2. Leseabschnitt: Teil 1 - Seite 78 bis Seite 139

Wandablue

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Interessant finde ich die Begründung, warum überhaupt diese Zeitwanderungen erlaubt werden. Da ich - zunächst aus Versehen, dann aus Spannung ! ha! - weitergelesen habe, weiß ich nicht mehr, obs in diesem Abschnitt verhandelt wird - es ist ja aber nur eine kleine Randangelegenheit! Die Begründung: es war schon immer so! - erinnert mich an manche fatale Begründungen unserer Zeiten.
 

Anna625

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Interessant finde ich die Begründung, warum überhaupt diese Zeitwanderungen erlaubt werden. Da ich - zunächst aus Versehen, dann aus Spannung ! ha! - weitergelesen habe, weiß ich nicht mehr, obs in diesem Abschnitt verhandelt wird - es ist ja aber nur eine kleine Randangelegenheit! Die Begründung: es war schon immer so! - erinnert mich an manche fatale Begründungen unserer Zeiten.
Die Begründung fand ich auch seltsam :grinning Besonders weil es ja zu nicht gerade unerheblichen Problemen dabei kommen kann. Aber was man gewohnt ist, muss einfach bleiben wie es ist ^^
 

Anna625

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Eigentlich ist in diesem Abschnitt ja recht wenig Neues passiert, ich finde, es liest sich trotzdem gut.
Ich bin gespannt darauf, weshalb Edmes Eltern Becheid zu wissen scheinen, dass ihrem Sohn etwas passieren wird, und auch darauf, ob Odile noch in einen inneren Konflikt kommen wird was ihre Gefühle angeht und den Auftrag, den sie erfüllen soll.

Und noch zum Verhalten der Eltern: Sie scheinen ja irgendwie zu glauben, ihren Sohn beschützen zu können, indem sie ihm Hausarrest geben und er nirgendwo mehr alleine hin darf. Aber ist es in dem Moment, in dem jemand aus der Zukunft kommt weil eine Person getorben ist, nicht schon zu spät, deren Tod zu verhindern, sprich, bringt es überhaupt etwas, dass sie versuchen ihn zu schützen? Vielleicht provozieren sie ja gerade damit seinen Tod.
 

Querleserin

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Ich bin gespannt darauf, weshalb Edmes Eltern Becheid zu wissen scheinen, dass ihrem Sohn etwas passieren wird, und auch darauf, ob Odile noch in einen inneren Konflikt kommen wird was ihre Gefühle angeht und den Auftrag, den sie erfüllen soll.
Es scheint fast so zu sein, dass es den Besuchern gelungen ist, ihre 20 Jahre jüngeren Ichs zu warnen.
Odile wird in einen Konflikt geraten, da würde ich meine Hand ins Feuer legen. Sie hat sich Edme verliebt und wird ihn retten bzw. warnen wollen, vielleicht greift sie gezielt in einer Zeitebene ein. Alles andere würde mich sehr wundern.
Aber ist es in dem Moment, in dem jemand aus der Zukunft kommt weil eine Person getorben ist, nicht schon zu spät, deren Tod zu verhindern, sprich, bringt es überhaupt etwas, dass sie versuchen ihn zu schützen?
Ein interessanter Gedanke. In dem Moment, in dem ich die Vergangenheit ändere, verändert sich auch die Zukunft. Die Gefahr besteht, dass man die Zukunft so verändert, dass bestimmte Dinge bzw. Menschen nicht nur verschwinden, sondern es so sein wird, dass sie nie existiert haben.
Was es nie gegeben hat, hinterlässt keine Spur. Keine schwache Erinnerung, kein störendes Gefühl, dass etwas nicht stimmt, kein Erschaudern, nichts. (S.125)
Irret führt ja auch aus, dass eine Veränderung alle betreffen würde, wie Wellen würde sich die Veränderung durch das ganze Tal ziehen.
Vielleicht hat Edmes Tod etwas mit seinem Geigenspiel zu tun, und deshalb wollen die Eltern es verhindern. Vielleicht ist es aber gerade so, dass sie durch das Verhindern seinen Tod herbeiführen.
Sehr kompliziert, die Sache mit der Zeit, wenn man nicht Einstein ist ;) - aber auch sehr faszinierend.
Dass es sich um eine Art Diktatur in dieser Welt handeln muss, sieht man an den vielen Tabus und den strikten Regeln, an die sich die Bewohner des Tals halten müssen.
Eine Frage aus dem letzten LA stellt sich mir inzwischen auch: Was ist mit der genetischen Vielfalt oder ist das Tal doch größer als wir es uns im Moment vorstellen?
 

Wandablue

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Ich bin gespannt darauf, weshalb Edmes Eltern Becheid zu wissen scheinen, dass ihrem Sohn etwas passieren wird,
Ich hatte das irre Gefühl, sie hätten einander ersetzt: das Paar aus der Zukunft wäre jetzt hier und würde dies alles tun. Die Jetztzeiteltern dürften doch eigentlich gar gar gar nichts wissen!
 

Wandablue

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Ein interessanter Gedanke. In dem Moment, in dem ich die Vergangenheit ändere, verändert sich auch die Zukunft. Die Gefahr besteht, dass man die Zukunft so verändert, dass bestimmte Dinge bzw. Menschen nicht nur verschwinden, sondern es so sein wird, dass sie nie existiert haben.
Lasst uns zurückreisen und verhindern, dass Lenin nach Russland kommt - ich wette, Putin verschwindet automatisch. Ihr müsst aber alle mitmachen! Wir ketten uns auf die Schienen - (Zug von D aus, der Lenin transportierte).
 

Anna625

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Vielleicht hat Edmes Tod etwas mit seinem Geigenspiel zu tun, und deshalb wollen die Eltern es verhindern.
Jetzt stelle ich mir vor, wie er stolpert und sich mit seinem Bogen aufspießt o_O:rofl
Aber du hast recht, vermutlich wird sie ihn warnen wollen, oder nutzt vielleicht sogar irgendwie die Zeitreisen, um seinen Tod zu verhindern oder rückgängig zu machen, indem sie versucht die Vergangenheit zu verändern.
Was ist mit der genetischen Vielfalt oder ist das Tal doch größer als wir es uns im Moment vorstellen?
Das sehe ich auch als echtes Problem an. Selbst wenn es mehrere Millionen Menschen geben sollte (für mich liest es sich aber wirklich eher, als wäre das maximal eine Kleinstadt, dadurch dass gefühlt jeder jeden kennt...), ist irgendwann ja einfach Ende und jeder mit jedem verwandt.
 

Anna625

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Ich hatte das irre Gefühl, sie hätten einander ersetzt: das Paar aus der Zukunft wäre jetzt hier und würde dies alles tun. Die Jetztzeiteltern dürften doch eigentlich gar gar gar nichts wissen!
Oh, das ist auch ein interessanter Gedanke! Aber das wäre glaube ich auch schwierig umzusetzen, oder? Wenn sie Plätze getauscht hätten, wären ja jetzt die aktuellen Eltern in der Zukunft und wüssten lauter Dinge nicht, die sich dazwischen ereignet haben, und wenn die zukünftigen Eltern die aktuellen irgendwo "verscharrt" hätten, gäbe es in der Zukunft plötzlich keine Eltern mehr und das würde bestimmt auch auffallen (abgesehen davon ist es bestimmt seltsam, sein vergangenes Ich aus dem Weg zu schaffen. Und in dem Moment, wo das vergangene Ich getötet wird, existiert ja auch das gegenwärtige, also zukünftige, nicht mehr um zurückzureisen, und bäm, Paradox :grinning). Aber wer weiß.
 
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Wandablue

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Jetzt stelle ich mir vor, wie er stolpert und sich mit seinem Bogen aufspießt o_O:rofl
Aber du hast recht, vermutlich wird sie ihn warnen wollen, oder nutzt vielleicht sogar irgendwie die Zeitreisen, um seinen Tod zu verhindern oder rückgängig zu machen, indem sie versucht die Vergangenheit zu verändern.

Das sehe ich auch als echtes Problem an. Selbst wenn es mehrere Millionen Menschen geben sollte (für mich liest es sich aber wirklich eher, als wäre das maximal eine Kleinstadt, dadurch dass gefühlt jeder jeden kennt...), ist irgendwann ja einfach Ende und jeder mit jedem verwandt.
tscha, alles hat der Autor nicht bedacht und vor allem rechnet er nicht mit richtig schlauen Lesern. Oder er denkt sich, das denken sie zwar so (die User), lesen aber trotzdem sehr interessiert weiter (was sie tun. Die Phrase, "konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen" dürfte hier Wahrheit werden).
 

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Die Ausführungen über die Clique und deren Beziehungen zueinander konnte mich leider irgendwie nicht fessseln. Ich hatte auch das Gefühl, dass es nun doch sehr stark in Richtung Jugendbuch und Love story geht.
Natürlich entwickelt Odile Gefühle für Edme und deren Band intensiviert sich. Nun hütet sie seine Geige.
Auf die Sache mit der Zeitreise muss man sich einlassen können; ich weiß nicht, ob es mir so gut gelingen wird. In anderen Romanen zuvor habe ich mich damit auch sehr schwer getan.
Als Idee bzw. Gedankenspiel hat es natürlich was, in die Vergangenheit reisen zu können. Spannend, was das mit einem macht. Wenn man wirklich dort Veränderungen bewirken könnte, würde man ja damit gleichzeitig auch Gegenwart und Zukunft verändern.
Mal sehen, wie es weiter geht...
 

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Und noch zum Verhalten der Eltern: Sie scheinen ja irgendwie zu glauben, ihren Sohn beschützen zu können, indem sie ihm Hausarrest geben und er nirgendwo mehr alleine hin darf. Aber ist es in dem Moment, in dem jemand aus der Zukunft kommt weil eine Person getorben ist, nicht schon zu spät, deren Tod zu verhindern, sprich, bringt es überhaupt etwas, dass sie versuchen ihn zu schützen?
Genau. In meinem Kopf wirbeln ähnliche Gedanken umher...
Odile wird in einen Konflikt geraten, da würde ich meine Hand ins Feuer legen. Sie hat sich Edme verliebt und wird ihn retten bzw. warnen wollen, vielleicht greift sie gezielt in einer Zeitebene ein.
Davon gehe ich auch aus. Sicher wird sie nicht tatenlos zusehen wollen, wie Edme stirbt. Aber kann sie wirklich eingreifen und welche Konsequenzen würden daraus erwachsen?
Ich merke, wie schwer ich mich tue, mich auf dieses Gedankenspiel einzulassen...
 

Maesli

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Ich finde, der Schriftsteller baut die Geschichte ganz geschickt auf. Er bedient doch das ein oder andere Klischee und ich bin gespannt, wie er sich entscheiden wird und wohin er die Geschehnisse leiten wird.
Ich mag auch sehr die Beschreibung der zarten Liebe und generell das Feinfühlige in seinem Vermitteln der Gefühle der jungen Menschen, die vor einer wichtigen Wahl stehen. Erinnert mich ein bisschen an meine Jugend.
 

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Genau. In meinem Kopf wirbeln ähnliche Gedanken umher...

Davon gehe ich auch aus. Sicher wird sie nicht tatenlos zusehen wollen, wie Edme stirbt. Aber kann sie wirklich eingreifen und welche Konsequenzen würden daraus erwachsen?
Ich merke, wie schwer ich mich tue, mich auf dieses Gedankenspiel einzulassen...
Ich möchte daran gar nicht denken, wie ich mich verhalten würde und was ich nicht alles unternehmen würde um solch ein Unglück zu verhindern. Der Konstrukt, wie diese Gesellschaft funktioniert, ist schon sehr ausgeklügelt und sehr gut rübergebracht. Ab und an frage ich mich, ob ich in so einem Tal leben könnte.
 

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Ich mag auch sehr die Beschreibung der zarten Liebe und generell das Feinfühlige in seinem Vermitteln der Gefühle der jungen Menschen, die vor einer wichtigen Wahl stehen. Erinnert mich ein bisschen an meine Jugend.
Das finde ich auch sehr gelungen erzählt. Weder kitschig noch zu nüchtern, einfach der richtige Ton ;)
 

Federfee

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Mich wundern zwei Dinge bei Odile: dass sie nicht mehr schockiert ist, dass Edme möglicherweise innerhalb von 20 Jahren sterben wird und dass sie es so hinnimmt, dass sie ihn bespitzeln soll. Sie wirkt ziemlich emotionslos. Allerdings hat sie sich – wie wir auch vermutet haben - in ihn verliebt.

Was mir auch nicht klar ist: wissen die jetzigen Eltern von Edme das, was doch eigentlich nur die weiter im Osten wissen können? Auch nicht: darf man von jedem Tal aus in beide Richtungen? Das würde bedeuten, auch einen Blick in die Zukunft werfen zu können?

Was die Kandidatin Jo gut erkannt hat, dass es vielleicht wichtiger ist wie man etwas präsentiert als die richtige Antwort parat zu haben.

Eine fragwürdige Einstellung, die vielleicht durch die Sagen vermittelt werden soll: 'Misch dich nirgendwo ein, verlass' dein Tal nicht' (101).​

Was auf den Seiten 124 ff. von Madame Ivret erklärt wird, verstehe ich nicht, muss ich wohl noch zehnmal lesen... :think
 

Federfee

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Es scheint fast so zu sein, dass es den Besuchern gelungen ist, ihre 20 Jahre jüngeren Ichs zu warnen.
Das wäre eine Möglichkeit, aber ob es wirklich möglich ist? :think
Odile wird in einen Konflikt geraten, da würde ich meine Hand ins Feuer legen. Sie hat sich Edme verliebt und wird ihn retten bzw. warnen wollen, vielleicht greift sie gezielt in einer Zeitebene ein. Alles andere würde mich sehr wundern.
Das wird wohl die Hauptidee im Buch sein.
In dem Moment, in dem ich die Vergangenheit ändere, verändert sich auch die Zukunft. Die Gefahr besteht, dass man die Zukunft so verändert, dass bestimmte Dinge bzw. Menschen nicht nur verschwinden, sondern es so sein wird, dass sie nie existiert haben.

Irret führt ja auch aus, dass eine Veränderung alle betreffen würde, wie Wellen würde sich die Veränderung durch das ganze Tal ziehen.
Ach ja, das sind die komplizierten Gedankengänge, die Madame Ivret ;-) da ausbreitet und die ich nicht so richtig verstanden habe.
@Anna625 : Achtung: mein Gehirn verknotet sich.
Meins ist schon...
Die Ausführungen über die Clique und deren Beziehungen zueinander konnte mich leider irgendwie nicht fessseln. Ich hatte auch das Gefühl, dass es nun doch sehr stark in Richtung Jugendbuch und Love story geht.
Das war auch ein Abschnitt, der mich weniger angesprochen hat.
Auf die Sache mit der Zeitreise muss man sich einlassen können; ich weiß nicht, ob es mir so gut gelingen wird. In anderen Romanen zuvor habe ich mich damit auch sehr schwer getan.
Ich tue mich auch schwer; ZEIT ist eben ein Phänomen, das wir Menschen wahrscheinlich nicht so richtig verstehen? :think
 

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Ich tue mich auch schwer; ZEIT ist eben ein Phänomen, das wir Menschen wahrscheinlich nicht so richtig verstehen?
Ich finde es auch sehr kompliziert. Für mich nachvollziehbar war der Gedanke, dass eine kleine Veränderung große Auswirkungen auf viele haben kann. Auch wenn es nicht beabsichtigt war.
Im nächsten Abschnitt erklärt Odile das sehr gut.