4. Leseabschnitt: März bis Mai (Seite 216 bis 297)

Renie

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Sie will nicht mit Leuten befreundet sein, die das nicht respektieren, was ihr wichtig ist.
Damit unterstellst Du aber Absicht, den Hund flüchten zu lassen, zumindest Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen, die Oksana wichtig sind. Ich glaube, dass man Max weder das Eine noch das Andere unterstellen kann. Der ist einfach nur dämlich. Nun gut, wer will schon mit dämlichen Leuten zusammensein. Es ist daher nachvollziehbar, dass sie mit Max nichts mehr zu tun haben will. Aber gleich die "Freundin" zum Teufel zu schicken, kann ich nicht verstehen.
 

Barbara62

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Damit unterstellst Du aber Absicht, den Hund flüchten zu lassen, zumindest Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen, die Oksana wichtig sind. Ich glaube, dass man Max weder das Eine noch das Andere unterstellen kann. Der ist einfach nur dämlich. Nun gut, wer will schon mit dämlichen Leuten zusammensein. Es ist daher nachvollziehbar, dass sie mit Max nichts mehr zu tun haben will. Aber gleich die "Freundin" zum Teufel zu schicken, kann ich nicht verstehen.

Ob das aber dauerhaft sein wird? Oksana steht im Moment unter einer unglaublichen Belastung. Vielleicht sieht die Welt in ein paar Tagen ja ganz anders aus.
 
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Renie

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19. Mai 2014
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Ob das aber dauerhaft sein wird? Oksana steht im Moment unter einer unglaublichen Belastung. Vielleicht sieht die Welt in ein paar Tagen ja ganz anders aus.
Kann sein, dass es an der Belastung liegt. Das wäre zumindest eine Erklärung, die nicht gar so boshaft ist, wie meine Erklärung. Ich habe ihr bei dieser Reaktion nämlich ein psychisches Defizit bescheinigt (höflich formuliert ;))
 
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Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Das ähnelt sich gerade alles...
Ich bin gespannt, wo uns die Autorin noch hinführen wird. Ich verspüre zum ersten Mal Langeweile... Diese Frauen mit ihren Hoffnungen, die sie frühzeitig begraben, indem sie sich schwängern lassen. Ob das WIRKLICH so ist in Kamtschatka???
Gibt es nicht überall auf der Welt ein paar Beispiele die dies bestätigen? Würde aber nicht soweit gehen, es wirklich auf Kamtschatka zu beschränken. Momentan wirkt es eher so, als ob die Autorin sich diese Problematik ausgeguckt hat, und sie durch verschiedene Beispiele untermauern möchte.......
Nachdem ich nun allerdings @Xirxe Beitrag gelesen habe, rudere ich lieber ein wenig zurück. Demnach scheint es sich doch zu häufen dort.
 
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Sassenach123

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27. Dezember 2015
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@Renie @RuLeka @Die Häsin @Literaturhexle Ich darf Euch versichern, das in diesem Buch beschriebene Leben an sich ist realistisch. Die ehemalige SU, speziell im ländlichen Bereich (und Kamtschatka ist am A... der Welt, das gilt auch für die Hauptstadt), ist praktisch ohne Hoffnung. Es herrscht Korruption an allen Ecken und Enden, die Meisten leben von der Hand in den Mund und die Hoffnung auf ein besseres Leben haben nur noch die ganz Jungen, der Rest hat resigniert.
In National Geographic gab/gibt es immer wieder Reportagen aus dieser Gegend, auch im speziellen aus/über Kamtschatka, und was dort berichtet wurde, deckt sich im Großen und Ganzen mit dem, was ich in Zentralasien gesehen, gehört und erlebt habe. Urteilt deshalb bitte nicht zu hart über dieses Buch.
Gut, dass du das nochmal zusammengefasst hast. Mir war das komplette Ausmaß dann doch nicht bewusst, da es in den Geschichten nicht so auf den Punkt gebracht wird, wie du es jetzt getan hast. Obendrein kommt ja noch hinzu, dass man ohne diese Informationen nicht weiß, was Tatsache was schriftstellerische Freiheit ist.
 

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Nachdem ich eine kleine Lese-Pause hatte, viel es mir etwas schwer wieder reinzukommen, musste echt überlegen, wo ich die Leute hinstecken muss. Dadurch das einiges ja wirklich sehr nebensächlich erwähnt wird, wie die Frau im orange farbenen Bikini, in der Berghütte, die Soja und ihr Mann dort Sylvester kennengelernt haben. Es dauerte etwas bis mir der Name Mascha und das Drumherum wieder eingefallen ist.
Ansonsten lese ich das Buch nach wie vor ganz gern.
Nadja tat mir leid, da sie eigentlich alles richtig machen wollte, es für sich und ihre Tochter besser machen wollte. Da sie am Ende erkannt hat, dass ihre größte Freude die Kleine Mila ist, sehe ich durchaus Chancen, dass ihr Leben doch noch recht gut verläuft, vorausgesetzt sie schafft es Mila vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren.
Sojas Geschichte konnte ich nur in Teilen nachvollziehen. Das ihr die Decke auf den Kopf fällt ist nachvollziehbar, dass sie sich zu ihrem Job zurücksehnt ebenso, ihre Ambitionen zu den Bauarbeitern konnte ich allerdings nicht nachvollziehen.
Das Gespräch unter den Kollegen bezüglich der gefundenen Leiche hat mir gar nicht gefallen. Es war so gar nichts empathisches dabei.
 

Literaturhexle

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Es ist daher nachvollziehbar, dass sie mit Max nichts mehr zu tun haben will.
Sie hatte ihm wiederholt gesagt, wie er die Tür zu verriegeln habe. Also das war schon mehr als Leichtsinn.
Über die Freundin kann man streiten. Wahrscheinlich weiß Oksana, dass sie Katja ihn Max nicht zu sehen kriegen würde.
 

Wandablue

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Damit unterstellst Du aber Absicht, den Hund flüchten zu lassen,
Bei jedem anderen wäre ich deiner Meinung. Aber es gibt ne Art Dämlichkeit, die aus Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer resultiert. Und Katja - die nimmt ihren Lover ständig in Schutz, egal, was er verbockt. Und schimpft nicht mal mit ihm, sondern ergreift seine Partei.
 

Barbara62

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Bei jedem anderen wäre ich deiner Meinung. Aber es gibt ne Art Dämlichkeit, die aus Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer resultiert. Und Katja - die nimmt ihren Lover ständig in Schutz, egal, was er verbockt. Und schimpft nicht mal mit ihm, sondern ergreift seine Partei.

Wir wissen nicht, wie Katja unter vier Augen mit ihm spricht.
 
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Wandablue

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18. September 2019
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Wir wissen nicht, wie Katja unter vier Augen mit ihm spricht.
Oh doch, das wissen wir. Haben wir doch die Sache mit dem Zelt schön mitverfolgt. Sie grummelt ein bisschen vor sich ihn, aber ohne ihn, macht vllt eine ironische Bemerkung, nein, das macht sie natürlich nicht mehr, da zeltweise er das gar nicht verträgt - und dann ist gut.
 

Literaturhexle

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Na das macht die Liiieeebe ...:heartarrow
In einem Vortrag über Erziehung sagte einmal ein Professor:
[zitat]Es gibt nur einen Grund, um inkonsequent zu sein. Und das ist die Liebe[/zitat]
Da hat er nicht unrecht. Gefühle verstellen einem oft den vernünftigen, angesagten Weg. Das trifft nicht nur auf den Umgang mit Kindern zu;)
 

nellsche

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Was ich sehr gut gelungen finde, sind die Verbindungen untereinander. Allerdings sind irgendwie alle Geschichten deprimäßig. Allen Frauen geht's scheinbar schlecht.
In diesem Abschnitt fand ich die Geschichte um Oksana und ihren Hund Malisch sehr bewegend. Sie tut mir echt leid....
 

nellsche

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Gut, dass du das nochmal zusammengefasst hast. Mir war das komplette Ausmaß dann doch nicht bewusst, da es in den Geschichten nicht so auf den Punkt gebracht wird, wie du es jetzt getan hast. Obendrein kommt ja noch hinzu, dass man ohne diese Informationen nicht weiß, was Tatsache was schriftstellerische Freiheit ist.
Ich schließe mich dir an, denn ich wusste auch nicht, dass das wirklich so ist. Irgendwie deprimierend....
 
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nellsche

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1. September 2018
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Also bitte. Ich breche eine Lanze für Oksana und ihren Kummer. Sie ist von vielen Menschen enttäuscht worden und zwar bitter enttäuscht. Da ist es doch verständlich, dass das Tier, das schon seit JAHREN mit ihr lebt, eine Art Partner für sie ist. Ich wäre auch zu Tode betrübt.
Mir tut sie auch wahnsinnig leid. Ich glaube, an ihrer Stelle würde ich durchdrehen und dem Kerl eine knallen....
 

Sassenach123

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Was ich sehr gut gelungen finde, sind die Verbindungen untereinander. Allerdings sind irgendwie alle Geschichten deprimäßig. Allen Frauen geht's scheinbar schlecht.
In diesem Abschnitt fand ich die Geschichte um Oksana und ihren Hund Malisch sehr bewegend. Sie tut mir echt leid....
Ja, das stimmt. Die Frauen haben immer unter etwas oder irgendwem zu leiden.
 
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Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
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@Literaturhexle⠀

Das Schlimme ist ja, dass Nadja sicher damit Recht hatte, dass sie einen Kredit hätten annehmen sollen, damit das Kind nicht in einer eiskalten nassen Wohnung leben muss. Wenn es so kalt ist, dass ein Wasserrohrbruch zur Eisfläche wird... ⠀

Für mich klingt es auch so, als würde sie selber gar nicht soooo schlecht verdienen und als wären ihre Karriereaussichten an sich auch ganz gut. Aber alleine kann sie die Ausgaben der Familie nicht stemmen.⠀

Eigentlich hatte ich es so verstanden, dass sie sich durchaus in eine andere Filiale in einem anderen Land versetzen lassen könnte, aber dass sie es am Ende nicht macht, um ihre Tochter nicht von ihrem geliebten Vater zu trennen – was für sie quasi eine Kalkulation ist: was ist besser für die langfristigen Aussichten für mein Kind?⠀

Vielleicht hat Tschegga ja ein Helfersyndrom? Gibt es ja, dass Helfen geradezu zur Sucht wird...⠀

Die Eltern von Nadja sind furchtbar, da wundert mich kaum noch, dass Nadja so versessen ist auf einen Mann, der ihr vor allem (finanzielle) Sicherheit und Halt gibt – auf emotionale Verbundenheit allein verlässt sie sich nicht mehr.⠀

@Anuta⠀

Ob Soja ihren Plan wirklich durchgezogen hätte, wäre diese Pausenhütte nicht abgebrannt? Am Anfang dachte ich, dass ist zu 99% nur ein Gedankenspiel, aber nachher war ich mir da nicht mehr so sicher... ⠀

Aber eigentlich ist sie auf ihre Art nicht weniger rassistisch als die Menschen, die die Fremdarbeiter als gefährliche Wilde sehen. Nur erotisiert sie für sich das vermeintlich Gefährliche und Wilde.⠀

Ich hatte gehofft, dass Oksana nochmal vorkommt! Ich fühle mit ihr... ⠀

Hätte ich die Mädchen und diesen Mann gesehen, könnte ich ihn mit Sicherheit auch nicht beschreiben. Ich habe kein katastrophales Gedächtnis für Gesichter, und auf die Kleidung von Fremden achte ich nicht sonderlich... Und dann würde ich mir auch Vorwürfe machen, vor allem, weil der Polizist ihr ja ganz schön Druck machte.⠀

Hoffentlich findet sie ihren Hund wieder! Aber Max hätte ich auch am liebsten getreten, sie hat ihm doch extra noch erklärt, wie man die Türen richtig schließt!!!⠀

@Xirxe⠀

Irgendwie habe ich den Eindruck, als sei die Mutter von Natur aus eine sehr negative Frau, die schon vor ihrer Schwangerschaft kein gutes Haar an der Tochter ließ. Ich vermute, das war ein Teil dessen, was Nadja dazu getrieben hat, ihr Heil in wahllosen Beziehungen zu suchen.⠀

Ich frage mich auch, wie das jetzt weitergehen soll mit Nadja und ihrer Tochter. Zurück in eine eiskalten, nasse Bruchbude, zu einem Freund und dessen Familie, die sie nicht wirklich akzepiteren und unterstütze.⠀

Soja wollte eigentlich kein Kind, und jetzt sitzt sie in der Falle. Ehrlich gesagt ist das so ein Fall, wo ich mich frage, ob Abtreibung oder Adoption nicht für alle das Beste gewesen wäre.⠀

@Literaturhexle⠀

Soja WILL sich meines Erachtens nicht mit dem Kind aus dem Haus bewegen – sie will alleine sein, die Verantwortung vergessen, sich in ihre Fantasiewelt flüchten. ⠀

@RuLeka⠀

Das hat sicher mit dem öffentlichen Bild zu tun, wie das ideale Leben der idealen Frau auszusehen hat. ⠀

Soja dreht meines Erachtens am Rad, weil sie keinen Ausweg für sich sieht. Ich hatte nie den Eindruck, dass sie ihr Kind haben will, es ist für sie nur ein Klotz am Bein, der ihr die Karriere versaut hat.⠀

Vielleicht postnatale Depression, vielleicht einfach nur Verzweiflung, weil es nicht das Leben ist, das sie angestrebt hat. Die Sache mit den Migranten klingt für mich nach einer Fantasievorstellung, ich bin noch nicht 100%ig überzeugt, dass sie es wirklich durchgezogen hätte.⠀

@Xirxe⠀

Ich vermute, der Mangel an Alternativen ist die Quelle allen Übels... ⠀

@Renia⠀

Menschen können so sch... sein, ich kann mir leider schon vorstellen, dass es wirklich Leute gibt, die selbstherrlich sagen: Also, wenn ICH das gewesen wäre, ich hätte mich doch an den Entführer erinnern können, und dann wären die Kinder schon lange wieder zuhause.⠀

Tschegga hat sich ja leider als ziemliche Niete im Männerlotto erwiesen...⠀

@Die Häsin @RuLeka⠀

So langsam könnte ich auch eine Verschnaufpause vertragen und zur Abwechslung eine Geschichte, die für eine Frau wirklich gut ausgeht. ⠀

@Xirxe⠀

Ich hab's befürchtet, dass es leider realistisch ist... Das ist bitter.⠀

@ulrikerabe⠀

Mich beschäftigt das Schicksal des Hundes vor allem, weil Oksana sonst anscheinend nichts und niemanden hat...⠀

@parden⠀

Eigentlich gefällt mir das Buch immer noch gut, aber ich habe ein paar Tage Pause eingelegt, weil es, wie du sagst, schon alles sehr grau und deprimierend ist.⠀
 
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Mikka Liest

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14. Februar 2015
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Hilter am Teutoburger Wald
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@Wandablue⠀

Ja, ich wäre sicher auch am Boden zerstört, wenn mein treuer Hund verschwunden wäre, und dann auch noch nur wegen so einem dämlichen selbstherrlichen Vollpfosten. ⠀

Stimmt, Oksana zieht wesentlich schärfere Grenzen als die anderen Frauen: so lässt sie nicht einfach mit sich umspringen, und das sollte sie auch nicht. ⠀

Aber es ist trotzdem sehr traurig, dass sie anscheinend keinen Menschen in ihrem Leben hat, auf den sie sich wirklich verlassen kann.⠀

Ich habe es eigentlich auch so verstanden, als hätte Soja sich durchaus ins Ausland versetzen lassen können. Ich wäre an ihrer Stelle nicht zurück zu Tschegga gegangen, aber bei den Eltern hätte ich auch nicht bleiben wollen. Ein Neustart im Ausland wäre da eine wesentlich attraktivere Option gewesen.⠀

@Die Häsin⠀

Für mich waren Oksanas Gedanken am Schluss mehr Ausdruck der Verzweiflung, nicht zu wissen, was mit ihrem geliebten Hund passiert ist. Das ist für mich ähnlich wie bei Eltern, die sagen, sie stellen sich lieber vor, dass ihre verschwundenen Kinder tot sind, als dass sie irgendwo leiden müssen. Weil sie den Gedanken einfach nicht ertragen können und die Unsicherheit auf Dauer das Schlimmste ist.⠀

@Wandablue⠀

Ugh, erinnere mich nicht an Putin und seine unsäglichen Pferdefotos... Kann mich noch erinnern, dass Foxnews zu Zeiten Obamas allen Ernstes mal bemängelt haben, Obama würde die USA der Lächerlichkeit preisgeben, weil er mit Fahrradhelm auf dem Fahrrad fotografiert wurde ("Mit HELM, wie ein Schwächling!!!"), während Putin wie ein echter Mann zu Ross seine Kraft zur Schau stelle. ⠀

@Barbara62⠀

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Tschegga für einen guten Ersatzvater halte. Er hätte entweder zulassen sollen, dass Nadja einen Kredit aufnimmt, oder eine andere Möglichkeit finden/zulassen sollen, damit das kleine Mädchen nicht halb erfriert in der eiskalten Wohnung.⠀

Dass sie mit der Kleinen zu ihren Eltern geht, war eine solche Möglichkeit.⠀

@Sassenach123⠀

Ich hatte auch ein paar Tage lang Pause eingelegt! Ich brauchte einfach mal was Anderes zur Abwechslung. ⠀

Dass ich das Buch als eBook lese, ermöglicht mir allerdings, einfach nach Namen zu suchen, um die Stellen wiederzufinden, wo die jeweiligen Charaktere schon mal vorkamen, ohne diese Möglichkeit wäre ich sicher auch ins Straucheln gekommen.⠀

@Wandablue⠀

Genau das. Max ist vor allem dämlich, so mein Eindruck, weil er nur sich selbst sieht. Und wenn Katja ihn bei sowas in Schutz nimmt, kann ich Oksana durchaus verstehen.⠀

@nellsche⠀

Oh ja, ich hätte es Oksana wirklich nicht übel genommen, hätte sie ihm eine verpasst.⠀
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda


@Die Häsin⠀

Für mich waren Oksanas Gedanken am Schluss mehr Ausdruck der Verzweiflung, nicht zu wissen, was mit ihrem geliebten Hund passiert ist. Das ist für mich ähnlich wie bei Eltern, die sagen, sie stellen sich lieber vor, dass ihre verschwundenen Kinder tot sind, als dass sie irgendwo leiden müssen. Weil sie den Gedanken einfach nicht ertragen können und die Unsicherheit auf Dauer das Schlimmste ist.⠀



Dass Eltern verschwundener Kinder so etwas sagen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich glaube, wenn du selbst etwa eine Mutter von 35 bist und dein fünfjähriges Kind verschwindet, kannst du dein Leben lang keine Minute mehr genießen, dich freuen oder lachen, weil ständig der Gedanke im Hinterkopf sitzt, dass dein Kind vielleicht im gleichem Moment Qualen leidet. Und dann das Kopfkino ...

Mir fällt gerade ein, dass ich vor ein paar Wochen auf Arte den wundervollen Film "Nanouk" gesehen habe. Nanouk lebt in Jakutien in der Eiswüste (ich habe jetzt nicht mehr herausfinden können, welchem indigenen Volk er angehört). Nach dem Tod seiner Frau will er sich zu seiner Tochter aufmachen, die in eine Ortschaft in der Nähe gezogen ist, um in einer Diamantmine zu arbeiten. Vor dem Verlassen seiner Jurte tötet er seinen Schlittenhund, vermutlich um ihn nicht dem Verhungern auszusetzen. Die Tötung wird nicht gezeigt, aber man sieht, wie er mit dem Messer auf den Hund zugeht und danach die Jurte allein verlässt. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das nun besonders unmenschlich oder menschlich finde.