Unschuldig wie der Schnee

Buchseite und Rezensionen zu 'Unschuldig wie der Schnee' von Sharon Bolton
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3 von 5 (1 Bewertungen)

Ein brillanter E-Book Only Kurzkrimi der britischen Bestsellerautorin Sharon Bolton mit DC Lacey Flint und DI Mark Joesbury.

In einer kühlen Novembernacht beobachtet DC Lacy Flint, wie in einem Park in ihrer Londoner Nachbarschaft ein junger Mann von fünf Maskierten angegriffen wird und bei lebendigem Leib verbrennt. Sie eilt ihm sofort zu Hilfe, doch es ist zu spät: das Opfer, Aamir Chowdbury, ein junger pakistanischstämmiger Assistenzarzt, erliegt noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Weil die Täter Masken trugen, kann Lacy sie nicht identifizieren. Um die schnell ins Stocken geratenen Ermittlungen weiter voranzutreiben, muss Lacy zu unkonventionellen Methoden greifen, die ihr bald selbst zum Verhängnis zu werden drohen …

Format:Kindle Edition
Seiten:75
Verlag: Manhattan
EAN:

Rezensionen zu "Unschuldig wie der Schnee"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 27. Mär 2018 

    Menschlichkeit vs. Gerechtigkeit...

    In einer kühlen Novembernacht beobachtet DC Lacy Flint, wie in einem Park in ihrer Londoner Nachbarschaft ein junger Mann von fünf Maskierten angegriffen wird und bei lebendigem Leib verbrennt. Sie eilt ihm sofort zu Hilfe, doch es ist zu spät: das Opfer, Aamir Chowdbury, ein junger pakistanischstämmiger Assistenzarzt, erliegt noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Weil die Täter Masken trugen, kann Lacy sie nicht identifizieren. Um die schnell ins Stocken geratenen Ermittlungen weiter voranzutreiben, muss Lacy zu unkonventionellen Methoden greifen, die ihr bald selbst zum Verhängnis zu werden drohen …

    Zeitmäßig spielt dieser Kurzthriller einige Wochen nach dem ersten Fall um Lacey Flint: Dunkle Gebete. Mark Josebury liegt noch im Krankenhaus und erholt sich von seinen schweren Verletzungen, Lacey selbst ist bereits halbwegs genesen und wieder im Dienst. Auf dem Weg nach Hause hört die junge Polizistin einen Funkspruch und entscheidet spontan, dem Notruf zu folgen - denn der Ort des Geschehens liegt bei ihr gleich um die Ecke.

    Als Zeugin des grausamen Geschehens wird Lacey nicht wirklich in die Ermittlungen mit einbezogen, doch verlaufen diese mangels Beweisen sowieso rasch im Sand. Immerhin waren die Täter maskiert, und anschließend fehlt von ihnen jede Spur. Deshalb beginnt Lacey auf eigene Faust zu ermitteln, oftmals ohne jeden Rückhalt ihrer Kollegen, allerdings z.T. mit der Unterstützung einer befreundeten Journalistin. Als es Lacey schließlich gelingt, die Täter zu entlarven, gerät sie nicht nur selbst in eine ungeheuerliche Gefahr, sondern muss eine folgenschwere Entscheidung treffen...

    Kurzgeschichten bieten ein sehr komprimiertes Geschehen, wobei für die Entwicklung der Charaktere kaum Raum bleibt. So ist es auch hier. Während die langen Thriller um Lacey Flint gerade mit den interessanten Figuren punkten können, spielt es hier kaum eine Rolle, wer die Rolle der Ermittler einnimmt. Ein Leser, der Flints ersten Fall nicht kennt, wird angesichts der zahlreichen Anspielungen hierauf zudem auch etwas verwirrt sein. Es empfiehlt sich also, diesen Kurzthriller erst im Anschluss an Dunkle Gebete zu lesen.

    Für Überraschungen sorgt Sharon Bolton auch diesmal wieder, doch depremierte mich die Entwicklung eher, die der Fall letztlich nahm. Menschlichkeit vs. Gerechtigkeit - für Lacey keine Frage, was hier Vorrang hat. Und doch hinterlässt dieser Fall bei mir einen bitteren Nachgeschmack, der mir nicht gefällt. Näher kann ich leider nicht darauf eingehen, da ich sonst spoilern würde.

    Wenn ich die Wahl habe, würde ich immer einen komplexen Thriller um Lacey Flint bevorzugen. Aber für Fans der Reihe mag auch dieser Kurzthriller eine nette Unterhaltung bieten.

    © Parden