Unter dem Nordlicht: Roman (Taschenbücher)

Buchseite und Rezensionen zu 'Unter dem Nordlicht: Roman (Taschenbücher)' von Jenny Bond
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Stockholm, 1897: Drei Männer begeben sich auf eine Expedition, sie wollen mit einem Heißluftballon den Nordpol erreichen. Darunter auch Nils Strindberg. Die Familie und seine Verlobte Anna sind gegen das Vorhaben, doch Nils setzt sich gegen alle Bedenken durch. Die Expedition scheitert. Trotz zahlreicher Rettungsversuche bleibt die Gruppe verschwunden. Bis 1930, als norwegische Robbenfänger die Leichen der drei Männer auf einer kleinen Insel im arktischen Ozean entdecken.
Anna erreicht die Nachricht von dem Fund in England, wo sie mittlerweile lebt, und die Erinnerung holt sie mit aller Macht ein. Die Erinnerung an die verzweifelte Hoffnung, Nils werde doch irgendwann zurückkehren. Und an ihre Sehnsucht, die unstillbar war – und sich auf den falschen Mann richtete …
›Unter dem Nordlicht‹ folgt den Spuren dreier Menschen, deren Lebenswege trotz weiter Entfernung auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden sind. Und es erzählt eine große und tragische Liebesgeschichte, wie sie aufwühlender nicht sein könnte.

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:401
EAN:

Rezensionen zu "Unter dem Nordlicht: Roman (Taschenbücher)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 23. Jan 2016 

    Rezension zu "Unter dem Nordlicht"

    Inhaltsangabe:

    Schweden, Ende des 19.ten Jahrhunderts: Nils Strindberg ist vom Herzen her Wissenschaftler. Und so ist es nicht verwunderlich, das er an einer abenteuerlichen Expedition teilnehmen will: Die Reise zum Nordpol mit einem Ballon. Zusammen mit zwei anderen Wagemutigen macht er sich auf die Reise mit ungewissem Ausgang.

    Trotz der Vorbehalte der Familie und der frischen Verlobung zu Anna Chalier lässt er sich nicht aufhalten. Schließlich passiert genau das, was alle befürchteten. Die Expedition scheitert und die drei Wissenschaftler kehren nicht zurück. Erst nach 30 Jahren werden ihre Leichen im ewigen Eis gefunden. Jounalist Knut Stubbendorf ist bei der Bergung dabei und findet sehr persönliche Dokumente von Nils Strindberg, die offensichtlich an seine Verlobte Anna gerichtet sind.

    Zurück in Stockholm macht Knut sich auf die Suche nach Anna Chalier und taucht dabei immer tiefer in die Familiengeheimnisse der Strindbergs ein. Denn Nils war offensichtlich nicht der einzige Mann, der Anna liebte …

    Mein Fazit:

    Dieses Buch war schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste und als es im Kindle-Deal-der-Woche angeboten wurde, habe ich spontan zugegriffen und es auch sehr bald gelesen.

    Zu Anfangs musste ich mich ein bißchen bemühen, mit dem Schreibstil klar zu kommen. Die Autorin hat sehr häufig Zeitsprünge in den Kapiteln eingelegt, deren Überschrift aber nicht dazu passt. Mich hat es eins ums andere Mal etwas verwirrt, aber mit der Zeit kam ich damit klar!

    Es wird eine sehr verzwickte Dreiecks-Geschichte beschrieben vor dem malerischen Hintergrund des Forschungs-Fiebers rund um den Nordpol. Die Expedition, die Familie Strindberg und auch Anna Chalier gab es tatsächlich und Anna war auch in Wirklichkeit die Verlobte von Nils Strindberg. Ebenso ist nachzulesen, das die drei Leichen tatsächlich nach über 30 Jahren im Ewigen Eis gefunden und nach Stockholm zur Beisetzung überführt wurden. Die Dreiecks-Geschichte ist wohl aber ihrer künstlerischen Freiheit zum Opfer gefallen – was auch gut so ist!

    Denn nach anfänglichen Schwierigkeiten war ich von der Geschichte um Anna, Nils und Erik gefangen. Und ein großes Geheimnis wird erst gegen Ende gelüftet und das war für mich so nicht vorhersehbar. Toll, ein Buch, das mich durchaus überrascht hat. Auch das Ende empfand ich als konsequent und daher glaubwürdig. Alles andere hätte mich dann doch mit Stirnrunzeln zurück gelassen. Die Figuren waren alle sehr greifbar und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Und man lernt ein bißchen was über Stockholm und ihre Kunst und Architektur.

    Mich hat diese Geschichte durchaus gefesselt, daher bekommt es auch vier Sterne.

    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.