Vor uns das Leben

Buchseite und Rezensionen zu 'Vor uns das Leben' von Amy Harmon
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

Ambrose, der Star der Highschool, der Held einer ganzen Stadt. Er scheint alles zu haben - und doch kämpft er mit Problemen, die der Außenwelt verborgen bleiben. Bailey, der Junge im Rollstuhl. Er ist krank, weiß, dass er sterben wird. Und er lebt jeden Tag seines Lebens, als wäre es sein letzter. Fern, die schlau ist, aber nicht hübsch, und trotzdem in allem um sich herum das Schöne erkennt. Fern, Bailey und Ambrose. Drei Jugendliche in einer Kleinstadt in den USA, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Jugendliche, die dachten, sie wüssten, was das Leben für sie bereithält. Und denen das Schicksal in die Quere kommt …

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:386
EAN:

Rezensionen zu "Vor uns das Leben"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Jan 2016 

    Rezension zu "Vor uns das Leben"

    Inhaltsangabe:

    Hannah Lake, ein kleiner Ort in Pennsylvania: Die drei Freunde Fern, Baily und Ambrose sind durch die Ereignisse vom 11. September untrennbar miteinander verbunden.

    Fern ist die Tochter des örtlichen Pastors und fühlt sich klein, hässlich und von der Umwelt nicht wahrgenommen. In Ambrose, den Star der Ringer-Mannschaft an der Schule, ist sie unsterblich verliebt und drückt es in Liebesbriefen aus. Tragisch nur, das die Liebesbriefe offiziell von ihrer Freundin Rita sind. Fern kümmert sich liebevoll um Bailey und hilft ihm, wo er Hilfe benötigt! Bailey ist Ferns Cousin und leidet an Muskeldystophie und sitzt schon früh im Rollstuhl. Sein Vater Mike ist Coach der Ringer-Mannschaft und Bailey – obwohl behindert – begleitet die Ringer-Mannschaft zu allen Tunieren und kann durch seine unvergleichliche Art die Mannschaft anspornen und begeistern. Ambrose ist der Star der Ringer-Mannschaft. Obwohl er in der Stadt eine gewisse Berühmtheit ist, bleibt er Bodenständig und hilft seinem Vater in der Bäckerei.

    Durch die Anschläge des 11. September verändert sich sein Leben schlagartig. Obwohl er ein Voll-Stipendium fürs College besitzt, entscheidet er sich nach dem Schul-Abschluss für den Eintritt in die Armee, um im Irak sein Land zu verteidigen. Seine vier besten Freunde kann er ebenfalls von dieser Entscheidung überzeugen und so brechen sie gemeinsam zur ihrer Grund-Ausbildung und anschließend zum Einsatz im Irak auf.

    Doch nicht alle kehren aus dem Krieg zurück und diejenigen, die zurückkehren, sind nicht mehr, die sie mal waren …

    Mein Fazit:

    Was für ein zauberhaftes Buch über Freundschaft, Liebe und Loyalität!!!

    Ich hatte es schon länger auf meiner Wunschliste und wenn ich gewußt hätte, was mich da erwartet, hätte ich es damals sofort gekauft. Die Geschichte um die drei Freunde (eigentlich sind es vier, aber Rita steht nicht so sehr im Mittelpunkt) ist sowohl tragisch wie auch tiefgreifend schön. Die Charaktere sind so liebevoll gezeichnet und haben doch so ihre Ecken und Kanten. Obwohl sie so typische Jugendliche sind, sind sie doch auf ihre Art etwas Besonderes.

    Ohne Schnörkel und mit gelegentlichen kleinen Rückblicken wird die Geschichte über einen Zeitraum von drei-vier Jahren beschrieben, vom letzten Highschool-Jahr bis zum Irak-Krieg, der die ganze Stadt auf persönliche Art und Weise sehr mitnimmt. Fern entwickelt sich in der Zeit vom hässlichen Entlein zur stillen Schönheit und bleibt sich selbst dabei ziemlich treu. Bailey kämpft mit seiner Behinderung und kann dem Schicksal schon ein Schnippchen schlagen, indem er älter als 21 Jahre wird. Am meisten macht jedoch Ambrose eine Entwicklung durch. Er träumt von der Kriegs-Romantik, er möchte mal raus dem kleinen Städtchen und sieht seinen Einsatz im Irak als willkommene Abwechslung. Er hat jedoch nicht bedacht, wie gefährlich ein solcher Einsatz wirklich sein kann und muss seine Haltung gründlich überdenken. Nur schwer kann er da die Hilfe von Fern und Bailey annehmen.

    Es gibt da noch die eine oder andere tragische Wendung, aber ich möchte nicht allzu viel spoilern. Für mich war die Geschichte nicht wirklich vorhersehbar und ich habe zwischendurch entsetzt die Luft angehalten, weil die Autorin das so einfach und doch eindringlich erzählt hat.

    Diese Autorin sollte man sich merken und ich bin sehr an ihrem nächsten Buch interessiert. Dieses bekommt begeisterte fünf Sterne.

    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 16. Nov 2014 

    Ein Buch das vom Leben erzählt

    Inhalt:
    Ambrose ist der Held in der Kleinstadt in der er wohnt. Seine Stärke und seine Erfolge beim Ringen scheinen ihm einen bestimmten Weg vorzugeben. Fern ist zu klein und zierlich, sie findet sich hässlich und träumt von der großen Liebe. Bailey hat eine Muskelkrankheit die ihn in den Rollstuhl gebracht hat. Er möchte nur Leben und älter werden als andere mit der Krankheit. Doch dann geschehen Dinge, die alle Pläne zunichte machen...

    Meine Meinung:
    Vor uns das Leben beginnt weit in der Vergangenheit zu einer Zeit in der Ambrose, Fern und Bailey noch auf die Highschool gingen. Alle drei sind in der Abschlussklasse.

    Man liest sich so langsam in die Gegenwart, hat aber auch das Zeitsprünge in die Vergangenheit. Vor uns das Leben beschreibt wie das Leben Schicksal spielt und alles eine Wendung nimmt, die keiner der Beteiligten für Möglich gehalten hätten. Dabei schreibt Amy Harmon sehr interessant und fesselnd. Man taucht ein in eine Geschichte in der es um die Zukunft. um Freundschaft, Zusammenhalt und die Liebe geht.

    Alles dreht sich um die drei Schüler, die auf der Schwelle zum Erwachsen werden stehen.
    Die Hauptrolle spielt das Fern. Sie ist unscheinbar für ihre Mitschüler. Keiner sieht sie und doch schafft sie es mit der Zeit auf sich Aufmerksam zu machen. Rührend ist ihre Art mit Bailey umzugehen, ihm zu helfen, als Freundin, nicht als Cousin und Cousine. Ihr wünscht man nur Gutes.
    Ambrose ist der zweite stark beschriebene Charakter. Er ist der Held der Schule und der Stadt. Niemand hat ihn gefragt ob er das will. Er macht es aber mit und gibt sein Bestes um dem Druck stand zu halten und die Erwartungen zu Erfüllen. Als ihn ein Ereignis aus der Bahn wirft ist er alleine und verändert sich. Nicht zum negativen, eher zum positiven. Ambrose ist für mich am Ende ein Held, aber nicht weil er stark ist im Sinne von Kraft.
    Bailey kommt eigentlich am Wenigsten zu Wort ist aber für mich wie Fern eine sehr starke Person. Viele haben Angst vorm sterben, er geht damit um als wenn es um das zu Bett gehen gehen würde. Bailey schubst Fern und auch Ambrose ab und an mal in die richtige Richtung. Er hat seinen Humor nicht verloren auch wenn er weiß das sein Leben nie so laufen wird wie man es all gemeingültig als normal ansieht.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich hatte zu Beginn etwas Probleme mich mit der Geschichte anzufreunden bis sie mich packte und nicht mehr los ließ. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, die aber durch kursiver Schrift gekennzeichnet sind und auch die Jahreszahl über dem Abschnitt haben. Ab und an habe ich trotzdem das Jahr in dem wir gerade sind verloren, denn auch wenn immer wieder mal drüber steht wo man sich gerade befindet passiert so vieles das man mit der Zeitrechnung schonmal durcheinander kommen kann.

    Vor uns das Leben ist ein Buch der vom Leben erzählt. Von Plänen und verpassten Chancen, von der Liebe und der Freundschaft und von der Tatsache das man immer das beste aus seiner Situation machen sollte.