Rezension (3/5*) zu Der Hof von Simon Beckett

Renie

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19. Mai 2014
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Der Engländer Sean ist in Frankreich unterwegs. Er ist auf der Flucht. In einer abgelegenen Gegend gerät er mit seinem Fuß in eine Eisenfalle. Er wird gefunden und auf einem heruntergekommenen Hof, der sich in der Nähe befindet gesund gepflegt. Da er untertauchen muss, entschließt er sich für einige Zeit auf dem Hof zu bleiben und dort bei der Renovierung zu helfen. Der Hof gehört Arnaud, einem brutalen tyrannischen Eigenbrötler, der hier zusammen mit seinen Töchtern Mathilde und Gretchen lebt. Die Familie scheint ein schreckliches Geheimnis zu haben.

Das Buch lebt von der Atmosphäre, die hier beschrieben wird: es ist brütend heiß, die Sonne brennt, es ist still, etwas Bedrohliches liegt in der Luft. Und dann sind da noch die Schweine – die sogenannten Sanglochons – eine besondere Züchtung, die als fresswütige, unberechenbare Monster dargestellt werden. Als Leser lauert man die ganze Zeit darauf, dass etwas Schreckliches passiert.

Während des Verlaufs der Geschichte gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit von Sean. So erfährt man nach und nach, warum er auf der Flucht ist. Leider wird durch diese Rückblenden, die teilweise langatmig sind, jedes Mal der Spannungsbogen unterbrochen. Erst zur Hälfte kann das Buch Fahrt aufnehmen und zum Ende überschlagen sich dann die Ereignisse.

Da ich die David-Hunter-Bücher von Simon Beckett sehr gern gelesen habe und weil „Der Hof“ im Vorfeld so hochgejubelt worden ist, habe ich natürlich viel von dem Buch erwartet. Doch leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Eine bedrohliche Atmosphäre reicht einfach nicht aus, um aus einem Roman einen guten Thriller zu machen.

Renie

Zum Buch... (evtl. mit weiteren Rezensionen)
 
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