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  1. Renie

    Renie Moderator
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    1. Leseabschnitt: Anfang bis S. 88 (Kapitel 1 bis Kapitel 6)
     
  2. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Hach ja, ich bin verliebt in dieses Buch. Der Schreibstil ist einfach wunderbar, die Autorin sagt in wenigen Sätzen ganz viel – Lebensgefühl und -wirklichkeit komprimiert in ein paar prägnanten Bildern.
     
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  3. FrancieNolan

    FrancieNolan Mitglied

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    Absolut. Ich finde es auch wieder erstaunlich, wie schnell sie diese „norddeutsche“ Atmosphäre herstellt und man völlig eingesogen ist im Buch. Ich war jedenfalls nach wenigen Sätzen da auf dem Land in Schleswig...das Gleiche gilt dann für die Charakterisierung der Menschen mit wenigen „Federstrichen“.
    Da ich das Hörbuch höre, muss ich sagen, dass ich Hannelore Hoger stimmungsmäßig auch für eine Idealbesetzung halte. Allerdings fällt es schwer, richtig dranzubleiben durch diese besondere Stimme - beim Autofahren kann ich‘s nicht hören, dann wäre die Gefahr, dass ich auch „Mittagsstunde“ halte...
     
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  4. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Damit ist alles gesagt. Während der ersten Seiten habe ich schallend gelacht: jedes Dorf hat sein Original, hier in Brinkebüll ist es Marrett mit ihrem Weltuntergangs-phantasien. Sätze zum Niederknien, toll!
    Im Allgemeinen finde Ich, dass man die Sätze beim Hörbuch bewusster wahrnimmt, weil man nichts überlesen kann, alles etwas langsamer geschieht. Beim Autofahren kann ich aber auch nicht gut zuhören, wenn ich die Bedeutung jedes Satzes verstehen will, was bei diesem Buch definitiv der Fall ist .
     
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  5. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

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    Mir gefiel auch, wie Ingwer Rückschlüsse auf die Person allein wegen ihres Namens zieht.
     
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  6. milkysilvermoon

    milkysilvermoon Aktives Mitglied

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    Ich bin gestern Abend in das Buch gestartet und habe den ersten Abschnitt in einem Rutsch gelesen.

    Ich bin ebenfalls ganz hin und weg, was den Schreibstil und die Sprache angeht. So starke Bilder, so treffende Vergleiche und so pointierte Beschreibungen... Das Lesen ist ein Genuss.

    Ich finde auch die Personen sehr interessant. Einerseits charakteristisch für den Landstrich, andererseits jede auch einzigartig und irgendwie besonders.
     
    #6 milkysilvermoon, 9. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2019
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  7. milkysilvermoon

    milkysilvermoon Aktives Mitglied

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    Ich bin seit zwei bis drei Jahren auch begeisterte Hörbuch-Hörerin. Manche Romane lese ich aber lieber. Ich mag es, besonders tolle Sätze mehrmals zu lesen. Ich habe eher das Gefühl, dass man beim Zuhören mal etwas verpasst...

    Hannelore Hogers Stimme finde ich super. Kann mir gut vorstellen, dass es gut zur Geschichte passt.
     
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  8. FrancieNolan

    FrancieNolan Mitglied

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    Ja, HH passt absolut, ich mag sie auch, das ist es nicht. Man kann auch gut mithören, nur die wirkliche Schönheit der Sprache in allen Details mitzukriegen, ist bei diesem Hörbuch schwierig, beim Lesen dagegen sehr eindrucksvoll, finde ich. Und man kann im Hörbuch nicht ganz so gut blättern und bestimmte Stellen noch mal lesen, nicht per CD.
    Du hast das gut erfasst „manche Romane lese ich lieber“, ich glaube, dass das hier zutrifft, ich ärgere mich jetzt etwas, dass ich nicht das Buch gekauft habe.
     
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  9. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das ist in der Tat ein großer Nachteil. Auch kann man schöne Stellen nicht markieren.
     
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  10. Leseglück

    Leseglück Aktives Mitglied

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    Ich kann euch nur zustimmen: ich finde die Sprache auch sehr gut. Fast poetisch. Ich habe mir schon viele Stellen angestrichen, die ich schön oder treffend formuliert finde (solche Sätze lese ich dann gern noch ein zweites Mal)

    Das fand ich auch interessant. Ich könnte nicht allein vom Namen her erkennen ob jemand vom Dorf kommt oder von der Stadt. Das scheint im hohen Norden eher möglich zu sein. Wenn jemand einen ostfriesischen Namen hat, ist die Wahrscheinlichkeit wohl sehr groß, dass man vom Dorf kommt.
    Dörte Hansen nennt Kinder, die vom Dorf kommen und - meist als erste in der Familie - zum Studieren in die Stadt gehen, "Kartoffelkinder". Ich finde das sehr treffend. Ich musste als Kind auch bei der Kartoffelernte helfen :)
    Das ambivalente Verhältnis dieser Kartoffelkinder zu ihrer Heimat wird auch schön beschrieben. "Seltsam kreisten die Kartoffelkinder lebenslang um ihre Dörfer, blieben auf den Umlaufbahnen, die sie hielten, nicht zu nah und nicht zu fern..." Sie beschreibt auch das sog. Hochstablersyndrom, das viele Aufsteiger kennen. s. 23: "Bis heute staunte er darüber, das er in all den Jahren niemals aufgeflogen war..."

    Für die Zunehmende Demenz von Ella Feddersen findet die Autorin auch treffende Worte: "Sie war in fließenden Gewässern unterwegs, wo Menschen, Zeiten, Orte durcheinendertrieben.."

    Jetzt am Ende des ersten Abschnitts finde ich die Beschreibung des Dorflebens fast bedrückend. Dieses Schweigen über ganz wichtige Dinge! Nicht nur zwischen den Paaren herrscht Schweigen auch im Dorf spricht man nicht offen über die Dinge. Es wird getratscht, nie weiß man was die anderen wissen.
    Wir Leser wissen, dass einer der Landvermesser der Vater von Marrets Kind ist...einer wird auch genauer beschrieben, der wird es wohl gewesen sein. Wer der Vater von Marret ist, das wissen wir nicht oder noch nicht.
    Ich kann die Scham der Eltern ganz gut verstehen. Man kann sich als Dorfbewohner gut vorstellen, wie der Tratsch bei einer solchen Geschichte losgeht.
    Insofern finde ich es nicht tragisch, dass die alten Dorfstrukturen - beginnend mit der Flurbereinigung - aufgebrochen wurden.
     
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  11. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

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    Mein Mann ist Vorarlberger, dort gibt es auch sehr spezifische Namen.
    Da liegt die Trefferquote recht hoch, auch in Wien. Aber natürlich nicht zu 100 % :)
     
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  12. ulrikerabe

    ulrikerabe Aktives Mitglied

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    Dabei ist die Dorfstruktur schon universell. Natürlich ist der Dialekt anders und die Geografie, aber das Schweigen, der Dorftratsch, das Gefühl der Schande über ein uneheliches Kind, das könnte überall passieren, ob Friesland oder Gebirgsdorf...
     
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  13. Renie

    Renie Moderator
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    Diese Stimmung habe ich auch wahrgenommen. Einerseits wirkt das Dorf sehr idyllisch auf mich, was vermutlich an meiner eigenen Kindheit auf dem Land liegt ... da habe ich gern die rosarote Brille auf.;) Doch es gibt viele Momente, da hat dieses Dorfleben etwas Feindseliges und Abweisendes.
     
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  14. Renie

    Renie Moderator
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    Mich fasziniert der geschickte Einstieg in die Geschichte: Anfangs habe ich Marret als Randfigur wahrgenommen - irgendeine verrückte Alte aus diesem Dorf. Doch auf einmal nimmt sie eine wichtige Rolle ein. Genau das Gleiche habe ich auch bei Söhnken und Ella festgestellt. Ich fühlte mich anfangs ein bisschen wie eine Fremde, die in dieses Dorf kommt und zunächst keinen Zugang zu den Bewohnern hat, da diese so gut wie gar nichts von sich Preis geben. Mit der Zeit lernt man die Bewohner kennen und kommt ihnen näher. Ein feiner Kniff, den Frau Hansen da anwendet.
    Die Beschreibung der einzelnen Dorfbewohner ist schon sehr besonders. Was für Typen ;) Einer meiner Favoriten ist der Lehrer oder die Edeka-Frau. Herrlich :p

    Ich bin mit @Literaturhexle einer Meinung: Die Sprache ist zum Niederknien. Ich bin Fan von Metaphern und Vergleichen, und komme voll auf meine Kosten. Frau Hansen zieht hier sämtliche Register. Mit welcher Kreativität sie dabei formuliert. Sagenhaft:reader5

    Ach, und eines noch. Es gibt da dieses Kapitel "Kuckuck, kuckuck ...". Dass dieses Kinderlied ausgerechnet für den Teil mit dem Kuckuckskind Marret herhalten muss. Was habe ich gelacht, als Söhnken die Wahrheit bewusst wurde. Ich war ja schon ein bisschen schadenfroh, zumal er selbst ganz gut im Austeilen ist, was seine Kumpels und Nachbarn in der Kneipe angeht. Ich hoffe nur, dass wir noch mehr über Ella erfahren. Sie ist bestimmt noch für eine Überraschung gut.
     
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  15. milkysilvermoon

    milkysilvermoon Aktives Mitglied

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    Ja, das stimmt. Die Struktur, die Geflogenheiten, die Verhältnisse und Umstände sind schon ähnlich.
     
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  16. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Das fand ich auch klasse! Man fragt sich, inwieweit er richtig liegt...
     
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  17. Mikka Liest

    Mikka Liest Silber Mitglied

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    Das ist so typisch, finde ich! Alles wird durchs Dorf getragen, nur die wirklich wichtigen Dinge werden nicht zwischen den Leuten besprochen, die es wirklich angeht.

    Ich hatte beim Lesen immer mehr den Eindruck, dass Marret eigentlich wie ein Kind ist, das noch gar nicht die emotionale oder geistige Kompetenz hat, darüber zu entscheiden, ob sie wirklich Sex haben will/sollte. Die Szene, wo sie unter das Bett kriecht und überall nach dem verschwundenen jungen Mann sucht, da habe ich mich gefragt, ob wie vielleicht eine geistige Behinderung hat, die nie erkannt wurde, weil sie nie dahingehend untersucht wurde.

    Ihre Eltern haben es immer einfach hingenommen, dass sie halt merkwürdig ist, ohne sich zu fragen, ob da mehr hintersteckt.
     
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  18. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Bin habe ich den Abschnitt beendet und das anfängliche Lachen über Marret bleibt mir nun im Halse stecken.
    Ich fühle mich eigentümlich berührt von diesen Geschichten, von diesen Personen. Ich erkenne Teile aus meiner Kindheit (ich lebte in einem 600 Seelen Dorf), ich kann die Biografien nachempfinden, weil die Autorin in der Lage ist, tiefe Gefühle nachvollziehbar zu formulieren. In Bildern? Mit Metaphern? Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben kann. Aber sie trifft den Kern.

    Egal ob Ingwers Liebe zum Land
    Er hing an diesem rohem, abgewetzten Land, wie man an einem abgeliebten Stofftier hing,...


    Oder die Charakterisierung von Marret:
    Marret war wie etwas Flüchtiges, Verwehtes, das ständig seine Form veränderte,...

    Wie sie dann verführt wurde:
    Es war nichts Weltbewegendes, nur eine kleine, uralte Geschichte, aber Marret kannte sie noch nicht

    Da hat einer der Landvermesser die unschuldige verdreihte Marret ausgenutzt. Wie unglücklich war sie, dass sie zweimal in die Tiefe sprang, um das loszuwerden, was nicht weggeht... Furchtbar. Und niemand da zum Reden.

    Das von @Leseglück erwähnte Zitat zur dementen Ella: wie treffend ist das! Ich erlebe die Krankheit gerade im nächsten Umfeld: man kann es nicht schöner ausdrücken: wie in fließenden Gewässern unterwegs, durch Raum und Zeit...

    Ingwer, der Enkel, für den die Großeltern aber eigentlich Eltern waren. Wie Hansen die Gefühle beschreibt, die ihn umtreiben, so dass er ein Sabbatjahr nimmt, um für die sterblichen alten Leute da zu sein...
    Im Gegensatz dazu die bröckelnde Beziehung mit Ragnhild in Kiel, die kalte Unterströmung, die etwas auseinandertreibt.

    Lehrer Steensen: auf den ersten Blick ein harter Knochen, auf den zweiten auch sentimental, ehrlich (er schlägt nur mit der Hand, heult manchmal selbst mit), er überreicht jedem Kind zum Abschied ein Bild mit Widmung und Brief. Er versucht es gut zu machen, er schont sich selbst nicht. Die Zeiten waren damals so.

    Das Kapitel um die Kuckuckskinder, es klingt lustig, ist aber furchtbar ernst. Das Schicksal vieler Kriegsheimkehrer...
    Scheinbar konnte man beschließen, etwas nicht zu wissen, umd dann wusste man es wirklich nicht


    Ich bin begeistert von diesem Buch, dieser Ausdrucksstärke!

    Ich werde nicht hindurchfliegen können. Da steckt so viel Lebensweisheit drin, so viel Geschichten, die mir nahe gehen. So nahe, wie mir selten ein Buch geht. Da muss ich sinnieren, es setzen lassen. Toll!
     
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  19. Literaturhexle

    Literaturhexle Moderator

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    Das deckt sich mit meinem Eindruck. Da hat sich einer einen gemeinen Scherz erlaubt .im Grunde müsste das strafbar sein.

    Vielleicht hat Marret einfach nur Liebe und Zuneigung gesucht. Ihr Vater scheint ja keine allzu enge Bindung zu ihr gehabt zu haben. Er weiß ja, dass sie nicht sein leibliches Kind ist.
    Die Gedanken der Mutter zeigen, dass sie Marret schon angenommen hat, wie sie ist, aber ob das eine liebevolle Beziehung war, kann man noch nicht sagen.
     
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  20. FrancieNolan

    FrancieNolan Mitglied

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    @Literaturhexle: „Ich bin begeistert von diesem Buch, dieser Ausdrucksstärke!“

    Ja, das geht mir auch so, und gerade die Sprache ist das ganz Besondere, und, eben, „sinnieren“ möchte ich auch, und vor- und zurückspringen können und markieren, und vllt. mal einen Satz zitieren können hier...ich habe es gestern mit meinem Hörbuch weiter versucht, aber das ist einfach nicht das Rechte für die Leserunde. Ich brauche das Buch, das steht jetzt fest. Hinterher kann man dann das Hörbuch mit umso mehr Genuss hören (so hatte ich es seinerzeit auch beim „Alten Land“, und ich denke die Reihenfolge „Buch-dann HB“ war wirklich perfekt).

    Leider hat mein Geldbeutel was dagegen, dass ich jetzt schon wieder Geld für Bücher ausgebe. Ich werde es deshalb heute mal über die örtliche Bücherei versuchen, laut Netzauskunft könnte dort noch ein Exemplar gg.schlappe 3€ zu kriegen sein - drückt mir mal die Daumen, dass es noch da ist, bis ich dort ankomme!

    Ich habe hier ansonsten erstmal Daumen und Haken unter Eure Beiträge verteilt und dabei gelernt, was die Zeichen dort unten bedeuten.;-)

    Übrigens, „idyllisch“ kann ich da wenig finden, dazu muss man wohl auf dem Land aufgewachsen sein. Ich selber bin (Klein)Stadtkind, kenne das Landleben aber als solches vergleichsweise gut, weil ich jahrelang fast alle Schulferien beim Onkel auf dem Lande verbracht habe und meine Kousine dort immer meine beste Freundin außerhalb der Schule war. Für meine Begriffe beschreibt Hansen das, woran ich mich, trotz der schönen Zeit, die ich dort erinnere, nie hätte gewöhnen können („Alles wird durchs Dorf getragen...nur...nicht zwischen (denen,)...die es wirklich angeht“ @Mikka Liest) Ja, absolut typisch und universell!

    Andererseits ist aber auch typisch, dass die Umstände, und damit das Leben, aber auch hingenommen und akzeptiert werden, wie sie nun mal sind. Marret nervt die Bewohner (schon mit ihren Klapperschuhen) aber die Türen sind offen und man nimmt sie hin wie einen Regenschauer, die „Originale“ gehören zum Dorf, und auch wenn man über sie tratscht oder spottet, gehören sie doch immer zur Gemeinschaft. Das hat was und kann ein Stück Verlässlichkeit sein, das sich andernorts so nicht findet, weshalb dann im Allgemeinen von der „Dorfgemeinschaft“ geschwärmt wird, und manch ein Städter versucht, die über gute Nachbarschaftsbeziehungen nachzubilden.

    Trotzdem ist es eine untergegangene Welt, die hier beschrieben wird, denn auch bei meinem Onkel gibt es den Tante-Emma-Laden, wo man auch mal anschreiben lassen kann, längst nicht mehr, denn seit den 80igern fahren alle zu „Aldi“, weil es billiger ist, die Treffpunkte (Dorfplatz, die alte Linde, oder, wie bei meinem Onkel, eine Bank unter der einzigen Litfasssäule) sind verschwunden, im Dorfgemeinschaftshaus statt Dorfkneipe finden nur noch sporadische Veranstaltungen statt, alles nicht dasselbe...ganz abgesehen von Kartoffelfeuern und gemeinsamem Schlachten usw...die Auswirkungen sind vielgestaltig, da kommt bestimmt noch Einiges in der Geschichte - ich bin gespannt, auch, richtig, auf die Geheimnisse der Eheleute und die weitere „Stadtgeschichte“ & Entwicklung von Marrets Sohn...
     
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