Rezension (3/5*) zu Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis von Ulrike Schweikert

L

leseratte69

Gast

3,5 Sterne
Klappentext
Lieben, Lügen und Intrigen: Ulrike Schweikerts opulente Familiensaga im Schatten der untergehenden Donaumonarchie! Wien 1895. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldstein ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen …

Meine Meinung

Die Story
Ich habe das Buch in einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen und muss sagen, dass ich recht zufrieden mit diesem Buch gewesen bin. Der Hintergedanke der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Denn die adelige Hauptprotagonistin Luise, verliert ihr Gedächtnis und kann sich an nichts mehr erinnern. Je mehr sie aber über ihr früheres Ich herausfindet, desto unzufriedener ist sie mit der Person die sie einst war. Zudem umgibt sie ein Geheimnis, dass mit dem Tod ihres kleinen Bruders zusammenhängt. Hat sie Mitschuld an dessen Tod ? Als Leser bekommt man viele Eindrücke hinter die Kulissen der Adelshäuser und auch in den Alltag der Bediensteten. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die in meinen Augen aber zu kurz kommt und zu sehr im Hintergrund steht.

Der Schreibstil
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Jedoch haben mich teilweise die vielen Adelstitel und Namen verwirrt, in denen in einigen Abschnitten nur so mit umher geworfen wird, was die Story stellenweise auch etwas langatmig werden lies.

Die Charaktere
Luise war mir sofort sympatisch und ich konnte mir ein Bild von ihr machen. Auch von ihrer Familie war dieses noch möglich. Von allen anderen Figuren blieben die Bilder in meinem Kopf aber schwach, weil ich wirklich Schwierigkeiten hatte, sie zu ihren Titeln zuzuordnen
Stefan Bruckner war auch eine tolle Figur, jedoch kam mir die ganze Handlung mit ihm und Luise zu kurz.

Mein Fazit
Ein guter, historischer Roman, der Stellenweise etwas Langatmig war, aber mit doch gut gefallen hat. Von daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

leseratte69

Zum Buch... (evtl. mit weiteren Rezensionen)
 

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