1. Leseabschnitt: Die ersten 6 Kapitel (Beginn bis Seite 33)

otegami

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17. Dezember 2021
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Ich denke, müsste ich mich entscheiden zwischen "einem Mann zu Füßen sitzen, diesen anhimmeln" oder "in der Küche walten und schalten ohne dass mir jemand dreinredet" ich würde mich immer für die Küche entscheiden. :)
:D Also ich sehe schon, Jesus wäre bei einem Besuch in unserer Leserunde total enttäuscht gewesen: niemand säße zu seinen Füßen, aber alle tummelten sich in der Küche! :cool:
 

ulrikerabe

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14. August 2017
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Wien
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Wovon ich ja hellauf entzückt bin: die Darstellung der römischen Zahlen (als Kapitelnummerierung) mit Besteck! Mich (als Genießerin :) ) spricht das besonders an!
Und diese bildhaften Beschreibungen! Z.B. gleich am Anfang: '......liegt Berlevaag wie das Spielzeugdorf eines Kindes aus kleinen Holzklötzchen, die in Grau, Gelb...........
Einfach nur herrlich! Ich 'sehe' das so richtig deutlich vor mir!
Ich finde das ganze Buch wunderschön. Eines zum Liebhaben und Anschauen und Angreifen, immer wieder... :)

Ich finde auch den Bildausschnitt als Titelbild passend , die Männer sich herrlich zuprostend, die Frau am Tisch, als ginge es sie gar nichts an

hier das ganze Bild
 

RuLeka

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30. Januar 2018
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Ich finde das ganze Buch wunderschön. Eines zum Liebhaben und Anschauen und Angreifen, immer wieder... :)

Ich finde auch den Bildausschnitt als Titelbild passend , die Männer sich herrlich zuprostend, die Frau am Tisch, als ginge es sie gar nichts an

hier das ganze Bild
Vielen Dank ! Das Bild ist wunderschön, Kroyer gefällt mir sowieso sehr gut.
 

Die Häsin

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11. Dezember 2019
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Rhönrand bei Fulda
Das dürften die wenigsten sein :cool:. Aber ich finde die Anmerkungen auch sehr interessant. Besonders, dass Oslo früher Christiania hieß - wusste ich bisher nicht. Aber wenn wir im Urlaub dann in Oslo sind, kann ich vor meiner Familie mit diesem Wissen angeben ha ha ha. :D
Wenn von Christiania die Rede ist, fällt mir immer Knut Hamsuns berühmtester Roman ein. Der handelt auch vom Essen, nebenbei.



ps. Vielleicht mal ein Vorschlag für ein Monatsthema, @Literaturhexle ?
Lies ein Buch, das vom Essen handelt?
 

Barbara62

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19. März 2020
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Das dürften die wenigsten sein :cool:. Aber ich finde die Anmerkungen auch sehr interessant. Besonders, dass Oslo früher Christiania hieß - wusste ich bisher nicht. Aber wenn wir im Urlaub dann in Oslo sind, kann ich vor meiner Familie mit diesem Wissen angeben ha ha ha. :D
Ich hatte das vor kurzem in dem tollen biografischen Roman "Die Hebamme" und freute mich nun, dass es wieder vorkam und ich es schon wusste. :cool:
 

otegami

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17. Dezember 2021
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Ich hatte das vor kurzem in dem tollen biografischen Roman "Die Hebamme" und freute mich nun, dass es wieder vorkam und ich es schon wusste. :cool:
Davon war ich auch total begeistert!
Die Oma meines Mannes war auch Hebamme gewesen, hatte 10 Kinder auf die Welt gebracht - teilweise kurz vor ihren eigenen Entbindungen und hat danach gleich wieder gearbeitet. Aber im Gegensatz zum Buch hat ihr Mann - einfacher Landwirt und Korbflechter - angepackt, wenn sie nicht daheim war und hat alles aufgefangen. Schon damals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Ehe auf Augenhöhe! Damals waren ja die Hebammen tagelang bei den Wöchnerinnen, hatten auch ihr Strickzeug dabei. ;) Ihre Aufzeichnungen waren hochinteressant: neben des Angaben zum Kind und der Familie standen auch oft die Naturalien, mit denen die Geburt bezahlt wurde. Mein Mann hat die dann unserem Stadtarchiv vermacht.
 

otegami

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17. Dezember 2021
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Nur 10 insgesamt? Hast du dich vertippt oder habe ich einen Hänger?
Oder hatte sie 10 eigene Kinder?
Es waren 10 eigene ;) und 1200 Kindern hatte sie als Hebamme geholfen, auf die Welt geholfen. Ihre Kollegin in einem Nachbardorf hatte auch 10 Kinder und gegenseitig standen sie dann bei den jeweils eigenen Geburten bei.
 

Barbara62

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19. März 2020
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Baden-Württemberg
mit-büchern-um-die-welt.de
Ihr habt schon einiges zur Ausstattung gesagt, ein Hochgenuss! Ich liebe fadengeheftete Bücher, und wenn dann der Faden wir hier noch eine andere Farbe hat (schwarz? dunkelblau?) ist es perfekt. Cover, Material, Gestaltung der Kapitelüberschriften - hier hat sich der Verlag wirklich größte Mühe gegeben.

Die Sprache gefällt mir ebenfalls sehr gut, leicht ironisch der Ton, passend leicht antiquiert und doch sehr gut lesbar. Die beiden alten Jungfern werden mit einem Augenzwinkern beschrieben. Die Welt dieser Freikirchen ist mir sehr fremd, die Strenge, das Entsagen, die hohen Ansprüche an die Moral, das alles engt die Welt der Gemeindemitglieder, vor allem der Frauen, extrem ein. Nur die Aussicht auf einen Platz im Paradies bei entsprechender Fügsamkeit hellt das Leben auf.

Babette hat es faustdick hinter den Ohren, sie war aktiv im französischen Bürgerkrieg und musste fliehen. Nun hat sie sich in diese Gemeinschaft eingefunden, führt im Haushalt der Schwestern und in der Gemeinde ein strenges Regiment, aber alles zum besten ihrer Arbeitgeberinnen, die sich schon bald ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen können und wollen.

Ein wirklich vergnügliche Lektüre!
 

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