Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte (Roman)

Buchseite und Rezensionen zu 'Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte (Roman)' von Simon Bartsch
5
5 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte (Roman)"

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Nach den überwältigenden Erfolgen von „Vincent will Meer“ und „Ein Tick anders“ folgt mit „Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte“ nun ein dritter hochgelobter Roman, der sich auf liebevolle und unterhaltsame Weise der Thematik Tourette widmet. Unterstützt wird das Buch vom „InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom e.V.“, dem 10% der Bucheinnahmen zu Gute kommen.

"Dieses Buch ist ein Juwel" +++ "Ich habe Tränen gelacht" +++ "Der deutsche Forrest Gump" +++ "Ich habe es in einem Atemzug gelesen" +++ "Unbedingt lesen!" (Amazon Leser)

Leseprobe


(...) Pluto entpuppt sich als guter Wegbegleiter. Ganz lieb hat er es sich vor meinem Platz gemütlich gemacht. Sein Kopf liegt flach auf den großen Pfoten. Nur ab und an spitzt er die Ohren und blinzelt durch seine traurigen, verträumten Augen. Eine Frau mittleren Alters tätschelt ihm vorsichtig den Kopf. Ich mag nicht, dass eine wildfremde Person meinen Hund anfasst. Aber verbieten kann ich es ihr vermutlich auch nicht. Laura hätte sie bestimmt eine hässliche Brillenschlange genannt. Ich traue mich das nicht.
„Was ist das für einer?“, fragt mich die Frau freundlich. Ihre Augen wirken durch die rote Brille seltsam groß. Sie muss ohne die Gläser fast blind sein.
„Ein Hund“, erkläre ich.
„Na, das sehe ich“, sagt sie.
Ich verstehe nicht, warum sie dann überhaupt fragt.
„Aber was genau für einer?“
Sie sieht mich an, als wäre ich ein Doofkopf. Das finde ich sehr unhöflich, bleibe aber ruhig.
„Ein brauner Hund“, gebe ich zurück.
„Und wie alt ist der braune Hund?“, fragt sie.
Tja. Das weiß ich nun wirklich nicht.
„Vier Monate“, behaupte ich.
Die Frau mustert mich skeptisch, schüttelt den Kopf und schaut aus dem Fenster. Anscheinend glaubt sie mir nicht. Muss sie ja auch nicht. Für drei Stationen habe ich nun meine Ruhe. Dann steigen zwei Männer in Uniform ein (...)


Über das Buch


Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet und manchmal Worte sagt, die sie weder so meint noch kontrollieren kann. Doch der manchmal leicht begriffsstutzige Jan liebt sie gerade dafür.

Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine verrückte Reise durch halb Europa. Dabei lernen sie nicht nur Paris, London, Brüssel und Mallorca kennen, sie beginnen auch zu verstehen, was es heißt, zu vertrauen. Und was es heißt, wenn gegenseitiges Vertrauen missbraucht wird. Denn am Ende geht es für Jan und Laura um die große Frage nach der Liebe...

Ein unterhaltsamer, Mut machender, humorvoller und sensibler Entwicklungs- und Reiseroman über zwei unendlich liebevolle Protagonisten, die gemeinsam ihre eigene Welt entdecken und im Leser so Verständnis, Mitgefühl und Nächstenliebe wecken.

Mit 10% ihrer Einnahmen unterstützen Verlag & Autor den „InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom e.V.“.

Format:Broschiert
Seiten:244
EAN:9783945362068

Rezensionen zu "Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte (Roman)"

  1. humorvoll und einfühlsam

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 20. Sep 2015 

    Kann und darf man einen heiteren Roman mit und über Menschen mit Handicap schreiben? Eine Frage, bei der sicherlich verschiedene Meinungen aufeinander prallen werden. Simon Bartsch ist das meiner Meinung nach auf eine sehr gute Weise gelungen.

    Das Buch ist aus der Sicht von Jan Lehmann geschrieben, einem jungen liebenswerten Mann, der geistig ein wenig zurückgeblieben ist und eher den Entwicklungsstand eines großen Kindes aufweist. Mit seiner Freundin Laura, die am Tourette-Syndrom leidet, besucht er eine Bank in Köln. Aus ihrem „Hände hoch, das ist ein Überfall“ ergibt sich ein spannender, humorvoller und abwechslungsreicher Trip durch Europa.

    Die Schreibweise des Autors ist absolut treffend auf Jans Entwicklungsstand abgestimmt. Dadurch wirkt diese simple Wortwahl mitunter ein wenig anstrengend beim Lesen. Demgegenüber steht aber, daß man sich unweigerlich in Jans Gedankenwelt hineinversetzt und den Fortgang der Geschichte weiter verfolgen will. Das Einfühlungsvermögen, was man hierfür als Autor aufbringen muss, hält sich auch konstant durch die ganze Geschichte.

    Jans Naivität führt dazu, daß man seine Gutmütigkeit immer wieder ausnutzt, was mich beim Lesen innerlich die Faust in der Tasche ballen ließ. Aber durch sein abgrundtief sonniges Gemüt meistert er jede Situation. Und gelegentlich erwischt man sich bei dem Wunsch, doch auch einmal die Welt so einfach kategorisieren zu können.

    Insgesamt regt das Buch dazu an, sich auch für die Sichtweisen der „Behinderten“ zu öffnen, und das ohne den moralischen Zeigefinger zu heben. Wer also ein humorvolles, kurzweiliges Buch lesen möchte, welches ein wenig „anders“ geschrieben ist, ist hiermit bestens bedient!

    Wem meine Worte alleine nicht ausreichen: Simon Bartsch steht in der Endrunde zu "Entdeckt! Der Amazon Autoren-Preis" (http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=1383465031), und das sicherlich nicht umsonst. Die Abstimmung dazu läuft im Übrigen noch.