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3. Leseabschnitt: S. 122 bis 188

Dieses Thema im Forum "Leserunde 'Die Schauspielerin'" wurde erstellt von Literaturhexle, 25. April 2020.

  1. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ja, das tut sie. Ich war von diesen Passagen berührt, sprachlich und inhaltlich.
     
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  2. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Ich finde, dass es Norah sehr wichtig ist herauszufinden, welchen Stellenwert sie bei ihrer Mutter hatte. Das scheint so wichtig für sie zu sein, dass sie die Nachforschungen beginnt. Ich denke sogar, dass sie die Vatergeschichte weit weniger interessiert als herauszufinden, wer die Mutter tatsächlich war. Darum kreist letztlich das Buch genauso wie Norahs Leben.
     
    #42 KrimiElse, 9. Mai 2020
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2020
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  3. KrimiElse

    KrimiElse Bekanntes Mitglied

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    Da bin ich ganz bei dir. Katherine benutzte ihre Tochter als Prahlerei, geschämt hat sie sich nicht. Dennoch fühlt(e) Norah sich abgelehnt, und das schleppt sie mit sich herum.
     
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  4. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Ich kann noch nicht so recht in Worte fassen, warum – aber dieser Abschnitt war für mich bisher deutlich der schwächste. Ich lese jetzt mal eure Kommentare, wahrscheinlich wird es mir dann schon viel klarer, oder vielleicht sehe ich es dann auch anders. (Oft muss sich mein Eindruck erst eine Weile setzen, während ich darüber nachdenke.)

    @SuPro

    Ich denke, da hast du recht, es kommt immer wieder darauf zurück, dass Norah sich Klarheit in dieser Frage wünscht: wer liebt sie oder hat sie geliebt, und umgekehrt?

    Interessant fand ich, dass man das Umdrehen des Fotos ja sehr unterschiedlich sehen kann. Hat Katherine damit wirklich ihre Tochter verleugnet, oder fühlte sie sich nur befangen, sozusagen vor den Augen ihrer Tochter Sex zu haben? Umgekehrt hätte Norah vielleicht auch nicht unbedingt vor einem Bild ihrer Mutter Sex haben wollen...
    Ich vermute, dass Norah Depressionen hat, die sich in dieser grundlegenden Verunsicherung äußern. Vielleicht lag es daran, dass es in den formativen Jahren ihrer Kindheit wenig Stabilität gab?

    Es ist ja sehr unterschiedlich: manche Menschen sagen, ein Kind braucht nicht unbedingt einen Vater, sofern es anderweitig in einer liebenden Umgebung aufwächst. Andere sagen, das Elternteil des anderen Geschlechts ist für die Persönlichkeitsformung eines Kindes immens wichtig – also die Mutter für den Sohn und der Vater für die Tochter. Und wenn dieser Elternteil halt nicht vorhanden ist, hier der Vater, dann soll die Lücke ein Patenonkel oder ein Freund der Mutter füllen.

    Mit Freunden und Kollegen von Katherine hatte Norah ja mehr als genug zu tun, aber ich denke, keiner davon fühlte sich für sie verantwortlich, und viele waren wohl auch ein eher fragwürdiger Einfluss.

    @Literaturhexle

    Der Unfalltod des Vaters könnte direkt aus einem Film stammen, in dem Katherina dann die tragische Hauptrolle als wunderschöne Witwe gespielt hätte.

    Die Geschichte mit Duggan hat etwas von fehlgeleitetem Elektrakomplex. Wahrscheinlich ist ihr selbst nicht ganz klar, warum sie das getan hat...

    Norah hat das alles viel zu lange mit sich herumgetragen. Wie alt war sie noch mal? Über 50, oder? Ich denke, Therapie hätte ich schon viel früher sehr gut getan.

    Ich kann gut verstehen, das Norah missfiel, wie ihre Mutter sich in Irland politisch positionierte. Das Ganze kommt mir kein bisschen echt vor, so wie mir überhaupt Katherines ganzes Leben vorkommt wie eine Filmkulisse. Wobei ich vermute, dass es Katherine selber gar nicht vollends bewusst war.

    @Leseglück

    Ich denke, es kann durchaus beides wahr sein: dass Norah von ihrer Mutter geliebt wurde, und dass Norah für ihre Mutter ein Problem darstellte. Menschen sind zu einem unglaublichen emotionalen Kuddelmuddel fähig.

    @RuLeka

    Vielleicht war Norahs kurze Episode mit Duggan ja auch ihre Art, unterbewusst mit dem abwesenden Vater abzurechnen.

    @Leseglück

    Ja, Ambivalenz ist wirklich ein ständig anwesender Unterton...
    Ich vermute, dass Norah entweder später herausgefunden hat, dass es zwar einen Don gab, er aber aus irgendeinem Grund nicht ihr Vater sein konnte, oder dass sie Anlass hatte, Katherine nicht mehr zu glauben... Vielleicht hat Katherine selber ja irgendwann im Streit zugegeben, dass das gelogen war.

    @RuLeka

    Ich habe oft den Eindruck, dass Katherine sich ihre ganze gefälschte Welt selber glaubt und nur in seltenene Momenten daran erinnert wird, dass sie sich das alles zurechtfabuliert hat.

    @RuLeka + @SuPro

    Das mit den Kuscheltieren hat mich auch stutzen lassen. Die Kuscheltiere benehmen sich daneben, und Norah greift als gestrenge Mutter ein... Fehlt ihr Struktur und Disziplin in ihrem Verhältnis zur Mutter? Ein Kind ganz ohne Regeln kann sich meiner Meinung ungeliebter fühlen als ein Kind überstrenger Eltern.

    @Literaturhexle

    Vielleicht gab es "Don" auch, aber die Trennung war weniger filmreif und wurde von Katherina daher umgeschrieben?

    Ui, jetzt muss ich erstmal weg... Ich lese den Rest der Kommentare später!
     
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  5. parden

    parden Forumlegende

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    3. Abschnitt 'geschafft', yeah!

    Mir gefiel es, dass hier eher Norah im Fokus stand und nicht ihre exaltierte Mutter. Norahs Zerrissenheit und Ambivalenz in vielen Punkten wird deutlich, ihr Gefühl, womöglich nicht wirklich um ihrer selbst willen geliebt worden zu sein. Es liest sich passagenweise, als habe die Autorin einfach runtergeschrieben, was ihr durch den Kopf schoss. Bei alldem, was man hinter den Gedanken vermuten könnte - dazu habt ihr schon viel geschrieben - wirkt es wie mit viel Abstand erzählt, distanziert und reflektiert. Und dadurch eben wenig emotional, was ich auch schade finde.

    Dieser Abschnitt fiel mir etwas leichter, aber ich fühle mich nach wie vor von den ständigen Wechseln von Themen, Personen, Orten und Zeiten erschlagen. Wir sind Zuschauer / Leser eines gigantisch überfrachteten Theaterstücks. Ich habe nie das Gefühl, die 'echten' Personen vor Augen zu bekommen - und wenn das Empfinden kurzzeitig aufkommt, wird es gleich mit dem Gegenteil wieder weggewischt. Mich ermüdet diese Art des Erzählens, auch wenn mir einzelne Sätze bedeutungsvoll erscheinen und vom Schreibstil her durchaus gefallen.
     
    #45 parden, 23. Mai 2020
    Zuletzt bearbeitet: 23. Mai 2020
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