Winzerfluch (Elwenfels 2): Ein Elwenfels-Krimi

Buchseite und Rezensionen zu 'Winzerfluch (Elwenfels 2): Ein Elwenfels-Krimi' von Britta Habekost
5
5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Winzerfluch (Elwenfels 2): Ein Elwenfels-Krimi"

Format:Kindle Ausgabe
Seiten:341
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "Winzerfluch (Elwenfels 2): Ein Elwenfels-Krimi"

  1. Ein Regional-Krimi der anderen Art

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 28. Nov 2020 

    Nie und nimmer hätte der Hamburger Privatermittler Carlos Herb geahnt, dass ihn sein Weg bald schon wieder nach Elwenfels führen würde. Ganz unverhofft trifft der Privatermittler und mittlerweile bekennender Weintrinker bei einem Auswärtsspiel auf seine pfälzischen Freunde aus Elwenfels. Kurzerhand begleitet er seine Kumpel in die Heimat – zurück nach Elwenfels! Doch Carlos Rückkehr steht unter keinem guten Stern. Ein brutaler Mord ist geschehen und die Elwenfelser sind in Aufruhr. Könnte der Mord etwas mit den Soldaten im Wald zu tun haben, die den Dorfbewohnern das Leben schwer machen? Und was hat es mir der jungen Frau auf sich, die unverhofft Zuflucht in Elwenfels findet? Und wo ist eigentlich der Erwin?
    Ich habe mich sehr gefreut, als ich endlich den zweiten Band der Elwenfels-Krimi Reihe in den Händen gehalten habe. Alle Bücher wurden bereits unter anderen Titeln veröffentlicht und nun durch Piper neu herausgebracht und von den Autoren nochmal überarbeitet. Es lohnt sich in jedem Fall den ersten Band gelesen zu haben, da man dann mit den Dorfbewohnern bereits warm geworden ist.
    Ich muss sagen, dass mir dieser Teil noch besser gefallen hat als der Erste. Ich fand das Widersehen in Hamburg echt toll – die Elwenfelser auf großer Tour. Ich bin trotz kurzer Trennung wieder sehr gut in Elwenfels angekommen. Im Gegensatz zu Band 1 haben die Elwenfelser einmal mehr gezeigt, dass sie gastfreundlich sind (zumindest bei Gästen die es verdient haben). Im ersten Band lag der Fokus eher auf den Geheimnissen und Kuriositäten des Dorfes. In diesem Teil kommt richtig Spannung auf. Im Grunde hatte dieser Band von allem noch ein wenig mehr: Action, Spannung & Grusel, aber auch Romantik. Egal was man präferiert, für jeden ist in jedem Fall gesorgt.
    Mein Highlight waren die Pfenglischen Anwandlungen der Dorfbewohner, wenn sie mit den US Soldaten reden wollten. Ich stelle mir das heute noch vor und lache mich schlapp. Für mich hat das Autorenpaar Habekost mal wieder ganze Arbeit geleistet und einen absolut einzigartigen Regional-Krimi geschaffen. Man hat die klassischen Elemente eines Regional-Krimis, wie Dialekt, Gepflogenheiten und Landidylle, zeitgleich aber eine absolute abgefahrene Handlung, die weit über das hinausgeht, was man in anderen Regional-Krimis zu lesen bekommt. Für mich Platz 1 der Regional-Krimis.
    Ich kann die Buchreihe bedenkenlos empfehlen. Wer starke Protagonisten, einen gepflegten Dialekt und abgefahrene Geschichten mag, der muss Winzerfluch lesen.

  1. Es geht drunner und drübber in Elwenfels

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 13. Nov 2020 

    Carlos Herb , der Privatdetektiv der seit acht Monaten wieder in Hamburg ist , hat Sehnsucht nach Elwenfels . Das kleine Dorf taucht immer wieder in seinen Erinnerungen auf . Als er bei einem Fußballspiel im Stadion auf Willi , Karl und Otto trifft , steht für ihn fest , dass er mit ihnen gemeinsam nach Elwenfels zurückkehrt . Aber statt der Wiedersehensfreude bekam er die Trauer des Dorfes zu spüren : Hartmut ist einen Tag zuvor ermordet worden . Mit der Mithilfe des Dorfes versucht er auf seine Art , den Mord aufzuklären . Da wären unter anderem die Soldaten die auf einer Übung in der Nähe von Elwenfels sind . Oder war es doch ein Einheimischer ?

    Es ist der zweite Band dieser bisher zweiteiligen Reihe und da ich das erste Band kenne , war ich gleich mitten im Geschehen . Die Protagonisten sind wieder überaus sympathisch , echte Pfälzer Urgesteine . Carlos Herb der Hamburger passt sich immer mehr an das Leben in Elwenfels an . Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig geschrieben . Auch die Spannung kommt nicht zu kurz sie baut sich allmählich im Buch auf . Es geht wieder mystisch und auch zwischendurch unheimlich zu . Die Handlung spielt sich fast komplett in Elwenfels ab , da passt auch das Cover sehr gut dazu .

    Fazit : Zuallererst wurde ich mit Elwenfels bekannt gemacht . Es ist eine Karte eingezeichnet , die den Ort und die Umgebung zeigt . Dass in diesem Buch Dialekt gesprochen wird , finde ich richtig gut . So sollte für mich ein guter Regionalkrimi sein . Im Glossar gibt es außerdem eine Liste mit den pfälzischen Wörtern die ins Hochdeutsche übersetzt werden .Weeschwieschmään ?
    Dieser Krimi ist zwischendurch etwas unheimlich und übersinnlich . Das macht das ganze nochmals interessanter . Es gibt auch Seiten , da bin ich aus dem lachen und schmunzeln nicht mehr herausgekommen . Die Sprüche die die "Ureinwohner " von sich geben sind auch zu komisch . Aber gleichzeitig wird es spannend so dass es ein sehr abwechslungsreicher Regionalkrimi ist . Ich finde ihn sogar ein gutes Stück besser als das erste Band . Übrigens braucht man das Vorgängerbuch nicht zu kennen . Es ist in sich abgeschlossen . Wer mal einen etwas anderen Krimi lesen und zwischendurch lachen möchte , dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen .