2. Leseabschnitt: Kapitel 11 bis 20 (Seite 63 bis 123)

Emswashed

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9. Mai 2020
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Soll suggeriert werden. Die Autorin hat hier, meiner Meinung nach, ein wenig dick aufgetragen.

Finde ich nicht! Ich kannte einen Menschen, der in der Pubertät eine Hirnhautentzündung hatte und danach nochmal komplett Lesen und Schreiben neu lernen musste.
Er hatte sein Zimmer vollgestopft mit Büchern, konnte aus dem Gedächtnis zitieren und anschließend das Buch zeigen, wo es drinstand. Ich habe das erst für eine Spinnerei gehalten und ihm nicht geglaubt, aber Freunde erzählten mir, dass er tatsächlich alles neu gelernt hat. Er hat sich auch immer furchtbar gewählt ausgedrückt. Ich nenne das mal Überkompensation.
 

Barbara62

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Simon verliert die Kontrolle über Amanda, sie macht nicht mehr, was er sagt. Geht es nur darum? Das wirft doch gleich die nächste Frage auf, warum er absolute Kontrolle will?!
Ob das mit dem plötzlichen Verlassenwerden durch die Mutter zu tun hat? Und er will seither alles unter Kontrolle haben?
 

Barbara62

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19. März 2020
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Bernie ist die erste, mit der Simon keine Spielchen treibt. Als er es doch einmal fast tut, entschuldigt er sich sofort.

Ich frage mich, was es zu bedeuten hat, dass Simon sich die negativen Begriffe, mit denen er bedacht wird, selbst eintätowiert, die positven lässt er sich stechen - für teures Geld. Auf den Rücken kommt er natürlich selbst nicht, aber der Bauch wäre sicher gegangen.

Auf S. 94 ist wieder von dem "blondgelockten Jungen mit den ungleichen Augen die Rede, das Coverfoto passt also nicht ganz richtig, es sei denn, er ist stark nachgedunkelt.

Ich bin sehr gespannt, was es mit der "Dramatherapie" auf sich hat. Ich bin ja zugegebenermaßen immer etwas skeptisch, was die Therapieerfolge von schweren Straftätern anbetrifft. Lässt sich Aggressionsverhalten wirklich wegtherapieren? Noch wird Simon von einigen Betreuern als Zeitbombe gesehen.
 
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kingofmusic

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Ich bin ja zugegebenermaßen immer etwas skeptisch, was die Therapieerfolge von schweren Straftätern anbetrifft. Lässt sich Aggressionsverhalten wirklich wegtherapieren?
Nicht alle werden es schaffen, aber ein paar gibt es sicherlich, die mit Mut und Willenskraft und guten Therapeuten den Sprung schaffen.
 

kingofmusic

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Ich frage mich, was es zu bedeuten hat, dass Simon sich die negativen Begriffe, mit denen er bedacht wird, selbst eintätowiert, die positven lässt er sich stechen
Beides sind Erinnerungen, die ihn geprägt haben - sowohl die negativen als auch die (wenigen) positiven. Klar, man konzentriert sich eigentlich auf Positives...
 

Literaturhexle

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das Coverfoto passt also nicht ganz richtig, es sei denn, er ist stark nachgedunkelt.
Das Cover wurde unter Verwendung einer Fotografie von 1965 gestaltet. Ich kann mir vorstellen, dass insbesondere kleine Verlage nicht das riesige Marketingbudget haben. Vom Typ her passt das Foto ja, es spricht an, verführt zum Kauf...
Ihr habt recht in eurer Kritik, blonde Locken sehen anders aus;), stören tut es mich nicht.

Dass in Simons Kindheit einiges sehr schief gelaufen ist, liegt auf der Hand. Dass das mütterliche Verlassenwerden, die wechselnden Bezugspersonen und Heimaufenthalte von frühester Kindheit an psychische Schäden hinterlassen haben, ist klar. Wahrscheinlich äußern die sich individuell verschieden. Da wird es kaum eine Regel geben....
 

Literaturhexle

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Aber warum lässt er die positiven "fremdstechen"? Das hat doch sicher eine Bedeutung?
Ist das konsequent so?
Im letzten Drittel wird dazu noch etwas gesagt, aber ich finde es nicht mehr.
Seine eigenen Versuche sind dilettantisch, wie die Nutte. Das positive COURAGIERT will er sich ja anheften, auch weil es von Bernie kommt. Da investiert er. Es gibt aber auch schlechte fremd gemachte Tattoos - je nachdem, wie klar die Stecher waren.
Eine tiefere Bedeutung sehe ich in der Unterscheidung nicht. Ich lasse mich aber gern erhellen;)

Interessant ist das Bedürfnis, sich seine "Berufe" und Eigenschaften auf den Körper brennen zu müssen, generell. Die "Nutte" hat ja richtig wehgetan.
 

ulrikerabe

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Das Cover wurde unter Verwendung einer Fotografie von 1965 gestaltet. Ich kann mir vorstellen, dass insbesondere kleine Verlage nicht das riesige Marketingbudget haben. Vom Typ her passt das Foto ja, es spricht an, verführt zum Kauf...
Ihr habt recht in eurer Kritik, blonde Locken sehen anders aus;), stören tut es mich nicht.
Ich glaube, ich hätte in der Buchhandlung an dem Buch vorbeigeschaut. Irgendwie schaut Der Typ aus wie Little Joe aus Bonanza. :)
 

ulrikerabe

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Wir müssten für solche Bücher unbedingt @SuPro reaktivieren! Bei mir ist das eher Küchentischpsychologie. ;)
Ebenso küchenpsychologisch glaube ich, dass sich psychische Erkrankungen auch nicht Weg therapieren lassen. Ein Therapeut kann helfen Strategien zu entwickeln. Aber nicht heilen.
 

kingofmusic

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Du wirst lachen, ich habe die beiden druckfrischen Neuerscheinungen vor Wochen bereits in Meran gesehen. Die Buchhandlung war extrem WR-tauglich aufgestellt, muss ich sagen. Und sowas in Italien;) (also streng genommen).
Vielleicht sollte ich mich mal näher mit dem Programm meiner Büchergilde-Buchhandlung befassen - wer weiß, was sich da noch so findet ha ha ha. Okay, zumindest ein Pendragon-Regal haben sie; das habe ich mal aus dem Augenwinkel wahrgenommen :cool:.
 
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