1. Leseabschnitt: Vorwort, Teil I. Anfang bis einschl. Kapitel 4

Querleserin

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30. Dezember 2015
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Wadern
querleserin.blogspot.com
NeuSprech finde ich zeitgemäßer und passender als Neusprache. Das Nomen selbst ist bereits reduziert und wirkt aggressiver. Ebenso Doppeldenk - ist einfacher und reduzierter als Zwiegedanke. Die Großschreibung spiegelt die Tendenz wider Nomen mit Bindestrich auseinanderzuschreiben.
In dieser Hinsicht gefällt mir die Neu-übersetzung.
 
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Literaturhexle

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2. April 2017
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dieser Hinsicht gefällt mir die Neu-übersetzung.
Ich empfinde sie auch als weit gefälliger. Wobei teilweise völlig verschiedene Worte genutzt werden und man sich fragen muss, welche Version stärker am Original orientiert ist. Als Leserin ist mir das in diesem Fall aber nicht so wichtig, weil sachlich dieselben Inhalte transportiert werden. Bei Manesse ist auch eine Neuausgabe erschienen:
Es wäre interessant, auch diese neue Übersetzung dagegen zu halten.
 

nellsche

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1. September 2018
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So, ich kann nun auch endlich mitreden......

Ich kenne das Buch ja bisher nicht, es ist für mich also komplettes Neuland. Deshalb habe ich das Vorwort auch nicht gelesen, denn ich hatte den Eindruck, als wenn Habeck auf die Inhalte eingeht. Das wollte ich natürlich vorher nicht lesen.

Die Beschreibungen sind total interessant, wobei sie mich nicht komplett erschrecken oder so. Was ich dagegen sehr erschreckend finde, sind die offenlichtlichen Lügen und Verdrehungen der Wahrheit. Die Arbeit von Winston ist ja mächtig interessant. Einfach mal hinterher die Vorhersagen anpassen....heftig. Ich würde ja vermuten, dass damit jemand beauftragt wird, der ein treuer Genosse ist.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und was sich mit O'Brien ergibt....
 

nellsche

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1. September 2018
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NeuSprech finde ich zeitgemäßer und passender als Neusprache. Das Nomen selbst ist bereits reduziert und wirkt aggressiver. Ebenso Doppeldenk - ist einfacher und reduzierter als Zwiegedanke. Die Großschreibung spiegelt die Tendenz wider Nomen mit Bindestrich auseinanderzuschreiben.
In dieser Hinsicht gefällt mir die Neu-übersetzung.
Interessant zu erfahren, wie diese Begriffe im Original hießen. Ich finde sie aktuell sehr prägnant und gut gelungen.
 
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nellsche

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1. September 2018
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Bei Winston hat man förmlich das Gefühl das er ausbrechen möchte, diesen Druck hinter sich lassen möchte. Doch das ist leichter gesagt als getan, er macht brav alles mit, auch wenn es noch so unangenehm ist, und macht einen unbeteiligten Eindruck. Denke da an die Turnübungen:p
Es ist schon Wahnsinn wie viel man auf die heutige Zeit anwenden kann. Ob der Roman in 50 Jahren immer noch, oder schon wieder aktuelle Elemente vorweisen kann?
Den Eindruck habe ich auch von ihm....

Die Turnübungen waren schon witzig. Und bei Winston haben Sie gefruchtet. Aber dennoch unvorstellbar, auf Befehl sich dehnen und bewegen zu müssen.
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Winstons Verhältnis zu seiner Arbeit ist schon irgendwie schwer verständlich, aus der Distanz gesehen.
Er produziert Lügen wider besseres Wissen und macht das offenbar richtig gerne, zumindest wenn es richtig kreativ wird.
 

Querleserin

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30. Dezember 2015
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Wadern
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Winstons Verhältnis zu seiner Arbeit ist schon irgendwie schwer verständlich, aus der Distanz gesehen.
Er produziert Lügen wider besseres Wissen und macht das offenbar richtig gerne, zumindest wenn es richtig kreativ wird.
Ich glaube, dass ihn die Aufgabe reizt. Nicht die Routinefälle, sondern die Veränderungen, die Kreativität erfordern. In diesem Sinne macht er es gern, obwohl er weiß, was er tut. Ich finde den Begriff „Erinnerungsloch“ gut. Größer als eine Lücke...weiß jemand, wie es im Original heißt?
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Ich glaube, dass ihn die Aufgabe reizt. Nicht die Routinefälle, sondern die Veränderungen, die Kreativität erfordern. In diesem Sinne macht er es gern, obwohl er weiß, was er tut. Ich finde den Begriff „Erinnerungsloch“ gut. Größer als eine Lücke...weiß jemand, wie es im Original heißt?

Es heißt "memory hole", in meiner alten Übersetzung "Gedächtnisloch".
 

nellsche

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1. September 2018
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Ich kann das, sogar leicht. Ich komme bis auf den Boden. Unter die Zehen allerdings nicht.

Btw., bin ich eigentlich die einzige, die bei dieser Szene an die "Peloton"-Werbung im TV denken musste? :D
Interessanter Vergleich..... :D Aber Peleton macht man ja immerhin freiwillig.
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Ok, ich finde die Zehenübung auch einfach. Aber wenn ich mir meinen Mann dabei vorstelle..... er würde seeeehr leiden. :p;)
Herrn Hase wäre der Bauch im Wege, aber Bäuche sind ja in Orwells Buch zumindest unter Parteimitgliedern kein Thema. Das einzige, was bei denen fett wird, ist vermutlich die Leber.