Zimtsommer: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Zimtsommer: Roman' von Sarah Jio
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Ada kennt das große Glück. Doch an einem einzigen Tag verliert sie ihre Familie und damit alles, wofür sie gelebt hat. Von Trauer überwältigt, will Ada nur noch weg und mietet Hals über Kopf ein Hausboot in Seattle. Dort, mitten auf dem See, wartet eine alte Geschichte von großen Träumen und tragischer Liebe auf sie – und eine Begegnung, die ihr den Glauben an das Leben wiederschenkt …

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:368
Verlag: Diana Verlag
EAN:9783453358867

Rezensionen zu "Zimtsommer: Roman"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Apr 2017 

    " Herz erwärmende Liebesgeschichte mit zwei Handlungssträngen".

    Klappentext
    Ada kennt das große Glück. Doch an einem einzigen Tag verliert sie ihre Familie und damit alles, wofür sie gelebt hat. Von Trauer überwältigt, will Ada nur noch weg und mietet Hals über Kopf ein Hausboot in Seattle. Dort, mitten auf dem See, wartet eine alte Geschichte von großen Träumen und tragischer Liebe auf sie – und eine Begegnung, die ihr den Glauben an das Leben wiederschenkt …

    Die Autorin
    Sarah Jio ist Journalistin, Kolumnistin und Autorin und lebt mit ihrer Familie in Seattle, USA. Ihre Romane sind international erfolgreich und werden in 27 Ländern veröffentlicht.

    Meine Meinung

    Story
    Bereits der Roman "Der Kameliengarten" von Sarah Jio hat mir sehr gut gefallen und Zimtsommer war auch wieder ein schöner, liebevoller und spannender Roman.

    Die Story ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt, die zu einem im Jahre 2008 und in den 1950er Jahren in Seattle handelt. 2008 begleiten wir Ada, die einen schweren Verlust erlitten hat und sich auf ein Hausboot zurück gezogen hat. Dort kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, welches sie in die 50er Jahre zurückführt und dadurch wird die Geschichte von Penny aufgedeckt.
    Natürlich darf eine Liebesgeschichte nicht fehlen, die im Laufe der Geschichte erblüht.

    Sarah Jio versteht es mit einer spannenden Geschichte, die dennoch auch etwas fürs Herz ist, den Leser zu fesseln. Man möchte unbedingt dem Geheimnis von Penny auf die Spur kommen.

    Schreibstil
    Die Autorin hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, der den Leser schnell fesselt. Sie schreibt sehr bildhaft, so dassman sich die Charaktere und Schauplätze gut vorstellen kann. Das Buch ist in unterschiedliche Zeitebenen eingeteilt und lässt den Leser jedem neuen Kapitel entgegen fiebern.

    Charaktere
    Auch die Charaktere in diesem Roman haben mich begeistert, denn sie waren sehr authentisch dargestellt. Den einen mochte man mehr, den andere weniger, aber gut dargestellt waren sie alle.
    Besonders Penny ist mir sehr ans Herz gewachsen.

    Mein Fazit

    Ein tolles Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tolle, spannende Handlungsstränge. Eine verlorene Liebe. Ein Neuanfang. Ein Geheimnis, welches gelüftet werden will. . All das erwartet den Leser bei diesem schönen Roman.
    Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Okt 2016 

    Eine Wahrheit, die 50 Jahre unter Verschluss gehalten wurde.

    Der Klappentext:

    Bei einem Unfall verliert Ada Santorini ihren Mann und ihre kleine Tochter. Um den Erinnerungen an das gemeinsame Leben zu entfliehen, verlässt sie New York und zieht ans andere Ende des Kontinents. Auf einem alten Hausboot in Seattle will sie mit ihrem Schmerz allein sein. Doch der freundlichen Gemeinschaft des Bootsbewohner kann sie sich nicht entziehen. Schon bald erfährt sie, dass ihr neues Zuhause ein Geheimnis birgt und die Nachbarn ein tragischer Vorfall verbindet: Vor vielen Jahren verschwand eine junge Frau aus ihrer Mitte. Pennys ungewisses Schicksal berührt Ada, und gemeinsam mit dem Fotografen Alex begibt sie sich auf die Spuren der Vergangenheit ...

    Meine Meinung:

    Der Klappentext hat mir schon jede Menge fesselnden Lesestoff versprochen und weil ich mich dadurch so stark an die Familiengeheimnis-Geschichten aus Lucinda Rileys Büchern erinnert gefühlt habe, die ich - das darf ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen - wirklich klasse fand, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an »Zimtsommer«. Aber ich wurde nicht enttäuscht! Die Handlung konnte mich hervorragend unterhalten.

    ~ »Man kann sich nicht selbst entkommen, indem man an einen anderen Ort zieht.« ~
    (S. 107)

    Zuallererst lernen wir Ada kennen (in 2008, den Gegenwart-Kapiteln) und erleben mit, wie sie nach Seattle in ein altes Hausboot zieht, um dort, weit weg von ihrer Heimat in New York, ihre Trauer um ihren Ehemann und die kleine Tochter in den Griff zu bekommen. Kurz darauf springen wir in die Vergangenheit (1959) zu Penny und ihrem Leben mit ihrem wesentlich älteren Mann - einem bekannten Maler, mit dem die Ehe allerdings ziemlich enttäuschend läuft, da er depressiv ist, trinkt, nur wenig Zeit im Hausboot bei Penny verbringt und ihr zu allem Überfluss auch noch Anlass gibt, zu glauben, dass er fremdgeht.

    Es gibt also zwei Erzählstränge, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Erst hat mir persönlich noch der gegenwärtige Erzählstrang mehr zugesagt, da mir Ada so sympathisch war und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Aber die Penny-Kapitel wurden nach und nach immer interessanter und spannender, weil man einfach gemerkt hat, dass sich da etwas zusammenbraut, was zu Pennys spurlosem Verschwinden führen könnte. Ich habe mir ständig gedacht, ich muss aufmerksam lesen, damit ich keinen wichtigen Hinweis verpasse, der mir verraten könnte, was mit Penny in weiterer Folge geschieht ... Aber ich war ja sowieso total auf dem Holzweg und habe tatsächlich geglaubt, was die anderen Bootsbewohner über Pennys Verschwinden berichtet haben. ;)

    ~ »Jeder Mensch, jedes Ding, hat eine Bestimmung in diesem Leben. Du, ich, und auch diese kleine Ackerwinde hier. Wir sind alle miteinander verbunden. Es ist unsere Aufgabe, uns immer wieder daran zu erinnern und uns bewusst zu machen, wie alles ineinandergreift, selbst wenn es sich so anfühlt, als würden die Puzzleteile überhaupt nicht zusammenpassen.« ~
    (S. 308)

    Ada hat in ihrem Hausboot in der Gegenwart also einige alte Gegenstände von Penny gefunden, die sie dazu gebracht haben, mit dem Fotografen Alex weitere Nachforschungen anzustellen. Ich kann verstehen, dass Ada neugierig wird, wenn alle Nachbarn nur erzählen, dass Penny damals verschwunden ist und keiner weiß, wohin. Das Spannende an der ganzen Sache war ja, dass ich einige Parallelen zwischen Penny und Ada feststellen konnte und sodann unbedingt erfahren wollte, wie das kommt.

    Das Ganze ging sogar so weit, dass Ada sich durch die Spurensuche von ihrer Trauer ablenken konnte und auch in Alex im Laufe der Zeit einen Menschen gefunden hat, der ihr sehr ähnlich zu sein schien. Alex hat Ada viel Verständnis und Vertrauen entgegengebracht hat, was zwischen den beiden allerdings eine Nähe geschaffen hat, mit der Ada im ersten Moment nicht umgehen konnte, weil sich dadurch Schuldgefühle ihrer verlorenen Familie gegenüber gemeldet haben. Es ging in »Zimtsommer« also thematisch auch stark um die Überwindung von Trauer und um das Loslassen von Schuldgefühlen. Den momentanen Jetzt-Zustand zu akzeptieren war für Ada alles andere als leicht, aber Alex war ihr in der Hinsicht eine große Hilfe.

    ~ »Schätzchen, ich bin dem Glück jahrelang hinterhergelaufen«, erklärt sie und lächelt in sich hinein. »Aber am Glück wächst man nicht. Man wächst nur am Unglücklichsein.« ~
    (S. 195)

    Für mich war das Buch ein teilweise sehr trauriges Leseerlebnis, da die Thematiken, mit denen die Buchfiguren zu kämpfen haben, nicht gerade leichte sind. Die schönen und hoffnungsreichen Momente beim Lesen waren dann jene, mitzubekommen, wie Ada sich mit Alex' Unterstützung entwickelt und wieder zu lächeln lernt. Und fesselnd war die Entwicklung rund um Pennys Verschwinden bzw. das Lügengespinst, auf welches sich Pennys Nachbarn in jener tragischen Nacht geeinigt haben ... und das am Schluss ohnehin ganz anders - Und da war ich wirklich überrascht! - ausgesehen hat, als alle, auch ich, vermutet haben.
    Und für die backaffinen Leser unter euch: Penny gibt irgendwann sogar noch ein Zimtschnecken-Rezept von sich preis, das man nachbacken kann. - Ich selbst habe das zwar nicht getan, aber laut Buchfiguren soll das Ergebnis köstlichst schmecken! :D Damit wäre dann auch der Bezug zum Buchtitel hergestellt. ;)

 
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