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2. Leseabschnitt: von Seite 62 bis Ende des Zweiten Teils (S. 124)

Dieses Thema im Forum "Leserunde zu 'Die allertraurigste Geschichte'" wurde erstellt von Literaturhexle, 28. November 2018.

  1. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Hier diskutieren wir den zweiten Leseabschnitt von Seite 62 bis 124.
     
  2. Sylli

    Sylli Aktives Mitglied

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    Hoffentlich darf man hier auch schon schreiben, obwohl noch nicht alle zum ersten Abschnitt ihren Kommentar abgeliefert haben. Weil ich ja zum ersten Mal dabei bin, hoffe ich auf Küken-Bonus.:) Ihr müsst halt sagen, wenn es nicht passt.
    Ich weiß ja noch nicht, wie es Euch ergeht, aber irgendwie ist das schon ein seltsames Grüppchen, dem wir da begegnet sind. Vor allem die Frauen, also Florence und Leonora sind schon merkwürdige Gestalten. Leonora weiß demnach über die Affairen ihres Mannes Bescheid, wird sogar mal handgreiflich.
    Und Florence gibt Leonora den dreisten Ratschlag, wieder in Edwards Bett zurückzukehren, aus dem sie gerade gekommen ist. Das sind doch eigenartige Verhältnisse. Da sieht man wieder mal, auf welch sonderbare Ideen die reichen Leute kommen ...:rolleyes:
     
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  3. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Klar! Immer! Deshalb teilen wir in Abschnitte ein, damit jeder in seinem Tempo lesen und mitteilen kann ;)
     
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  4. MRO1975

    MRO1975 Aktives Mitglied

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    Klaro, wir lesen ja unterschiedlich schnell.
     
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  5. MRO1975

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    Der Erzähler hat offenbar erst nach dem Tod von Florence erfahren, dass diese mit Edward Ashburnham eine Affäre hatte. Wie er es erfahren hat, wissen wir noch nicht, oder habt ihr eine Idee? Von Leonora vielleicht, aber warum erst so spät?

    Edward scheint ein wahrer Lüstling zu sein. Er hatte schon zahlreiche Liebschaften, die ihn den größten Teil seines Vermögens gekostet haben. Ohne die ordnenden Hände seiner Frau Leonora, die die Situation wie sie sagt, akzeptiert hat, wäre er längst in der Gosse gelandet. Trotzdem ist er offenbar angesehen und gilt als ordentlicher Mann. Hier kommt die zwiespältige Doppelmoral der englischen Gesellschaft zum Ausdruck...

    Florence ist nicht viel besser. Offenbar um ihre verlorene Jungfräulichkeit zu verbergen, hat sie ihrem frisch angetrauten Mann die Mär von dem Herzleiden aufgetischt. Sie nutzt dies als Vorwand, ihren Ehemann aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Edward ist zudem nicht ihr erster Fehltritt.

    Ich bin gespannt, was davon sich als wahr erweisen wird und welche Geschichte hier evtl. noch verborgen ist.
     
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  6. Sylli

    Sylli Aktives Mitglied

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    Ich tippe auch auf Leonora, und so spät deshalb, weil sie die Ehe als Katholikin aus Glaubensgründen ja unbedingt aufrecht erhalten wollte. Zur damaligen Zeit passt das ja gut - und auch zur Doppelmoral, wie Du schon geschrieben hast.
    Und mit militärischen Orden überschüttet. Von einem Helden wird wahrscheinlich geradezu erwartet, dass er auch Frauen im Sturm erobert.
    Mich hat ja direkt erschüttert wie gezielt sie nach einem reichen Mann sucht - und Ansprüche stellt, die zu erfüllen sind, ehe sie ihr Jawort gibt. In dem Moment ist mir John schon etwas naiv vorgekommen, als er sich auch noch darüber freut, dass er nicht viele Konkurrenten haben wird.
    Für heutige Frauen, die ihr Leben lang arbeiten und selber ihre Brötchen verdienen, ist das eher schwer verdaulich. Oder besser gesagt, für die Älteren unter uns. Die jungen Frauen tendieren heute ja wieder verstärkt zum heimischen Herd, während der Angetraute hinaus ins feindliche Leben geschickt wird.
    Insgesamt finde ich sie überhaupt ganz schön anmaßend, diese Florence. Der Ehemann darf nicht mal ins gemeinsame Schlafzimmer, aber den aufwändigen Lebensstil zahlen darf er schon.
    Mir ist bis jetzt von dem Quartett noch keiner so recht sympathisch. Ich verspüre zudem noch sehr viel Distanz, habe aber zumindest die beiden Frauen bildlich vor mir, wie die Filmstars aus den 1920-er Jahren. Hager, mondän gestylt, arrogant und kaltblütig. Beinahe hat man Verständnis für den armen Edward, der auch mal nette Dienstmädchen küssen will.
     
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  7. MRO1975

    MRO1975 Aktives Mitglied

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    Ich werde mit der Geschichte auch nicht richtig warm. Warum nimmt John Edward immerzu in Schutz? Schließlich ist er der Liebhaber seiner Frau...
     
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  8. MRO1975

    MRO1975 Aktives Mitglied

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    Da frage ich mich, was genau Florence eigentlich zu bieten hat. So viele reiche Bewerber gab es auch nicht. Warum war John so vernarrt in sie?
     
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  9. Sylli

    Sylli Aktives Mitglied

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    So geht's mir auch weiterhin.
    Mir kommt John schon sehr blauäugig vor. Anscheinend macht ihm das aber alles nichts aus. Er wusste ja auch von diesem Jimmy mit dem Florence schon vorher ein Verhältnis hatte.
    Wenn man es mal ganz realistisch betrachtet, ist dieser John nichts anderes als der Betreuer seiner (angeblich) herzkranken Frau, der nur nach ihrer Pfeifer tanzt, ihre Liebhaber duldet und alles finanziert.
    Von einer normalen Ehe ist das für mich alles meilenweit entfernt. Oder werden noch große Geheimnisse gelüftet?
     
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  10. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Puh! Langsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zum Pageturner taugt der Roman nicht, ich kann ihn nur im schneckigen Schneckentempo verdauen und bin erst auf S. 77, muss aber was loswerden: unser Erzähler hat uns im ersten Abschnitt die Anständigkeit des Ehepaars Ashburnham ausgiebigst gepriesen...
    Nun entwirft er ein Bild, das mich an einen Baron Münchhausen erinnert: er trägt so dick auf, dass ich es nicht mehr glauben kann! Eine Geliebte nach der anderen, von der Magd bis zur Adligen aufsteigend....
    Dazu völlig hemmungslose Schulden, zu deren Begleichung Geldhaie engagiert werden... mir alles zuviel. Da ist was faul :D
     
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  11. MRO1975

    MRO1975 Aktives Mitglied

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    Schön auf den Punkt gebracht.
     
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  12. Leseglück

    Leseglück Aktives Mitglied

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    Ich bin auf Seite 119.


    Jetzt im zweiten Abschnitt werden die Ungereimtheiten immer deutlicher. Das Buch liest sich als ob man von einem hinterhältigen Bergführer durch unwegsames Gelände geführt wird ;) Mir macht es trotzdem oder vielleicht deshalb Spaß das Buch zu lesen.

    Ein bisschen stört mich, dass Alle Protagonisten fiese Charakter zu sein scheinen.


    Mir auch nicht. Am ehesten kann ich noch die Verhaltensweisen von Leonore nachvollziehen...zur damaligen Zeit war es vielleicht vernünftig, an der Ehe festzuhalten und alles zu versuchen, den finanziellen Ruin zu vermeiden.

    Auf S.113 beschreibt der Erzähler wie er seinen Diener Julius verprügelt. Hier zeigt John zum ersten Mal ein anderes Gesicht von sich. Ansonsten stellt er sich ja als duldsamen Narren dar. Seine Frau hat Angst, dass er sie ermorden könnte! Dafür muss sie ja auch einen Grund haben...

    Mr. Ashburnham ist anscheinend ein mutiger Soldat und total großzügig seinen Untergebenen und allgemein Kindern gegenüber. Andererseits hat er ständig Affären wohl auch mit dem Mündel seiner Frau???

    Bisher habe ich nicht verstanden, warum John Florence geheiratet hat. Welche Interessen verfolgt er eigentlich in dem ganzen Spiel? Ich bin gespannt ob es Klarheit geben wird an Ende, ich denke aber eher nicht.
     
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  13. Querleserin

    Querleserin Platin Mitglied

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    Irgendwie traue ich diesem Erzähler überhaupt nicht mehr. Hat er es wirklich erst nach ihrem Tod erfahren, oder doch nicht vorher schon etwas geahnt.

    Das wirkt sehr berechnend und die Frage, warum John sie geheiratet hat, stellt sich mir immer dringlicher. Warum betont er, dass er nichts zu tun hat? Sein Reichtum ist die eine Seite, aber er könnte doch einer Tätigkeit nachgehen.
    Keine der Figuren erscheint sympathisch und ich muss @Literaturhexle Recht geben, dass die Informationen so dürftig fließen, so viele Abzweigungen nehmen, dass das Lesen sehr ermüdet, genau wie die vielen Beteuerungen des Ich-Erzählers, der je nach Stimmung ein anderes Bild des Quartetts bzw. Terzetts malt.
     
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  14. Sylli

    Sylli Aktives Mitglied

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    Und von den Abgründen, die sich auftun, wollte er nichts wissen. Dass er tatsächlich nichts gewusst hat, glaubt man immer weniger.
    Ja, mir auch! Es übt eine ganz eigenartige Faszination aus, dass ich oft gar nicht aufhören mag zu lesen.
    Das denke ich auch. Und früher haben Ehefrauen ja sehr viel auf sich genommen, um den Schein zu wahren. Dazu dürfte auch Leonora gehört haben.
    Da muss irgendetwas dahinterstecken. Nur zum Narren wird sich wohl nicht gemacht haben.
    Geahnt vielleicht schon, aber warum er nichts wissen wollte, gibt noch Rätsel auf. Ich denke, da kommt noch was.
    Ja, beides, es ermüdet einerseits und fasziniert andererseits.
     
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  15. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

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    Auch im zweiten Teil bleibt für mich der Erzähler die interessanteste Gestalt in der Geschichte. Interessant und undurchschaubar! Wie zum Beispiel steht er wirklich zu seiner Frau?
    Einerseits absolute Ergebenheit:
    S. 101 "Das ist mir gleichgültig. Auch wenn Florence eine Bank ausgeraubt hätte, würde ich sie heiraten und mit nach Europa nehmen."
    Andererseits Urteile, die man wirklich nicht von seinem Mann hören möchte:
    S. 105: "Sie war ein Angsthase, und sie war eine Phantastin, ..."
    Da gibt es einen Satz, den ich ihm dann unumwunden abnehme:
    S. 108: "Aber wenn ich überblicke, was ich geschrieben habe, dann sehe ich, dass ich Sie unwillkürlich irregeführt habe, ..."
    Ja, das scheint mir auch so! Einmal die reine Wahrheit!

    Alles, was er uns berichtet bleibt irgendwie im Ungefähren. Was ist es wirklich, dieses Spiel der Geschlechter zwischen den beiden Ehepaaren und den jeweils kreuzweisen Paaren. Wir sollen irgendwie nicht hinter die Kulissen blicken können, obwohl uns ständig von diesem komplizierten Beziehungsgeflecht erzählt wird.
    Und dann sagt uns der Erzähler:
    S. 122: "Ich glaube, ich habe es nun deutlich genug dargestellt."
    Nein, hast Du nicht, du Halunke! Welche Ironie!
    Ich muss sagen: Ich verfange mich weiterhin gern in diesem erzählten ironischen Spiel der "Dichtung und Wahrheit", auch wenn es an manchen Stellen doch auch etwas ermüdend ist.
     
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  16. Leseglück

    Leseglück Aktives Mitglied

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    Stimmt, wenn man von dem Wörtchen "unwillkürlich" absieht ;)
     
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  17. Leseglück

    Leseglück Aktives Mitglied

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    Das ist für mich weiter ein Rätsel, fest steht für mich allerdings, dass er sie nicht liebt.
     
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  18. Sassenach123

    Sassenach123 Platin Mitglied

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    Um ehrlich zu sein, verwirrt mich dieser Roman mittlerweile sehr.
    Der Hintergrund erschließt sich für mich einfach nicht. Warum erzählt John uns diese Geschichten?
    Im Grunde wirkt es auf mich nicht so, als wenn die vier eine tolle Freundschaft verbunden hat. Auch wenn John erst spät von der Affäre erfahren haben sollte, ist alles was er erzählt nicht unbedingt das, was ich bei 2 befreundeten Paaren erwarten würde. Allerdings könnten seine Erinnerungen beeinflusst sein. Man kennt es ja selbst, die Sicht auf zurückliegende Dinge ändert sich gewaltig, wenn man etwas Neues, in dem Fall die Affäre von Florence, erfährt.
     
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  19. Sylli

    Sylli Aktives Mitglied

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    Da kann ich Dir nur beipflichten.
    Das hätte ich auch gerne gewusst, aber mittlerweile ist es mir egal. Wenn nicht noch ein ganz großer Knalleffekt zum Schluss kommt, war die Geschichte wohl ein Schuss in den Ofen.
     
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  20. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Florence wirkte am Anfang in seinen Erzählungen wie so ein zerbrechliches, naives Püppchen, aber jetzt stellt sich heraus, dass sie ziemlich skrupellos und intrigant war. Wer hätte es gedacht!
     
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