als nichts mehr zu hören ist, klettert Bernhard aus der Höhle. Endlich in Freiheit............doch er muss einen gefährlichen Weg gehen, denn er möchte zu seinem Großvater.

Das Ganze hat der Blumenelf Lobelius beobachtet, denn seit Eschagunde verschwunden ist, hält er dort Wache. Bernhard würde ohne fremde Hilfe nicht durch den Wald kommen..........also bestreut Lobelius ihn mit Tarnzauber, denn der würde ihn zumindest für 6 Stunden beschützen. Bernhard kann den Blumenelf nicht sehen, aber was flüstert da jemand in sein Ohr.............

Bernhard erlebt viele Gefahren, aber er ist sehr stark und tapfer. Er hat ein ganz bestimmtest Ziel vor Augen, denn er muss Hilfe holen, um seine Mutter und seine Geschwister befreien zu können. Hoffentlich mussten sie seine Flucht nicht schon büßen............
Er kommt Mühlenau immer näher, doch plötzlich zieht ihn eine unbekannte Kraft unter die Erde. Ist das sein Ende............Er hört die Kampfgeräusche nicht und merkt nicht, dass ihn jemand an die Erdoberfläche zieht. Welcher Zauber hat ihn fortgebracht und wer ist sein Retter............er würde sich gerne bei ihm bedanken.
Bernhard geht weiter und erreicht tatsächlich Jakobs Haus........

PS: Jetzt habe ich gerade gesehen, dass diese Geschichte zu den nächsten Fragen gehört. Allerdings ist mein Beitrag so lang...........noch einmal schreiben..........Nee........
 
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Paula Roose

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17. April 2014
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Sorry, dass ich gestern nicht geantwortet habe, ich war unerwartet verhindert. Aber jetzt ...
Ja, Berhard, er hat am meisten von Tumaros und dafür schämt er sich, Aber genau das bringt ihn letztendlich hinaus.
Und Tumaros kann Feuer spucken und zerstören, aber Gewalt ist immer ein Zeichen von Schwäche. Echte Stärke braucht keine Gewalt.
Ich habe ja schon geschrieben, dass der Schutzzauber die Abwehrmechanismen symbolisiert. Und ich habe es bewusst magisch bzw, übernatürlich gewählt. Aber zur Überwindung braucht man keine übernatürliche Hilfe, sondern menschliche. Und da kommt Bodo ins Spiel.
Man könnte auch sagen, dass Drachentau Bernhards Geschichte ist, die mit der Frage beginnt: Warum hat seine Mutter sich auf diesen "Mann" eingelassen?
:)
 

Elke

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9. September 2014
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Leider sieht man es "den Männern" ja nicht an, ob sie irgendwann gewalttätig werden oder nicht. Allerdings sollte man sich dann auch beim "ersten Schlag" sofort von diesem Mann trennen, denn "einen Schlag" finde ich schon zu viel. Außerdem reden wir hier nur von "Männern"..............es gibt bestimmt auch Frauen die ihre Männer schlagen...........
Wenn es dann noch zu einer Gewalt gegenüber Kinder kommt..........schlimmer geht es nicht mehr. Die können eben nicht so einfach gehen. Aber ich frage mich, was muss das für eine starke Abhängigkeit vom Partner sein und warum. Hat man Angst vor dem "Alleinsein"..........
Ich habe meine Freundin danach gefragt und sie konnte mir keine Antwort darauf geben.

Paula ich habe noch eine Bitte.............Ich habe gerade einen Beitrag zu "Bodo" geschrieben, aber ich konnte ihn nicht abschicken. Es liegt an meinem Laptop und ich hatte das schon öfters. Die Leserunde hattest du für drei Wochen angesetzt und dann wäre sie am Montag zu Ende. Ich würde gerne auch zu den letzten Fragen noch etwas schreiben, aber das schaffe ich ja kaum noch. Bitte verlängere doch um ein paar Tage.............

Liebe Grüße
Elke
 

Paula Roose

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17. April 2014
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Liebe Elke, diese Bitte erfülle ich doch gerne. Wir mache einfach so lange, bis wir durch sind.
Gewalt gegen Männer gibt es genauso und ich könnte mir vorstellen, dass es noch schwieriger für Männer ist, sich Hilfe zu holen. Es gibt ja keine Männerhäuser. Und die Scham ist bestimmt groß, so dass der Schritt zur Anzeige schwer ist.
Ich weiß auch nicht, warum eine Frau sich schlagen lässt. In Drachentau ist klar: Die Drohkulisse von Tumaros ist unüberwindbar. Rosa redet es sich schön und sie ist verzaubert, in seinem Bann. Und es gibt auch schöne Momente mit ihm.
 

Elke

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9. September 2014
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Zu den schönen Momenten fallen mir spontan die Sternenlieder ein..........

Paula, ich schreibe dann einfach mal weiter........Danke!
 
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