2. Leseabschnitt: Seite 60 bis 113 (MA- zweite Hälfte)

Christian1977

Bekanntes Mitglied
8. Oktober 2021
2.829
13.884
49
47
Mir fällt es mittlerweile deutlich leichter als zu Beginn, dem herumsausenden Erzähler zu folgen und auch an die nicht gekennzeichnete direkte Rede habe ich mich gewöhnt.

Der zweite Leseabschnitt vereint sehr viel Tragik und Verzweiflung mit einer gehörigen Portion Skurrilität und Situationskomik. Für letztere ist wohl vor allem Dominee Alwyn Simmers verantwortlich. Er kommt ein bisschen wie ein Hanswurst rüber. Ich fand es wirklich witzig, wie er immer Antons Namen verwechselt. Ohnehin finde ich das herrlich, dass alle drei Kinder mit "A" beginnen und auch Manie darüber sinniert, wie blöd das eigentlich ist. Selbst er vergisst Antons Vornamen.

Trotzdem bleibt einem bei dieser Sippschaft dann auch das Lachen im Halse stecken. Ich kann Anton wirklich sehr gut verstehen, dass er an der Familie verzweifelt, ja sogar am ganzen Land, an dieser Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Auch er macht natürlich schwere Fehler, aber er reflektiert. Ich finde, dass Anton in diesem zweiten Abschnitt deutlich an Profil gewinnt und das Geschehen sogar dominiert.

Zunächst etwas seltsam, dann aber doch berührend, fand ich, wie ausführlich Damon Galgut die Säuberung und das "Zurechtmachen" (sagt man das?) des Leichnams schildert. Trotz der Details zeugt das von Respekt vor der Leiche und dass Rachels Geist selbst anwesend ist, erweitert die Szene um eine besondere Dimension.

Amor tat mir in der Szene ihrer ersten Menstruation wirklich leid. Wie furchtbar, dass es ausgerechnet am Tag der Beerdigung ihrer Mutter passiert. Und wie schrecklich erst die Reaktionen - vor allem die von Astrid! Selbst Marina zeigt da etwas mehr Sensibilität.

Insgesamt hält die Sogwirkung des Romans auch in diesem zweiten Abschnitt an, vielleicht ist sie sogar noch intensiver geworden, weil man langsam aber sicher eine stärkere Identifikation zu den Figuren aufbaut und noch mehr mit ihnen fühlt. Zumindest geht mir das bei Amor und Anton so.
 

kingofmusic

Bekanntes Mitglied
30. Oktober 2018
7.419
19.592
49
48
Zunächst etwas seltsam, dann aber doch berührend, fand ich, wie ausführlich Damon Galgut die Säuberung und das "Zurechtmachen" (sagt man das?) des Leichnams schildert. Trotz der Details zeugt das von Respekt vor der Leiche und dass Rachels Geist selbst anwesend ist, erweitert die Szene um eine besondere Dimension.
Ja, da hatte ich auch Gänsehaut bei der Szene. Überhaupt die Einbindung der jüdischen Rituale und Begriffe finde ich überaus überzeugend dargestellt und hat mich an eines meiner Highlights aus 2021 erinnert:
Buchinformationen und Rezensionen zu Melnitz von Charles Lewinsky
Kaufen >
.

Mehr später.
 

Emswashed

Bekanntes Mitglied
9. Mai 2020
2.861
10.331
49
Ich bekomme @Christian1977 s Bild mit der Drohne, die über allen Beteiligten schwebt, jetzt natürlich nicht mehr aus dem Kopf und habe dieses Flugobjekt wirklich liebgewonnen. Es ist sehr agil und vergisst dabei den Leser nicht.

Oh, oh, schon jetzt sorgt das Versprechen für schlechte Laune, dabei ist die Mutter noch kaum unter die Erde gebracht (ein Teil von ihr schwebt noch über den Dingen) und alle Begierden auf Haus und Grund noch nicht eindeutig ausgesprochen. Herrlich!
Hätte Amor die Klappe gehalten, hätte noch nicht einmal Salome ihre "Ansprüche" zur Sprache gebracht. Nun aber kommt dieses Kind mit ihrer naiven Forderung nach Gerechtigkeit...
Die Menarche Amors reißt sie aus ihrer Kindheit, ausgerechnet beim Begräbnis ihrer Mutter... Es hat schon ziemlichen Symbolcharakter, denn nun gehört sie zu den Erwachsenen, mit all ihren Geheimnissen, Taktiken, Plänen und Abgründen, die man schon bei allen anderen so fein beobachten kann.

Anton geht weg, oder? Und Astrid wird vielleicht ungewollt schwanger, heiratet und ist dann auch weg. Bleibt eigentlich nur Amor. Ich zähl auf sie.
 

Emswashed

Bekanntes Mitglied
9. Mai 2020
2.861
10.331
49
Salome hätte ohne Amor davon ja auch gar nichts gewusst.
Ich könnte mir vorstellen, dass Rachel mit Salome darüber zu Lebzeiten gesprochen hat, Salome es aber nicht für voll genommen hat, da sie die südafrikanischen Umstände ja kennt. Erst als sie merkt, dass auch "außerhalb" davon gesprochen wird, wagt sie es, einen Traum vielleicht Wirklichkeit werden zu lassen.
 

Querleserin

Bekanntes Mitglied
30. Dezember 2015
4.112
11.444
49
50
Wadern
querleserin.blogspot.com
Und dazu kommt, dass sie in dieser Situation unbedingt ihre Mutter gebraucht hätte. Amor steht sehr einsam in der Welt.
Die Menstruation auf der Beerdigung hat für mich auch großen Symbolcharakter: Amor wird zur Frau ohne die wichtigste Frau an ihrer Seite. Dadurch wird ihre Einsamkeit und Verlorenheit umso sichtbarer.
Dass Rachel als „Geist“ auftaucht, Hasen die Menschen spüren, bringt zwar etwas Fantastisches in den Roman, verdeutlicht jedoch, wie präsent sie noch ist und wie sehr sie das Geschehen noch beherrscht.
Wie @Christian1977 treffend bemerkt, möchte man mit dieser Sippschaft nichts zu tun haben. Die Sympathien für Amor und Anton wachsen.
 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
10.358
23.997
49
Brandenburg
Die Apartheit in Südafrika endete erst 1994. Ich hatte sie viel früher vermutet, wahrscheinlich weil Mandela bei mir so präsent ist. in den 80ern sagt wiki, sind wir noch in der Hochzeit der Apartheit. Mist. Wollte ich so was lesen? ;-).

Die Stimme ist sonderbar. Sie ist der Erzähler. Sie spricht als Beobachter von allem, aber auch als innerer Monolog und sie spricht quasi aus den Figuren. Ob ich das mag oder nicht mag, ist erst mal unwichtig. Diese Stimme schafft auf alle Fälle Atmosphäre. Es passiert nämlich eigentlich nichts Aussergewöhnliches. Eine Frau wird beerdigt. So what? Passiert jeden Tag.

Die Stimme beobachtet Mani, sie ist Mani, sie agiert in Mani als Pa oder als Ehemann. Alle Figuren sind sie selbst und gleichzeitig ihre Funktion. Tochter, Sohn, Tante, Mann, Pfarrer, etc. Das macht die Stimme deutlich.

Mani ist sowohl ein Waschlappen wie auch ein Ekel. Er gibt von sich, was bequem ist und macht anschließend, was er will. Es gibt natürlich diese Art "Gläubige", aber ich finde es schon schade dass der christliche Glaube mit der Wahl solcher Figuren wieder einmal druch den Dreck gezogen wird. Wer redet von allen den aufopferungsbereiten Christen, die z.B. in Pakistan ein Kinderheim leiten und finanzieren, etc. etc. Ich bin immer wieder angepisst davon, wie sehr es Mode ist, die Christen zu verunglimpfen. Das gibt auf jeden Fall Punkteabzug!

Mani hat nichts übrig für seine Kinder. Kann ihn mal jemand beseitigen? :cool:

Amor ist in einer unglücklichen Position. Sie hat keine Verbündeten. Nicht nur kann sie wegen ihrer Tage nicht an der Beerdigung teilnehmen, sie wird auch, wieder Wortbruch ihres Vaters, ins Internat zurückgeschickt.

Dann erfährt man, dass aufgrund der Gesetzeslage, Salome (wahrscheinlich die echte Christin) kein Eigentum an Grund und Boden besitzen darf. Na ja, dauert nicht mehr lang, Salome! Dein Sohn wird dürfen!

Anton desertiert.

Weckt schon Emotionen, das Buch. Insofern.
 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
10.358
23.997
49
Brandenburg
Identifikation zu den Figuren aufbaut
Nee. /Die jüdischen Riten bei der Beerdigung, das hat mir eigentlich ganz gut gefallen! Schade, dass es kein Glossar gibt. Oder gibt es eins und ich sah es nicht?

Es hat schon ziemlichen Symbolcharakter, denn nun gehört sie zu den Erwachsenen, mit all ihren Geheimnissen, Taktiken, Plänen und Abgründen, die man schon bei allen anderen so fein beobachten kann.
Ja. Aber der Tod der Mutter macht jedes Kind zu einem Erwachsenen (ab einem gewissen Alter natürlich).
bringt zwar etwas Fantastisches in den Roman,
Geister.

Guter Satz: Es ist nicht immer möglich, es zwei Weißen gleichzeitig recht zu machen. Und irgendwo weiter vorne bringt der Autor eine Rechtfertigung für die Geister: Der Hund sieht Rachel kommen und gehen, weil ihm niemand beigebracht hat, dass es das nicht gibt. (Das versöhnt bisserl mich mit des Autors Affinität zu den Geistern).

Stil: Oft drüber. Aufgeblasen. "Der Glaube schwillt in ihr wie ein Tumor", da verdrehen sich meine Zehennägel, aber auch atmosphärisch.
 

wal.li

Bekanntes Mitglied
1. Mai 2014
2.772
2.696
49
Dass Rachel als „Geist“ auftaucht, Hasen die Menschen spüren, bringt zwar etwas Fantastisches in den Roman, verdeutlicht jedoch, wie präsent sie noch ist und wie sehr sie das Geschehen noch beherrscht.
Vielleicht wollte der Autor das ausdrücken, dass man die Nähe eines Verstorbenen noch spürt. Und er hat es dann als Geist umschrieben.
 

wal.li

Bekanntes Mitglied
1. Mai 2014
2.772
2.696
49
Ich habe das Buch schon gelesen, weil ich ein eigenes Exemplar habe und den Verlag nicht auf meine Rezi warten lassen wollte. Ich habe mir zu den Abschnitten ein paar Notizen gemacht. Und was ich mir hier aufgeschrieben hatte, haben meine werten Vorredner/-schreiber schon geäußert.
 

Literaturhexle

Moderator
Teammitglied
2. April 2017
20.063
52.102
49
Ich finde, dass Anton in diesem zweiten Abschnitt deutlich an Profil gewinnt
Unbedingt! Im ersten Teil blieb er doch blass. Hier zeigt er seinem Vater bewusst die Stirn. Allerdings geht er nicht diplomatisch vor, indem er Manie vor der ganzen Gesellschaft auf das Versprechen anspricht. Da geht es ihm nur um die Provokation. Dass Salome das Haus tatsächlich bekommen könnte, ist für Anton ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit.
Er leidet tatsächlich unter der Tatsache, dass er die Frau erschossen hat. Immer wieder spürt er sein Gewissen. Das macht ihn sympathisch.
Die Menarche Amors reißt sie aus ihrer Kindheit, ausgerechnet beim Begräbnis ihrer Mutter... Es hat schon ziemlichen Symbolcharakter,
Ja. Dazu habt ihr alles gesagt. Dennoch empfinde ich gerade diese Szenen auch etwas sehr dick aufgetragen. Ein absolut natürlicher Vorgang - eben zur Unzeit.
Ich könnte mir vorstellen, dass Rachel mit Salome darüber zu Lebzeiten gesprochen hat,
Spekulation. Das glaube ich weniger. Ihr wird klar gewesen sein, dass ihr Mann ein harter Brocken ist. Außerdem dürfen Schwarze offenbar kein Grundeigentum besitzen. Warum sollte sie Salome über ungelegte Eier in Vorfreude versetzen?
(Aber auch meine Meinung ist natürlich Spekulation;))
wie sehr es Mode ist, die Christen zu verunglimpfen. Das gibt auf jeden Fall Punkteabzug!
Naja. Es sind nicht unbedingt die besten Christen in die Kolonien ausgewandert...
Manie ist ein ziemliches Ekel, wie oben schon weiter ausgeführt wurde. Er hat keine Linie. Irgendwann hat er sich bekehren lassen, seine Sünden gebeichtet. Er sucht sich nur das aus seinem Glauben heraus, was passt. Er ist ein schlechter Mensch und kann deshalb kein guter Christ sein.
Offenbar predigt er aber, ein Christ halte sein Wort... Das wird Amor ihm noch vorhalten. Da bin ich sicher.

Ich sehe das Christentum hier nicht als verunglimpft an. Diese Menschen sind schlecht und die gibt es in jeder Religion. Wie der gierige Prediger sich entwickelt, müssen wir noch sehen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es für ihn tatsächlich reale Vorbilder gibt. Scheinheilige gibt es in allen Religionen.
kein Eigentum an Grund und Boden besitzen darf.
Ich meine, die Schwarzen durften generell keinen Grund und Boden besitzen.
 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
10.358
23.997
49
Brandenburg
Ich sehe das Christentum hier nicht als verunglimpft an
Selbstredend doch: wenn man als Vertreter einer Religion böse Menschen hinstellt, dann verunglimpft man damit die Religion bzw. deren Ruf. Klar, es gibt sie natürlich, diese Menschen. Aber hast du mal in deinen letzten 100 Büchern über tolle Christen was gelesen? Christenbashing ist Mode.
Bei deiner Aussage: schlechte Menschen können keine guten Christen sein, muss ich lachen. Sorry. Da ist was ganz gewaltig verdreht. Das klären wir im Hintergrund.
 

Literaturhexle

Moderator
Teammitglied
2. April 2017
20.063
52.102
49
Ich mag an sich auch keine Geister in Büchern. Hier hatte ich allerdings eine Art Gänsehautfeeling, weil mir Rachels Geist irgendwie so glaubwürdig erschien.
"Wasserfarbenfrau"
"Auch viele Lebende sind bloße Schatten ohne Ziel, das ist kein Makel, der nur Verstorbenen anhaftet."

Wir bekommen etwas mehr vom Land erzählt. Die schwarze Nanny ist den Kindern so etwas wie eine Mutter. Aber sie darf nur sauber in Arbeitstracht das Haus betreten. Wahrscheinlich hat sie auch ein eigenes Klo... Doppelmoral wie bei der amerikanischen Sklavenhaltung.

Beim Einkaufen wird man auf Bomben gecheckt. Schießereien, Steine, Nachrichtensperre, Ausnahmezustand, Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse...
Ich erinnere mich an meine Schulzeit, da waren diese Unruhen Thema dort. Herbert Grönemeyer sang ein Lied darüber (Maß aller Dinge (von 1986!)). Gar nicht so lange her.

Anton hat eine Freundin aus bestem Hause. Die beiden verbindet guter Sex. Es könnte auch etwas Liebe im Spiel sein. Desirees Eltern sind stinkreich und einflussreich. Dekadent.
Wie herrlich die Mutter beschrieben wird: "Sie lässt einen winzigen Riss in der Glasur aufscheinen, gerade groß genug, um eine echte Emotion zu simulieren..."

Der Pfarrer will Lexington über die zerstrittene Familie ausfragen. Haha! Der schwarze Mann ist clever und sagt nichts. Ich war richtig froh, es wäre eine Falle gewesen. "Ich arbeite nur, ich denke nicht." Wie klein er sich aber dafür machen muss.

Anton und Amor nehmen sich das erste Mal bewusst wahr. Da könnte eine Allianz entstehen. Doch zunächst sieht es ja so aus, als ob Anton abhaut. Mal gucken.
 

RuLeka

Bekanntes Mitglied
30. Januar 2018
7.060
26.846
49
66
Dennoch empfinde ich gerade diese Szenen auch etwas sehr dick aufgetragen.
Das sehe ich anders. Diese „ natürliche Sache“ ist kein Problem für ein Mädchen, das dabei richtig begleitet wird. Amor hat hier niemanden, der da verständnisvoll reagiert. Die Situation ist völlig unpassend ( erlebt man als Frau öfter, dass das zur Unzeit kommt.) Und Amor selbst befindet sich in einer Ausnahmesituation. Für mich war das stimmig, trotz des Symbolcharakters.
Da geht es ihm nur um die Provokation. Dass Salome das Haus tatsächlich bekommen könnte, ist für Anton ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit.
Während es Amor wirklich um Salome geht und um das Versprechen ihrer Mutter - sie möchte, dass deren Wunsch anerkannt und erfüllt wird- geht es Anton um die Konfrontation mit seinem Vater, den er verachtet. Sehe ich genauso wie Du.
Es gibt natürlich diese Art "Gläubige", aber ich finde es schon schade dass der christliche Glaube mit der Wahl solcher Figuren wieder einmal druch den Dreck gezogen wird.
Der christliche Glaube wird hier nicht verunglimpft, sondern beim Wort genommen. An den Pranger gestellt werden solche Christen, die ständig das Wort „ Gott“ im Mund führen, sich aber überhaupt nicht an dessen Lehre halten. Und von dieser Sorte gab es leider sehr viele. Auch Priester, denen es darum geht, sich ihre Pfründe zu sichern.
Natürlich gibt es genügend Gegenbeispiele, aber das ist nicht Thema dieses Buches. Galgut prangert mit dieser Sippschaft die weiße Klasse Südafrikas an, die das Land ausgebeutet, die Schwarzen unterdrückt und belogen haben ( auch unter dem Deckmantel des christlichen Glaubens) und sich nicht an ihre Versprechen halten.
Aber hast du mal in deinen letzten 100 Büchern über tolle Christen was gelesen? Christenbashing ist Mode.
Da gebe ich Dir recht. In den Medien liest man auch so gut wie nie etwas über verfolgte Christen, die es weltweit gibt. Man findet viel mehr Zustimmung, wenn man den hundertsten Artikel über Missbrauch in der Kirche schreibt.
Allerdings werden halt die Christen an ihrer Lehre gemessen. Da ist die Latte hoch. Wenn ein FDP- Mann über viele Aufsichtsratsposten verfügt, im 5 Sterne Restaurant ein dickes Steak isst und danach in seinem SUV davonbraust, juckt das Wenige. Dasselbe würde einem Grünen- Politiker schlechte Schlagzeilen bringen.
 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
10.358
23.997
49
Brandenburg
@RuLeka : Stimmt alles, was du sagst. Und dennoch. Es ist nicht diesem Buch alleine und im besonderen anzulasten (aber es haut in diesselbe Kerbe und in der Summe ärgert es mich dann), dass die Christen, wenn sie überhaupt auftreten, in dieser Weise dargestellt werden, obwohl ich wette, es gab in Südafrika auch welche, die ganz anders waren ... grds aber gibt es in jeder Gruppierung schwarze Schafe. Wenn man aber die ganze Gruppe nur an ihnen misst, wird es Bashing und auch, doch, Verunglimpfung.
 

Wandablue

Bekanntes Mitglied
18. September 2019
10.358
23.997
49
Brandenburg
Er leidet tatsächlich unter der Tatsache, dass er die Frau erschossen hat. Immer wieder spürt er sein Gewissen. Das macht ihn sympathisch.
Nee. Nicht besondes. Es zeigt halt, dass er noch nicht ganz abgestumpft ist. Aber er ist ja auch noch sehr jung. In der Sexszene wird er mir nicht sympathischer und auch sonst, wie er mit Menschen umgeht.