Während du stirbst: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Während du stirbst: Psychothriller' von Tammy Cohen
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

"Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben."


Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …


Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:416
EAN:9783734102196

Rezensionen zu "Während du stirbst: Psychothriller"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Jan 2016 

    Nichts ist wie es scheint

    Während du stirbst von Tammy Cohen ist ein Psychothriller und ist im blanvalet Verlag erschienen.

    Inhalt:
    Jessica Gold ist neunundzwanzig und wird von ihrer Familie und ihrem Freund Travis als komisch beschrieben. Sie lebt scheinbar nicht immer im hier und jetzt, ist nicht sehr gesellig. Als sie dann entführt wird ist die Familie am Boden zerstört.
    Doch keiner ahnt, wo Jessica da hineingeraten ist. Ihr Entführer, Dominic Lacey, verfolgt einen morbiden Plan. Er will sie unterwerfen, lässt sie angekettet in einer Hundehütte schlafen. An insgesamt 12 Tagen, beginnend an Weihnachten, bekommt Jessica ein Geschenk. Diese Geschenke offenbaren ihr nach und nach die grausame Psyche ihres Peinigers.
    Doch Dominic ahnt nicht, dass auch Jessica Geheimnisse hat.....

    Meine Meinung:
    Wow. Dieser Thriller von Tammy Cohen hat es wirklich in sich. Kaum hat man das Gefühl, man ist dem Kern der Geschichte näher gekommen, da wendet sich das Blatt. Die Story wird bis zum Ende mehrmals komplett umgekrempelt. Die Spannung gewinnt dadurch einen enormen Antrieb.
    Die Charaktere sind gut beschrieben. Jessica mit ihren Macken, kommt glaubhaft rüber. Wobei ich ihr am Ende einiges nicht so ganz abgekauft habe. Dieses kalkulierte passte nicht so ganz zu ihrem anfänglichen Erscheinungsbild.
    Die ehrgeizige Ermittlerin Kim, die sich nicht zwischen Beruf und Familie entscheiden kann, hat einen guten Durchblick. Man merkt in den kurzen Passagen, in denen das Buch sich der Ermittlung in dem Fall widmet, dass sie gute Menschenkenntnis besitzt.
    Dominic Lacey, der manipulativ und egoistisch die Frauen für seine Zwecke benutzt, spielt die zentrale Rolle in diesem Thriller. Ich schwankte zwischen Mitleid für ihn und blankem Entsetzen, was aus einem Menschen werden kann.
    Dieser Thriller ist wirklich lesenswert. Er wartet mit vielen Überraschungen auf. Er hat mir einige Stunden Spannung und Nervenkitzel beschert.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 27. Dez 2015 

    Man sollte nicht zu viel erwarten

    Inhalt:
    Jessica Gold ist anders, sie ist 29 Jahre alt, hat eine Knopfphobie und sie wurde von Dominic entführt. Dieser will sie 12 Tage lang gefangen halten und ihr jeden Tag ein grausames Geschenk machen. Sie muss hungern oder eklige Sachen in sich hinein stopfen. Außerdem muss sie in einer Hundehütte schlafen. Er versucht sie zu brechen. Ihr ist klar das sie sterben soll, doch niemand ahnt was nach den 12 Tagen kommt...

    Meine Meinung:
    Der Einstieg in das Buch fiel mir noch recht leicht. Erwartet habe ich einen recht grausamen Thriller, doch bekommen habe ich etwas anderes.

    Man muss sagen, das sich hier wieder bewahrheitet was ich so oft eigentlich auch mache: Besser nichts erwarten und keine Rückentexte vorher lesen. Hier waren aber auch auf Grund der Werbemaschinerie meine Erwartungen doch recht hoch und ich freute mich riesig auf diesen Psychothriller. Die Betonung liegt ganz eindeutig auf Psycho, denn das macht diesen Thriller aus: Er geht an die Psyche. Man sollte sich vollkommen in Jessica versetzen um den höchstmöglichen Gruselfaktor zu erleben. Das gelang mir recht gut und doch kam ich immer wieder aus, denn neben der Handlung mit Jessica und Dominic gab es da noch die Ermittlungen zum Verschwinden von Jessica, die mir die Spannung etwas nahmen, mich aber auch mal durchatmen ließen.
    Vielleicht wäre es anders besser gewesen, aber diese zwei Parallelen Handlungen gab es nun mal und ich konnte mich recht gut damit arrangieren.
    Was mich ein wenig störte war das die angeblich laut Rückentext so grausamen Geschenke nicht grausam waren im eigentlichen Sinne, sondern eher wenn man die dazu gehörigen Geschichte las und da auch nicht bei jedem Teil.

    Jessica hat in der Geschichte den größten Part. Sie wurde entführt und man hat wirklich Mitleid mit ihr. Sie muss einiges aushalten und schlägt sich dafür tapfer. Sie einzuschätzen ist aber recht schwer und das geht selbst der Familie so. Ihr Leben lang eine Außenseiterin, die ihren Platz im Leben zwar gefunden hat, aber viel verheimlicht.
    Kim ist die Ermittlerin im Vermisstenfall und hat auf privater Ebene gerade auch sehr zu kämpfen. Ich bin eher der familiäre Mensch, weswegen ich ihre Handlungen nicht immer verstehen konnte.
    Dominic, der Entführer. Außer die Erinnerungen zu den Geschichten erfährt man nicht viel von ihm. Er bleibt recht unscheinbar und auch im Nachhinein wüsste ich ihn nur schwer einzuschätzen.
    Es gibt noch andere Figuren, die schon wichtig sind, aber wo es zu viel von der Handlung vorweg nehmen würde, würde ich näher auf sie eingehen.

    Die Geschichte ist in zwei Teilen erzählt und für mich hätte nach dem ersten teil Ende sein können. Der zweite empfand ich als etwas zu langatmig und auch aufgesetzt. Es ist eine Wendung die ich so nicht erwartet hätte, die mir aber auch nicht wirklich gefällt.
    Genauso wenig wie das Ende. Die Geschichte ist abgeschlossen, das ist durchaus positiv und doch ist es ein Ende was ich nur schwerlich gut finden kann.

    Insgesamt kann ich Während du stirbst schon empfehlen, doch sollte man nicht zu viel erwarten und sich wirklich in Jessica rein versetzen, dann hat man denke ich die bestmögliche Spannung und das größte Lesevergnügen.