Rezension Rezension (3/5*) zu Die Tsantsa-Memoiren von Jan Koneffke.

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Gelöschtes Mitglied 2403

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Ein Tsantsa reist durch die Geschichte.

Die Serie reißt nicht ab, denn auch dieses Buch gefällt mir nicht vollkommen. "Die Tsantsa-Memoiren" ist ein etwas langatmiger, aber auch interessanter Trip durch die Geschichte mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur.

Dennoch wirkt diese Hauptfigur, trotz ihrer Exklusivität und Monströsität, recht langweilig. Eigentlich ist diese Geschichte eine gute Idee, deren Außergewöhnlichkeit aber in meinen Augen verspielt wurde. Denn irgendwie frage ich mich: Warum wird mir diese Geschichte erzählt? Ein sprechender und denkender Tsantsa, ja, und ...??? Wenn dies ein Locken sein soll, so hat das ja bei mir funktioniert, aber mit welchem Versprechen? Ein Versprechen einer packenden Handlung? Nicht wirklich. Der Tsantsa ermöglicht eine weitreichende Darstellung geschichtlicher Fakten, ja, aber das hätte anders auch geschafft werden können und dann vielleicht auch stimmiger. Dann, wenn ein Tsantsa schon zu Worte kommt, sollte auch seine Herkunft stimmig und richtig erläutert werden. Venezuela und Ekuador liegen doch recht weit auseinander, denn der Begriff Tsantsa verortet die Herkunft dieses Kopfes ja. Das ist etwas, was mich sehr gestört hat. Vielleicht, weil ich mir hier gerade mehr Inhalt zu dieser Thematik gewünscht habe. Stoff für einen weiteren Teil? Bitte nicht!

Einen Fokus zu setzen auf ein etwas enger gewähltes Areal hätte diesem Buch sicher besser getan, es etwas zentriert. Dennoch sind die geschichtlichen Fakten interessant und ein buntes Kaleidoskop und auch gut zu lesen. Aber für 4 Punkte reicht die Gesamtgestaltung in meinen Augen hier leider nicht. Was wirklich schade ist, denn die Idee finde ich wirklich grandios!

 
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