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Rezension (5/5*) "Christophs Street Day" von Chris P. Rolls (Gay Romance)

Dieses Thema im Forum "Liebesromane" wurde erstellt von Amalia Zeichnerin, 24. September 2018.

Tags:
  1. Amalia Zeichnerin

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    44
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    „Christophs Street Day“ von Chris P. Rolls (Contemporary Gay Romance)

    Klappentext:

    Es war vielleicht nicht die beste Idee zu erwähnen, Bruce Willis anziehend zu finden. Kurzerhand wird Christoph von seiner engagierten Pflegenichte Jenna zusammen mit ihrem ungewöhnlichen LGBT-Freundeskreis auf den CSD in Berlin geschleppt.
    Nachdem seine langjährige Freundin und erste Liebe ihn verlassen hat, wollte Busfahrer Christoph in Berlin einen Neuanfang wagen und zog in die Nähe seiner Schwester und deren bunter Familie.
    Nie Im Leben konnte er ahnen, dass ihn nicht nur das wilde, glitzernde Treiben, sondern vor allem ein Paar bezaubernde Augen und die unerwartete Umarmung einer Dragqueen umhauen würden. Hinter der atemberaubenden Felicita steckt der ebenso heiße Fernando, der Christoph einlädt ein besonderes Experiment zu wagen. Könnte dies ein ganz spezieller Neuanfang sein? Vielleicht war es am Ende dann doch eine gute Idee …
    Eine Story fürs Herz.

    Eigene Meinung
    Der Autorin sind hier eine ganze Reihe sehr liebenswerter Charaktere gelungen, angefangen bei Christoph und Fernando bis hin zu den Nebenfiguren, darunter seine Schwester und die eher schroffe Jenna, die mitten in der Pubertät ist und Christoph indirekt zu seinem Glück verhilft, als sie ihn mitsamt ihrer Freunde zum CSD mitnimmt.
    Wer angesichts des Klappentextes denkt, der Protagonist würde sich im Laufe der Handlung in einen Bruce-Willis-Doppelgänger vergucken, der liegt falsch, denn Fernando ist ein ganz anderer Typ.
    Ich war ein wenig überrumpelt, dass Christoph trotz seiner Gefühlsverwirrungen und der Frage, ob er nun hetero oder doch bisexuell sei, schon bei dem ersten Treffen mit Fernando ziemlich hemmungslos wird, kaum dass er die Wohnung betreten hat. Aber immerhin findet er dafür eine Erklärung und nimmt sich anschließend die Zeit, Fernando besser kennenzulernen.
    Insgesamt gibt es hier einige heiße Szenen, und da sowohl Christoph als auch Fernando experimentiertfreudig sind, sind diese Szenen abwechslungsreich.

    Angenehm aufgefallen ist mir, dass Christoph sich selbst als eher durchschnittlich aussehend betrachtet und keinen von diesen als hip geltenden Berufen hat, sondern etwas ganz bodenständiges – er ist Busfahrer und mag diesen Job.
    Angesichts von vielen perfekt aussehenden Protagonisten in anderen Romanen, die dann vielleicht sogar Millionär sind oder zumindest irgendeinen hoch prestigeträchtigen Job haben, hat mir das sehr gut gefallen.
    Der CSD wird sehr schön in die Handlung mit eingebunden, ohne dass er einen großen Teil einnimmt.

    Das wenige Drama, was es in dieser Geschichte gibt, ergibt sich nicht aus Beziehungsproblemen, sondern einem äußerem Problem, das ich hier nicht verraten möchte.
    Ein weiterer positiver Punkt für mich: Wie die Autorin mit dem Thema Bisexualität umgeht und dabei auch gleich mit einigen Vorurteilen aufräumt, die leider immer noch mancherorts in der Literatur und anderen Medien kursieren.
    Das Ende fand ich sehr schön, aus meiner Sicht ist es rührend ohne rührselig zu sein.

    Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, das Buch innerhalb eines Tages durchzulesen.

    Fazit: Eine tolle Liebesgeschichte mit wenig Drama und viel Zucker, allerdings ohne Kariesalarm und ohne Kitsch.
     
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