2. Leseabschnitt: Kapitel 5 bis 9 (Seite 71 bis 148)

Barbara62

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Nein. Ich lese es so, dass er Walter ein strategischeres (oder überlegteres) Handeln in seinen amourösen Beziehungen nahelegen will. S. 145 "Beim Schach denkt man drei, vier ... Züge voraus, und wenn man merkt, das wird nichts, dann macht man diese ... Züge eben nicht."
Ok, das hatte ich falsch interpretiert. Aber so oder so, Lem ist gewitzter und bekommt mehr mit, als ich vermutet hätte.
 

Sassenach123

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Draußen die Welt, manchmal wirkt es wirklich so, als ob die Welt sich außerhalb der beiden Familien abspielt. Die Krise wird zwar erwähnt, doch man merkt nicht großartig etwas davon, dass es eng ist. Vieles ist nach wie vor idyllisch, lediglich die Beziehungen um Walter, Rose und Sylvie sind spannungsgeladen. Mrs Perrault beweist mal wieder gute Menschenkenntnis, sie hatte gleich den richtigen Riecher. Rose tut ihr leid, was ich durchaus verstehen kann. Sylvie ist eine hinterhältige Person, die dafür gesorgt hat, das Walter oft Zeit mit ihr verbringt. Kein Wunder das Rosé das nicht gefällt. Aber natürlich trägt Walter genauso Schuld.
Lem Hardy finde ich toll, nur schade, dass Walter nicht verstanden zu haben scheint, was dieser ihm anhand der Regeln des Schachspiels erklärt hat.
Was mich momentan ein wenig wundert ist, dass Eustace überhaupt keine Anstalten macht sich Melanie anzunähern, es wirkt lediglich wie eine lockere Freundschaft
 
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Mein Eindruck liegt leider auf der genau gegenüberliegenden Seite der Skala im Vergleich zu @Literaturhexle s Beitrag.
Ich finde das Buch leider gähnend langweilig. Eine Alltagsanektdote folgt der nächsten. Keine scheint wirkliche Auswirkungen zu haben. Der Roman scheint mir ein bisschen wie ein Henry James-Buch, aber eben unter den einfacheren Leuten, nicht unter der High Society spielend. Mit gibt dieser zweite LA Abschnitt auch nicht mehr viel Neues zum Thema Atmosphäre. Diese wurde im ersten LA hergestellt und nun würde ich mir gern etwas tiefgründigere Handlung wünschen.
Mehr kann ich gar nicht schreiben, weil ich gar keine Diskussionsansätze sehe, über die man bezüglichd es Textes reden müsste.
Ich befürcbte, mir geht es leider ein wenig ähnlich. Das Buch liest sich für mich alles andere als leicht, das Geschehen plätschert so vor sich hin. Ich würde etwas wünschen, was mich mehr mitreißt. Stattdessen lesen wir hier über Liebesgeplänkel und Alltagsabläufen. Hoffentlich kommt da noch etwas mehr. Ich hatte vorher zwei andere Bücher von Lewis gelesen, die ich damals nicht als dermaßen langatmig empfand.
Aber es passiert so wenig. Die ganze Zeit hat man das Gefühl, jetzt muss doch etwas kommen und dann - nichts.
Das trifft es sehr gut. Ich erwarte da von Literatur schon etwas mehr, auch wenn sich das Buch soweit gut und flüssig lesen lässt...
Es wundert mich sehr, dass man in Kalifornien Binokel spielt. Das ist ein bayrisches/badenwürttembergisches Spiel. Ein Herzkönig und irgendein Bube (wurde mal erwähnt) ergibt überhaupt keinen Sinn! Entweder 3 Karten (ein Stich) oder ein Meldebild (Herzkönig und Herzdame wäre eins, aber nicht Bube). Ob die Autorin die Spielregeln überhaupt kennt? zu dumm, dass ich sie kenne ;-)).
Danke für die Erläuterung! Mir hat das so gar nichts gesagt...
Danke. Wir lesen ja demnächst hier wieder einen, dann werde ich darauf mehr achten!
Ich ebenfalls. Von Haruf habe ich zuvor erst ein Werk gelesen, das mich aber sehr angesprochen hat.
 

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Leider gestaltet sich die Lektüre aktuell etwas mühsamer als gedacht. Nach dem Unfall kam ich besser rein, jetzt aber verliere ich mich wieder ein wenig im Geschehen. Ich würde nicht sagen, dass ein Buch, mir nur dann gut gefällt, wenn viel passiert. Bücher können mich auch sehr fesseln, wenn Gedankenströme z.B. einen großen Raum einnehmen.
Hier tue ich mich irgendwie schwer, konzentriert zu lesen. Nichts catched mich so richtig, bislang. Schade, denn ich würde das Buch soo gerne mehr mögen. Aber dieses Alltagsgeschehen und Liebesplänkelei allein überzeugen mich im Moment noch nicht. Insofern hoffe ich, dass noch etwas geschehen wird.
"Draußen die Welt" - ja, selbst die Umstände draußen scheinen bislang keiner großen Erlrterung wert. Ich würde gerne mehr über die Welt da draußen erfahren. Wie ist der Titel gemeint? Geht es darum, sich weitgehend vom äußeren (krisenhaften) Geschehen frei zu machen?
Ich lese neugierig weiter...
 

Barbara62

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"Draußen die Welt" - ja, selbst die Umstände draußen scheinen bislang keiner großen Erlrterung wert. Ich würde gerne mehr über die Welt da draußen erfahren. Wie ist der Titel gemeint? Geht es darum, sich weitgehend vom äußeren (krisenhaften) Geschehen frei zu machen?
Ich finde gar nicht, dass die äußeren Umstände so wenig Einfluss nehmen. Das Leben in Encina hat sich mächtig verändert, Entlassungen, Geldmangel, Angst vor Hunger usw., nur dass Jammern einfach nicht üblich ist. Es wird überhaupt wenig geredet. Alle schlagen sich irgendwie durch und helfen sich notfalls gegenseitig, mit Ausnahme der Familie Reindl.
 

Wandablue

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@Barbara62 Das stimmt schon irgendwie. Was ich meinre ist, dass es kein EXPLIZITES Thema ist. Natürlich, das sei unbestritten, wirken sich die äußeren Umstände dennoch auf das (Familien)Leben aus.
@Lesehorizont: Vllt musst du deine Lesevorlieben etwas anpassen ;-). "Ein Buch ist nur ein gutes Buch, wenn es mich catched". Wie soll ich sagen? Die Familie kann man mögen. Das ist doch schon mal was. Die Naturbeschreibungen sind echt endlos ... aber die Autorin kennt wohl wirklich diese Gegend und es ist authentisch.
 
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@Lesehorizont: Vllt musst du deine Lesevorlieben etwas anpassen ;-). "Ein Buch ist nur ein gutes Buch, wenn es mich catcht". Wie soll ich sagen? Die Familie kann man mögen. Das ist doch schon mal was. Die Naturbeschreibungen sind echt endlos ... aber die Autorin kennt wohl wirklich diese Gegend und es ist authentisch.
Ich würde meine Vorlieben nicht so formulieren, dass ein Buch nur dann gut ist, wenn es mich catched. Allerdings tue ich mich immer etwas schwer mit ellenlangen Beschreibungen - seien sie noch so authentisch. Dennoch ist das natürlich auch eine Qualität. Und hier gibt es durchaus noch andere Elemente, die auch mir positiv auffallen. ;)
Kann man Lesevorlieben anpassen? Also ich lese recht breit und kann den unterschiedlichsten Büchern etwas abgewinnen. Aber nicht jedes Buch vermag mich zu begeistern. Grundsätzlich stört mich das nicht.
 

Wandablue

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Ich würde meine Vorlieben nicht so formulieren, dass ein Buch nur dann gut ist, wenn es mich catched. Allerdings tue ich mich immer etwas schwer mit ellenlangen Beschreibungen - seien sie noch so authentisch. Dennoch ist das natürlich auch eine Qualität. Und hier gibt es durchaus noch andere Elemente, die auch mir positiv auffallen. ;)
Kann man Lesevorlieben anpassen? Also ich lese recht breit und kann den unterschiedlichsten Büchern etwas abgewinnen. Aber nicht jedes Buch vermag mich zu begeistern. Grundsätzlich stört mich das nicht.
Ach ja, ein wenig vllt. Wenn man in Gesellschaft liest, verändert sich der Geschmack mit der Zeit ein wenig. Aber es war ja nicht ganz ernst gemeint.
 

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Ach ja, ein wenig vllt. Wenn man in Gesellschaft liest, verändert sich der Geschmack mit der Zeit ein wenig. Aber es war ja nicht ganz ernst gemeint.
In Gemeinschaft zu lesen hilft auf jeden Fall auch Facetten eines Werkes zu erkennen und werzuschätzen, die einem selbst vielleicht gar nicht so aufgefallen sind. Das ist hier in unserem Forum immer wieder der Fall und deswegen liebe ich es so sehr. :)
 
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Reaktionen: Barbara62 und GAIA

Literaturhexle

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2. April 2017
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In Gemeinschaft zu lesen hilft auf jeden Fall auch Facetten eines Werkes zu erkennen und werzuschätzen,
Jaja. Die liebe @GAIA war am Ende von unseren Lobeshymen so begeistert, dass sie noch ein halbes Sternchen draufgepackt hat...
Wir kriegen das in Gemeinschaft schon hin :p
Aber im Ernst: Die Diskussion ist ja dafür da, sich auch anderen Lesarten zu öffnen. Wir machen das schon gut.