1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Information ausblenden

Du bist neu hier?

Unter dem folgenden Link findest Du Hilfe für den Einstieg
Das bietet whatchareadin für Leser 

  1. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    1. Leseabschnitt: Prolog - Ihre kalten Hände - Erster Teil (Anfang bis S. 75)
     
  2. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    Ich habe gerade den Prolog gelesen. ich finde es immer immens spannend, wenn, so wie hier, die Ich-Erzählperspektive ein Alter Ego der Autorin sein könnte. Da stellt sich mir immer die Frage, hätte das, was jetzt kommt, auch tatsächlich passiert sein können.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 4
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  3. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    So geht es mir auch. Man ist als Leser doch immer auf der Suche nach einem autobiografischen Ansatz. Eigentlich merkwürdig. Wir Leser freuen uns immer über die Phantasie eines Autors. Und am Ende ist es das Fünkchen Realität, das wir besonders schätzen. Als ob wir an dem Leben des Autors teilhaben wollen. (Verdammt, jetzt werde ich aber philosophisch :confused::D)
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 4
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • Haha Haha x 1
    • List
  4. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    Ich mag dieses Buch im Buch Szenario. Wie die Ich erzählerin aus dem Prolog, zu dem Mansukript kommt. Dass sich dann die Erzählperspektive dreht und wir plötzlich in der Kindheit des Bildhauers sind. Da sind so viele gute Sätze in den Kapiteln. "Warum ist die Mitte meines Lebens so absolut hohl?" (S. 27) Keine so ungewöhnliche Frage, die sich der Bildhauer stellt. Was er aber dann mit der Frage macht und zu erzählen beginnt, finde ich großartig. Ich finde es auch typisch für asiatische Schriftsteller*innen, dass die Figuren sehr genau beobachten. Der Bildhauer wirkt oft fast unbeteiligt, doch was Han Kang schreibt geht ganz schön tief.
     
    • Stimme zu Stimme zu x 5
    • List
  5. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2017
    Beiträge:
    420
    Zustimmungen:
    296
    Aber genau das ist es.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  6. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    Das stimmt. Bei ihr sitzt jeder Satz. Und manche Sätze gehen unter die Haut. Ich ertappe mich dabei, dass ich vieles mehrfach lese, weil es einfach nur schön und tiefgründig ist. :)
     
    • Stimme zu Stimme zu x 5
    • List
  7. Anjuta

    Anjuta Bronze Mitglied

    Registriert seit:
    8. Januar 2016
    Beiträge:
    464
    Zustimmungen:
    596
    Eine einfache Frage "Warum?" eröffnet de Geschichte und dann dieser Satz: "Diese Dokumente sind keinesfalls die Antwort auf das Warum, vielmehr wird man das Gegenteil erfahren."
    Was nur ist das Gegenteil von warum????
    Ich bin seeeehr gespannt nach diesen ersten Seiten.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 2
    • List
  8. Momo

    Momo Platin Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2014
    Beiträge:
    985
    Zustimmungen:
    1.162
    Ich habe nun den Prolog gelesen und ich glaube, dass uns hier eine grausame Geschichte erwarten wird.
     
  9. Momo

    Momo Platin Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2014
    Beiträge:
    985
    Zustimmungen:
    1.162
    Ich finde die Geschichte mittlerweile sehr packend, dass es mir schwer fällt, das Buch wegzulegen. Die Kindheit von dem Bildhauer finde ich sehr spannend, und wird dadurch deutlicher, weshalb der Bildhauer Bildhauer geworden ist, wobei seine Motive, seine Kunstfiguren grenzwertig sind, so finde ich.

    Es gibt zwei Ichperspektiven, einmal von der Schriftstellerin erzählt, und einmal aus der Sicht des Bildhauers erzählt.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  10. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Der Ort Gwangju spielt im Leben der Autorin eine große Rolle, und in ihrem Roman "Menschenwerk" stand er im Zentrum. Deswegen habe ich mich auch gefragt, wie viel Biographisches in diesem Roman steckt.
     
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  11. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Ich habe das Gefühl, fast alles lässt sich hier (jedenfalls bisher) auf den Gegensatz von Oberfläche (Schein) und Hohlraum (Sein), Außen- und Innenwahrnehmung reduzieren. Die Eltern hatten ihre Masken perfektioniert, und er hat schon als kleines Kind gelernt, es ihnen gleichzutun. Bei den Eltern hatte ich das Gefühl, dass sich hinter der Maske tatsächlich sehr wenig echte Persönlichkeit verbarg, aber er ist es, der sich hohl fühlt.

    Damit ist wohl kein Wunder, dass sich seine Kunst später so entwickelt hat, wie sie es tat.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  12. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Das ging mir bei "Menschenwerk" schon so! Das war auch ein Grund, warum ich "Deine kalten Hände" unbedingt lesen wollte.
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  13. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Eigentlich wäre das Gegenteil ja "warum nicht", aber das ergibt wenig Sinn.

    Vielleicht soll es bedeuten, dass das Leben des Autors nicht die Antwort auf die Frage nach seiner Kunst ist, sondern die Kunst ist die Antwort auf die Fragen in seinem Leben?
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  14. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Aber eigentlich ist es ja kein Wunder, dass er Figuren zeigt, die nur aus ihrer Hülle und der Leere in ihrem Inneren bestehen – von seinen Eltern hat er nie mehr kennengelernt als die Hüllen. Das leere Lächeln seiner Mutter, die falsche Gutmütigkeit seines Vaters, ich habe bisher nicht den Eindruck, dass sich irgendjemand in dieser Familie wirklich kannte.
     
    • Stimme zu Stimme zu x 4
    • List
  15. Momo

    Momo Platin Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2014
    Beiträge:
    985
    Zustimmungen:
    1.162
    Mikka, das hast du schön ausgedrückt. Das sehe ich auch so.
     
  16. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Die einzige Ausnahme mag der Onkel sein. Er wurde zum Wehrdienst gezwungen und verlor Teile der Hand, was er äußerst geschickt zu verbergen weiß. Seine Emotion, seine Meinung, seine Denke lässt er indes ungebändigt raus.
    Er bezeichnet den Vater auch als "Heuchler". Aus dem, was wir bislang wissen, passt das auch. Doch viel wissen wir noch nicht.

    Dass die Mutter den völlig durchgefrorenen Jungen sich selbst überlässt und ausschließlich auf die Fassade achtet, fand ich erschreckend. Ebenso die Reaktion der kleinen Tante auf das neue Kleid sowie die kalte Erwiderung des Vaters auf den Disput...

    Bei einer solchen Familie muss man ja einen Knacks kriegen :confused:
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • Stimme zu Stimme zu x 1
    • List
  17. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Ich bin auf Seite 63.
    Diese Familie ist ja unglaublich es wird immer skurriler! Wie kann man die "Wahrheit" herausprügeln und das gepeinigte Kind dann als Mutig bezeichnen??? Den Eltern muss demnach doch klar gewesen sein, dass der Junge nicht der Dieb war?
    Oder fanden sie es mutig, den Diebstahl zuzugeben? So ganz klar ist mir das nicht.

    Aber mit normalem Menschenverstand kommt man an diese kalten, maskenhaften Gestalten ohnehin nicht ran. Mal sehen, ob sich mein Nebel noch lichtet.
     
    #17 Literaturhexle, 21. Februar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2019
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  18. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

    Registriert seit:
    2. April 2017
    Beiträge:
    3.283
    Zustimmungen:
    3.255
    Gerade habe ich gegoogelt und folgende Erklärung zu der Geschichte mit dem Kirschbaum gefunden (S.59)(Quelle swp .de)
    Ihm zufolge soll der spätere, erste US-Präsident als Kind seine neue Axt ausgerechnet an einem Kirschbaum seines Vaters getestet und das Obstgehölz dabei gefällt haben. Vom Vater zur Rede gestellt, habe der junge George geantwortet, ja, er sei es gewesen. Daraufhin erhält George Washington von seinem Vater Lob dafür, dass er so ehrlich war.

    Demnach meint der Vater, was er sagt:confused:
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  19. Renie

    Renie Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    19. Mai 2014
    Beiträge:
    3.024
    Zustimmungen:
    3.786
    Vielen Dank für den Erklärungsansatz, der mir hilft, U's Kunst ein kleines bisschen besser zu verstehen. Ohne Leserunde wäre ich mal wieder aufgeschmissen.:)
     
    • Gefällt mir Gefällt mir x 1
    • List
  20. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2015
    Beiträge:
    741
    Zustimmungen:
    400
    Das habe ich so verstanden, aber diese ganze Sache ist von vorne bis hinten furchtbar...
     
    • Stimme zu Stimme zu x 3
    • List
Die Seite wird geladen...
Die Seite wird geladen...