3. Leseabschnitt: Drittes Buch (Seite 209 bis 314)

alasca

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13. Juni 2022
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Immer noch sprechen May und JB nicht miteinander - die Familienrollen sind fest zementiert. Mays Ehe mit Adam scheint toxisch zu sein; die Art, wie May auf seine physische Annäherung reagiert, Adams Übergriff im Pool. Auch in dieser Familie wieder Teenager, die schwer zu handeln sind - Joshua/Lexi. Lexis extreme Abneigung gegenüber ihrer Mutter. Der Verlust der Gebärmutter symbolhaft?

Diese ständigen Verletzungen von JBs Grenzen, das ist übrigens typisch für Menschen, die ihre Grenze schlecht verteidigen können. Es scheint so zu sein, dass potentielle Angreifer, so wie Adam, das riechen können. Das schwache Tier in der Herde wird als Erstes angegriffen. Insofern sind die geschilderten Übergriffe durchaus schlüssig, nur die Häufung lässt sie unwahrscheinlich erscheinen - was sie aber nicht sind.

Ein weiteres TV-Desaster, weitere missglückte Auftritte in Buchhandlungen, auf der Party. Wir erfahren endlich, was in dem Artikel des NY stand - was für ein Verrat, eine Frau haut die andere in die Pfanne, spricht ihr die eigene Leistung ab, führt sie auf den Sugardaddy zurück - was ist das? Neid? Missgunst? Leider sehr häufig unter Frauen.

Anzeichen eines Übergriffs von Patrick - die blauen Flecken an den Handgelenken. Hat er sie angegriffen, sie hat ihn weggestoßen, dabei ging er über Bord? Oder hat sie ihn gestoßen, er hat versucht, sich an ihr festzuhalten? Aber dann an beiden Handgelenken?

Auch Joany stirbt, die Retterin der Mädchen. Was für ein Trauma für sie, aber JB spricht nur über das Trauma des Vaters.

Die künstlerische Symbiose von JB und Patrick. Allerdings übernimmt sie den Job seiner Assistentin, sich selbst muss sie allein managen. Streit übers Kinderkriegen, Patrick will (also keine Vasektomie!), JB nicht. Was einem Mann ganz selbstverständlich zusteht, die volle Verwirklichung als Künstler, eine Frau muss sich dafür rechtfertigen.

Also doch: Schwanger. Und dann der Anruf, Ergebnis der Autopsie: Verdacht auf Fremdeinwirkung. Haben wir es doch geahnt. Endlich Bewegung in der Story.
 

Bajo

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16. Juni 2023
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Das scheint jetzt auf die Geschichte einer gescheiterten Emanzipation zuzusteuern. Wahrscheinlich hat sie ihn auf dem Schiff mit etwas konfrontiert, das er nicht ertragen konnte. Die Schwangerschaft kann es nicht sein, das ahnt sie erst später.
Gut gefallen hat mir die Story in Sidney mit dem Konflikt zwischen May und Lexie. Wer kennt solche Eltern/Kind Szenen nicht, na ja, vlt. nicht ganz so krass. Allerdings fand ich die Annäherungsversuche von Adam am Pool zu viel. Bevor ich es bis zum Ende las, dachte ich, oh nein, jetzt nicht das auch noch, irgendwie vorhersehbar . Kam mir bei der Schilderung, wie sie früher das Kind verlor, auch etwas zu vorhersehbar vor.
 

Wandablue

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Brandenburg
Ich sag nur eins: ich langweile mich unsäglich. Allein diese Szenen in der Kosmetikabteilung des Kaufhauses. Die MacDonaldsSzene. Die Party, in der sie nicht fähig ist, zu sagen, nein, ich rede mit keinem mehr. Keinem.
Endlose innere Monologe. Langweilig. Langweilig. Langweilig.
Kaum Dialoge. Kaum Handlung, wenn man es genau betrachtet.

Dann natürlich der Umschwung. Untersuchung. Vernehmung. Schwangerschaft. Ich frage immer noch nach den Zuständigkeiten.
Aber das dauerte mir zu lang. Es ist kein Zug da, kein Tempo. Langweilige Innerlichkeiten. Ich mag Innerlichkeiten, wenn sie interessant sind. Diese sind es nicht. Weiteres Wassertrinken. Welche Marke ist es denn, was hat es gekostet (zynisch).
 
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alasca

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Ich sag nur eins: ich langweile mich unsäglich. Allein diese Szenen in der Kosmetikabteilung des Kaufhauses.
Die hatte eine Funktion. Eine weitere Grenzüberschreitung, die sie nicht abwehren kann.
Die MacDonaldsSzene.
Da ging es um May und dass auch sie am Limit ist. Denn sie muss sich mit dem Kind auseinandersetzen. Der Ehemann hält sich raus.
Die Party, in der sie nicht fähig ist, zu sagen, nein, ich rede mit keinem mehr. Keinem.
Siehe oben.
Endlose innere Monologe. Langweilig. Langweilig. Langweilig.
Kaum Dialoge. Kaum Handlung, wenn man es genau betrachtet.
Stimmt.
Dann natürlich der Umschwung. Untersuchung. Vernehmung. Schwangerschaft. Ich frage immer noch nach den Zuständigkeiten.
Aber das dauerte mir zu lang. Es ist kein Zug da, kein Tempo. Langweilige Innerlichkeiten. Ich mag Innerlichkeiten, wenn sie interessant sind. Diese sind es nicht. Weiteres Wassertrinken. Welche Marke ist es denn, was hat es gekostet (zynisch).
:grinning
 

alasca

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13. Juni 2022
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Das scheint jetzt auf die Geschichte einer gescheiterten Emanzipation zuzusteuern.
Sieht sehr danach aus.
Wahrscheinlich hat sie ihn auf dem Schiff mit etwas konfrontiert, das er nicht ertragen konnte.
Oder er sie?
Die Schwangerschaft kann es nicht sein, das ahnt sie erst später.
Gut gefallen hat mir die Story in Sidney mit dem Konflikt zwischen May und Lexie. Wer kennt solche Eltern/Kind Szenen nicht, na ja, vlt. nicht ganz so krass. Allerdings fand ich die Annäherungsversuche von Adam am Pool zu viel. Bevor ich es bis zum Ende las, dachte ich, oh nein, jetzt nicht das auch noch, irgendwie vorhersehbar
Fand ich nicht - oder meinst du, weil diese Ehe so offensichtlich kriselt?
. Kam mir bei der Schilderung, wie sie früher das Kind verlor, auch etwas zu vorhersehbar vor.
Inwiefern?
 

Bajo

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16. Juni 2023
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Nun ist sie also wieder schwanger. Sie hat ein unbewältigtes Problem mit ihrer Mutter, die sie verliess. Ihre Schwester ist unglücklich mit ihrer Familie, das Muttersein macht sie nicht glücklich. Da war für mich klar, sie musste selbst ein Kind verloren haben, worüber sie gar nicht so unglücklich war. Der Konflikt mit P.: er will Kinder mit ihr, darüber hinaus kommt er mit ihrem Erfolg als Schriftstellerin nicht zurecht. Der ganze Plot schreit doch nach einer Story, in dem sich eine ihren Stärken nicht bewusste Frau es nicht schafft, sich zu emanzipieren. Insofern passt es m.E.doch voll ins Bild, dass sie ein Kind verloren hat und sich hierdurch der Konflikt mit P. verstärkt.
 

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Mmh, ich scheine mal wieder in der Minderheit zu sein mit meinem Lesegeschmack, denn ich lese das Buch weiter sehr gerne und es hat für mich durchaus einen Sog. Abgesehen von ein paar Längen, bin ich recht angetan.
Adam nutzt J.B. Schwäche aus. Aber die Ehe scheint generell auch keine Vorzeigeehe...
Die Szene mit Lexi im Mc D. fand ich überzogen, aber durchaus vorstellbar. Dass die Mutter sie erst zurückließ, war schon krass.
Dann eine peinliche Situation für J.B. nach der anderen...
Am Ende die Gewissheit, dass es Fremdeinwirkung war. Ich bin auf die genaueren Zusammenhänge gespannt...
 

Bajo

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. Langweilig. Langweilig. Langweilig
Langweilig finde ich es nicht. Vorhersehbar schon.
Mmh, ich scheine mal wieder in der Minderheit zu sein mit meinem Lesegeschmack, denn ich lese das Buch weiter sehr gerne und es hat für mich durchaus einen Sog. Abgesehen von ein paar Längen, bin ich recht angetan.
Adam nutzt J.B. Schwäche aus. Aber die Ehe scheint generell auch keine Vorzeigeehe...
Die Szene mit Lexi im Mc D. fand ich überzogen, aber durchaus vorstellbar. Dass die Mutter sie erst zurückließ, war schon krass.
Dann eine peinliche Situation für J.B. nach der anderen...
Am Ende die Gewissheit, dass es Fremdeinwirkung war. Ich bin auf die genaueren Zusammenhänge gespannt...
Ich lese es auch gerne. Finde die Kleinteiligkeit sogar gut.
 

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Diese ständigen Verletzungen von JBs Grenzen, das ist übrigens typisch für Menschen, die ihre Grenze schlecht verteidigen können. Es scheint so zu sein, dass potentielle Angreifer, so wie Adam, das riechen können. Das schwache Tier in der Herde wird als Erstes angegriffen
Ja, so scheint es mir auch.
Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob J.B. wirklich so schwach ist, wie es den Anschein hat. Wir werden sehen. Ich bin auf eine größere Überraschung gefasst.
Also doch: Schwanger. Und dann der Anruf, Ergebnis der Autopsie: Verdacht auf Fremdeinwirkung. Haben wir es doch geahnt. Endlich Bewegung in der Story.
Genau. Ich bin so gespannt und habe keine favorisierte Theorie, was wirklich geschah...
Ich lese es auch gerne. Finde die Kleinteiligkeit sogar gut.
Dann bin ich ja doch nicht so ganz alleine. ;)
 

Bajo

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16. Juni 2023
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Es IST schwer. Wenn man diese Störung nicht hat, kann man es schwer nachvollziehen. Es wird ja auch im Text näher erklärt - nicht kränken wollen etc. Das ist doch nichts Neues, dass manche Menschen sich schwer tun, NEIN zu sagen. Vor allem Frauen.
So ist es, leider. Sie ist ja auch traumatisiert durch den Verlust der Mutter und dann noch den Tod der liebevollen Stiefmutter, gibt sich selbst die Schuld. Folge: will gefallen, geliebt werden. All das bekommt sie, als sie P. trifft. Dann entwickelt sie sich beruflich sehr erfolgreich, das kränkt P. Tiefenpsychologisch alles nachvollziehbar. Andere Dinge dagegen sind nicht nachvollziehbar, d. h. unrealistisch: die Vernehmung in Japan, diese merkwürdige Leichenschau.
 

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Patrick. Allerdings übernimmt sie den Job seiner Assistentin, sich selbst muss sie allein managen. Streit übers Kinderkriegen, Patrick will (also keine Vasektomie!), JB nicht. Was einem Mann ganz selbstverständlich zusteht, die volle Verwirklichung als Künstler, eine Frau muss sich dafür rechtfertigen.
Erinnert mich an Meg Wollitzer: „Die Ehefrau“. Viel bejubelt und auch verfilmt - für mich persönlich damals schwer zu lesen aus verschiedenen Gründen…
 
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6. November 2022
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Das scheint jetzt auf die Geschichte einer gescheiterten Emanzipation zuzusteuern. Wahrscheinlich hat sie ihn auf dem Schiff mit etwas konfrontiert, das er nicht ertragen konnte.
Das denke ich auch. Ich persönlich vermute, dass es dabei um das Buch gehen könnte, das sie gerade geschrieben hat und für das sie einen Preis erhalten soll. Vielleicht prangert sie sein Verhalten darin an, stellt ihn als männliche Diva bloß?