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  1. Renie

    Renie Moderator
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    3. Leseabschnitt: Kapitel 3 (S. 70 bis S. 101)
     
  2. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

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    Jetzt findet auch noch die #Metoo-Debatte mit ihren Auswirkungen Einzug in den Roman. Der unliebsame Außenminister kann so mit dem "metaphorischen Arsenal zweckentfremdeter Waffen", das das moderne gesellschaftliche Leben zur Verfügung stellt, aus dem Rennen geworfen werden. Es wird für mich immer platter. Die Fiktionierung der Realität in Romanform lässt für mich deutlich zu Wünschen übrig. Es unterhält, aber bietet wirklich wenig Neues und Zusätzliches an Erkenntnissen zu dem, was nicht auch die aktuelle Berichterstattung bringt. Mir fehlt der Mehrwert. Bei diesem Thema bevorzuge ich die non-fiktionale Pressearbeit über das reale Geschehen.
     
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  3. MRO1975

    MRO1975 Aktives Mitglied

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    Im Mittelpunkt dieses LA stehen wohl mehr die Mittel mit denen hier gekämpft wird. Die Ausschlachtung des Unfalls als Angriff und das Zerwürfnis mit den Franzosen, weil man in solchen Zeiten „einen guten Feind“ braucht. Plakativ auch die (Aus-)Nutzung der Medien und die Verquerung sämtlicher Kommunikation durch Medien wie Twitter.

    Ich muss @Anjuta hier recht geben. Die Anspielungen, auch auf den amerikanischen Präsidenten T, sind etwas platt, wenn auch unterhaltsam. Bleibt die Frage: Beschränkt sich die Novelle auf die Anprangerung der Misstände oder kommt noch etwas?
     
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  4. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Ich kann mich euren Beiträgen nur anschließen, letztlich ist man damit beschäftigt permanent die Parallelen zur Realität herzustellen, dann kann ich auch die aktuelle Berichterstattung verfolgen. Auch die Mittel, mit denen gekämpft wird, sind spätestens seit „House of cards“ hinreichend bekannt und ebenfalls präsent. Mit fehlt der Bezug zu deren Kakerlaken, warum dieser „Umweg“? Bin auf den letzten Abschnitt gespannt, im Moment beschleicht mich eher das Gefühl, McEwan habe schnell und zeitnah publizieren wollen und das geht zu Lasten der Literarizität.
     
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  5. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

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    Diese Vermutung kam mir auch sehr schnell. Geschichten kann er eigentlich besser konstruieren.
     
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  6. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Auf jeden Fall, zur Konstruktion brauchst aber auch Raum, damit sich die Figuren entfalten können. Der ist definitiv nicht gegeben!
     
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  7. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Bekanntes Mitglied

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    Unsere Kakerlake stürzt alles ins Chaos, macht einen schlechten Job und will mit dem Kopf durch die Wand. Dabei nutzt sie die Medien, die ihr zur Verfügung stehen, was durchaus real ist. Aber es stimmt. Es ist ein wenig platt. Letztendlich agiert der Premier einfach wie ein dummer, oberflächlicher Mensch. Von Insekt(en) weit und breit keine Spur ... Nun ja, sprachlich gefällt's mir, amüsant ist es auch in gewisser Weise (der zumindest zum Haareraufen), aber ansonsten?

    Bin gespannt, wie die Affäre endet.
     
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  8. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Während ich den zweiten Abschnitt noch recht amüsiert gelesen habe, wurde mir hier alles doch zu platt und eindimensional dargestellt.
    Die Kakerlaken-Herkunft spielt keine Rolle mehr, abgesehen von den Pheromonen und der Frage an den amerikanischen Präsidenten, ob er mal 6 Beine gehabt habe:confused:.

    Eine Aufzählung unterschiedlichster Machenschaften, um politische Ziele zu verwirklichen, Widersacher zu diffamieren oder auszuschalten und international passende Konflikte zu fingieren wurden beschrieben. Ohne schöne Sätze, ohne Esprit. Selbst ein Selbstmord wird noch ausgeschlachtet mit Hilfe der Medien. Über einen aktiven Mordplan wird zumindest nachgedacht...

    Der amerikanische Präsident sehr gut zu erkennen: Twitter, Kapital, Opportiunismus.

    Schade, im Grunde fing die Geschichte ganz unterhaltsam an. Dieser Teil war mir aber zu abgedreht.
     
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  9. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

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    Das der Außenminister Jims Plan noch gefährlich werden könnte, hatte ich vermutet. Auch bei Jim habe ich das Gefühl, das er nicht mehr ganz so souverän ist wie ganz am Anfang. Ich bin gespannt wie das Volk, die Anhänger des Außenministers aber auch Jims Anhänger mit dem Artikel umgehen? Ich war er staunt das Jim sogar an Mord denkt nur um seinen Widersacher loszuwerden.

    Die Beschreibung des amerikanischen Präsidenten fand ich absolut treffend. Nur das er ihm die Frage nach den sechs Beinen gestellt hat, hat mich etwas erstaunt.
    Die Sprache finde ich nach wie vor nicht einfach, man muss shcon ganz bei der Sache sein. Ich dachte da schon das da schon etwas mehr Satire in dem Buch enthalten wäre.

    Also bisher gehört das Buch nicht zu meinen Lieblingslektüren, mir fehlt da doch an vielen Stellen der Witz, den ich eigentlich aus dem Klappentext vernommen hatte. Ich vermute auch wie Anjuta, das er dieses Buch schnell auf den Markt werfen wollte und vielleicht doch die Zeit zu kurz war.
    Zwar gibt es immer noch viele Paralellen zur Realität, aber man hätte das durchaus humorvoller darstellen können. Aber da es für mich das erste Buch dieses Autors ist, weiß ich natürlich nicht ob das vom Autor gewollt war. Allerdings die ganze Umwandlung der Kakerlake und die Geldumkehr würde das ja anbieten.
     
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  10. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Bekanntes Mitglied

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    Das fand ich beim Lesen - aber vielleicht bin ich da ja ein wenig naiv - ein wenig übertrieben. Ich weiß, dass mit harten Bandagen gekämpft wird. Ich weiß auch, dass Mord als Mittel der Politik durchaus "legitim" war und in manchen Gegenden immer noch ist. Aber dennoch ...
     
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  11. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

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    Ich würde es so herum sehen: Den Raum hat er sich nicht genommen.
     
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  12. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Da hast du Recht! Schade. :(
     
  13. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Ich empfand ebenso die Mittel, mit denen gekämpft wird, hier im Vordergrund stehend, so heißt es zum Beispiel auch auf S. 96

    In diesem Moment, beim Ränkeschmieden, war er ganz er selbst und genoss in vollen Zügen die Freuden der Politik in ihrer reinsten Form: der Durchsetzung von Zielen mit allen verfügbaren Mitteln.


    Ein interessanter Satz wie ich finde!

    Von einigen wird hier der etwas platte Ton kritisiert. Aber ein Herr McEwan wird doch auch mit diesem platten Ton etwas sagen wollen. Wenn ich mir das politische Geschäft anschaue und mir dabei einige unrühmliche Vertreter dieses Geschäfts anschaue (ich sage nur Brasilien,USA,Großbritannien,Italien,Rußland usw.) so fällt mir schon ein etwas platterer Ton in der Politik auf. Etwas was ich aus früherer Zeit und auch von vielen gemäßigteren Politikern nicht kenne. Und ebenso etwas, was der Politik nicht gut tut. Als Politiker sollte man gut abwägen was man sagt und wie man es sagt. Weil in den Händen der Politik viel Macht und damit auch Verantwortung liegt. Weil eben durch unbedachte Äußerungen viel Schaden entstehen kann. Noch schlimmer ist es dann, wenn solche Äußerungen nicht unbedacht sind und damit an der Spitze von Staaten kleine tickende Zeitbomben sitzen. Dieses veranschaulicht dieser Abschnitt in meinen Augen sehr gut. Auch wenn es platt klingt. Aber mal ehrlich, wie oft klingt manches reale in der Politik auch platt. … ???
     
    #13 renee, 10. Dezember 2019
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2019
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  14. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Und damit kritisiert dieses Buch meiner Meinung nach ebenfalls auch viele polemisierende Strömungen. Weil diese noch viel eher bereit sind mit teilweise recht abstoßenden Mitteln zu arbeiten.
     
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  15. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Vielleicht ist die Herleitung folgende. Gerade wenn ich an das Thema Umwelt denke, einige Kreise in der Politik tun sich ja mit diesem Thema schwer, sind für den Schutz unserer Ressourcen nicht zu haben und gefährden damit unser aller Wohl, als ob sie sich damit nicht selbst auch gefährden würden, als ob sie einer anderen Art angehören, einer Art, die fast alles überlebt, die Kakerlake.
     
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  16. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Humorvoll fand ich diesen Abschnitt auch nicht, eher traurig und wütend machend, auch wenn ich weiß, dass vieles so funktioniert und leider sehr nahe an der Realität.
     
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  17. renee

    renee Bekanntes Mitglied

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    Mit diesen Formulierungen macht ihr mich sehr neugierig. Ich muss schnellstens mehr von McEwan vor die Augen kriegen. Welches Buch von ihm ist ein Must Read?

    Ich habe noch zu hause. Was sagt ihr?
     
  18. ElisabethBulitta

    ElisabethBulitta Bekanntes Mitglied

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    Vieles klingt in unserer Politik platt und deplatziert. Keine Frage. Nur ist die Frage, ob der normale Mensch auf der Straße diese Plattheit wahrnimmt, wenn er sie so liest. Denn im Prinzip ist das doch alles nur normal, und die meisten gewöhnen sich sehr schnell um. Vor allem, weil es doch leichter ist, zu reden, wie einem die Schnauze gewachsen ist, statt erst einmal innezuhalten. Oder einen Shitstorm mal eben im Internet loszulassen, statt einmal in Ruhe nachzudenken.
     
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  19. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Zuerst Abbitte
    Die Nussschale hat mir u.a. wegen der kindlichen Perspektive des Ungeborenen nicht gefallen, das aber neunmalklug (also wie ein kluger Erwachsener) war.
    Zementgarten hat mir gut gefallen.
    Herausragend empfand ich Kindeswohl, das fehlt auf deiner Liste.
    Liebeswahn kenne ich nicht.
     
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  20. wal.li

    wal.li Gold Mitglied

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    Ich halte das Buch schon für eine sehr garstige Satire, das kann irgendwie nicht humorvoll sein. Zwar hatte ich auch gedacht, dass das Kakerlakendasein mehr Einfluss auf das Menschendasein hat. Andererseits findet sich die Kakerlake doch gruselig leicht und gut zurecht. Was für eine schauderhafte Vorstellung drängt sich auf. Politiker sind nicht viel anders als Kakerlaken.
    Das Büchlein ist schon recht kurz nach dem vorherigen erschienen, vermutlich war da nicht so viel Zeit, sich ausführlich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Aber schließlich wird in England bald gewählt, da sollte es wohl vorher da sein.
    Für mich ist es so, dass ich vom Brexit im wirklichen Leben eigentlich nichts mehr hören mag und mir dafür die literarische Beschäftigung ganz gut gefällt.
     
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