3. Leseabschnitt: Kapitel 9 bis Kapitel 14 (S. 139 bis S. 223)

MRO1975

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11. August 2018
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Eine Zusammenfassung fällt mir hier schwer. Es gab mehrere Verhöre. Die Eltern reisen ab und wieder an. Anwälte tauchen auf. Alex wird obduziert, aber die Familie weiß nach wie vor nicht, was genau passiert ist.

Diese seltsame Szene mit dem Vater, der das Absperrband durchbricht, um seine Wange an das Heck des Wagens zu legen… War das in diesem oder im vorigen Abschnitt? Naja. Jedenfalls habe ich mich gefragt, ob er um seinen Sohn oder den kaputten Wagen trauert oder ob er nur checken wollte, ob irgend etwas, was sich im Wagen hätte befinden können, noch dort oder weg ist? (Alex war ja unterwegs, um etwas für ihn zu erledigen.)

Außerdem knickt Bea langsam ein. Erst bucht sie ein Auto mit dem Geld des Vaters, dann nimmt sie sein Geld für die Taxifahrt. Sie scheint ihn persönlich nicht so sehr zu hassen, wie ich am Anfang glauben gemacht wurde. Zumindest entschuldigt sie ihre Geldannahmeschwäche damit, dass sie ihrem Vater einen Gefallen tun und ihm Sorgen abnehmen will.
 

Anjuta

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8. Januar 2016
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Bea nimmt nicht nur langsam immer mehr Hilfe von ihrem Vater an, sie wird mir auch immer unglaubwürdiger hinsichtlich ihres Verhaltens gegenüber der Polizei. Die mag ja langsam und nicht sehr effizient sein, aber se macht mit den Fragen, die sie stellen, hauptsächlich eben ihre Arbeit. Und Bea als Tochter aus gutem Hause meint eben, sie müssten ganz anders behandelt werden. Da pocht sie auf Privilegien, die sie normalerweise ablehnt.
und - es tut mir leid - weiterhin streiche ich mir vor allem Textstellen an, die ich ob ihrer Plattheit einfach nicht überlesen kann
Es fiel Bea leicht, sie zu ignorieren, doch die anderen kreisten um sie wie die Satelliten, so als hätte ihr winziger Körper eine Gravitationskraft. sie schauten zu ihr, tauschten Blicke.
Sie fühlte sich an als würde man ihr rechts und links Gabeln in die Schläfen bohren. Sie musste mit den Händen prüfen, ob dort wirklich nichts war.
Es tut mir leid, das ist mir einfach zu dick aufgetragen und platt ohne Ende.
 

Literaturhexle

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2. April 2017
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Zumindest entschuldigt sie ihre Geldannahmeschwäche damit, dass sie ihrem Vater einen Gefallen tun
Hihi! Das passt ja! Genau das hatte ich am Ende des letzten LA vermutet. So kann man sich sein Handeln immer schön reden: man tut es zum Gefallen anderer und VÖLLIG selbstlos. Man darf sich also schon fragen, inwiefern Beas künstliche Armut der inneren Überzeugung oder einer demonstrativen Fassadenhaltung entsprach. So richtig "echt" wirkte sie nicht auf mich.
 

Yolande

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13. Februar 2020
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Ich finde die Geschichte und das Verhalten der Protagonisten äußerst merkwürdig.


Jedenfalls habe ich mich gefragt, ob er um seinen Sohn oder den kaputten Wagen trauert oder ob er nur checken wollte, ob irgend etwas, was sich im Wagen hätte befinden können, noch dort oder weg ist? (Alex war ja unterwegs, um etwas für ihn zu erledigen.)
Ich hatte auch den Eindruck, dass er eher nachschauen wollte, ob noch irgendetwas (Belastendes?) Im Kofferraum ist. Griff trauert meiner Meinung nach nicht, er ist eher wütend auf Alex, weil er ihm "Arbeit" macht. Bei Liv bin ich mir auch nicht so sicher, das wirkt doch alles sehr theatralisch und aufgesetzt, kann aber auch daran liegen, das die Figuren alle nicht so richtig echt auf mich wirken.
Und Bea als Tochter aus gutem Hause meint eben, sie müssten ganz anders behandelt werden. Da pocht sie auf Privilegien, die sie normalerweise ablehnt.
Sie verhält sich auch anders, Dan bemerkt es ja auch, wie sicher sie sich in dem elitären Umfeld z.B. des Hotel benimmt, trotz ihrer ärmlichen Kleidung. Und Dan scheint daran Geschmack zu finden, sich in einer solchen Umgebung aufzuhalten und so "reich" behandelt zu werden.
Ich bin jetzt echt mal gespannt, welche Geheimnisse sich um den Tod von Alex ranken.
Interessant finde ich, dass die Autorin immer so betont, dass die französischen Behörden, bzw. die Polizei sich nicht so rücksichtsvoll verhalten würden wie in England. Ob sie wohl schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat oder sind das die üblichen britischen Vorurteile gegenüber den Frankreich?
 
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Xanaka

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12. Juli 2015
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Außerdem knickt Bea langsam ein. Erst bucht sie ein Auto mit dem Geld des Vaters, dann nimmt sie sein Geld für die Taxifahrt. Sie scheint ihn persönlich nicht so sehr zu hassen, wie ich am Anfang glauben gemacht wurde. Zumindest entschuldigt sie ihre Geldannahmeschwäche damit, dass sie ihrem Vater einen Gefallen tun und ihm Sorgen abnehmen will.
Ich glaube Beas Hass bezieht sich eher auf die Mutter. Was sie für ihren Vater empfindet? Ich glaube, es ist schwer nachzuvollziehen. Sie wird immer das 5. Rad am Wagen gewesen sein. Das hässliche Kind und wahrscheinlich von niemand so richtig wahrgenommen und geliebt.
 
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Xanaka

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12. Juli 2015
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Diese seltsame Szene mit dem Vater, der das Absperrband durchbricht, um seine Wange an das Heck des Wagens zu legen… War das in diesem oder im vorigen Abschnitt? Naja. Jedenfalls habe ich mich gefragt, ob er um seinen Sohn oder den kaputten Wagen trauert oder ob er nur checken wollte, ob irgend etwas, was sich im Wagen hätte befinden können, noch dort oder weg ist? (Alex war ja unterwegs, um etwas für ihn zu erledigen.)
Diese Szene fand ich auch sehr merkwürdig. Aber im Nachhinein denke ich, dass der Vater vielleicht wirklich etwas sehr wichtiges gesucht hat. Denn er hatte ja Alex weggeschickt, damit er noch etwas für ihn erledigt.-
 
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Wandablue

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@Anjuta.
Muss dir leider rechtgeben.
Ein paar habe ich auch aufgeschrieben:

- "als hätte man ihr die Innereien herausgenommen."
- "Bea kam es so vor als wäre ihr Gehirn tiefgefroren.
- "beobachtete sie mit eiskaltem Herzen"
- "Tiefdunkles Blut wallte ihm ins Gesicht."

So was o.ä. findet man quasi auf jeder Seite.

Jetzt zum Inhalt: Ich begreife nicht, warum die alle so erschöpft sind, sie tun nichts anderes als herumzusitzen und ein paar Fragen zu beantworten. Und wenn es auch mies ist, dass die Polizei keine Auskunft gibt, wenn man nichts zu verbergen hat, ist das doch nichts Großartiges.

Es wird mal kurz angedeutet, wie Griff sein Geld verdient. Er scheint ein Miethai erster Ordnung gewesen zu sein.
Bea hat mehr Probleme mit der Mutter. Aber mehr Hintergründe als die, die wir schon wissen, erfährt man nicht.

Die Dialoge sind grottig.

Franzosen und Engländer können sich ja schon so nicht leiden. Dass man den Angehörigen so gar nichts sagt, kommt mir seltsam vor. Sie haben 2 Anwälte dabei und bekommen keine Auskunft. Sehr sehr seltsam.

Sehr gut die Beobachtung von Dan, dass er sich in Gegenwart Griffins sicher fühlt. Es ist ja so, dass selbst die Mafiosie "gut" zu ihren Familien sind. Wenngleich Gehorsam gefordert ist. Schade, dass ich die Autorin dieses Themas, Geld, Macht, Autorität, Loyalität innerhalb einer Familie nicht annimmt und sehr an der Oberfläche bleibt.
Jedenfalls managt Griffin die Familie und die Familienkatastrophen. Er ist der Macher. Und eigentlich anerkennt auch Bea das. Manchmal benimmt sie sich lächerlich, z.B. als sie Papa das Geld fürs Taxi zurückbezahlen möchte.

Mal sehen, ob noch irgendwas Gewichtiges kommt, das den Inhalt aus der völligen Belanglosigkeit reißt.

Warum denkt eigentlich keiner darüber nach, das Hotel Bea und Dan zu geben?
 
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Wandablue

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Sie verhält sich auch anders, Dan bemerkt es ja auch, wie sicher sie sich in dem elitären Umfeld z.B. des Hotel benimmt, trotz ihrer ärmlichen Kleidung.
Ich bemerke nichts Ungewöhnliches. Sie gibt eine Bestellung auf. Sie macht sich in der Toilette bisschen frisch. Was ist da sicheres Benehmen? Das würde doch jeder tun.

Irgendwo werden die Gegensätze arm reich daran festgemacht, dass die einen ungekämmt und unrasiert sind (Bea und Dan) und die anderen gestylt. Das hat eher was mit Lebensgefühl zu tun. Auch wenn man nicht viel Geld hat, könnte man gekämmt und rasiert sein. Durchaus. Ich halte es für möglich ;-).
 
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Renie

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Ich begreife nicht, warum die alle so erschöpft sind, sie tun nichts anderes als herumzusitzen und ein paar Fragen zu beantworten.
Ich frage mich auch immer, warum mich meine Arbeit so erschöpft. Seit einem Jahr sitze ich im Homeoffice an meinem Schreibtisch rum und unterhalte mich mit Kollegen, Chefs und Kunden. Was die aber auch immer von mir wissen wollen:rolleyes:

Ernsthaft, seelischer Stress ist brutal erschöpfend, Da sich hier alle in seelischen Ausnahmesituationen befinden, kann ich die Erschöpfung der Figuren gut verstehen.
 

Renie

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In diesem LA verändern sich die Figuren und ich frage mich, ob das, was wir bisher bei den einzelnen Figuren bisher erlebt haben, Fassade ist.
Bea verliert ihre Bescheidenheit und fügt sich hervorragend in das Wohlstandsambiente ein. Der Gedanke von Dan, dass "nur ein Mädchen, das mit dem goldenen Löffel im Mund geboren war", Missachtung für den Luxus demonstrieren kann, hat für mich ein Geschmäckle. Lese ich da etwa Missgunst gegenüber seiner Angetrauten?
Dan findet Geschmack an dem Lifestyle und schlägt sich sogar langsam auf die Seite seines Schwiegervaters. Griff hat das ganz clever gemacht. Er führt mit seinem Schwiegersohn ein vertrauliches Gespräch, gibt Dan gegenüber ein bisschen aus dem Griffschen Seelenleben Preis und schon hat er ihn. Ich schätze mal, dass sich Dan geschmeichelt fühlt, weshalb er Griff gegenüber wohlwollender auftritt. Allerdings hat sein Wohlwollen etwas von einem Hund, der seinem Herrchen hinterherhechelt, in der Hoffnung, eine Streicheleinheit zu bekommen. Meine Güte ist das manipulativ! Und schon fühlt sich Dan dazugehörig und das gibt ihm ein gutes Gefühl. Endlich!
Denn mir kann doch keiner erzählen, dass der Immobilienmakler Dan nicht genau wusste, wer Griff Adamson ist, als er Bea kennengelernt hat. Jetzt hatte er schon in die richtige Familie reingeheiratet und hatte aber bisher nichts davon, weil Bea ohne das Geld ihrer Familie klarkommen wollte (Pluspunkt von mir für sie). Endlich tut sich etwas im Leben von Dan, der aus einfachen Verhältnissen kommt. Es geht aufwärts.
 
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Wandablue

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Ich frage mich auch immer, warum mich meine Arbeit so erschöpft. Seit einem Jahr sitze ich im Homeoffice an meinem Schreibtisch rum und unterhalte mich mit Kollegen, Chefs und Kunden. Was die aber auch immer von mir wissen wollen:rolleyes:

Ernsthaft, seelischer Stress ist brutal erschöpfend, Da sich hier alle in seelischen Ausnahmesituationen befinden, kann ich die Erschöpfung der Figuren gut verstehen.
Also echt, Renie. Es ist rätselhaft, warum du von dem vielen Rumsitzen erschöpft bist. Steh mal auf und mach paar Kniebeugen, dann vllt.

Es geht ja nicht um tatsächliches Sosein, sondern darum, wie die Autorin die Verhältnisse darstellt. Und ich gewinne den Eindruck, dass die Figurinen nie was tun. Sie fahren völlig kopflos von A nach B, unterhalten sich kaum und beantworten ein paar Fragen auf der Polizeistation. zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht ersichtlich, wie lange das jeweils dauert noch dass jemand verdächtigt wird. Bea telefoniert kopflos rum und schläft. Sonne und Sex.

Von Trauer und Trauerbewältigung ist seitens der Autorin nicht viel die Rede. Ich kann mich von der Schreibweise her nicht besonders in die Personen einfühlen. Ich vergleiche das Buch von der Thematik "Trauer" her mal mit Isabel Bogdans Roman "Laufen". Da habe ich innere Vorgänge gefühlt und nachvollzogen. Hier ist das leider nicht so.
 
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Renie

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Also echt, Renie. Es ist rätselhaft, warum du von dem vielen Rumsitzen erschöpft bist. Steh mal auf und mach paar Kniebeugen, dann vllt.

Es geht ja nicht um tatsächliches Sosein, sondern darum, wie die Autorin die Verhältnisse darstellt. Und ich gewinne den Eindruck, dass die Figurinen nie was tun. Sie fahren völlig kopflos von A nach B, unterhalten sich kaum und beantworten ein paar Fragen auf der Polizeistation. zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht ersichtlich, wie lange das jeweils dauert noch dass jemand verdächtigt wird. Bea telefoniert kopflos rum und schläft. Sonne und Sex.

Von Trauer und Trauerbewältigung ist seitens der Autorin nicht viel die Rede. Ich kann mich von der Schreibweise her nicht besonders in die Personen einfühlen. Ich vergleiche das Buch von der Thematik "Trauer" her mal mit Isabel Bogdans Roman "Laufen". Da habe ich innere Vorgänge gefühlt und nachvollzogen. Hier ist das leider nicht so.
"Kopflos" ist für mich der richtige Begriff. Die Figuren haben überhaupt keine Zeit zu trauern. Hinzu kommt die Ungewissheit, was die Ermittlung betrifft. Ich nehme Bea ihre Kopflosigkeit ab. Da Bea bisher die einzige Figur ist, bei der die Autorin unter die Oberfläche geht, erwarte ich auch nicht, dass wir erfahren, wie der Rest der Familie damit umgeht. Es gibt nur 2 Perspektiven: Dan und Bea. Vom Seelenleben der anderen erfahren wir nichts, abgesehen durch die gefärbte Draufsicht von Dan und Bea. Ich lese das Buch auch nicht, um zu erfahren, wie die Protas trauern. Ich lese das Buch, weil ich Geheimnisse wittere und gespannt bin, als welche Menschen sich die Figuren am Ende zeigen werden.
 
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Amena25

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23. Oktober 2016
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In diesem LA verändern sich die Figuren
Das finde ich auch am interessantesten - wie sich Bea, Dan, sogar Griff ganz allmählich verändern...
Insgesamt finde ich die Lektüre nicht so schlecht, wie manch andere hier, aber richtig fesseln kann sie mich auch nicht. So einiges passt nicht richtig zusammen, ich bin mir aber noch nicht gsanz im Klaren, woran es liegt.
 

MRO1975

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Da hast du recht. In der Sache ist sie mir auch zu schnell umgefallen. Der Mietwagen hätte nicht sein müssen.
 
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milkysilvermoon

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