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1. Diskussionen bis Seite 52

Dieses Thema im Forum "Leserunde zu "Hool" - ab 05.12.16" wurde erstellt von supportadmin, 3. Dezember 2016.

  1. supportadmin

    supportadmin Administrator

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    Diskussionen Hool bis Seite 52
     
  2. Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Heiko Kolbe ist ein junger Hooligan. Zweimal ist er durchs Abitur gerauscht, jobbt im Fitnessclub seines Onkels und haust in einem Zimmer in einem abgelegenen Haus bei einem Freund, der Kampfhunde züchtet. Höhepunkte seines Lebens sind die "Matches", brutale Schlägereien, bei denen zwei Gruppen von etwa einem Dutzend Männern aufeinander treffen und sich krankenhausreif prügeln. Wofür? Für die Ehre Hannovers oder die Ehre der Gruppe.

    Ich bin beim Lesen hin und her gerissen. Einerseits finde ich den Einblick in dieses parallele Universum sehr interessant. Andererseits bin ich fassungslos und sage mir, dass man als junger Mensch doch nicht wirklich so völlig hohl sein kann.
     
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  • Momo

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    Nur kurz, denn für mehr bin ich noch nicht weit genug. Ich bin erst auf Seite 35 und mir gefällt das Buch recht gut. Nur mal so zur Info meiner ersten Leseeindrücke. Zwar muss ich mich an die Boxerei noch gewöhnen, aber sie passt ja zum Kontext... Interessant finde ich Heikos Familie, die auf mich innerhalb der Familienmitglieder recht gestört wirkt, auch wenn seine Schwester Manuela das Ganze runterspielt .., Bin echt neugierig, was Heiko und dem Rest des Clans zudem gemacht haben, was sie geworden sind.

    Merkwürdig der Vater, der nicht mal einen Blickkontakt zu Heiko sucht und nur die Zigarettenschachtel anstarrt, als er ihn um eine Zigarette bittet.
     
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  • Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Ich finde diese Familie grauenvoll. Die Schwester wirkt zwar "relativ" normal, aber ich glaube sie versucht da eher eine schöne Fassade vor dem Alptraum aufzustellen und sich selber auch etwas vorzumachen. Ob die Mutter geflohen oder gestorben ist, das ist mir noch nicht ganz klar. Ich meine mich zu erinnern, dass Heiko in diesem zusammenhang von "Verschwinden" gesprochen hat, das kann aber in seinem Jargon beides bedeuten.
     
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    Habe auch erst wenige Seiten gelesen und bin auch hin- und hergerissen. Was für eine Welt, andererseits gefällt mir die Sprache und die Beobachtungsgabe des Autors sehr...werde auf jeden Fall heute Abend weiterlesen.
     
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    Renie Moderator
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    Einerseits empfinde ich Ekel, wenn ich dieses Buch lese - damit meine ich nicht nur die Kloppereien sondern das gesamte Szenario, die Charaktere, die Familie etc. Aber andererseits fesselt mich dieses Buch. Da tut sich eine Welt auf, die mir völlig fremd ist, was sich teilweise auch beim Vokabular bemerkbar macht. Ich frage mich, welche Motivation die Hooligans haben. Mit Fußball hat das nichts zu tun - wie auch Heiko an einer Stelle in diesem Abschnitt meint. Geht es um die Ehre Hannovers? Vorgeschobener Blödsinn! Das glaubt doch kein Mensch. Da gibt es doch wichtigere Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt. Mich erstaunt auch der Ehrenkodex, den sich die Hooligans auferlegt haben. Wenn einer am Boden liegt, lässt man von ihm ab. Etikette muss sein, selbst bei Prügeleien.

    Ach, und man muss nicht besonders hohl im Kopf sein, um bei den Hooligans mitzumischen. Dieses Milieu scheint ein Tummelplatz für sämtliche Gesellschaftsschichten zu sein. Kai ist das Paradebeispiel dafür: Student, reiches Elternhaus.
     
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    Renie, mir geht es auch so. Diese Klopperei hat mich schon auf den ersten Seiten angewidert und hatte gehofft, dass es nicht noch weiter ausufern wird. Andererseits heißt der Buchtitel nicht umsonst "Hool". Auch ich bin hin und hergerissen, aber meine Neugier zu dieser gestörten Familie überwiegt. Bin grad mal auf der Seite 38. Manuela, die Lehrerin von Beruf ist, macht auf Harmonie, will den Schein wahren, den es gar nicht gibt. Der Vater dieser Familie Kolb ist mir total unsympathisch. Aber was hat die Familie zu dem gemacht, was sie geworden ist? Das interessiert mich brennend. Und deswegen lese ich gerne weiter.
     
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    Ich finde es auch seltsam , dass diese mir so völlig fremde Welt trotzdem so dargeboten wird, dass ich weiterlesen will. Ich will mehr über diese Familie wissen und da scheint ja noch einiges unter der Oberfläche zu brodeln. Immerhin verabscheut er die rechte Szene. Wäre er Teil davon, weiß ich nicht , ob ich das hätte ertragen können...das zu lesen.
     
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    Mir gefällt die Sprache des Buches sehr gut, vielleicht weil der Autor nur um die 50 km entfernt von hier herstammt und mir die Sprache daher sehr vertraut ist. Die Thematik fand ich am Anfang auch befremdlich, das hätte mich nicht bewogen, das Buch in die Hand zu nehmen. Ich hatte sogar eine Leseprobe angeschaut und den Eindruck gewonnen, dass das kein Buch für mich ist. Wie gesagt, die örtliche Nähe und die Kenntnis der Schauplätze hat mich letztlich doch neugierig gemacht.
     
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  • Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Bestimmt nicht, aber vielleicht braucht man irgendeine Rechtfertigung vor sich selbst, um sich auf Dauer immer zu prügeln. Vermutlich ist es das Zusammengehörigkeitsgefühl, das den Reiz macht, gemeinsam in Gefahr zu sein und sich aufeinander verlassen zu können @Renie
     
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  • Momo

    Momo Platin Mitglied

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    Welche Rolle hat denn Mie? Eine sehr seltsame Person.
     
  • Renie

    Renie Moderator
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    Diese Gruppe scheint auch ein Familienersatz zu sein. Heikos Verhältnis zu seinem Onkel Axel finde ich auch befremdlich. Warum hat er diesen engen Bezug zu seinem Onkel, der ja auch keiner ist, dem man seine Zuneigung schenken möchte? Eine wirklich merkwürdige Familie.

    Auf den ersten Blick erscheint mir Mie als die Frau an der Seite von Heikos Vater. Ich frage mich nur, wie er an sie geraten ist. Sie scheint sehr unsicher und schüchtern. Ich ziehe mal die Klischeekarte und behaupte, dass er sie gekauft hat, nachdem Heikos Mutter weg war. Irgendjemand muss ihm ja den Haushalt machen und sich um seine Bedürfnisse kümmern.
     
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  • Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Ja, das sieht ganz danach aus, @Renie . Und in dieser Chaosfamilie scheint auch wirklich gar nichts zu funktionieren und gar nichts vorhanden zu sein, was man sich unter einer normalen Familie vorstellt.
     
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    Sassenach123 Platin Mitglied

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    Hier wird ja schon fleißig kommentiert......habe mein Exemplar vorhin erhalten. Danke! Werde ab morgen mitmachen können, freue mich schon.
     
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    Ich bin gespannt, was es mit den Tauben auf sich hat. Da will Heiko ja auf keinen Fall rein...
    Die Kumpels, die gemeinsam prügeln, scheinen wirklich so eine Art Familienersatz zu sein. Das Prügeln als eine Art Männlichkeitsbeweis? Völlig fremde Welt, aber mit Fußball hat das ja auch nur am Rande zu tun, da sie mit den sogenannten Ulatras auch nichts zu tun haben.
     
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    Nun ist es raus, weshalb Manuela auf Familie macht, die keine richtige Familie ist. Sie bricht richtig in Tränen aus, wenn Besuch von den Schwiegereltern da ist. Manuela neidet Andreas Eltern, die ihm wohl eine stabile Kindheit ermöglicht haben, die sie und ihre Geschwister selbst nicht hatten. Ich bin auf den Vater noch gespannt, was er für ein Typ ist, weshalb er von seiner Frau, von der Mutter seiner Kindheit, verlassen wurde. Er ist mir nach wie vor sehr unsympathisch. Aber auch er hat seine Gründe, dass er ist wie er ist.
     
  • Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Ja, natürlich gibt es Gründe, warum jemand ist, wie er ist. Die Gründe zu kennen erklärt dann zwar ein schlmmes Verhalten, entschuldigt es aber dennoch nicht.
     
  • Momo

    Momo Platin Mitglied

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    Entschuldigen nicht, sehe ich auch so. Aber welcher Erwachsene arbeitet schon gerne an sich? Vielleicht hat er es auch nie gelernt, sein Leben zu hinterfragen.
     
  • Helmut Pöll

    Helmut Pöll Forumlegende

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    Die Szene, die Winkler da schildert, sagt schon ziemlich viel aus. Es ist schon erschreckend, wie ignorant der Vater ist, unfähig sich mit den Eltern des Schwiegersohns zu unterhalten. Stattdessen setzt er sich mit einem Teller Essen allein vor den Fernseher. Da muss man wirklich kein Hellseher sein um zu erahnen, was in dieser Familie aus dem Ruder gelaufern ist.
     
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    Querleserin Platin Mitglied

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    Ich finde es sehr erstaunlich, wie unterschiedlich diese beiden Geschwister leben. Während Heiko den aufgrund der Familienverhältnisse erwartbaren Werdegang bisher durchläuft, hat es seine Schwester geschafft, sich ein "bürgerliches" Leben aufzubauen - die Differenz zu ihrer eigenen Familie ist ihr ja durchaus bewusst. Und nach der Szene, in der sie weint, wird auch deutlich, dass sie von ihrem Ehemann diesbezüglich wenig Verständnis erhält.
     
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