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  1. Renie

    Renie Moderator
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    1. Leseabschnitt: Kapitel 1 und 2 (Anfang bis S. 67)
     
  2. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Nanu, noch niemand hier? Habt ihr eure Bücher noch nicht? Ich habe mir das eBook anderweitig besorgt, weil die Leseexemplare schon angefordert waren, als ich mich angemeldet habe.

    Bisher bin ich sehr angetan von dem Buch – der Schreibstil gefällt mir ausnehmend gut, nicht zu platt und nicht zu gewollt anspruchsvoll, und ich habe nicht das Gefühl, dass der Autor das Thema effektheischerisch oder übertrieben brutal ausschlachten wird. Der Protagonist gefällt mir bisher auch gut, er scheint aufgeschlossener für neue Ermittlungsansätze zu sein als sein Kollege. Er begegnet den Familien der Jungen anscheinend auch mit mehr Respekt und Mitgefühl. Das merkt man ja schon daran, das es ihm so wichtig ist, alle Namen zu kennen und die Jungen nicht nur bei der Nummer zu nennen.

    Ich habe noch nicht so ganz verstanden, was denn jetzt wirklich mit seiner Frau und seinem Sohn passiert ist und was vielleicht nur ein wiederkehrender Albtraum ist. Dass sie tot sind, scheint mir sicher, aber das "wie" ist die Frage. Vermutlich nicht bei einem Flugzeugabsturz wie in seinem Traum – sind sie im Bombenhagel gestorben und er kann deswegen nicht mehr fliegen, weil der Tod dann ja auch per Flugzeug kam?

    Meine Mutter hat mir früher immer das Lied vorgesungen: "Warte, warte noch ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir... Mit dem kleinen Hackebeilchen..." Eigentlich ja kein Lied, das sich als Kinderlied anbietet, aber ich glaube, mir war damals nicht bewusst, dass es Haarmann wirklich gab.
     
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  3. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Ich hatte heute das Buch mit ins Wartezimmer genommen und war mir sicher, einiges zu schaffen. Aber Pustekuchen, alle Augenblicke wurde ich gestört. Ich will aber heute noch anfangen.:)
     
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  4. sursulapitschi

    sursulapitschi Mitglied

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    Ich hatte überlegt, ob ich noch etwas einschiebe, aber wenn es hier jetzt los geht, fange ich mal an!
     
  5. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Ich finde den Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Lahnstein als Ermittler ist, das ähnelt auch den anderen Krimis aus dieser Zeit, vom Krieg angeschlagen. Ich bin gespannt, was sich aus den Andeutungen zu seiner Familie noch ergibt. Wenn man sich die Liste der verschwundenen Jungens ansieht, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass so auf Sparflamme ermittelt wurde.

    Ausgewandert, Kommunist, einer Bande angeschlossen usw - so ähnlich scheint die Meinung der Polizei zu sein. Das kam ja auch im Gespräch von Lahnstein und "Mutter Nr. 3" zum Ausdruck.

    Die kursiven Einschübe finde ich sehr authentische Zeitbilder. Sowohl die Gedanken des Jungen, der in Hannover umsteigen muss - ich befürchte das Schlimmste für ihn - , wie auch die Gedanken Haarmanns, während er die blutigen Dielen schrubbt.

    Makaber die Hinweise auf Menschenfleisch und die Scheibe Leberwurst, die sich Lahnstein zur Untersuchung abschneiden lässt.
    Aber es hieß ja schon im Lied:
    ......mit dem kleinen Hackebeilchen,
    macht er Schabefleisch aus dir.
    Aus den Augen macht er Sülze,
    aus dem Hintern macht er Speck,
    aus den Därmen macht er Würste
    und den Rest, den schmeißt er weg.

    Ich finde die Namensähnlichkeit des Zeugen/Verdächtigen Franz Hörmann auch bemerkenswert. War das Zufall?
     
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  6. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Das fand ich auch bemerkenswert. Müller scheint da eher von der grobschlächtigen Sorte zu sein. Vielleicht war es auch diese Einstellung bei der historischen Polizeiarbeit, die Haarmann solange unentdeckt liess.
     
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  7. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Es gab zwar auch schon im 1. Weltkrieg Bombenflüge, aber nicht so flächendeckend wie im 2.WK, deshalb schien mir die Theorie vom Bombentod nicht so schlüssig und ich rätsle auch noch.
     
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  8. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    @Bibliomarie

    Ja, bei Krimis, die in dieser Zeit spielen, hat die Handlung immer zwangsläufig zwei Ebenen mit ihrer ganz eigenen Spannung und ihrem sehr unterschiedlichen Konfliktpotential.

    Ich vermute, dass in der Zeit tatsächlich ein wenig auf Sparflamme ermittelt wurde, denn es starben im Krieg so viele, dass es sicher zu einer gewissen Abstumpfung führte. So in der Art "Was sind schon ein Dutzend Jungen mehr, im Krieg sind viel mehr gestorben..."

    Ich denke auch, dass der Junge wahrscheinlich das nächste Opfer sein wird... Hörmann/Haarmann – da bin ich mal gespannt, ob das Zufall ist.
     
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  9. sursulapitschi

    sursulapitschi Mitglied

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    Ich wollte dieses Buch eigentlich nur lesen, weil ich aus Hannover komme und wissen wollte, wie das war mit dem Haarmann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es ein richtig gutes Buch sein könnte, aber ich glaube, das ist es.
    Ich musste erst einmal den Autor googeln, nie von ihm gehört. Der Stil ist eigen, aber ich mag ihn sehr. Man muss sich daran gewöhnen.

    Wir haben hier unglaublich viel Atmosphäre und Zeitkollorit, das ist toll. Man lernt sogar was, von Schweizern als Beruf habe ich noch nie gehört.

    Ich bin sehr gespannt, wie Lahnstein da etwas herausfinden will, das scheint ja sehr hoffnungslos auszusehen.
     
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  10. Bibliomarie

    Bibliomarie Bronze Mitglied

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    Mir gefällt die Sprache auch sehr gut, ich war sofort mittendrin.
     
  11. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    @sursulapitschi

    Ich bin auch positiv überrascht! Der Stil gefällt mir sehr, weil er was ganz Eigenes ist.

    Stimmt, Schweizern war mir auch neu!
     
  12. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Ich hab mal versucht, das erste Kapitel zusammenzufassen, aber das ist etwas arg lang geworden...


    Im ersten Kapitel begegnen wir einem Jungen, der offensichtlich von Zuhause abgehauen ist. Er ist zu Fuß unterwegs, mit dem Ziel, den Zug nach Hannover zu nehmen und dort umzusteigen.

    Dann lernen wir die Ermittler Lahnstein und Müller kennen, die am Fall der verschwundenen und mutmaßlich ermordeten Jungen arbeiten. Kommissar Müller ist Lahnstein untergeordnet.

    Lahnstein durchsucht die Akten und stellt fest, dass eine Akte mit einem Buchstaben zwischen G und M fehlt. Später spricht er Müller darauf an, der angeblich nichts davon weiß.

    Auf dem Weg nachhause geht er an der Stelle vorbei, wo die "Puppenjungs", minderjährige männliche Prostituierte, sich anbieten. Er hofft darauf, den Entführer/Mörder dabei zu erwischen, wie er sich einem der Jungen nähert.

    Lahnstein hat einen wiederkehrenden Albtraum, in dem er über eine Landschaft fliegt und die Sonne im Blick behält, weil "sie von dort kommen" werden. Im Flugzeug sitzen auch seine Frau Lissy und sein Sohn August. Etwas geht schief, aber bevor es zur Bruchlandung kommt, wacht er auf.

    Lahnstein denkt über den zeitlichen Ablauf nach, welcher Junge wann verschwunden ist, bisher sind es zehn. Es ist im wichtig, die Namen aller Jungen auswendig zu können und sie nicht nur bei ihrer Fallnummer zu nennen. Bis jetzt erkennt er kein Muster, das den Mörder überführen könnte. Er hofft auf eine Leiche, die mehr Spuren liefern könnte, und verachtet sich selber für den Gedanken. Er will noch nicht ausschließen, dass ein Teil der Jungen möglicherweise abgehauen sind, um nach Amerika auszuwandern und sich bei der Fremdenlegion zu melden. Bisher waren die Jungen meist Arbeiterkinder, keine Kinder reicher Leute.

    Lahnsteins Vermieterin erzählt im, dass im Wirtshaus Walterscheidt angeblich Menschenfleisch aufgetaucht ist. Müller verlacht Lahnstein später, weil er das tatsächlich überprüfen will.

    Als Lahnstein unterwegs ist, bekommen wir viele Eindrücke vom Leben der Zeit. Hitler, Inflation, Kriegsgeschädigte usw. Er kauft seine Zigarren immer im gleichen Kiosk, weil er an der Besitzerin interessiert ist. Er schämt sich dafür und denkt an die Familie, die erst vor relativ kurzer Zeit verloren hat.

    Die Eltern des elften verschwundenen Jungen kommen, um ihn vermisst zu melden. Sie haben vor kurzem noch ein Wurstpaket von ihm bekommen, und Lahnstein lässt sich ein Stück der Wurst zur Überprüfung geben. Die Eltern erzählen ihm, ihr Sohn habe angeblich eine Waffe gehabt, weswegen er seine Lehrstelle verloren habe. Lahnstein hakt nach, ob der Junge vielleicht Kommunist ist, sich dem Aufstand anschließen will. Außerdem versucht er herauszufinden, ob Adolf möglicherweise homosexuell ist.

    Lahnstein ist als Vorgesetzter neu in diesem Kommisariat, und es gibt Spannungen zwischen ihm und den "Alteingesessenen".

    Es folgt eine Sequenz aus Sicht des Mörder, in der er die Blutflecken wegwischt und darüber nachdenkt, dass er einem Polizisten erfolgreich "Pferdefleisch" angeboten hat. Er zieht mit einem Eimer voller Knochen los und wirft sie in die Leine.
     
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  13. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Kapitel 2:

    Der junge Ausreißer denkt an deinen Mann aus Neuseeland namens Craig, der in ihm den Wunsch weckte, nach Dunedin auszuwandern. Er denkt an Monika, die Tochter des Pfarrers, in die er wohl verschossen war. Der Zug, in dem er sitzt, macht eine Vollbremsung.

    Lahnstein wird von der Mutter des dritten Jungen aufgesucht, sie will Lahnstein ohne die Anwesenheit von Müller sprechen. Die Eltern gelten als anstrengend, weil sie Anzeigen geschaltet und einen Detektiv engagiert haben.Die Mutter ist der Meinung, dass ihr Sohn nicht mit den anderen Jungen gleichgesetzt werden sollte, da diese ihrer Meinung nach zur untersten Schicht gehörten und ihr Sohn nicht. Sie glaubt, ihr Sohn sei wegen seiner teuren Uhr von einem Räuber ermordet worden.

    Lahnsteig denkt darüber nach, was in ihm als Jugendlicher den Wunsch geweckt hat, Pilot zu werden (die Flugmaschinen von Wright), und an seine Cousine Wilma, in die er damals verliebt war. Im Krieg wäre er als Polizist nicht eingezogen worden, meldete sich aber freiwillig bei den Kampffliegern. Er denkt daran, dass Lissy und August "dort oben geblieben" sind, und deswegen kann er nicht mehr fliegen.

    Er fragt im Archiv nach der Akte Franz Hörmann, aber es gibt keine. Danach fährt er zur Witwe Sürmann, wo er ihr sagt, er habe als Feldflieger neun Abschüsse gehabt – in Wirklichkeit waren es nur zwei, aber das lässt sich nicht ohne Gesichtsverlust sagen. Er spricht mit ihr über Adolf Hannapel, der tatsächlich mit einer Waffe erwischt wurde, weswegen die Witwe ihn für einen Kommunisten hält. Vom Oberschweizer erfährt Lahnstein, dass der Schweizer Sieversen verschwunden ist und Adolf Hannapel nicht ausstehen konnte.

    Auf der Rückfahrt denkt Lahnstein an seine Zeit in Kriegsgefangenschaft.Er bekam regelmäßig Briefe von Lissy und schloss sich einer sozialdemokratischen Gruppierung der Gefangenen an. Er freundete sich mit einem Mitgefangenen an und führte eine Art homoerotische Zweckgemeinschaft mit ihm.

    Lahnstein und seine Polizisten versuchen bei einer nationalsozialistischen Demonstration für Ordnung zu sorgen. Lahnstein hat eine Theorie, dass die Nazis, vielleicht Parteichef Schreyer, etwas mit dem Verschwinden der Jungen zu tun haben. Eine Gegendemonstration der Kommunisten trifft auf den Zug der Nationalsozialisten und es kommt kurz zu Ausschreitungen. Lahnstein sieht, dass ein Mann mit dem Messer verwundet wird, als sich der Krawall jedoch auflöst, ist von ihm nichts zu sehen.

    Lahnstein betritt den Kiosk, um neue Zigaretten zu kaufen, und sieht, wie ein Mann nach Zigaretten auf den oberen Regalen verlangt, um der Besitzerin unter den Rock schauen zu können.Sie verweist ihn des Ladens, der Mann greift nach ihrem Arm, Lahnstein schmeißt ihn raus.

    Am nächsten Morgen wartet vor seinem Büro die Mutter des nächsten Opfers. Ihr Sohn sollte eine neue Stelle anfangen beim Kaufmann Grusen, aber sie wollte das nicht, weil Grusen als Homosexueller mit Vorliebe für ganz junge Jungs verschrien ist

    Frage: An dieser Stelle denkt er daran, dass er einen Fehler gemacht hat, der den Jungen womöglich das Leben kostet – worum geht es da, ich verstehe nicht, was er meint?

    Es folgt wieder eine Passage aus Sicht des Mörders. Er besitzt einen falschen Ausweis ald Kriminalbeamter. Er denkt an einen Hans, einen Zuhälter, mit dem er wohl eine Art einseitiger Beziehung hat, und an einen Hugo, der Hans gegen ihn aufgebracht hat.
     
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  14. Renie

    Renie Moderator
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    So sehe ich ihn auch. Er macht auf mich aber auch den Eindruck eines "Getriebenen". Merkwürdig war für mich, dass er häufig in Menschen, die ihm begegnen den potenziellen Täter sieht. Zumindest fragt er sich, ob diese das Zeug dazu hätten. Genauso wie er jeden Jungen, dem er begegnet, als potenzielles Opfer sieht und diesen am liebsten warnen würde. Er scheint den Kopf nicht freizukriegen. Sein Leben wird von diesem Fall beherrscht. Und das, obwohl er den Fall gerade erst übernommen hat.
     
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  15. Renie

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    Interessant, dass es Lieder über Haarmann gab. Haarmann sagte mir vor diesem Buch gar nichts.
     
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  16. Renie

    Renie Moderator
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    Vielleicht fehlte hier einfach Personal. Aufgrund des Krieges ist die deutsche Männerschaft ja ziemlich ausgedünnt gewesen. Vermutlich kam man mit der Ausbildung nicht mehr nach.
     
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  17. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Ich würde hier ja das YouTube-Video einer Aufnahme aus dem Jahr 1961 plus passenden Bildern verlinken, aber das verrät eine wichtige Sache, die Lahnstein im Buch erst noch herausfinden muss.

    Der Text, ohne den Teil, ab der das Lied spoilert:

    Warte, warte nur ein Weilchen,
    dann kommt Haarmann auch zu dir,
    mit dem kleinen Hackebeilchen,
    macht er Schabefleisch aus dir.
    Aus den Augen macht er Sülze,
    aus dem Hintern macht er Speck,
    aus den Därmen macht er Würste
    und den Rest, den schmeißt er weg.
    In Hannover an der Leine,
    Rote Reihe Nummer 8,
    wohnt der Massenmörder Haarmann,
    der schon manchen umgebracht.
     
  18. Renie

    Renie Moderator
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    In diesem LA steht für mich der Zeitgeist im Vorder
    Baahh, und das war ein Kinderlied? :D
     
  19. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Wahrscheinlich war es gar nicht als Kinderlied gedacht, aber meine Mutter sang es halt immer...
     
  20. claudi-1963

    claudi-1963 Silber Mitglied

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    Also ich bin von dem Schreibstil bisher noch nicht so begeistert wie alle anderen. Das ganze fängt meiner Ansicht nach sehr zäh und teils auch verwirrend an. Die Rückblenden von Lahnsteins Vergangenheit kann ich hier auch noch nicht so ganz greifen. Ist den seine Frau und August nun tot oder leben sie einfach nicht mehr bei ihm? So ganz habe ich das noch nicht gerafft, allerdings vermute ich das sie tot ist. Nur warum der Autor das dann so wirr darstellt verstehe ich noch nicht ganz. Auch die ganzen Ermittlungen finde ich bisher sehr zäh beschrieben von ihm.
    Zudem muss ich mich noch daran gewöhnen, das die Dialoge nicht mit Anführungszeichen gekenzeichnst sind, das ist für mich das erste Mal und wirkt auf mich schon sehr befremdlich.
    Das es diesen Serientäter Haarmann im realen Leben damals wirklich gab, macht das Ganze natürlich noch interessanter.
    Komisch ist es ja, das man anscheinend den Täter kennt, aber ihn bisher nicht zu fassen bekam oder ihm eben nichts nachweisen konnte.

    Lahnstein finde ich sehr sympathisch, während Müller für mich eher einer der brutaleren Sorte ist und auch keine Rücksicht auf irgendwelche Gesetze nimmt. Mir scheint er hat es vor allem auf Homosexuelle abgesehen, was sicher an seinem nationalsozialistischen Gedankengut liegt. Hier spürt man auch sehr gut die ersten Anfänge des Nationalsozialismus. Lahnsteinss Faible für Flugzeuge kann ich gut nachvollziehen. Doch irgendwas muss mit seiner Frau und dem Sohn passiert sein, das er jetzt nicht mehr fliegen möchte.

    Der Junge den man in den kursiven Abschnitten kennenlernt, ich vermute das er das nächste Opfer des Haarmanns wird, den ich habe das Gefühl das Haarmann die Jungs oft im Bahnhof findet.

    Den Beruf Schweizer habe ich bisher noch nicht gehört, ist aber irgendwie naheliegend wenn man da an die Schweizer Garde denkt, die dort als Bewacher eingesetzt werden. Ich wüsste nur nicht, das man die noch woanders eingesetzt hatte.

    Dieses Lied vom Haarmann ist ja total bekannt, ich hatte es nur nie mit einer realen Person verbunden. Ich denke mal das sie dringend dem Tipp von dem Mann aus der Neuen Straße nachgehen sollten. Irgendwie hatte ich da kein gutes Gefühl als die Frau da sagte, das einer beobachtet habe, das da keine Jungs mehr rauskommen, die dort ins Gebäude gingen.

    Lahnstein wird auf mich diszipliniert, aber auch sehr nervös, was sicher daran liegt das er der Täter schnell finden möchte. Doch ich vermute mal das es noch ein paar weitere vermisste Jungs geben wird.

    Für die Mütter muss es schlimm sein, nicht zu wissen was mit ihren Jungs passiert ist.
     
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