Verschollen in der Poison Bay

Rezensionen zu "Verschollen in der Poison Bay"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Jan 2019 

    Spannender Survival Thriller in der Wildnis

    Die Fernsehjournalistin Callie Brown trifft nach zehn Jahren zu einem besonderen Klassentreffen in Neuseeland ein. Vor 10 Jahren wollte sie mit ihren Freunden den Schulabschluss feiern, doch dieser Tag endete mit einer Tragödie. Nun lädt Bryan zu einem Survivaltrip in die neuseeländische Wildnis ein. Dieser Ausflug entwickelt sich tatsächlich zu einem Kampf um Leben und Tod.
    Belinda Pollard schickt uns gemeinsam mit der jungen Wandergruppe auf eine aufregende und aufreibende Reise. Es gelingt der australischen Autorin und Journalistin gekonnt, die Atmosphäre der Landschaft, die Strapazen der Wanderung, die Überlebensängste der Gruppe zu vermitteln. Die Geschichte passiert auf zwei Handlungsebenen. Einerseits begleiten wir die Wandergruppe durch die Wälder, andrerseits können wir auch die Polizei bei der Suche nach den Vermissten verfolgen.
    Eigentlich ist es ein ganz klassisches Thema in der Krimliteratur. Eine Gruppe befindet sich in einem geschlossenen System, man weiß nicht ob die Gefahr von außen oder innen kommt. Keiner kann dem anderen mehr vertrauen. Innerhalb der Gruppe bilden sich kleine Seilschaften. Die Gruppendynamik im Überlebenskampf baut sich bedrohlich auf. Die Teilnehmer der Gruppe kennen einander zwar, aber doch nicht gut genug, um alle dunklen Geheimnisse über einander zu wissen. Die gemeinsame Vergangenheit holt sie ein. Verstärkt wird diese bedrohliche Atmosphäre durch die sehr ausdrucksstarke Beschreibung der Umgebung. Die undurchdringlichen Wälder, das unwegsame Gebirge, das unberechenbare Wetter, das alles entwickelt einen ungemein mitreißenden Sog. Einige logische Unschärfen konnten nicht verhindern, dass mich das Buch bestens unterhalten hat.