1. Leseabschnitt: Anfang bis Kapitel 5 (Anfang bis S. 102)

Anjuta

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Das Buch erzählt im ständigen, kapitelweisen Wechsel zwei Geschichten: die Geschichten einer Flucht (von wem ist bisher nur aus dem Klappentext bekannt: James Earl Ray, Martin Luther King-Attentäter) und die Geschichte der Schreibprobleme und -bedingungen eines Schriftstellers aus Granada (wohl der Autor selbst), der in einem langweiligen Job, in einer langweiligen Stadt und einer recht beziehungslosen Familiensituation feststeckt. Die Kapitel bzw. die Geschichten stehen bisher zusammenhanglos nebeneinander. Das einzig einende Element ist die Stadt Lissabon, in der beide Geschichten irgendwann ihren Ankerpunkt finden (werden). Insbesondere die Autorengeschichte ist dabei in einem Stil geschrieben, den ich mal als "ungeordnet" bezeichnen möchte. Hier ein Beispiel (allerdings aus der Fluchtgeschichte):
  • In James Bond jagt Dr. No erwacht Bond an einem Karibikstrand und erblickt von hinten eine nackte Frau, die nichts als einen Harpunenhalfter trägt. Falknerei ist die Kunst der Jagd mit abgerichteten Falken. Der Fachbegriff für das, was man gewöhnlich "Fliegende Untertassen" nennt, ist Unidentifiziertes Flug-Objekt. Er las Bücher über Yoga und Hypnose ....."
Sprunghaft werden hier Themen bloß aufgezählt, ohne deren Bezug zur Handlung, so es ihn gibt, zu erläutern.

Ich warte in Teil 1 der Geschichte sehnsüchtig darauf, dass sich Zusammenhänge erschließen, dass sich die 2 Handlungsstränge aufeinander zu bewegen und die Handlung so abgerundet wird. Auf jeden Fall ist erstmal Geduld gefragt.
 
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ulrikerabe

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Das Buch erzählt im ständigen, kapitelweisen Wechsel zwei Geschichten: die Geschichten einer Flucht (von wem ist bisher nur aus dem Klappentext bekannt: James Earl Ray, Martin Luther King-Attentäter) und die Geschichte der Schreibprobleme und -bedingungen eines Schriftstellers aus Granada (wohl der Autor selbst), der in einem langweiligen Job, in einer langweiligen Stadt und einer recht beziehungslosen Familiensituation feststeckt. Die Kapitel bzw. die Geschichten stehen bisher zusammenhanglos nebeneinander. Das einzig einende Element ist die Stadt Lissabon, in der beide Geschichten irgendwann ihren Ankerpunkt finden (werden). Insbesondere die Autorengeschichte ist dabei in einem Stil geschrieben, den ich mal als "ungeordnet" bezeichnen möchte.
Da kann ich dir voll und ganz beipflichten. Das Buch ist nicht wirklich einfach zu lesen. Man muss höllisch aufpassen, dass man den Faden der einen oder anderen Geschichte nicht verliert. Nichts für zwischendurch.

@Anjuta hat es auch im Unterthema "interessantes zum Buch" geschrieben, und auch hier bin ich mit ihr einer Meinung: Die Geschichte von James Earl Ray fasziniert mich und ich war auf der wikipedia Seite
 
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Anjuta

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ich war auf der wikipedia Seite
Die Wikipedia-Seite ist hier eine wirkliche Hilfe bei der Lektüre und beim Zurechtfinden.

Und eine Frage in die Runde, die ich gestern schon mit @Renie diskutiert habe: Wissen wir aus dem Buch eigentlich schon, dass es sich um den Attentäter von Martin Luther King handelt, oder sagt uns das bisher nur der Klappentext? Ich war der Meinung: ich weiß auch im zweiten Leseabschnitt noch gar nicht, warum genau der Typ auf der Flucht vor der Polizei ist, oder habe ich etwas überlesen?
 
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ulrikerabe

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Und eine Frage in die Runde, die ich gestern schon mit @Renie diskutiert habe: Wissen wir aus dem Buch eigentlich schon, dass es sich um den Attentäter von Martin Luther King handelt, oder sagt uns das bisher nur der Klappentext? Ich war der Meinung: ich weiß auch im zweiten Leseabschnitt noch gar nicht, warum genau der Typ auf der Flucht vor der Polizei ist, oder habe ich etwas überlesen?
Ich weiß es nur aus der Buchbeschreibung. Im Text selber gibt es dazu keinen Hinweis. Wer das Buch "nackt" findet und kein King oder Ray Biograf ist, würde sich wahrscheinlich schwer tun.
 
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ulrikerabe

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Deshalb habe ich auch vorab den Spiegel-Artikel gelesen. Der hat mir den Einstieg erleichtert :)
mit dem Lesen vorab von Artikeln zu Büchern ist es ja so eine Sache. Hier ist es eine wertvolle Info, un dich bin auch froh, dass ich den Artikel gelesen habe. Aber allzu aussagekräftige Kritiken zu Büchern, die ich mir einbilde unbedingt lesen zu müssen, versuche ich vorab zu meiden, um nicht beeinflusst zu sein. (auch wenn es sich manchmal nachher bewahrheitet, dass ich es hätte besser wissen können :) )
 

Anjuta

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Aber allzu aussagekräftige Kritiken zu Büchern, die ich mir einbilde unbedingt lesen zu müssen, versuche ich vorab zu meiden, um nicht beeinflusst zu sein
Ja, hier gilt es, die richtige Balance zu finden. Ich bin froh, dass ihr (einige von euch wenigstens) für diesen Tipp vorab dankbar seid.
 
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Anjuta

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Kurz vor Ende dieses ersten Leseabschnitts gibt es einen Schreib- oder Übersetzungsfehler, der wirklich nicht passieren sollte:

S. 89: Mitten in der Aufzählung von Schriftstellern, denen sich der Autor wohl irgendwie verbunden fühlt, heißt es:
"CarsonMcCullers mit seinem bleichen Gesicht und den blutunterlaufenen Augen; ...."
Warum SEINEM??? CarsonMcCullers ist nun wirklich eine Frau gewesen.

Entschuldigt, wenn Ihr das kleinlich findet. Ich finde es wirklich ärgerlich!
Anjuta
 
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ulrikerabe

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Kurz vor Ende dieses ersten Leseabschnitts gibt es einen Schreib- oder Übersetzungsfehler, der wirklich nicht passieren sollte:

S. 89: Mitten in der Aufzählung von Schriftstellern, denen sich der Autor wohl irgendwie verbunden fühlt, heißt es:
"CarsonMcCullers mit seinem bleichen Gesicht und den blutunterlaufenen Augen; ...."
Warum SEINEM??? CarsonMcCullers ist nun wirklich eine Frau gewesen.

Entschuldigt, wenn Ihr das kleinlich findet. Ich finde es wirklich ärgerlich!
Anjuta
:eek:
nein, finde ich ganz und gar nicht kleinlich!
 

Renie

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So, ich bin jetzt auch mit dem ersten Leseabschnitt durch. Das Lesen fällt mir nicht leicht. Wie @ulrikerabe bereits geschrieben hat muss man höllisch aufpassen, um nicht den Faden zu verlieren.
Was hat den Autor dazu bewogen, zwei völlig unterschiedliche Geschichten nebeneinander herlaufen zu lassen? Auf die Antwort auf diese Frage bin ich echt gespannt.
Ich schwanke noch zwischen Faszination und Desinteresse. Faszinieren tun mich definitiv die geraden Kapitel. Die ungeraden Kapitel hauen mich insgesamt nicht vom Hocker. Die alleinige Geschichte des Autors über seine Schaffenskrise bis hin zur Schaffensphase in Lissabon ist nichts, was mich dazu gebracht hätte, dieses Buch zu lesen. Mich hat die Kombination beider Geschichten interessiert.
Ich stelle mal mutig die These auf, dass der Autor das Bedürfnis hatte, seine Geschichte niederzuschreiben. Da er jedoch zu Recht Desinteresse daran befürchtet hat, hat er die James Earl R. (ich kann mir den Namen nicht merken)-Geschichte dazu genommen, um dem ganzen Roman etwas Würze zu verpassen. So in etwa :confused::D
Spaß beiseite. Ich hangele mich momentan noch von Kapitel zu Kapitel.

Ehrlicherweise muss ich anmerken, dass auch in den Schriftsteller-Kapiteln Passagen auftauchen, die mich ansprechen. Da ist z. B. dieser Teil, in dem er erzählt, dass er unterschiedliche Leben führt, die nichts miteinander zu tun haben. Da hat er einen persönlichen Punkt bei mir getroffen.
Was den Sprachstil angeht: Einerseits wirkt seine Sprache sehr präzise, als ob jeder einzelne Satz genau durchdacht ist. Das gefällt mir. Doch dann gibt es wieder Passagen, da verfluche ich ihn. Seine Aufzählungen und Aneinanderreihungen bringen mich zur Verzweiflung. Und hier stelle ich bei mir fest, dass ich in diesen Passagen abschweife.
 
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Ich melde mich jetzt auch mal zu Wort, habe bislang aber nur das erste Kapitel gelesen. Deshalb lese ich Eure Kommentare auch noch nicht. Ohne Klappentext wüsste ich gar nicht, von wem hier die Rede ist. Der Ich-Erzähler ist vermutlich der Autor, derjenige, über den er recherchiert, dann wohl der Mörder von Martin Luther King. Was genau ihn so an diesem Menschen fasziniert, erschließt sich mir noch nicht. Der Schreibstil ist sehr anspruchsvoll, hier muss ich konzentriert lesen. Eine 'Nebenherlektüre' ist das nicht. Ich hoffe, ich komme mit den folgenden Kapiteln besser ins Geschehen... :)
 
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Ich bin da ganz bei euch. Ich habe allein schon zwei Anläufe gebraucht, um das erste Kapitel zu beenden. Und auch danach fiel es mir schwer, bei der Sache zu bleiben, weil man sehr konzentriert lesen muss.

Ich weiß es nur aus der Buchbeschreibung. Im Text selber gibt es dazu keinen Hinweis. Wer das Buch "nackt" findet und kein King oder Ray Biograf ist, würde sich wahrscheinlich schwer tun.

Ja, ich glaube, das ist auch der Grund, warum mir der Einstieg so schwergefallen ist. Ich wusste zwar durch den Klappentext, worum es geht, aber der Text an sich ist zum Teil ziemlich kryptisch.

Ich schwanke noch zwischen Faszination und Desinteresse. Faszinieren tun mich definitiv die geraden Kapitel. Die ungeraden Kapitel hauen mich insgesamt nicht vom Hocker.

Mir geht es genauso. Bei den ungeraden Kapiteln muss ich mich zum Weiterlesen überwinden. Wenn ich es nur für mich lesen würde und nicht in dieser Runde, hätte ich das Buch wahrscheinlich erst mal ganz zur Seite gelegt. Ich hoffe, dass auch die ungeraden Kapitel noch spannender werden.

Ich stelle mal mutig die These auf, dass der Autor das Bedürfnis hatte, seine Geschichte niederzuschreiben. Da er jedoch zu Recht Desinteresse daran befürchtet hat, hat er die James Earl R. (ich kann mir den Namen nicht merken)-Geschichte dazu genommen, um dem ganzen Roman etwas Würze zu verpassen. So in etwa :confused::D
Spaß beiseite.

Ich weiß, das sollte ein Scherz sein, aber vielleicht ist an deiner These doch was dran... :p
 
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milkysilvermoon

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Nach dem Klappentext war ich wahnsinnig gespannt auf den Roman. Mein erster Eindruck fällt nun allerdings eher ernüchternd aus. Vielleicht bin ich momentan nicht in der richtigen Stimmung für diese Geschichte, vielleicht muss man sich auch erst in diese Art des Erzählens einfinden, aber: Bis jetzt konnte mich der Roman leider noch nicht packen. Ich finde es grundsätzlich interessant, etwas über die Arbeit und das Denken eines Schriftstellers zu erfahren. Aber bisher haben mich die entsprechenden Kapitel in diesem Buch überwiegend gelangweilt. Ich hoffe daher, dass die Geschichte noch an Fahrt aufnehmen wird.
 
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parden

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Auch ich bin nun ENDLICH durch mit dem ersten Abschnitt. Ach herrje. Hier finde ich kaum einen Zugang. Ich mag beispielsweise viele Musikrichtungen. Aber mit Jazz bin ich nie richtig warm geworden. Da der Autor schreibt wie ein Jazzmusiker musiziert - no way... Diese ganzen Abschweifungen ständig, dazu Schachtelsätze, Aufzählungen, Endlosbeschreibungen, oft nebeneinanderstehend ohne jeglichen Zusammenhang... Das alles erfordert höchste Konzentration, interessiert mich dabei aber so gar nicht. Das heißt abgesehen von den Kapiteln, die sich mit dem flüchtenden Killer beschäftigen. Alles andere ist Lesen gegen Widerstände, ohne dass ich wirklich ein Thema ausmachen kann. Was hat die eine Geschichte mit der anderen zu tun?! Außer der Stadt Lissabon natürlich...

Jetzt lese ich erst einmal ander LR-Bücher weiter, die durch mein Lesetempo bei diesem Buch hier echt zu kurz gekommen sind. Bald ist aber Abschnitt 2 dran - ich gebe nicht auf...
 
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