3. Leseabschnitt: Seite 187 bis 261

Wandablue

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Brandenburg
Willie und Lester suchen sich Arbeit in Linden Hills.
Einige der Bewohner werden näher beleuchtet, der Rev. Hollis ist ein Alki; ich werde nicht recht schlau daraus, warum er Theologie studierte und Pfarrer wurde. Irgendwie spürt er eine Kraft, die von den Gläubigen ausgeht. Er hat auf eigene Kosten eine Weihnachtsfeier für "die Armen" organsiert, Willie schwärmt davon, während Lester nur Verachtung dafür übrig hat.
Schöner Satz für Lesters Schwester: "Man wird nicht fett, wenn man beim Essen nicht gesehen wird". *kicher*.
Xavier betrügt Roxanne nur aus Gründen, die nur ihm bekannt sind; eigentlich liebt er sie, aber da ist das soziale Prestige, das es zu wahren gilt.
Willie ertappt Nedeed bei irgendwas, was ihm nicht ganz klar ist. Mir auch nicht. Aber die Spannung erhöht sich. Nedeed ist pervers, das steht mal fest.
Schon seltsam, dass Gloria einen Roman schreibt, bei dem der Böse der schwarze Mann ist und immer noch hab ich Dantes Inferno nicht gegoogelt.
Fein herausgearbeitet, dass die Reichen nur hinter Zäunen und mit Polizeiaufgebot existieren (können) und Übergriffe auf schwarze Menschen einfach nur deshalb passieren (können), weil sie schwarz sind. Diese Problematik haben wir ja immer noch. Wenn mehr Schwarze im Polizeidienst wären, würde sich das Ganze relativieren. Nehme ich mal an.
 

Renie

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19. Mai 2014
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Essen
renies-lesetagebuch.blogspot.de
Fein herausgearbeitet, dass die Reichen nur hinter Zäunen und mit Polizeiaufgebot existieren (können) und Übergriffe auf schwarze Menschen einfach nur deshalb passieren (können), weil sie schwarz sind. Diese Problematik haben wir ja immer noch. Wenn mehr Schwarze im Polizeidienst wären, würde sich das Ganze relativieren. Nehme ich mal an.
Dieser Übergriff auf Lester und Willie ist nicht aufgrund der Hautfarbe passiert, sondern weil sie allein und zu Fuß in einer Privatgegend unterwegs sind. Einer der Polizisten war übrigens vermutlich ein Weißer (blaue Augen). Das war für mich das eigentlich Schräge. Die Linden Hillies "halten" sich weiße Wachhunde.
Und die Behauptung, dass bei mehr Schwarzen im Polizeidienst die Übergriffe auf Schwarze zurückgehen geht nur dann auf, wenn es keine Schwarzen sind, wie die Linden Hillies, die den Anspruch haben, die "besseren" Weißen zu sein und somit ihre Arbeit mit 150%iger Strenge gegenüber Menschen mit gleicher Hautfarbe machen.
 

Renie

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Bei der nächsten Mrs. Luther (Evelyn Creton) dachte ich doch glatt, dass sie ihren Göttergatten vergiften will. Aber scheinbar wollte sie die körperliche Anziehungskraft, die sie auf ihren Mann ausgeübt hat, erneuern. Das dumme und verzweifelte Ding. Wie konnte sie nur annehmen, dass Luther eher an ihren körperlichen Reizen als an ihrem Genpool interessiert war?
Ich hoffe, dass die aktuelle Mrs. Luther ein paar Anregungen aus der Lektüre der Zutatenlisten mit sich nimmt. Insbesondere mit der Blausäure ließe sich doch einiges machen.

Plötzlich taucht übrigens Freund Norman wieder auf. Ihn und seine Ruth hatte ich völlig vergessen. Ich würde im Übrigen gern manchem Charakter wieder begegnen, Maxwell Smyth z. B.. Aber viele der Charaktere verschwinden wieder in der Versenkung, nachdem wir uns einen Abschnitt lang ein Bild von ihnen machen durften. Vermutlich sind sie austauschbar und müssen daher nicht weiter vertieft werden.
 

Sassenach123

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27. Dezember 2015
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Die Szene im Auto, als Willie über die Erlebnisse mit seinem Alkoholkranken Vater nachdenkt, hat mich sehr berührt. Kinder sollten so etwas nicht erleben müssen, aber dabei spielt die Hautfarbe keine Rolle, diesem Laster verfallen sowohl Schwarze als Weiße.
Das mit Hollis ein weiterer Charakter eingeführt wird, macht die Sache zwar noch komplizierter, aber ich halte ihn für wichtig, wegen seines Hasses auf Luther. Dieser Konkurrenzkampf könnte noch spannend werden
 

Sassenach123

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Man wird nicht fett, wenn man beim Essen nicht gesehen wird". *kicher*.
Ich wusste schon immer, dass ich etwas falsch mache:cool:
Bei der nächsten Mrs. Luther (Evelyn Creton) dachte ich doch glatt, dass sie ihren Göttergatten vergiften will.
Ging mir ähnlich, dabei wollte sie wohl nur das perfekte Geschmackserlebnis, dem er nicht wiedersehen kann. Aber warum in solchen Mengen? Damit hätte sie ja eine ganze Kompanie satt bekommen, grübel
 

Wandablue

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Die gute Ms Nedeed hätte eine Art Suppenküche aufmachen können - es gab ja wohl genug Arme, die oben wohnten. Es ist seltsam, die ganzen Nedeesmadams haben nie versucht, was Sinnvolles zu machen, um auszubrechen. Kann ja sein, dass Mr. sie nicht gelassen hätte ... aber es wird auch kein Ansatz dazu geschildert.
 

renee

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Ich würde im Übrigen gern manchem Charakter wieder begegnen, Maxwell Smyth z. B.. Aber viele der Charaktere verschwinden wieder in der Versenkung, nachdem wir uns einen Abschnitt lang ein Bild von ihnen machen durften. Vermutlich sind sie austauschbar und müssen daher nicht weiter vertieft werden.
Dies geht mir auch so. Und durch diese vielen erwähnten Personen entsteht auch ein großes Personenkarussel, welches bei mir den Gedanken des Zuviel auslöst. Manchen Personen möchte man wiederbegegnen, doch sie haben nur einen kurzen Auftritt. Doch dieser kurze Auftritt reicht wohl zur Verdeutlichung. Doch zu welcher Verdeutlichung?
 

renee

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Die gute Ms Nedeed hätte eine Art Suppenküche aufmachen können - es gab ja wohl genug Arme, die oben wohnten. Es ist seltsam, die ganzen Nedeesmadams haben nie versucht, was Sinnvolles zu machen, um auszubrechen. Kann ja sein, dass Mr. sie nicht gelassen hätte ... aber es wird auch kein Ansatz dazu geschildert.
Diese Frauen waren wohl anders als diese jetzige Mrs. Nedeed.
 
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renee

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Bei der nächsten Mrs. Luther (Evelyn Creton) dachte ich doch glatt, dass sie ihren Göttergatten vergiften will. Aber scheinbar wollte sie die körperliche Anziehungskraft, die sie auf ihren Mann ausgeübt hat, erneuern. Das dumme und verzweifelte Ding. Wie konnte sie nur annehmen, dass Luther eher an ihren körperlichen Reizen als an ihrem Genpool interessiert war?
Ich hoffe, dass die aktuelle Mrs. Luther ein paar Anregungen aus der Lektüre der Zutatenlisten mit sich nimmt. Insbesondere mit der Blausäure ließe sich doch einiges machen.
Dieser Eindruck des Vergiftens soll ja wohl auch erzeugt werden. Warum? Weil es eine schon mal getan hat? Oder weil die Lesende dies finden soll?
 

renee

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Dieser Übergriff auf Lester und Willie ist nicht aufgrund der Hautfarbe passiert, sondern weil sie allein und zu Fuß in einer Privatgegend unterwegs sind. Einer der Polizisten war übrigens vermutlich ein Weißer (blaue Augen). Das war für mich das eigentlich Schräge. Die Linden Hillies "halten" sich weiße Wachhunde.
Und die Behauptung, dass bei mehr Schwarzen im Polizeidienst die Übergriffe auf Schwarze zurückgehen geht nur dann auf, wenn es keine Schwarzen sind, wie die Linden Hillies, die den Anspruch haben, die "besseren" Weißen zu sein und somit ihre Arbeit mit 150%iger Strenge gegenüber Menschen mit gleicher Hautfarbe machen.
Ja, dies sehe ich auch so. Nicht Schwarz gegen Weiß, aber Reich gegen Arm. Die Angst regiert die Reichen.
 

renee

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Das mit Hollis ein weiterer Charakter eingeführt wird, macht die Sache zwar noch komplizierter, aber ich halte ihn für wichtig, wegen seines Hasses auf Luther. Dieser Konkurrenzkampf könnte noch spannend werden
Hollis, der Gegenspieler Luthers. Hoffentlich! Allerdings warum? Den dies was die Menschen hier tun, machen sie doch selbst, aus eigenem Antrieb. Luther und seine Vorfahren haben ja nur die Örtlichkeit dazu geschaffen und suchen sich ihre Pächter aus. Sonst verkaufen die Menschen ihre Seele ja selbst aus der eigenen Gier, aus einem eigenen Antrieb heraus.
 

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