4. Leseabschnitt: Drittes Buch - Warten auf den Tod (S. 311 - 430)

nineLE

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4. November 2019
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Du musst doch denselben Vorgang einfach nur wiederholen:
Du markierst etwas - nutzt das kleine Kommentarfeld - der Text rutscht nach unten ins Eingabefeld - du schreibst deinen eigenen Post - dann scrollst du wieder nach oben - markierst erneut - ....

Erst zum Schluss tippst du das blaue "Antworten"-Feld an. Das ist alles.
Du bist wirklich sehr geduldig mit mir meine liebe, indes mir fehlt selbige und das wird das Problem bei der Ausführung sein, aber ich probiere es alsbald! Danke, erneut.
 
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nineLE

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4. November 2019
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Das habe ich anders verstanden: Er hatte zwei Teatamente mit unterschiedlichen Begünstigten. In seinen letzten Lebensminuten wollte er eines davon vernichten. Dazu brauchte er Marys Hilfe. Die Scheine und Münzen hat er ihr nur als Bestechung angeboten, damit sie ihm zu Willen war. Mit Gutmenschentum hatte das nichts zu tun.
Ja, das sehe ich auch so.
Eliot lässt uns Interpretationsspielraum, daher gibt es so intensive Diskussione
Absolut, ja dem kann ich nur zustimmen. Bestimmt gewollt, denke ich!
Du musst doch denselben Vorgang einfach nur wiederholen:
Du markierst etwas - nutzt das kleine Kommentarfeld - der Text rutscht nach unten ins Eingabefeld - du schreibst deinen eigenen Post - dann scrollst du wieder nach oben - markierst erneut - ....
Und tatata... ich hab´s geschafft, denke ich. Danke für eure Erklärungen!
@Querleserin @Literaturhexle @ElisabethBulitta
 

nineLE

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4. November 2019
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War es nicht Wills Mutter, nicht die Großmutter, da er doch der Neffe C.s ist und sie die Schwester von C.s Mutter: [zitat]Ihre ältere Schwester... Meine Tante hat unglücklich geheiratet.[/zitat] (S.111), sagt Casaubon gegenüber Doro, als sie im Bogenzimmer das Porträt seiner Familie/Mutter/Schwester betrachten.

Andererseits (S.260), Will zu seinem deutschen Freund Naumann in Rom:
[zitat] Ich sage dir, er ist mein Vetter zweiten Grades...[/zitat] Ich bin verwirrt...
Ich bin jetzt viel weiter, verstanden habe ich das Verwandschaftsverhältnis ehrlicherweise immer noch nicht!
 

nineLE

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Gleichzeitig zeigt die Szene, wie geschickt Ross die Tränen einsetzen kann - eine Waffe, der Lydgate nicht entgegensetzen kann. Ich sehe die Szene - mit dem Wissen, wie es weitergeht, inzwischen weniger romantisch.
Ich finde es-ebenso wie du- auch nulllkomma null romantisch, kennt man ja die Masche, ja als solche möchte ich es bezeichnen! Was für mich auch der Satz beweist:[zitat] In diesem Augenblick war sie so natürlich, wie sie es zuletzt mit FÜNF jahren gewesen war... [/zitat]

Halleluja, alles Berechnung um ihrem Ziel, L. zu ehelichen, näher zu kommen und... tatata: [zitat]nach einer halben Stunde verließ er das Haus als verlobter Mann, dessen Seele ihm nicht selbst gehörte... [/zitat]
 

SuPro

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Ich bin jetzt viel weiter, verstanden habe ich das Verwandschaftsverhältnis ehrlicherweise immer noch nicht!

Ganz einfach:
Casaubon hatte eine Mutter.
Diese Mutter hatte eine Schwester: Julia.
Julia ist also Casaubon’s Tante (die enterbt wurde, weil sie einen armen polnischen Flüchtling heiratete).
Julia hatte einen Sohn - Will‘s Vater. Dieser Sohn ist der Vetter von Cadaubon. Der Vetter 1. Grades.

Will ist also der Vetter 2. Grades von Casaubon.

Casaubon‘s Tante Julia ist die Großmutter von Will.
 

Wandablue

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ABER: es erfordert Geduld, viele solcher zusammen getragenen Beiträge, wirst du daher voraussichtlich von mir nicht finden, hüstel...

Gratuliere: du hast es geschafft!

Hier schreibst du kürzer:
Jede Testamentsänderung muss wieder notariell beglaubigt werden (oder zwei Zeugen haben), sonst gilt sie nicht. Das soll vor übereilten Kurzschlusshandlungen schützen.
 

nineLE

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Ganz einfach:
Casaubon hatte eine Mutter.
Diese Mutter hatte eine Schwester: Julia.
Julia ist also Casaubon’s Tante (die enterbt wurde, weil sie einen armen polnischen Flüchtling heiratete).
Julia hatte einen Sohn - Will‘s Vater. Dieser Sohn ist der Vetter von Cadaubon. Der Vetter 1. Grades.

Will ist also der Vetter 2. Grades von Casaubon.

Casaubon‘s Tante Julia ist die Großmutter von Will.
Casabouns Tante Julia ist Wills Großmutter, okay...
 
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Gratuliere: du hast es geschafft!

Hier schreibst du kürzer:
Jede Testamentsänderung muss wieder notariell beglaubigt werden (oder zwei Zeugen haben), sonst gilt sie nicht. Das soll vor übereilten Kurzschlusshandlungen schützen.
Ja und nein, es gibt viele Leute, die wissen gar nicht, das man eine notarielle Beurkundung braucht, es wird der Wille des Erblassers ausgelegt und dabei gilt das Neuere...
 

Literaturhexle

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Ja und nein, es gibt viele Leute, die wissen gar nicht, das man eine notarielle Beurkundung braucht, es wird der Wille des Erblassers ausgelegt und dabei gilt das Neuere...
Man braucht doch nicht zwingend ein notarielles Testament: man kann es auch handschriftlich verfassen mit Datum und Unterschrift. Dann wird es nach dem Tod beim Amtsgericht "eröffnet". Das Amtsgericht wird also prüfen, welches bei mehreren Dokumenten das Richtige ist. Natürlich ist die notarielle Form sicherer, weil der letzte Wille dann dort hinterlegt wird, keine Formfehler entstehen können und er nicht verschwinden kann. Diese Variante ist allerdings auch nicht billig.
Meine Eltern haben es handschriftlich gemacht und alles ging glatt ;)
 

nineLE

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Man braucht doch nicht zwingend ein notarielles Testament: man kann es auch handschriftlich verfassen mit Datum und Unterschrift. Dann wird es nach dem Tod beim Amtsgericht "eröffnet". Das Amtsgericht wird also prüfen, welches bei mehreren Dokumenten das Richtige ist. Natürlich ist die notarielle Form sicherer, weil der letzte Wille dann dort hinterlegt wird, keine Formfehler entstehen können und er nicht verschwinden kann. Diese Variante ist allerdings auch nicht billig.
Meine Eltern haben es handschriftlich gemacht und alles ging glatt ;)
GENAU DAS habe ich ja geschrieben.
 

nineLE

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Ich verstehe das genau anders...:confused:
Ich habe wandablue geantwortet: die sagte man brauche immer eine notarielle Beurkundung oder/und zwei Zeugen DARAUF schrieb ich: ja und nein, es reicht handschriftlich, da EBEN VIELE ERBLASSER gar nicht wissen, dass man einen Notar bräuchte/sollte. Dann wird der WILLE des handschriftlich verfassten Testaments ausgelegt, dass ist exakt dasselbe was du geschrieben hast :eek::confused:
 

Literaturhexle

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Ich habe wandablue geantwortet: die sagte man brauche immer eine notarielle Beurkundung oder/und zwei Zeugen
Es ist mir jetzt ehrlich gesagt zu blöd, noch nachzuschauen, wer wann was geschrieben hat.
Aus Klassikern meine ich auch heraus gelesen zu haben, dass die Regelung FRÜHER anders war. Dort brauchte man entweder den Notar ODER zwei Zeugen. Aber das ist Bücher- und Filmwissen. Darauf will ich mich nicht festlegen. Wandas Kommentar hatte ich deshalb auf die Vergangenheit bezogen verstanden.

Aber lassen wir es gut sein. Die heutige Regelung hat mit dem Buch nichts zu tun.
 

nineLE

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Es ist mir jetzt ehrlich gesagt zu blöd, noch nachzuschauen, wer wann was geschrieben hat.
Aus Klassikern meine ich auch heraus gelesen zu haben, dass die Regelung FRÜHER anders war. Dort brauchte man entweder den Notar ODER zwei Zeugen. Aber das ist Bücher- und Filmwissen. Darauf will ich mich nicht festlegen. Wandas Kommentar hatte ich deshalb auf die Vergangenheit bezogen verstanden.

Aber lassen wir es gut sein. Die heutige Regelung hat mit dem Buch nichts zu tun.

Natürlich hat sie NICHTS mit dem Buch zu tun, ich habe lediglich GEANTWORTET auf den o.g. Kommentar von wandablue, das war alles. Und du hast meine Antwort aufgegriffen und DASSELBE gesagt/gemeint, wie ich: es bedarf keines Notars, der Wille wird (vom AG) ausgelegt, das war ALLES!
Ach wie schade, dass offenbar schon wieder ein, mir unverständliches "Scharmützel" entstanden zu sein scheint, haben wir beide JA EXAKT DASSELBE gemeint und geschrieben! Und dennoch diese Reaktion, auf meine Einlassung... Hingegen, wo ich über Marys Verhalten zur Weigerung der Testamentsvernichtung sinniere und quasi auf eure Meinung gespannt bin, wie ihr das seht, kommt hingegen keine Einlassung...:confused::eek::oops:, schade!
 
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JA und NEIN, grundsätzlich gilt das NEUERE, allerdings und das halte ich hier für wirklich wirklich juristisch schwerwiegend und mir stellen sich die Nackenhaare auf, dass Mary das Zweite nicht vernichtet hat, obwohl sie es sollte. NATÜRLICH verstehe ich ihre Beweggründe, aufgrund ihres ehrenhaften reinen Charakters, in diese widerliche Erbschleichereiangelegenheit (welch Wortwert beim Scrabble!), nicht mit hineingezogen zu werden oder gar der Manipulation verdächtigt zu werden, man stelle sich vor, jemand wäre ins Zimmer gekommen und hätte sie "dabei erwischt", was dann los gewesen wäre, nicht auszudenken, wo sie ja die ganze Zeit ohnedies argwöhnig und eifersüchtig von F.`s Verwandten beäugt wurde bei jedem ihrer Schritte! ABER: Es war der schließlich und schlussendlich der letzte wahre reiflich überlegte Wille des Erblassers und den hat sie sozusagen "vereitelt", denn im wahren Leben, das kann ich euch sagen, kommt es öfter vor, als ihr denkt, dass Erblasser ihren Willen hunderttausendmal ändern, gar in letzter Sekunde... Und so bleibt mir immer ein, "was wäre gewesen, wenn"... Gschmäckle, wie man so sagt...
Das hat mich auch umgetrieben. Denn eigentlich sollte doch dem Willen des Erblassers zur Geltung verholfen werden. Wenn er das neuere Testament vernichten will, um die alte Regelung wieder in Kraft zu setzen, so hätte Mary ihm dabei helfen sollen.

Allerdings...

wenn sich einer Spielchen erlaubt und gern zwei Testamente in der Hinterhand behält, muss er auch damit rechnen, dass er an seinem zuletzt geäußerten Willen festgehalten wird - selbst wenn er ihn vllt. wieder ändern will, dann aber nicht mehr in der Lage dazu ist. Es lag ja nahe, dass er kurz vor seinem Ableben nicht mehr aufstehen und die Vernichtung selbst durchführen können würde. Das ist sein und nicht Marys Problem. Das die Arme sich diese Verantwortung in der Schnelle nicht aufhalsen wollte, kann ich daher gut verstehen.
 

Literaturhexle

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Es lag ja nahe, dass er kurz vor seinem Ableben nicht mehr aufstehen und die Vernichtung selbst durchführen können würde. Das ist sein und nicht Marys Problem.
So sehe ich das auch. Wenn, dann hätte Mary sich einen Zeugen hinzu holen müssen. Aber wen auf die Schnelle?! Die ganzen Erbgeier hatten doch eigene Interessen... Da Mary sich auch vom gesellschaftlichen Stand her am niedrigsten befand und man ihr zudem kritisch gegenüberstand, hätte sie unter Druck kaum anders handeln können.
 

ElisabethBulitta

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8. November 2018
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Man braucht doch nicht zwingend ein notarielles Testament: man kann es auch handschriftlich verfassen mit Datum und Unterschrift. Dann wird es nach dem Tod beim Amtsgericht "eröffnet". Das Amtsgericht wird also prüfen, welches bei mehreren Dokumenten das Richtige ist. Natürlich ist die notarielle Form sicherer, weil der letzte Wille dann dort hinterlegt wird, keine Formfehler entstehen können und er nicht verschwinden kann. Diese Variante ist allerdings auch nicht billig.
Meine Eltern haben es handschriftlich gemacht und alles ging glatt ;)

Gut, wenn es nichts zu vererben gibt. :D Quatsch beiseite. Meine Eltern hatten auch nur ein handschriftliches.
 

Querleserin

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30. Dezember 2015
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Wadern
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So sehe ich das auch. Wenn, dann hätte Mary sich einen Zeugen hinzu holen müssen. Aber wen auf die Schnelle?! Die ganzen Erbgeier hatten doch eigene Interessen... Da Mary sich auch vom gesellschaftlichen Stand her am niedrigsten befand und man ihr zudem kritisch gegenüberstand, hätte sie unter Druck kaum anders handeln können.
Dem stimme ich zu, sie hatte Angst, dass man ihr Vorwürfe macht. Und wie hätte das mit dem Geld ausgesehen. Aus ihrer Position heraus hat sie klug gehandelt - und vielleicht ist es besser so ;)