Verhängnisvolles Lavandou

Buchseite und Rezensionen zu 'Verhängnisvolles Lavandou' von Remy Eyssen
4.75
4.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Verhängnisvolles Lavandou"

Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:512
Verlag:
EAN:9783548064185

Rezensionen zu "Verhängnisvolles Lavandou"

  1. Leon Ritter auf der richtigen Spur

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Mai 2021 

    Seit Jahren lebt der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter in seiner Wahlheimat Südfrankreich. Le Lavandou ist sein Zuhause geworden, dort lebt er mit Partnerin Capitaine Isabelle Morell und deren inzwischen fast erwachsenen Tochter Lilou. Ihre Arbeit bringt es immer wieder mit sich, dass Leon und Isabelle gemeinsam an einem Fall arbeiten. So auch bei einen grausamen Fund. Der starke Regen der letzten Tage hat eine Kinderleiche angespült. Der Junge steckte in Mädchenkleidern, wurde grausam misshandelt und missbraucht und in einem Müllsack entsorgt.

    Es wird nicht der einzige Leichenfund bleiben, denn es scheint mit dem toten Kind sind alte ungesühnte Verbrechen ans Licht gespült worden, in deren Mittelpunkt ein altes katholisches Internat steht.

    Das ist schon der 7. Band von Remy Eyssen um den Rechtsmediziner Leon Ritter und ich habe noch keinen Band ausgelassen. Die Krimis sind in sich vollkommen abgeschlossen, also auch ohne Vorkenntnis genussvoll zu lesen. Ich schätze an dieser Reihe die ideenreichen Plots, die bestens in die Landschaft eingebettet sind. Landschaftsbeschreibungen machen auch den besonderen Reiz aus. Sie sind wohldosiert und vermitteln Atmosphäre ohne sich in endlosen Beschreibungen von Restaurants, Essensgepflogenheiten usw zu verlieren, wie es sonst öfters bei diesem Genre ist.

    Leons Privatleben mit manchen Komplikationen begleiten den Krimi, aber auch sie sind wohltuend nebensächlich. Sie bereichern die Handlung, runden den Plot ab und zeigen die Entwicklung im Lauf der Reihe. Sie drängen aber in den Vordergrund. Diese ausgewogene Mischung finde ich bei Autor Eyssen immer wieder gelungen.

    Die Charaktere sind gut ausgedacht. Bei Ritter sind typisch deutsche Eigenschaften eine gute Symbiose mit seiner Neigung zum französischen Lebensgefühl eingegangen. Isabelle Morell ist eine moderne Frau, die sich in ihrem Beruf gut durchsetzen kann, auch wenn sie immer wieder auf althergebrachtes südliches Machogehabe stößt, wie es Polizeichef Zerna exemplarisch verkörpert.

    Alles in allem ein wirklich ausgezeichneter Krimi mit einem spannenden und leider auch aktuellen Plot.

  1. Dieser Krimi hat mich auf jeden Fall überzeugt

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 07. Mai 2021 

    Es ist Sommer in Le Lavandou . Louisa die an einem abgelegenem Stück Strand für ihren Instagram - Account einen kleinen Videoclip von sich aufnehmen möchte findet in einem Müllsack eine Leiche . Es ist ein Junge der um die Augen schwarzen Kajalstift und an den Lippen einen verschmierten Lippenstift trägt . Zudem hat er ein Sommerkleid an . Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter zu einem katholischen Internat .

    Die Spannung wird schon auf den ersten Seiten greifbar und sie steigt stetig weiter an . Die Protagonisten sind ansprechend und besonders Leon Ritter war mir mit seiner Art gleich sympathisch . Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig zu lesen .

    Fazit : Da die Kapitel nicht allzu lang sind bleibt die Spannung immer erhalten . Die Handlung in diesem Buch ist aktuell und dreht sich um junge Flüchtlinge in Frankreich . Es wird dabei aus Sicht der verschiedenen Charakteren erzählt . Es stellt sich heraus dass es sich nicht nur um einen Mord handelt . Dabei gibt es ein paar Szenen die eventuell nichts für schwache Nerven sind . Die Story war auch für mich mehr als einmal schockierend . Es gibt zwei Handlungsstränge : Einmal die Ermittlungen und dann das Privatleben von Leon Ritter das sich ereignisreich entwickelt . Im letzten Drittel geht es dann Schlag auf Schlag . Ab da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen . Das Ende war für mich aufregend und fesselnd .
    Es ist ein gelungener Krimi mit ausdrucksstarken Charakteren der mich in seinen Bann zog .
    Dieses Buch ist der siebte Band einer bisher siebenteiligen Reihe . Er ist in sich abgeschlossen .

  1. Erschreckende Machenschaften in der Idylle

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 05. Mai 2021 

    Am Stand von Le Lavandou wird eines Morgens eine Leiche angespült und stört damit die Idylle des Ortes. Der tote Junge trägt ein Kleid und ist verschnürt wie ein Paket. Capitaine Isabelle Morell und Rechtsmediziner Leon Ritter wollen herausfinden, warum der Junge sterben musste. Die Spuren führen zu einem katholischen Internat. Aber sie stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Doch dann passieren weitere Morde. Während Polizeichef Zerna keine Zusammenhänge sieht, verlässt sich Ritter lieber auf seine Intuition und bleibt an der Sache dran.
    Dies ist der siebte Band aus der Reihe um den Rechtsmediziner Leon Ritter. Bis auf den ersten Band habe ich alle gelesen.
    Der Schreibstil ist wie immer flüssig und angenehm zu lesen. Man bekommt auch einen guten Einblick in das Leben in der Provence und somit ein wenig Urlaubsatmosphäre.
    Ich mag den unkonventionellen sympathischen Rechtsmediziner, der sich in Frankreich gut eingelebt hat. Am Tatort hat er einen besonderen Blick für Ungereimtheiten. Wenn ihm etwas auffällt, geht er der Sache nach, auch denn er damit anderen auf die Füße tritt. Mit Capitaine Isabelle Morell bildet er nicht nur beruflich ein tolles Team, die beiden sind privat liiert. Auch zu Isabelles Tochter Lilou hat er eine gute Beziehung. Mit dem Polizeichef aber kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten.
    Der Fall ist verzwickt und es gibt Konflikte zwischen Alteingesessenen und Einwanderern. Der Spannungsbogen blieb bis zum Schluss erhalten. Auch war nicht unbedingt vorherzusehen, was hinter allem steckt.
    Mir hat dieser spannende und atmosphärische Krimi wieder gut gefallen.

  1. Die verpackte Leiche am Strand

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 29. Apr 2021 

    Klappentext:
    „Schließlich ist es doch noch Sommer geworden in Le Lavandou. Nach einem verregneten Mai genießen die Menschen die Sonne auf den belebten Terrassen der Bistros. Doch eines Morgens wird die Urlaubsidylle jäh zerrissen: Am Strand wurde die Leiche eines Jungen angespült, er trägt ein Kleid und ist wie ein Paket in einer Plastikplane verschnürt. Die Spuren führen Rechtsmediziner Leon Ritter und Capitaine Isabelle Morell bis zu einem katholischen Internat, in dem niemand so recht über die Vergangenheit sprechen will. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und der Täter ist Leon näher, als er es für möglich hält …“

    Endlich ein neuer Fall für Leon Ritter! Mittlerweile bin ich dieser Krimi-Reihe regelrecht verfallen und auch Fall Nummer Sieben hat es wieder in sich. Selbstredend sind die bildhaften Landschaftsbeschreibungen eine äußerst bezaubernde Kulisse für eine Leiche. Der Fall ist diesmal wirklich sonderbar und mystisch und Autor Remy Eyssen legt immer wieder neue Spuren für uns Leser und führt uns gekonnt in die Irre. Isabelle ist selbstverständlich auch wieder mit von der Partie und gemeinsam mit Leon geht es in ein altes Internat, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Das Schweigen macht das Ermitteln nicht gerade einfach aber Leon und Isabelle kommen immer mit ihrer Art ans Ziel.
    Der Sprachstil ist, wie immer, ungebrochen stilvoll und rein. Hier ist kein Wort zu viel, keine Phrase sinnlos und auch kein Gedankengang überflüssig. Nicht nur der Fall wird gekonnt beleuchtet, auch das Privatleben von Leon und Isabelle bekommt wieder Platz und als Leser binden wir uns einfach nur noch mehr an die beiden Protagonisten.
    Auch hier gilt, man muss die vorherigen Bände nicht unbedingt gelesen haben um einzusteigen. Es macht aber natürlich Sinn, um die privaten Verhältnisse bei Leon Ritter besser zu verstehen.
    Alles in allem wieder äußerst gelungen, spannend und somit 5 von 5 Sterne wert!