William Boyd ist ein schottischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, der für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen bekommen hat. Bereits für seinen ersten Roman, die schwarze Komödie “Unser Mann in Afrika” (Originaltitel: A Good Man In Africa) wurden ihm zwei Literaturpreise verliehen. Einmal der Whitbread-, zum anderen der Somerset-Maugham-Preis. Für “Unser Mann in Afrika” wählten das Granta Magazine und das Book Marketing Council Boyd zu einem der 20 besten jungen britischen Erzähler. Boyds Debutroman wurde 1994 unter dem Titel “Der letzte Held von Afrika” verfilmt, wobei Boyd selbst das Drehbuch schrieb. 2005 wurde er zum Commander of the British Empire ernannt.

William Boyd wurde als Sohn schottischer Eltern am 7. März 1952 im afrikanischen Accra in Ghana geboren, das damals noch britische Kronkolonie war. In Ghana verbrachte er auch seine frühe Kindheit. Im Alter von 9 bis 17 Jahren besuchte Boyd die Gordonstoun Privatschule in Moray/Schottland. Die Sommerferien verbrachte er aber regelmäßig in Afrika. Nach eigener Aussage hat Boyd bei einem seiner Aufenthalte in Nigeria auch den Biafrakrieg miterlebt, der einen nachhaltigen Eindruck auf ihn gemacht hat. In seinen Romanen, Erzählungen und Drehbüchern für Film und Fernsehen thematisiert er immer wieder das Leben britischer Diplomaten in Afrika, die Schulzeit an einer Boarding School oder die Frage nach Identität in der modernen Gesellschaft.

Boyd studierte Französisch in Nizza, Philosophie und Englisch an der Universität Glasgow und am Jesus College in Oxford, wo er mit einer Arbeit über Shelley promoviert wurde.

Für Schlagzeilen sorgte Boyd 1988 mit der Veröffentlichung einer Biografie des vergessenen US-Malers Nat Tate. Tatsächlich war der Expressionist samt seiner Gemälde eine Erfindung Boyds. David Bowie, der über den Schwindel informiert war, gab zum Erscheinungstermin des Buches eine Party, auf der eine Reihe Prominenter behauptete mit Nat Tate bekannt gewesen zu sein. Die Enthüllung sorgte schließlich für einen Skandal.

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http://www.williamboyd.co.uk/
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Bücher

Bücher von William Boyd

Es ist der Sommer 1968: In Paris gehen die Studenten auf die Straße, in Vietnam wütet der Krieg, Martin Luther King wird ermordet. Während die Welt in Aufruhr ist, wird im sonnigen Brighton ein aparter Kinofilm gedreht. Hier kreuzen sich die Wege eines Filmproduzenten, einer Schriftstellerin und einer Schauspielerin. Alle drei führen ein Doppelleben: Elfrida, der keine Zeile mehr einfällt und deren Ehe zerrüttet ist, ertränkt ihren Frust in...

Bethany Mellmoth hat sich ein großes Ziel gesetzt. Sie will Schriftstellerin werden. Oder vielleicht doch Fotografin?
Oder Schauspielerin? So schnell sie einen Plan fasst, so schnell ist er wieder passé. Irgendetwas kommt eben immer dazwischen. Und auch in der Liebe hat Bethany kein glückliches Händchen. An Verehrern ist kein Mangel, nur taugt leider keiner von ihnen. Und als wäre das alles nicht genug, muss Bethany sich auch noch mit...

Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin: eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist, die unerschrocken ihren Weg geht und ihre Geschicke selbst in die Hand nimmt. Tief fühlt sich William Boyd in sie ein und versteht es glänzend, Fiktion und Geschichte miteinander zu verschränken: das ausschweifende Berlin der Dreißigerjahre, New York, wo sie den Mann trifft, der alles verändert, Paris im Zweiten Weltkrieg. Nach »Ruhelos« hat...

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (08.12.2014 )

William Boyd, Meister der Täuschung und des doppelten Spiels, ist prädestiniert wie kein zweiter, den neuen James Bond zu schreiben. Seit »Ruhelos« gilt er als Großer der Spionageliteratur und führt nun 007 selbst auf Abwege – großartiger Nervenkitzel für alle Boyd-Leser und Bond-Fans. Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigur der Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniertes Bond-Abenteuer...

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (09.10.2010 )

Adam Kindred muss untertauchen, sofort. Nur Stunden zuvor hat er in einem kleinen italienischen Restaurant in London Philip Wang kennengelernt, Chef-Entwickler eines großen Pharmakonzerns. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, alle Indizien weisen auf ihn. Er versteckt sich auf Brachland nahe der Themse und muss nun im Untergrund, im Verborgenen leben.Kontakt zur...

Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag (26.04.2008 )

Was geschieht, wenn sich alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, plötzlich als Trugbild erweist? In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin die ganze Wahrheit über ihre Mutter Sally: Dass sie Eva Delektorskaja heißt. Dass sie eine russische Emigrantin ist. Dass sie im Krieg als Spionin gearbeitet hat. Und dass ihr Leben bedroht ist. Ans Telefon geht sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie im...

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch (26.04.2008 )

Der Brite Morgan ist Botschaftssekretär Ihrer Majestät im westafrikanischen Kinjanja, allerdings nicht gerade ein diplomatisches Naturtalent: Hoffnungslos verfängt er sich in den Fallstricken der korrupten Lokalpolitik, und die zarte Romanze mit Priscilla, der Tochter seines Chefs, endet, bevor sie angefangen hat. Als dann noch eine Leiche auftaucht, die er partout nicht mehr loswird, muss morgen endgültig einsehen, dass in Afrika nichts so...

Aktuellste Rezensionen zu Büchern von William Boyd

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Rezension zu Die Fotografin: Die vielen Leben der Amory Clay von William Boyd
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von: Renie - 21.09.2018

Der schottische Schriftsteller William Boyd scheint ein Schlitzohr zu sein. Zumindest hat er Spaß daran, seinen Mitmenschen einen Bären aufzubinden: 1998 sorgte er mit seiner Biografie über den expressionistischen Maler Nat Tate (1928 bis 1960) in New York für Furore. Viele Promis rühmten sich, Nat Tate zeitlebens persönlich gekannt zu haben. Kaum einer, der nicht die Gemälde von Nat Tate zu...
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Vollständige Rezension zu 'Ruhelos' von William Boyd lesen
Rezension zu Ruhelos von William Boyd
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von: Anjuta - 26.01.2018

William Boyd, ein schottischer Autor, der mich mit seinem Roman „Die Fotografin“ so richtig an der Nase herumführen konnte (Was ist Fiktion? Was ist Realität?)und zwar auf eine Art und Weise, die mich ungemein begeistern konnte, wird auf dem Cover von „Ruhelos“ – ein Roman aus dem Jahr 2006 – bezeichnet als
„…ein begnadeter Fälscher, einer, der seine Leser nach allen Regeln der Kunst...
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Rezension zu Die Fotografin: Die vielen Leben der Amory Clay von William Boyd
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von: Anjuta - 20.11.2017

In dem Roman „Die Fotografin – Die vielen Leben der Amory Clay“ erzählt William Boyd das Leben der Amory Clay von ihrer Kindheit im Jahr 1908 bis in ihr Alter hinein im Jahr 1978. Der Leser, der dieses Leben bei der Lektüre verfolgt und miterlebt, bekommt sehr intensiv den Eindruck, dass es sich hier nicht um bloße Fiktion handeln kann, sondern hier dokumentarisch ein wirkliches, gelebtes...
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Rezension zu Solo: Ein James-Bond-Roman von William Boyd
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von: Wurm200 - 17.03.2016

William Boyd
Solo Ein James-Bond-Roman
Berlin Verlag

Autor: William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern unserer Zeit. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausgezeichnet. Im Berlin Verlag erschienen zuletzt »Ruhelos« (2007), »Einfache Gewitter« (2009), »Nat Tate« (2010), »Eine große Zeit« (2012) und...
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