Rezension (5/5*) zu Drachentau: Roman von Paula Roose

E

Elke

Gast

Der Roman "Drachentau" wurde von der Autorin Paula Roose geschrieben. Es ist ein Fantasieroman, den die Autorin mit der Wirklichkeit verbunden hat und das ist ihr super gelungen.
Man kann/sollte diesen Roman nicht nur oberflächlich lesen, denn es geht dabei um das Thema häusliche Gewalt/Trauma. Paula Roose schreibt jedoch nicht über betroffene Menschen, sondern sie erzählt von dem Schicksal der Bären, die in dem kleinen Dorf Mühlenau leben.

Der Drache Tumaros hatte das Dorf vor vielen Jahren verwüstet und dabei viele Bären getötet. Einige verließen danach ihre Heimat, da ihre Angst vor einem erneuten Angriff einfach zu groß war. Der Drache lebte hoch oben auf dem Berg in seiner Höhle und unten lag das kleine Dörfchen Mühlenau. Allerdings blieben auch einige Bären im Dorf wohnen, aber sie hatten immer ein wachsames Auge auf den Drachenberg.......

Auch Jakob lebte weiterhin mit seiner Enkeltochter Rosa in dem kleinen Dorf. Immer wieder hatte sie die gleichen Worte von ihrem Großvater gehört: "Hüte dich davor, einem Drachen in die Augen zu schauen." Aber was denkt eine junge Bärin beim Anblick eines Drachens von solch einer Schönheit und Stärke...........
Und was geht in Tumaros vor, als er die hübsche Bärin Rosa sieht.................Er möchte eigentlich nur auf Beutezug gehen, damit sich sein Schatz aus Juwelen, Goldmünzen usw. noch vergrößert..........
Aber was kann ein "Schatz" noch sein...........kann es dabei auch um die Liebe gehen........."Liebe" die Rosa in Tumaros Augen blicken läßt und sie deshalb seinem Ruf in die Drachenhähle folgen muß..........
Wie fühlt sich Rosa als Drachenbraut und hat sie auch "Freude und Glück" in ihrem Leben..............oder erlebt sie nur "Angst und Traurigkeit"............
Was macht diese Gewalt von Tumaros mit ihr und ihren Kindern............kann man das wirklich sein Leben lang aushalten oder denkt man auch an "die Flucht".............
Wer solch eine Gewalt einmal erlebt, kann dieser überhaupt irgendwann noch einmal ein "normales Leben" führen...........?

Für mich hat Paula Roose unheimlich viel Mut bewiesen, denn sie hat die "häusliche Gewalt" in einen Fantasieroman "verpackt". Ein Thema, über das wenige Betroffene sprechen möchten............und wer macht sich überhaupt Gedanken darüber..................merkt man es vielleicht bei Freunden und würde man dann versuchen zu helfen..............? Es gibt so viele offene Fragen zu dem Thema.....................

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